Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
US-Präsident Donald Trump stoppt Strafzoll-Drohung: US-Präsident Donald Trump verzichtet überraschend auf geplante Strafzölle gegen acht europäische Länder, darunter Deutschland. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos kündigte er an, man habe sich auf einen Rahmen für ein künftiges Abkommen zu Grönland und der Arktis geeinigt. Inhaltlich soll die Vereinbarung eine Neuauflage des Verteidigungsabkommens zwischen den USA und Dänemark von 1951 vorbereiten. Künftig könnten Investitionsentscheidungen auf grönländischem Boden auch dem Einfluss der USA unterliegen, während Europa stärker in der Arktis eingebunden werden soll. tagesschau.de
EU-Handelsdeal mit Mercosur landet vor dem EuGH: Das EU-Parlament hat mit knapper Mehrheit entschieden, das kürzlich unterzeichnete Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten rechtlich prüfen zu lassen. Die Prüfung kann bis zu zwei Jahre dauern – eine vorläufige Anwendung des Abkommens bleibt möglich, ist aber politisch umstritten. Während Kanzler Friedrich Merz eine schnelle Umsetzung fordert, warnen Umweltverbände vor dem Verlust von Standards und Transparenz. Die Industrie, allen voran der VDA, spricht von einem “verheerenden Signal” für Europas Wettbewerbsfähigkeit und für Unternehmen, die auf neue Exportmärkte gehofft hatten. tagesschau.de
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LinkedIn-Tipp Nr. 5 von Expertin Christiane Germann: Ein bis zwei Posts pro Woche reichen! LinkedIn ist weniger aufwendig als Instagram oder TikTok und (auch) darum ideal für politische Kommunikation. Wie oft genau sinnvoll ist – und warum: amtzweinull.de
Debatte um Krankheitstage: Union und Arbeitgeberverbände fordern eine Einschränkung oder Abschaffung der telefonischen Krankschreibung, weil sie Missbrauch und zusätzliche Ausfälle befürchten. Hausärzteverbände und SPD verweisen dagegen auf Auswertungen der Krankenkassen, die keinen erhöhten Missbrauch belegen und betonen die Entlastung überfüllter Praxen. Laut DAK waren Krankheitsausfälle waren Beschäftigte 19,5 Kalendertage krankgeschrieben. tagesschau.de rnd.de
Außenminister Johann Wadephul wirbt in Kenia und Äthiopien für engere Wirtschaftsbeziehungen: Er will beide Länder als “Schlüsselpartner” für Deutschlands Außen- und Wirtschaftspolitik positionieren. Exportnationen wie Deutschland seien in Zeiten wachsender Handelsbarrieren auf neue Märkte angewiesen sind. Der Afrikaverein der deutschen Wirtschaft sieht die Reise als Chance, vernachlässigte Potenziale zu nutzen – besonders im Freihandel und bei Infrastrukturprojekten. Konkurrenz droht vor allem durch Russland und China, die ihren Einfluss auf dem Kontinent zuletzt ausgebaut haben. tagesschau.de
Umweltklagen sollen Infrastrukturprojekte nicht mehr ausbremsen: Für große Infrastrukturvorhaben wie Straßen, Schienen- oder Energieprojekte sollen Klagen von Umweltverbänden künftig nicht mehr automatisch den Baustart stoppen. Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der die aufschiebende Wirkung von Rechtsbehelfen gegen definierte Infrastrukturprojekte streicht und so Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen soll. Für Projektträger im Mittelstand bedeutet das mehr Planungssicherheit, weil Investitionen nicht mehr jahrelang durch Verbandsklagen blockiert, sondern weiter umgesetzt werden können, solange kein Gericht im Eilverfahren eingreift. deutschlandfunk.de
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IWF sieht 2026 mehr Wachstum: Die Deutsche Wirtschaft soll mit 1,1 Prozent zulegen. Für Mittelständler deutet die IWF-Prognose auf eine etwas robustere Inlandsnachfrage hin, getragen von staatlichen Milliardenprogrammen, die die Belastung durch US-Zölle vorerst dämpfen. Zugleich warnt der IWF vor Risiken durch eine mögliche KI-Blase, eskalierende Handelskonflikte und geopolitische Spannungen, die Finanzmärkte, Lieferketten und Rohstoffpreise treffen könnten. Unternehmen sollten daher Investitionen und Liquidität so planen, dass sie von dem erwarteten Aufschwung profitieren, aber Störungen in Export- und Technologiemärkten verkraften können. n-tv.de
Weitere Meldungen:
- Umfrage der Familienunternehmer: Steigende Sozialbeiträge sind erstmals die Hauptsorge des Mittelstands. rp-online.de
- Hessens Ministerpräsident Boris Rhein fordert längere Wochenarbeitszeit nach griechischem Vorbild. stern.de
- Arbeitsministerin Bärbel Bas drängt auf verlässliche Bleibeperspektiven für Auszubildende mit Fluchthintergrund. t-online.de
- Stahlproduktion 2025 gesunken – Niedrigster Stand seit 2009. zdfheute.de
DIGITALISIERUNG
Berlin peilt digitale Unabhängigkeit von Microsoft & Co. bis 2032 an: Die Hauptstadt will ihre Verwaltung langfristig auf Open-Source-Systeme umstellen und so die Abhängigkeit von US-Techkonzernen verringern. Laut neuer Strategie sollen bis 2032 rund 70 Prozent der genutzten Software aus offenen Quellen stammen. Das IT-Dienstleistungszentrum soll als Kompetenz-Hub ausgebaut werden und Berliner Anbieter fördern. Doch der Kurs bleibt zögerlich – die Umsetzung steht unter Finanzierungsvorbehalt, und bislang ist nur ein Prototyp eines Linux-basierten Arbeitsplatzes geplant. heise.de
EU-Kommission plant DSL-Ausstieg bis 2035 und einheitlichen Glasfaser- sowie Mobilfunkmarkt: Laut dem neuen “Digital Networks Act” will die EU-Kommission verbindliche nationale Ausbaupläne bis 2029 einfordern und Investitionen in 5G- und 6G-Netze vereinheitlichen. Der Gesetzentwurf verzichtet überraschend auf Netzgebühren für Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon – offenbar auch, um Konflikte mit den USA zu vermeiden. Mittelständische Betriebe dürften von schnelleren Leitungen profitieren, müssen aber regionale Monopolstrukturen und unklare Preisregulierung weiterhin im Blick behalten. handelsblatt.com
RAT UND TAT
Kaum Interesse an Chefposten trotz guter Verdienstchancen: Laut einer Erhebung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft blieben im Jahr 2025 im Schnitt rund 28.500 Führungspositionen unbesetzt. Einer Kofa-Studie zufolge wollen nur 14 Prozent der Beschäftigten eine Leitungsrolle übernehmen. Hauptgründe sind hohe Arbeitsbelastung, Abstriche im Privatleben und zu geringe Anreize. Vor allem Frauen und Teilzeitkräfte würden sich eher für Führung interessieren, wenn flexible Modelle, etwa in Teilzeit oder im Homeoffice, möglich wären. spiegel.de
CDU plant gelockerten Kündigungsschutz für Spitzenverdiener: Für Führungskräfte und andere Mitarbeiter mit hohen Gehältern könnte der gesetzliche Kündigungsschutz deutlich schwächer werden, wenn sich die CDU mit ihrer Linie durchsetzt. In der “Mainzer Erklärung”, kündigt die Partei an, den Kündigungsschutz für Spitzenkräfte zu flexibilisieren, um mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Parallel fordert die CDU die Umstellung von einer täglichen Höchstarbeitszeit auf eine wöchentliche Obergrenze, was Betrieben mehr Spielraum bei Einsatzplanung und Überstundenmanagement verschaffen könnte. handelsblatt.com
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Führungskonflikte und Bürokratie bremsen Transformation trotz offener Mitarbeiterschaft: Die Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass mehr als 80 Prozent der Beschäftigten Veränderungen positiv oder neutral sehen, der Wandel aber an widersprüchlichen Vorgaben, bürokratischen Hürden und mangelnder Umsetzung scheitert. Besonders stark betroffen sind Finanz- und Versicherungsbranche sowie Autoindustrie, wo neue agile Arbeitsformen oft auf alte, hierarchische Strukturen treffen. Die Autoren machen Machtkämpfe zwischen neuen und etablierten Abteilungen sowie fehlende Qualifizierung verantwortlich, wodurch Überforderung entsteht, die das Management fälschlich als Widerstand deutet – ein Warnsignal auch für den Mittelstand. wiwo.de
Lebensarbeitszeitkonten sichern Fachkräfte und schaffen Flexibilität: Immer mehr Unternehmen nutzen Lebensarbeitszeitkonten, um Beschäftigten Sabbaticals oder einen vorgezogenen Ruhestand mit vollem Lohnausgleich zu ermöglichen. Arbeitnehmer können dafür Gehaltsbestandteile oder Überstunden ansparen, während der Betrieb von höherer Motivation und Bindung profitiert. Laut einer Studie verfügen mehr als 20 Prozent der Firmen mittlerweile über Langzeitkonten, die neben kurzfristigen Gleitzeitlösungen den strukturierten Aufbau von Wertguthaben erlauben. Wichtig bleibt aus Unternehmenssicht der Insolvenzschutz, meist per Treuhandlösung oder Versicherung. Verwaltung und Transparenz lassen sich heute weitgehend automatisiert über die vorhandenen Personalsysteme abwickeln. marktundmittelstand.de
ANGEZÄHLT
Von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum Jahresbeginn 2026 profitieren laut Statistischem Bundesamt rund 4,8 Millionen Beschäftigte – knapp jedes achte Arbeitsverhältnis in Deutschland. Für sie ergibt sich eine geschätzte Einkommenssteigerung von bis zu sechs Prozent oder insgesamt 275 Millionen Euro. Besonders stark wirken sich die höheren Löhne im Gastgewerbe aus, wo fast die Hälfte aller Jobs betroffen ist, sowie in ostdeutschen Bundesländern. tagesspiegel.de
ZITAT DER WOCHE
Kanzler Friedrich Merz kritisierte die Arbeitsmoral der Deutschen und verweist auf die Schweiz, wo im Schnitt rund 200 Stunden mehr pro Jahr gearbeitet wird. wiwo.de
ZULETZT
Ryanair-Chef O”Leary und Starlink-Chef Musk liefern sich öffentliche Beleidigungsschlacht: Der Streit zwischen Michael O”Leary und Elon Musk eskalierte nach einer Absage an Musks Satelliteninternet. O’Leary erklärte, das System erhöhe Luftwiderstand und Treibstoffkosten erheblich – für Ryanair wären das Hunderte Millionen Dollar Mehrkosten. Musk wies die Berechnungen als falsch zurück und forderte öffentlich die Entlassung des Airline-Chefs. Auf Musks Plattform X trieben sich beide mit Beleidigungen und Seitenhieben gegenseitig in die Schlagzeilen – inklusive Spott vom offiziellen Ryanair-Account. n-tv.de