Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen, wöchentlichen Newsletter an:
Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen, wöchentlichen Newsletter an:
AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
DGB-Vorstoß zur verpflichtenden Betriebsrente spaltet Politik: Der CDU-Wirtschaftsrat lehnt eine verpflichtende Betriebsrente klar ab und warnt vor steigenden Lohnnebenkosten sowie eingeschränkter Wahlfreiheit für Beschäftigte. “Dies würde nicht nur die Wahlfreiheit von Beschäftigten bei der Altersvorsorge einschränken, sondern den Faktor Arbeit noch teurer machen”, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der “Rheinischen Post”. Unterstützung erhält der DGB-Vorstoß hingegen von SPD, Grünen und Linken, wobei insbesondere tarifliche oder freiwillig wählbare Modelle diskutiert werden. Für den Mittelstand entscheidend: Künftige Reformen könnten zusätzliche finanzielle und administrative Belastungen bringen, auch wenn kostengünstige Standardlösungen im Gespräch sind. rp-online.de, welt.de
Wirtschaftswachstum im ersten Quartal regional stark ungleich verteilt: Während Berlin und Brandenburg mit jeweils 0,9 Prozent sowie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 0,8 Prozent zulegen, schrumpfen Hamburg und Schleswig-Holstein um 0,5 Prozent. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt in Bundesländern mit rückläufiger Wirtschaftsleistung. Einen wesentlichen Grund für die ungleiche Entwicklung sieht das Ifo-Institut in der regionalen Verteilung von Industriebetrieben. Treiber bleibt die Industrie, die trotz hoher Energiepreise solide startet, während Regionen mit Rüstungsindustrie zusätzlich von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren. zeit.de
ANZEIGE
Heute PKV-Jahrestagung: Jetzt noch schnell anmelden! Wir laden Sie herzlich zum Livestream der heutigen PKV-Jahrestagung ein. Im Fokus der Veranstaltung von 10 bis 12 Uhr steht die Frage, wie wir unsere sozialen Sicherungssysteme generationengerecht reformieren können. Verfolgen Sie die Beiträge unserer prominenten Gäste aus Politik und Wissenschaft! Zur Anmeldung
Investitionsbeirat kritisiert schleppenden Einsatz des 500‑Milliarden‑Sondervermögens: Trotz der historisch hohen Kreditaufnahme bleiben Wirkung und Tempo der Investitionen hinter den Erwartungen zurück. Im Jahr 2025 flossen 14 Milliarden Euro ab, 2026 bislang 11,2 Milliarden Euro in den ersten vier Monaten, während bei den Ländern erst rund ein Prozent der Mittel ankam. Der Beirat empfielt, den Kommunen mehr Geld zu geben. Sie seien schließlich verantwortlich für einen großen Teil der Investitionen, betont Harald Christ. Der Beirat bemängelt vor allem fehlende Gesamtstrategie und unkoordinierte Förderstrukturen und fordert mehr Geld für Forschung und Entwicklung. tagesschau.de
SPD-Fraktion legt Impulspapier zur Wirtschaftswende vor: Das 18-seitige Konzept soll noch vor der Sommerpause beschlossen werden und versteht sich als Ausgangspunkt für einen grundlegenden wirtschaftspolitischen Neustart. Die SPD will die Abhängigkeit vom Export reduzieren und stärker auf den europäischen Binnenmarkt sowie den Dienstleistungssektor setzen. Unternehmen mit Tarifbindung sollen gezielt von Berichtspflichten entlastet werden, während zugleich eine lockerere Datenregulierung und eine europäische Plattform für Wirtschaftsdaten Innovationen, etwa bei KI, fördern sollen. Zudem sieht das Papier mehr staatliche Unterstützung für Zukunftstechnologien vor, einschließlich stärkerer Forschungsaktivitäten mit militärischem Bezug, etwa in der Satellitentechnik. tagesschau.de
ANZEIGE
Hybride Pressekonferenzen für eine bundesweite Reichweite! Presse.Live bietet: Location in Berlin-Mitte, Livestream-Technik, redaktionellen Support und ein Multiplikatoren-Netzwerk – Ihre Botschaft erreicht Journalisten im Presse.Live Studio oder bei Ihnen vor Ort und online in den Redaktionen von Publikums- und Fachmedien. Kontaktieren Sie uns: presse.live@presse.live, Telefon 030 69 202 3535 presse.live
Mehr Privatvermögen in Venture Capital: Für viele junge Technologieunternehmen ist Venture Capital die einzige Finanzierungsquelle, da klassische Bankkredite mangels Sicherheiten ausfallen. Dennoch investieren deutsche institutionelle Anleger im Schnitt nur rund 0,1 Prozent ihres Vermögens in europäische VC- und Growth-Fonds, schreibt Investor Christian Miele in einem Standpunkt beim RND; in den USA sind etwa zwei Prozent üblich. Dadurch entsteht in Deutschland eine jährliche Finanzierungslücke von rund 15 Milliarden Euro, die zunehmend durch amerikanische Investoren geschlossen wird – inklusive Einfluss und Renditeabfluss. Dabei erzielen europäische Fonds seit Jahren Nettorenditen von 14 bis 18 Prozent und liegen damit über klassischen Anlagen. rnd.de
Weitere Meldungen:
- Außenhandel und Stromexporte legen im Frühjahr zu. mdr.de
- Warenhauskonzern Galeria ringt um Finanzierung seiner Zukunft. handelsblatt.com
- Zeiss kündigt Stellenabbau an. faz.net
- Opel Astra wird weiter in Rüsselsheim gebaut. faz.net
- Insolvente Perlon-Gruppe wird nach Bieterwettbewerb chinesisch. n-tv.de
ANZEIGE
In Brüssel präsent sein – ohne eigene Niederlassung. Ihre Repräsentanz im Herzen Europas ab 250 Euro pro Monat. Professionelle Präsenz im Europäischen Viertel von Brüssel am Place Schumann – wenige Schritte von allen EU-Institutionen entfernt. Unser Angebot: Geschäftsdomizil und Repräsentanz in Brüssel + Credible Presence statt bloßer Briefkastenlösung + Büro-, Coworking- und Meetingräume + Unterstützung bei EU Public Affairs und Interessenvertretung + Netzwerkzugang in Politik, Wirtschaft und Verbänden + Public Affairs, strategische Kommunikation und Stakeholder-Management. Ideal für Mittelständler, Verbände, Technologie- und Digitalunternehmen, Cluster und Unternehmen mit EU-Regulierungsbezug. Info: Thomas Philipp Reiter, Seemann SRL, reiter@seemann.be
DIGITALISIERUNG
Bund, Länder und Telekombranche schließen “Bestes Netz für Deutschland”-Pakt: Das Abkommen soll Investitionen verlässlicher machen und Verfahren deutlich beschleunigen. Für 2026 sind 3,2 Millionen direkt nutzbare Glasfaseranschlüsse sowie 2,5 Millionen vorbereitete Anschlüsse geplant; für 2027 stehen weitere Milliarden bereit. Halbjährliche Kontrollen anhand fester Kennzahlen sollen Fortschritt, Investitionen und Genehmigungsdauer transparent machen, ohne zusätzliche Bürokratie aufzubauen. faz.net, manager-magazin.de
Bundesregierung beschließt KI-Sicherheitsinstitut: Die neue Einrichtung soll Unternehmen und Behörden künftig als zentraler Ansprechpartner für Bewertung und Regulierung moderner KI dienen. Geplant ist zunächst ein virtueller Aufbau unter Nutzung von Kompetenzen von Bundesnetzagentur und BSI, bevor ein fester Standort folgt. Im Fokus stehen sowohl Cybersicherheit als auch Produktsicherheit von KI-Systemen; zugleich soll das Institut internationale Standards mitgestalten und Modelle zügig prüfen. Parallel wird die Bundesnetzagentur zur zentralen Aufsicht für den AI Act, dessen zentrale Vorgaben ab August 2026 greifen und insbesondere Klassifizierung sowie Transparenzpflichten für KI-Anbieter festlegen. tagesspiegel.de
RAT UND TAT
Verfassungsschutz warnt Unternehmen in Deutschland vor zunehmender Spionage- und Sabotagegefahr durch hochentwickelte Drohnen: Die Sicherheitsbehörde sieht vor allem industrielle Standorte und Lieferketten im Fokus ausländischer Nachrichtendienste. Drohnen würden kleiner, unauffälliger und zugleich präziser, während Kameratechnik und KI-gestützte Bildauswertung ihre Einsatzmöglichkeiten deutlich erweiterten. Besonders gefährdet seien neben Industrieanlagen auch Gewerbegebiete sowie Logistikrouten, die für Produktions- und Lieferprozesse zentral sind. Zudem rücken Kritische Infrastrukturen wie Energie-, Wasser- und Kommunikationsnetze verstärkt ins Visier. sueddeutsche.de
Deutsche Unternehmen halten Zahlungsfristen: Trotz schwacher Konjunktur, hoher Kosten und verhaltener Investitionen bleibt die Liquiditätslage vieler Betriebe ausreichend stabil, meldet Creditreform. Der durchschnittliche Zahlungsverzug lag Anfang 2026 branchenübergreifend bei 7,7 Tagen und damit auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig deutet die Entwicklung darauf hin, dass Unternehmen Liquidität sichern und Investitionen sowie Kreditnachfrage zurückstellen. Deutliche Unterschiede zeigen sich regional: Während Firmen in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern schneller zahlen, weisen Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Verzögerungen auf. handelsblatt.com
ANZEIGE
Urbane Oase in Berlin-Neukölln: Canoa Beach bietet nahe der S-Bahn Sonnenallee den idealen Raum für informellen Austausch, Teamevents und politische Vernetzung. Ob beim Get-together in der Beachbar, beim Kanuverleih oder bei geführten Touren auf dem Kanal – hier verbinden sich Entspannung und gute Gespräche am Wasser: canoa-berlin.de
1,15 Millionen offene Stellen trotz Rezession und steigender Arbeitslosigkeit: Im ersten Quartal 2026 kamen auf 100 offene Stellen rechnerisch 264 Arbeitslose, deutlich mehr als im Vorjahr. Hauptproblem ist die Diskrepanz zwischen Anforderungen und Qualifikationen: Nur 24 Prozent der Jobs erfordern keinen Abschluss, während 48 Prozent der Arbeitssuchenden genau solche Stellen suchen. Für Mittelständler bedeutet das anhaltende Besetzungsprobleme trotz größerem Bewerberpool, insbesondere bei qualifizierten Fachkräften. n-tv.de
ANGEZÄHLT
Deutschland ist wieder Netto-Strom-Exporteur. Im ersten Quartal sanken die Stromimporte um 15,5 Prozent, während die Exporte ins Ausland um gut 20 Prozent stiegen. Unterm Strich stand ein Überschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden. Dabei stammte über die Hälfte aus erneuerbaren Energien wie Wind und Solar. focusplus.de
ZITAT DER WOCHE
Arbeitsökonom Holger Schäfer vom Institut der Deutschen Wirtschaft fordert längere Arbeitszeiten statt Vier-Tage-Woche. mdr.de
ZULETZT
Teurer Zahlendreher: Italiens Kulturministerium genehmigte die Ausfuhr falsch datierter “Madonna mit Kind” in die Schweiz. Der Fehler basiert auf einer falsch interpretierten Inschrift und führte 2020 zur Einstufung als geringwertiges Werk mit rund 38.000 Euro Marktwert. Erst bei der Restaurierung im Ausland wurde die Entstehung um 1350 erkannt und ein deutlich höherer Auktionswert ermittelt. Der Staat konnte die bereits erteilte Exportfreigabe juristisch nicht mehr rückgängig machen, das Gemälde darf nun versteigert werden. n-tv.de