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Erzeugerpreise steigen stark an, Weizen aus der Ukraine per Schiene, Streit um die Übergewinnsteuer
Wirtschaftsperspektiven in der Kalenderwoche 23, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Erzeugerpreise steigen stark an: In der momentanen Wirtschaftskrise warnen Hersteller vor steigenden Preisen, die bewirken, dass auch ihre Produkte im Preis nach oben gehen. Die Energiepreise sind zur Zeit fast doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr was zur Folge hat, dass Firmen bei der Produktion ihrer Güter dementsprechend höhere Herstellungskosten haben. Die Erzeugerpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 37,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit der Einführung des Euro. t-online.de

Weizen aus der Ukraine per Schiene: Die Ukraine sitzt mangels Transportmöglichkeiten und Schiffsblockade im Schwarzen Meer auf großen Mengen von Getreide und vor allem von Weizen – allein 20 Tonnen warten auf einen Weitertransport – Grundnahrungsmitteln, die dringend in anderen Ländern gebraucht werden. In dieser schwierigen Situation hat die Deutsche Bahn angeboten, das Getreide per Container zu transportieren – und das sogar bis Afrika. Sie möchte dazu mit Reedereien zusammenarbeiten und braucht  für ihren Plan Open-Top-Container ohne Dach. Diese lassen sich auch für Schüttgut nutzen und können beispielsweise direkt per Containerschiff nach Afrika weiter transportiert werden. wiwo.de

SPD und Grüne für Extra-Steuer für Mineralölkonzerne SPD und Grüne sprechen sich für eine Übergewinnsteuer vor allem bei den Mineralölkonzernen aus. Grünen Chefin Lang dazu „Wir beobachten seit Monaten eine Entkopplung vom Rohölpreis und Tankstellenpreisen. Einige wenige profitieren, während ganz viele mittelständische Unternehmen unter den hohen Energiepreisen leiden und sich fragen, wie sie durch das nächste Jahr kommen sollen. Die Übergewinnsteuer wäre da ein logischer Schritt“. Finanzminister Linder hat aber mittlerweile betont, mit ihm werde es diese Steuer nicht geben. zeit.de

Containerstau verlagert sich: Nachdem Shanghai sich nach den strikten Corona-Maßnahmen und dem damit verbundenen Lockdown wieder geöffnet hat, scheint sich der dortige Stau an Schiffen und Containern in die Empfängerländer verlagert zu haben und betrifft auch die deutschen Nordseehäfen. „Erstmals seit Ausbruch der Pandemie stauen sich Containerschiffe auch in der Nordsee vor den Häfen Deutschlands, Hollands und Belgiens“, heißt es in dem kürzlich veröffentlichten Handelsindikator. „Hier stecken gegenwärtig knapp zwei Prozent der globalen Frachtkapazität fest und können weder be- noch entladen werden.“ Während die Lage vor allem in den Niederlanden dramatisch ist, hat sich ein Stau in Los Angeles und Südkalifornien mittlerweile aufgelöst. n-tv.de

Aldi statt Edeka: Die stark steigenden Lebensmittelpreise bewirken auch ein verändertes Kaufverhalten der Kunden. Statt hochpreisige Markenwaren zu kaufen, erfolgt nun verstärkt der Einkauf in den Discountern wie Aldi und Lidl. Die Orientierung zu günstigeren Waren war zu Beginn des Ukraine-Krieges noch nicht so ausgeprägt, verstärkt sich aber in letzter Zeit. Das spüren nicht nur die Supermärkte, auch die Landwirte beklagen einen starken Rückgang an Umsätzen bei den saisonalen und höherpreisigen Gütern wie Spargel und Erdbeeren. welt.de

Grüne, SPD und Mieterbund kritisieren Vonovia Die größte deutsche Wohnungsgesellschaft Vonovia hat letzte Woche starke Mietpreiserhöhungen angekündigt. Andere Wohnungskonzerne wollen sich dem anschließen. Begründet wird dieser Schritt mit der Inflation. Aus der Politik und von dem Mieterbund kommt scharfe Kritik, denn dieser Schritt steht im Gegensatz zu Bemühungen der Regierung, die Mieter zu entlasten. So sagte Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium: „Die aktuelle Entwicklung macht auch deutlich, dass die Vorhaben des Koalitionsvertrags bei Mietpreisbremse und Kappungsgrenze dringend umgesetzt werden müssen“. Der Chef der Gewerkschaft IG Bau, Robert Feiger, warf Vonovia-Chef Rolf Buch in den Funke-Zeitungen eine „inflationäre Unverschämtheit“ vor. badische-zeitung.de

Weltbank rechnet mit geringerem Wachstum: Bedingt durch Corona-Krise und den Ukraine-Krieg rechnet die Weltbank mit einem geringeren Wachstum von 2,9 Prozent für das laufende Jahr. Noch vor kurzem hatte man mit 4,1 Prozent gerechnet. Im vergangenen Jahr betrug das Wachstum 5,7 Prozent. Das Risiko einer Stagflation erhöht sich. tagesschau.de

Deutlicher Rückgang bei Aufträgen: Die Auftragslage bei den deutschen Industrieunternehmen liegt weit hinter den Erwartungen zurück. Zum dritten Mal in Folge sank die Zahl der Aufträge. Gegenüber dem Vormonat gingen die Bestellungen um 2,7 Prozent zurück. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Betracht man die Aufträge aus dem Ausland, ist der Wert sogar noch höher, hier schrumpften die Bestellungen um 4 Prozent. Besonders im Bereich der Investitionsgüter gab es Einbrüche – sie wurden 4,3 Prozent weniger bestellt, Konsumgüterbestellungen gingen um 2,6 Prozent zurück. spiegel.de

Kreml in Finanznot: Russland steht kurz vor dem Zahlungsausfall: Russland kann erste Staatsanleihen nicht bezahlen, die Schulden nehmen zu. n-tv.de

BGH stärkt Nutzer gegen Werbung im E-Mail-Postfach: Email-Empfänger sollten ausdrücklich darauf hingewiesen werden, wenn Werbenachrichten automatisiert in der Liste der empfangenen E-Mails angezeigt werden. Eine vorher allgemein abgegebene Einverständniserklärung reicht nicht. golem.de

RAT UND TAT

Kroatien bekommt den Euro: Kroatien erhält ab 2023 als 20. Land der EU den Euro als offizielles Zahlungsmittel. Abgesehen von einer hohen Schuldenquote erfüllt das Land mittlerweile alle Kriterien dafür. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen meinte dazu, der Euro sei jetzt „eine der mächtigsten Währungen der Welt“. Besonders die vielen deutschen Urlauber wird es freuen, dass sie ab nächstem Jahr ihr Geld nicht mehr umtauschen brauchen. zeit.de

Preise für E-Autos könnten sinken Der Verbraucher kann sich in Zukunft auf fallende Preise bei den E-Autos einstellen. So prognostiziert es Fords Präsident und CEO Joe Farley. Momentan liegt der Preis eines E-Autos noch weit über dem eines Verbrenner-Autos. Das soll sich nun bald ändern. Farley erwartet, dass die Autoindustrie in den kommenden Jahren auf einen „Preiskrieg“ zusteuert. Die Kosten für Elektrofahrzeuge würden sinken, so dass E-Autos zu Preisen um die 25.000 US-Dollar verkauft werden könnten und die Materialkosten für den Bau eines solchen Fahrzeugs lägen bei etwa 18.000 US-Dollar. Einen großen Anteil der Materialkosten tragen die Akkus. Hier hofft der Ford-Chef darauf, dass sich der Anteil an teurer und rarer Metalle in baldiger Zukunft reduzieren wird. golem.de

Tankrabatt: Die Ölkonzerne verdienen mit: Das Vergnügen für die Autofahrer war nur von kurzer Dauer: Nachdem der Benzinpreis an den Tankstelle Anfang Juni erst mal ein ganzes Stück nachgegeben hatte, stieg er in den darauffolgenden Tagen wieder an. Eine Auswertung aktueller Spritpreise durch ZEIT ONLINE hat nun ergeben, dass nur 60 Prozent des Tankrabatts an die Kunden weitergeben wird. Das bedeutet, dass die Mineralölfirmen knapp die Hälfte der Steuerersparnis für den eigenen Gewinn nutzen. zeit.de

Bauzinsen steigen nicht mehr so stark an: Für den Hauskäufer sicherlich ein gutes Zeichen: Die Bauzinsen sind in letzter Zeit nicht mehr so stark angestiegen. Im Januar lagen sie noch bei rund ein Prozent für eine durchschnittliche Immobilienfinanzierung und 15 Jahre Zinsbindung. Inzwischen sind es im besten Fall schon rund 2,8 Prozent. Das hatte zur Folge, dass der Immobilienboom sich verringerte, weil Immobilien für viele Interessenten kaum mehr finanzierbar waren. Seit Mitte Mai verlangsamt sich das Wachstum bei den Kreditzinsen. Eine Entwarnung ist damit aber noch nicht gegeben. capital.de

ANGEZÄHLT

Chaos an mehreren Bahnhöfen, aber auch die Freude vieler Reisender, günstig durch Deutschland zu fahren: Das erste Pfingstwochende war ein erster großer Test für das 9-Euro Ticket. Der Betriebsrat der Bahn hat nun vermeldet, dass es an dem Wogende 400 überfüllte Züge gab. Teilweise mussten Passagiere mittels Polizeieinsatz wieder aus den Zügen geholt werden. Die Vorsitzende der Linken, Wissler, forderte nun, auch die 1. Klasse bei überfüllten Zügen für Fahrgäste zu öffnen. zeit.de

ZITAT DER WOCHE

„Wenn wir daraus eine tiefe Wirtschaftskrise werden lassen, haben wir alles falsch gemacht“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Er sieht die Gefahr einer Rezession. Das Zitat ist ein Appel an die Wirtschaft.  Bundeskanzler Scholz hatte vorher von einer „konzertierten Aktion“ gesprochen, bei der Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften zusammenarbeiten. Laut Habeck geht es nun darum, in gemeinsamer Anstrengung zu verhindern, dass aus einer Inflation eine Rezession wird. spiegel.de

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Tödliche Amokfahrt in Berlin + Corona-Expertenrat fordert Vorbereitung für Herbst + EU-Parlament für Verbrenner-Verbot ab 2035 + Europäischer Emissionshandel wird nicht ausgeweitet. politbriefing.de

Berlin Bubble: Friederike Gonzalez zu LinkedIn für Verbände + Robert Grimm von Ipsos zum Wohlstandsindex + DGB zur digitalen Arbeit und Amazon + aus gegebenem Anlass noch mal Tinder-Dialoge von Caroline Mohr berlinbubble.de

Defensio: Deutschland liefert Luftverteidigungssystem an die Ukraine + Baerbock geht weiter als Scholz + Scholz begründet Telefonate mit Putin + Sondervermögen der Bundeswehr freigegeben + Prozess zu Corona-Impfungen bei der Bundeswehr. defensio-briefing.de

ZULETZT

Bahn ohne Bahnhof: Wer von einem Bahnhof abreist – etwas das momentan wegen des 9-Euro-Tickets ja sehr häufig vorkommen soll – erwartet wahrscheinlich, dass das zugehörige Gebäude auch der Bahn gehört. Das ist aber bei immer mehr Bahnhöfen vor allem in kleinen Gemeinden nicht mehr der Fall – die Bahnhofsgebäude sind verkauft worden. Mittlerweile besitzt die Bahn nur noch 19 Prozent aller Bahngebäude. Grund dafür sind anstehende Renovierungen, da viele dieser Bahnhöfe in ziemlich heruntergekommenen Zustand sind. Renovierungen, für die die Bahn nicht zuständig ist und die die Kommunen nicht bezahlen können. So befinden sich  viele Bahnhöfe mittlerweile in einem bedauernswerten Zustand und machen nicht gerade Werbung für zu gewinnende Fahrgäste. tagesschau.de

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