Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
EU-Freihandel mit Südamerika rückt näher: Wenige Tage vor der Abstimmung im EU-Rat hat Italien seine Blockade gegen das Mercosur-Abkommen aufgegeben. Außenminister Antonio Tajani sprach von “enormen Vorteilen” für die Wirtschaft, während Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida eine Zustimmung unter Bedingungen ankündigte. Rom fordert, dass die Ausgaben für italienische Landwirte zwischen 2028 und 2034 nicht sinken, sondern steigen. Die EU-Kommission will das Abkommen nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen noch im Januar abschließen – Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen plant, zur Unterzeichnung nach Paraguay zu reisen. handelsblatt.com
Blackout in Berlin setzt Betriebe unter Druck: Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg rechnen mit Millionenschäden. In den betroffenen Gebieten sitzen laut Handwerkskammer bis zu 800 Handwerksbetriebe auf teils existenzbedrohlichen Ausfällen. Die Kammer verlangt vom Senat unbürokratische Härtefallhilfen für kleine Betriebe ohne Notstromversorgung. UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp kritisiert den wiederholten Ausfall als ernste Sicherheitslücke der kritischen Infrastruktur. Seit Mittwoch ist die Stromversorgung wiederhergestellt. spiegel.de
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Wir wünschen Ihnen ein gesundes Jahr 2036! In Deutschland werden dann rund vier Millionen Menschen mehr als heute über 65 Jahre alt sein. Dieser demografische Wandel hat gravierende Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem und die Pflegeversicherung. Die PKV ist hier Teil der Lösung, denn sie sorgt für die im Alter steigenden Ausgaben vor. Mehr auf pkv.de
Kanzler Friedrich Merz will Standortbedingungen in den Fokus nehmen: Merz hat Union und SPD aufgefordert, in diesem Jahr entschlossen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. In einem Schreiben an die Abgeordneten betont er, dass viele Reformen zwar eingeleitet seien, zentrale Probleme aber ungelöst blieben. Arbeits- und Energiekosten, Bürokratie und Steuern belasteten weiterhin Unternehmen. Merz sieht die Regierung in der Pflicht, die Standortbedingungen gezielt zu verbessern – auch wenn äußere Faktoren wie EU-Politik und der Krieg in der Ukraine den Spielraum begrenzen. zeit.de
OECD sichert US-Sonderstatus: 147 Staaten haben die Regeln der globalen Mindestbesteuerung überarbeitet und den USA einen Sonderstatus eingeräumt, der zusätzliche Nachversteuerungen im Ausland weitgehend verhindert. Damit entfällt die von Präsident Donald Trump angedrohte “Revenge Tax” auf Gewinne und Dividenden ausländischer Anleger, die als Reaktion auf mögliche Nachbesteuerungen etwa von US‑Bankgewinnen in Deutschland geplant war. Während die Neuregelung klar zugunsten der USA wirkt und auch China mit seinen begünstigten 15‑Prozent‑Regimen und F&E‑Abschreibungen stützt, bleiben Europa laut BDI‑Steuerexperten nur leichte Detailverbesserungen bei einer weiterhin “hochkomplexen und bürokratischen” Mindeststeuer. wiwo.de
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BMW erzielt trotz US-Zöllen Rekordabsatz auf dem amerikanischen Markt: Der bayerische Autobauer hat seinen Absatz in den USA 2025 um 4,7 Prozent auf 388.897 Fahrzeuge gesteigert und damit das dritte Jahr in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Zwar gingen die Verkäufe im vierten Quartal um 3,4 Prozent auf 113.512 Fahrzeuge zurück, doch konnte BMW die Belastung durch US-Zölle weitgehend abfedern. Möglich macht das die starke lokale Produktion: Das Werk in Spartanburg in South Carolina gilt als größter Standort im globalen Produktionsnetz des Konzerns. Deutlich schwächer lief es für Konkurrent Audi, dessen US-Absatz 2025 um 16 Prozent auf 164.942 Fahrzeuge einbrach. handelsblatt.com
Weitere Meldungen:
- Bayer verklagt BioNTech und Pfizer wegen Patentverletzung. zeit.de
- Neuzulassungen von E-Autos 2025 erneut deutlich angestiegen. zeit.de
- Hamburger Hafengesellschaft will Minderheitsaktionäre loswerden. spiegel.de
- Finanzbranche gibt am meisten Geld für Lobbyisten aus. spiegel.de
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LinkedIn-Tipp Nr. 3 von Expertin Christiane Germann: Auf persönlichen Profilen posten! Seitenbeiträge erreichen durchschnittlich nur 1 bis 2 Prozent der Follower. Reichweite entsteht durch Posts von Politikern, Führungskräften und Mitarbeitenden. Mehr dazu: amtzweinull.de
DIGITALISIERUNG
Telekom stärkt Betrugsschutz im Mobilfunknetz: Unternehmen können ihre Anrufe bei Telekom-Kunden mit der neuen Funktion “Branded Calls” als geprüfte Geschäftskontakte kennzeichnen; auf dem Display erscheinen dann Nummer und Firmenname, auch ohne gespeicherte Kontaktdaten. Zusätzliche Apps oder spezielle Geräte sind nicht notwendig, die Funktion läuft automatisch im Telekom-Mobilfunknetz. t-online.de
Aus für POP3 bei Gmail: Seit diesem Jahr hat Google die Funktionen Gmailify und den Abruf externer Postfächer per POP3 in Gmail deaktiviert, was den bisherigen Komfort beim Einbinden von GMX‑, Yahoo‑ oder Outlook-Konten deutlich einschränkt. Stattdessen setzt Gmail für Drittanbieter-Konten ausschließlich auf das IMAP-Protokoll, mit dem E-Mails weiterhin in der Gmail-App für Android und iOS gelesen und versendet werden können, allerdings ohne die bisherigen Extras wie Gmail-Spamfilter, Posteingangskategorien oder Push-Benachrichtigungen. Nutzer müssen dafür sicherstellen, dass IMAP sowohl im Gmail-Konto als auch in den Einstellungen des jeweiligen Drittanbieter-Postfachs aktiviert ist, sonst funktioniert die neue Einbindung nicht. t3n.de
RAT UND TAT
Verbraucherschützer warnen vor schwindender Bargeldakzeptanz: Immer mehr Supermärkte und Drogerien setzen auf SB-Kassen ohne Bargeldfunktion. Nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands sinkt die Barzahlungsquote im Handel, in der Gastronomie und bei Behörden stetig. Der Verband fordert eine gesetzlich festgelegte Bargeldquote pro Geschäft, damit alle Kundengruppen weiter bar zahlen können. Im Einzelhandel gibt es inzwischen rund 38.650 SB-Kassen – mehr als doppelt so viele wie 2023. tagesschau.de
Steuersenkung für Restaurants: Die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants und Cafés ist zum Jahresbeginn bundesweit dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden. Nach Einschätzung von Mecklenburg-Vorpommerns Dehoga-Landeschef Lars Schwarz wird die Entlastung vor allem genutzt, um weitere Preiserhöhungen zu vermeiden, weil viele Betriebe seit sechs Jahren mit Verlusten, hohen Energie- und Einkaufskosten sowie Schließungen kämpfen. Parallel steigen die Personalkosten durch den höheren Mindestlohn, was sich auch in den Preisen von Dienstleistern wie Wäschereien, Reinigungen und Transportunternehmen niederschlägt. Viele Gäste verzichten aus Sparsamkeit auf Vorspeisen, zusätzliche Getränke oder Desserts, sodass die Branche eher mit gedämpften Preisanstiegen als mit spürbaren Preissenkungen für Kundinnen und Kunden rechnet. ndr.de
Gute Führung beginnt im Vieraugengespräch: Gut geführte One-on-One-Gespräche geben Mitarbeitenden einen geschützten Raum, um Ziele, Hürden und Erwartungen klar zu besprechen, und schaffen damit eine stabile Vertrauensbasis. Für Führungskräfte entsteht dabei ein regelmäßiger Überblick über Leistungsstand, Stimmung im Team und mögliche Risiken, bevor diese eskalieren. Empfohlen wird, mit jedem Direct Report zwei bis vier solcher Gespräche pro Monat zu führen, um genug Taktung für Steuerung und Entwicklung zu haben, ohne in Mikromanagement zu verfallen. marktundmittelstand.de
ANGEZÄHLT
Die Inflation fällt im Dezember auf 1,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Hauptgrund waren sinkende Energiekosten von 1,3 Prozent, während Dienstleistungen mit plus 3,5 Prozent die Preise weiter trieben. Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,8 Prozent, die Kerninflation lag bei 2,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Teuerung wie schon 2024 2,2 Prozent. zeit.de
ZITAT DER WOCHE
Stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch prangert Transparenzpflichten für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur an; sicherheitsrelevante Details dürfen weder öffentlich zugänglich sein noch in falsche Hände geraten. spiegel.de
ZULETZT
50 Schafe stürmen Supermarkt in Burgsinn: Die Tiere haben dort rund 20 Minuten zwischen Kassen und Regalen verbracht. Der Schäfer Dieter Michler vermutet, dass sich die Tiere beim Marsch ins Winterquartier durch Eicheln und eine Einkaufstasche ablenken ließen, die sie wohl mit einem Futtersack verwechselten. Mitarbeiter verscheuchten die Tiere mit lautem Klopfen, bevor der Schäfer eintraf. Verletzt wurde niemand, die Schafe blieben ruhig und wohlauf. Der Markt meldete nur geringe Schäden – Penny Südwest will nun sogar eine Futter-Patenschaft für die “schaf-sinnigen Ausreißer” übernehmen. br.de