Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
Union fordert umfassende Steuerreform mit Soli-Abschaffung: Der Vorstoß aus der Unionsfraktion verschärft den Handlungsdruck auf die SPD, ein eigenes, konkretes Konzept vorzulegen. CDU und CSU wollen alle Einkommen entlasten und dies durch den Abbau von Subventionen gegenfinanzieren, gehen damit aber über den Koalitionsvertrag hinaus. Kernpunkte sind die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags sowie eine Erhöhung des Grundfreibetrags um mindestens 1000 Euro, während der Spitzensteuersatz für sehr hohe Einkommen auf bis zu 47,5 Prozent steigen soll, ohne diese insgesamt stärker zu belasten. Für mittelständische Unternehmen signalisiert der Vorschlag mögliche Entlastungen bei Einkommen und Abgaben, gleichzeitig bleibt die politische Durchsetzbarkeit innerhalb der Koalition offen. n-tv.de
Kanzler Friedrich Merz verteidigt Klimaziele beim Petersberger Dialog: Zugleich warnte er davor, dass eine zu harte Klimapolitik die industrielle Basis gefährden und damit Akzeptanz in der Bevölkerung wie auch Innovationen unterminieren könnte; er bekannte sich ausdrücklich zum Emissionshandel und stellte stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in Aussicht. tagesschau.de
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Wir sind die Arztpraxis-am-Leben-halten-Versicherung. Obwohl nur 10 Prozent aller Vollversicherten in Deutschland Privatpatienten sind, tragen sie mehr als 20 Prozent zum Umsatz von Arztpraxen bei. Das sind im Schnitt über 82.000 Euro pro Jahr zusätzlich für alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Praxen auf dem Land profitieren dabei besonders stark von Privatpatienten. Mehr auf pkv.de
Ausländische Konzerne bewerten Deutschland so schlecht wie nie seit 2017: 43 Prozent der Unternehmen sehen Deutschland bei Energiekosten als Schlusslicht, auch die digitale Infrastruktur und Verwaltung schneiden überwiegend schlecht ab, heißt es im KPMG-Standortindex. Mehr als die Hälfte der Firmen bewertet ihre eigene Geschäftslage inzwischen negativ, während der Anteil mit sinkenden Investitionsplänen bis 2025 auf 23 Prozent gestiegen ist. Positiv bleiben politische Stabilität, Sicherheit und die Größe des Absatzmarkts, die für viele Mittelständler weiterhin relevante Standortfaktoren sind. n-tv.de
Allianz Trade erwartet 2026 bis zu 24.650 Insolvenzen und über 200.000 gefährdete Arbeitsplätze: Nach einem bereits schwachen Vorjahr hat sich die Dynamik zu Jahresbeginn weiter verschärft. Im ersten Quartal lag die Zahl der Insolvenzen so hoch wie seit 2005 nicht mehr, allein im März deutlich über dem Vorkrisenniveau. Belastend wirken vor allem geopolitische Konflikte und Handelsstreitigkeiten, die Energiepreise und Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Transport, Chemie und Metall unter Druck halten. Für mittelständische Unternehmen steigt damit das Risiko entlang der Lieferketten, auch wenn für 2027 eine leichte Entspannung erwartet wird. tagesschau.de
Zwei Drittel der EU-Strukturmittel fließen nach Ostdeutschland: Zwischen 2014 und 2020 erhielt die Region rund 14 Milliarden Euro aus EFRE- und ESF-Töpfen, obwohl dort nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung lebt, heißt es in einer Studie des Ifo-Instituts in Dresden. Die Investitionen pro Kopf lagen mit 707 Euro deutlich über dem Westen mit 153 Euro und flossen zu großen Teilen in Forschung, Wissenstransfer sowie Infrastruktur. Rund 39 Prozent der EFRE-Mittel gingen in Innovationsprojekte, häufig an Hochschulstandorten, während insgesamt 66 Prozent direkt Wachstum und Beschäftigung fördern sollten – auch über Programme für kleinere Unternehmen. tagesspiegel.de
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Ihre Pressekonferenz digital oder hybrid mitten aus dem Regierungsviertel: Aus dem Presse.Live-Studio in der Albrechtstraße – direkt und bundesweit in die Redaktionen der Hauptstadtpresse, von Regional- und Fachmedien – über Ihre und unsere Verteiler. Wir produzieren ihre Pressekonferenz in Fernsehqualität. Kontaktieren Sie uns: presse.live@presse.live, Telefon 030 69 202 3535 presse.live
Startup-Verband kritisiert Regierung und Wirtschaftsministerin Reiche für fehlendes Gesamtkonzept: Knapp ein Jahr nach Amtsantritt sieht die Branche deutliche Lücken zwischen Anspruch und Umsetzung. Trotz einzelner Initiativen wie Hightech-Agenda und Deutschlandfonds fehlt aus Sicht des Verbands eine abgestimmte Gesamtstrategie; die angekündigte Startup- und Scaleup-Strategie lässt weiter auf sich warten. Besonders kritisch: Die Mobilisierung von Wagniskapital kommt kaum voran, zentrale Projekte wie die KfW-WIN-Initiative oder digitale 24-Stunden-Gründungen stocken, Bürokratie bleibt ein Hemmnis. zeit.de
Weitere Meldungen:
- Debatte mit Sprengkraft: Baut VW bald chinesische Autos in seinen Werken? n-tv.de
- Russland kappt kasachische Öllieferungen nach Deutschland. spiegel.de
- Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober bei Regionaltochter Cityline spiegel.de
- DB Cargo: Auch unter neuem Chef brennt in Mainz die Hütte. allgemeine-zeitung.de
- Verstoß gegen gesetzliche Vorgabe: Filialnetz der Post hat Lücken. sueddeutsche.de
DIGITALISIERUNG
KI im Einkauf: Der Einsatz beim Maschinenbauer Vemag aus Verden startete 2023 und zielt darauf, bislang getrennte Datenquellen systematisch zusammenzuführen und nutzbar zu machen. Einkaufsleiter Florian Greulich setzte dabei auf KI, um Warengruppen, Lieferanten und Preise jederzeit abrufbar zu machen und bessere Entscheidungen zu ermöglichen. Das Unternehmen mit rund 950 Mitarbeitenden erzielt bereits spürbare Einsparungen im Einkauf. Der Ansatz trifft einen breiten Bedarf: Laut BME streben rund drei Viertel der Unternehmen – viele davon Mittelständler – Kostensenkungen in Beschaffung und Lieferketten an, zunehmend auch durch KI. handelsblatt.com
ChatGPT bleibt KI-Favorit im deutschen Mittelstand: Nach zwei aktuellen Umfragen von OpenAI und Bitkom gehört der Einsatz von KI-Tools für viele mittelständische Unternehmen inzwischen zum Arbeitsalltag, doch wirtschaftlicher Mehrwert und Investitionsdynamik bleiben hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig stockt der Ausbau: Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, Zeitmangel, Lizenzkosten, Weiterbildungsaufwand und kultureller Widerstand in einigen Firmen verhindern, dass aus den Tests skalierbare Produktivitätsgewinne werden. wiwo.de
RAT UND TAT
Spritpreise verlieren Abwärtsdynamik: Nach den starken Rückgängen seit Ostern flacht die Preisbewegung deutlich ab. E10 verteuerte sich sogar wieder leicht, während Diesel noch moderat nachgab. Im Tagesdurchschnitt lag E10 zuletzt bei 2,059 Euro je Liter, Diesel bei 2,152 Euro, bleibt damit aber weiterhin deutlich über Vorkrisenniveau. Für Unternehmen relevant: Die niedrigsten Preise liegen seit der neuen 12-Uhr-Regel meist am späten Vormittag, während der geplante Tankrabatt ab 1. Mai die Kosten zwar senken soll, dessen tatsächliche Weitergabe jedoch offen ist. haz.de
US-Zollbehörde startet Rückzahlungen rechtswidriger Trump-Zölle an Importeure: Betroffene Unternehmen können Rückerstattungen beantragen, sofern ihre Zollverfahren noch offen sind oder die Einfuhr weniger als 80 Tage zurückliegt; die Auszahlung soll binnen 60 bis 90 Tagen erfolgen. Insgesamt haben bereits rund 56.500 Firmen Ansprüche über etwa 127 Milliarden US-Dollar geltend gemacht, während die Behörden mehr als 53 Millionen Importvorgänge prüfen müssen. Für mittelständische Exporteure und US-Importpartner bedeutet das potenziell spürbare Liquiditätseffekte. zeit.de
ANGEZÄHLT
Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2026 auf 0,5 Prozent; noch zu Jahresbeginn war die Regierung von einer doppelt so hohen Wachstumsrate ausgegangen. Steigende Energie- und Rohstoffpreise infolge geopolitischer Spannungen erhöhen die Kostenbasis für Unternehmen spürbar und drücken zugleich auf die Kaufkraft der Haushalte. spiegel.de
ZITAT DER WOCHE
Ex-Finanzminister Christian Lindner war nach dem Jobwechsel über die Häme überrascht. abendblatt.de
ZULETZT
Deutsche Dönerkette wirft KFC Namensklau vor: KFC führt “Krispy Kebab” europaweit ein und riskiert Markenstreit mit Bielefelder Franchise-Kette gleichen Namens. Der Gründer der Kette sieht in der Namenswahl eine bewusste Annäherung und droht mit rechtlichen Schritten, da die Marke seit Jahren geschützt ist und von Franchisepartnern genutzt wird. Für die Betriebe entsteht ein konkretes Geschäftsrisiko, weil Kunden die Angebote verwechseln und Umsätze zu einem globalen Wettbewerber abwandern könnten. KFC verweist auf eine internationale Produktstrategie und zeigt sich gesprächsbereit, ein erster Austausch blieb jedoch ohne Ergebnis. n-tv.de