Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
Merz garantiert Mittelstand beim IHK-Tag stabile Einkommensteuersätze: Merz stellte klar, dass viele mittelständische Personenunternehmen nicht über die Körperschaftsteuer, sondern über die Einkommensteuer veranlagt werden und damit direkt von Änderungen der Tarife betroffen wären. Vor diesem Hintergrund bezeichnete er eine weitere Anhebung der Einkommensteuersätze für Unternehmen der Privatwirtschaft als politisch nicht durchsetzbar und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Er verwies darauf, dass die Steuerbelastung für Unternehmen im internationalen Vergleich bereits hoch ist und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland darunter leidet. Perspektivisch stellte Merz in Aussicht, die Belastung eher zu senken, um Spielräume für Investitionen und Wachstum im Mittelstand zu schaffen. stern.de
Kanzler Merz wirbt beim NRW-Unternehmertag in Düsseldorf um Geduld für Reformen: Die wirtschaftliche Lage im industriellen Kernland verschärft den Druck auf die Regierung zusätzlich. Vertreter aus Mittelstand und Industrie bemängeln vor allem das geringe Reformtempo und fehlende Wirkung bereits beschlossener Maßnahmen im betrieblichen Alltag. NRW-Unternehmerpräsident Arndt Kirchhoff warnt vor struktureller Erosion, verweist auf sieben Jahre ohne Wachstum und einen Produktionsrückgang von 20 Prozent seit 2018. Industrievertreter fordern verlässliche Energiepreise, weniger Kostenbelastung und schnellere Umsetzung, während Merz auf die Zwänge demokratischer Prozesse verweist und um Vertrauen in den eingeschlagenen Kurs bittet. wdr.de
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5 gute Gründe gegen die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze. Nummer 4: Die damit einhergehende Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze belastet Wirtschaft und Arbeitsmarkt enorm. Bundesweit sind 6,3 Millionen Beschäftigte und ihre Arbeitgeber betroffen – und die gemeinsame, zusätzliche Belastung beläuft sich auf rund 4,5 Milliarden Euro jährlich. Mehr auf pkv.de
Landwirtschaftsminister Alois Rainer drängt auf vollständige Steuerbefreiung für Biokraftstoffe: Eine Steuerbefreiung könne den Einsatz von Biodiesel und Biomethan in der Landwirtschaft deutlich ausweiten, erklärt Rainer. Zugleich wirbt er für eine stärkere inländische Produktion, um Klimaziele zu unterstützen und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu senken. Die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Einschnitte bei kleinen Biogasanlagen lehnt Rainer ab und verweist auf deren Bedeutung für die Energieversorgung im ländlichen Raum. tagesschau.de zdfheute.de
Finanzminister Lars Klingbeil wirbt auf OMR für europäische Tech-Souveränität und stärkeres Wachstum: Bei seinem Auftritt auf dem OMR-Festival in Hamburg forderte Klinbeil, dass Deutschland wirtschaftlich, technologisch und politisch deutlich mutiger agieren müsse. Er plädierte für mehr Unabhängigkeit Europas in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, um sich weniger von den USA und China abhängig zu machen und eigene Rahmenbedingungen zu setzen. Für die deutsche Wirtschaft kündigte Klingbeil an, insbesondere die Finanzierung von Tech-Scaleups ausbauen zu wollen, da Startups gerade in der Wachstumsphase zu oft an Kapital und Strukturen scheitern. horizont.net
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US-Präsident Trump setzt Europäischer Union Ultimatum bis 4. Juli zur Umsetzung des Zolldeals: Nach einem zuletzt konstruktiven Telefonat mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhöht Washington den Druck auf die fristgerechte Umsetzung des Abkommens. Trump kündigte an, bei Nichteinhaltung die Zölle “sofort auf ein viel höheres Niveau” anzuheben, ohne Details zu nennen. Bereits zuvor stand eine Anhebung der US-Zölle auf EU-Autoimporte von 15 auf 25 Prozent im Raum, was insbesondere die deutsche Industrie treffen würde. In Brüssel laufen parallel noch Abstimmungen zwischen Parlament, Mitgliedstaaten und Kommission, ein Abschluss bis Juni gilt jedoch weiterhin als erreichbar. spiegel.de
Weitere Meldungen:
- Investitions- und Innovationsbeirat drängt Bundesregierung zu stärkerer Förderung von Aktien- und Anleiheinvestments. handelsblatt.com
- Autozulieferer Schaeffler legt bei Elektromobilität zu. zeit.de
- Warsteiner-Bierkonzern schließt Brauereien – Jobs fallen weg. n-tv.de
- Continental-Tochter Contitech baut 1.600 Stellen in Deutschland ab. t-online.de
- Bau von Satelliten soll starten: Steile Wachstumskurve bei Rheinmetall wird flacher. n-tv.de
- Haribo verkauft 2025 so viele Süßigkeiten wie nie zuvor. t-online.de
- Amazon wird zum Logistik-Anbieter für alle. heise.de
DIGITALISIERUNG
W-Social startet als X-Alternative mit EU-Datenspeicherung: Nutzer müssen sich verpflichtend per Ausweis identifizieren, um Fake-Profile und Bot-Netzwerke auszuschließen, ohne dass die Plattform die Ausweisdaten dauerhaft speichert. Zum Start ist der Zugang über eine Warteliste geplant, der reguläre Betrieb soll im Laufe des Jahres folgen und sich an ein breites internationales Publikum richten. Für mittelständische Firmen eröffnet W Social damit perspektivisch einen zusätzlichen B2B-Kommunikations- und Recruiting-Kanal, auf dem Reichweite und Markenaufbau ohne KI-gesteuerte Bots und mit klarer Identitätsprüfung stattfinden sollen. deutschlandfunk.de
Google zeigt erstmals Zahl gelöschter Rezensionen bei Unternehmensprofilen an: Hintergrund ist neben dem Digital Services Act auch ein stark wachsender Markt aus Agenturen und Kanzleien, die gezielt negative Rezensionen löschen lassen – 99,97 Prozent der entsprechenden EU-Anträge stammen aus Deutschland. Für Unternehmen wird Online-Reputation damit noch sensibler: Schon wenige Zehntel bei der Bewertung können die Nachfrage spürbar beeinflussen. Verbraucherschützer begrüßen die zusätzliche Transparenz, warnen aber vor vorschnellen Löschungen legitimer Kritik, während Juristen auf mögliche Reputationsrisiken durch hohe Löschzahlen hinweisen. tagesschau.de
RAT UND TAT
Weniger Ausbildungsbetriebe: Der Rückgang trifft auf eine wachsende Zahl ausbildungsinteressierter Jugendlicher und verschärft strukturelle Engpässe am Arbeitsmarkt. 2025 wurden 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, während das Angebot an Lehrstellen um 4,6 Prozent auf 530.335 Plätze sank und damit deutlich hinter der Nachfrage von 560.308 Bewerbern zurückblieb. Nur noch 396.817 Betriebe beteiligten sich an der Ausbildung, die Ausbildungsquote fiel auf 18,7 Prozent und markiert einen neuen Tiefstand. Gleichzeitig blieben zum Stichtag rund 84.000 Bewerber weiter auf der Suche. handelsblatt.com
Familienministerin Karin Prien fordert bessere Bedingungen für berufstätige Mütter: Die Daten zeigen seit Jahren kaum Fortschritte bei der Arbeitsmarktintegration junger Mütter. Laut Statistischem Bundesamt sind nur 39,7 Prozent der Frauen mit Kindern unter drei Jahren erwerbstätig, während die Quote bei Vätern bei 88,7 Prozent liegt. Prien sieht die Ursachen in Rollenmuster, Anreizsystemen und strukturellen Hürden sowie in einer ungleichen Verteilung von Sorgearbeit, die sich direkt auf Einkommen und Fachkräftepotenzial auswirkt. Sie fordert von Politik und Arbeitswelt bessere Bedingungen für Vereinbarkeit und mehr Beteiligung von Männern, nannte jedoch keine konkreten gesetzlichen Maßnahmen. zeit.de
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ANGEZÄHLT
Deutsche Industrie meldet im März kräftiges Auftragsplus von 5 Prozent. Besonders deutlich stiegen die Bestellungen bei elektrischen Ausrüstungen, bei Datenverarbeitungs- sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen und im Maschinenbau. Auslandsaufträge erhöhten sich insgesamt um 5,6 Prozent, wobei die Nachfrage aus der Eurozone mit plus 10,1 Prozent besonders dynamisch war. zeit.de
ZITAT DER WOCHE
Familienunternehmer-Chefin Marie-Christine Ostermann ist enttäuscht von der Regierung und Friedrich Merz und fordert einen Reformkurs. rp-online.de
ZULETZT
Yoko Ono zwingt bretonische Brauerei zur Umbenennung von “John-Lemon-Bier”: Ein markenrechtlicher Konflikt kann selbst kleine Betriebe plötzlich ins Rampenlicht katapultieren. Nachdem der Yoko Ono Trust Ende März über einen Anwalt mit Strafzahlungen drohte, einigte sich die Brauerei aus Bannalec darauf, rund 5000 bereits produzierte Flaschen noch bis Juli 2026 zu verkaufen. Die öffentliche Aufmerksamkeit ließ die Bestände binnen weniger Tage komplett abfließen – ein ungeplanter Verkaufserfolg. Einen neuen Namen für das Bier gibt es noch nicht. tagesspiegel.de