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EU-Reform des Emissionshandels, Weltweiter Schutz der Land- und Meeresflächen, Durchbruch in der Kernfusion
GreenMAG in der Kalenderwoche 51, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

EU-Reform des Emissionshandels – CO2-Ausstoß wird teurer: Nach 30 Stunden Verhandlungen hat sich die EU auf eine Reform im Rahmen des Klimapakets „Fit for 55“ geeinigt, die eine schnelle Verringerung des Kohlendioxidausstosses zum Ziel hat. Seit 17 Jahren müssen bestimmte Unternehmen in der EU – etwa Kraftwerke, Stahlhütten oder Zementfabriken – Zertifikate kaufen. Die Zahl dieser Verschmutzungsrechte wird stetig verknappt – um den Firmen einen Anreiz zu geben, weniger Kohlendioxid auszustoßen. Sie sollen nun weiter verringert und 2034 ganz eingestellt werden. Gleichzeitig möchte man dafür sorgen, dass EU-Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben: Außereuropäische Produzenten müssen eine CO2-Abgabe zahlen, wenn sie Produkte wie Stahl, Zement oder Aluminium in die EU bringen wollen. Es wurde auch vereinbart, einen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr einzuführen. Für Deutschland ist das nicht neu, denn hier gilt dieser Emissionshandel schon. Zudem wurde ein KLimasozialfond in Höhe von 87 Milliarden Euro verabschiedet um Haushalte zu entlasten und Investitionen zu fördern – etwa energieeffiziente Gebäude oder öffentliche Verkehrsmittel. tagesschau.de

30 Prozent der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 unter Schutz stehen: Der Weltnaturgipfel im kanadischen Montreal konnte sich auf dieses Ziel einigen. Von Bundesumweltministerin Lembke wurde die ambitionierte Erklärung als Signal der Entschlossenheit gelobt, der Naturschutzbund bemängelte das Fehlen messbarer Ziele. Der Gipfel, am dem fast 200 Nationen teilnahmen beschloss außerdem, dass mehr Geld für den Schutz der Artenvielfalt ausgeben wird. Dafür sollen reichere Staaten ärmeren Ländern bis 2025 rund 20 Milliarden Dollar jährlich zukommen lassen. Weitere Beschlüsse: Die Halbierung von Pestiziden bis 2030 und der Abbau umweltschädliche Subventionen. Zudem wurde in dem verabschiedeten Dokument auch die Rolle indigener Völker und lokaler Gemeinden in weltweiten Naturschutzbemühungen betont, was viele Beobachter als Erfolg werteten. sueddeutsche.de

US-Forschern gelingt ein Durchbruch in der Kernfusion: Die erstmals geglückte Kernfusion, bei der mehr Energie produziert als investiert wurde, wird als Meilenstein in der Wissenschaft gesehen, könnte sie doch auf lange Sicht eine Quelle für eine unendlich produzierende, umweltfreundliche Energiequelle funktionieren. Sowohl Kernkraft als auch Kernfusion gewinnen Energie aus den Bindungskräften von Atomkernen. Bei der Kernkraft werden jedoch grosse Atome gespalten, es entsteht unter anderem radioaktiver Abfall und es drohen schwere Unfälle. Bei der Kernfusion hingegen werden kleine Atomkerne zu grösseren verschmolzen, also fusioniert. Diese Technologie gilt als sauber und sicher, denn diese Energiegewinnung ähnelt den Vorgängen in Sternen wie der Sonne. Die für die Energiegewinnung erforderlichen mehrere Millionen betragenden Grad wurden durch Laserstrahlen erzeugt. Zu einer industriell nutzbaren Energiequelle in Form eines Kraftwerkes ist es aber sicherlich noch ein weiter Weg. nau.ch

Tesla auf eigener Wasser-Suche – Landrat von Nachbar-Kreis sieht rote Linie überschritten: Für den Ausbau der Tesla-Fabrik in Grünheide, Brandenburg, braucht Tesla mehr Wasser. Die Suche danach seitens Tesla ist nun auf Kritik gestoßen. Der Landrat des angrenzenden Landkreises Märkisch-Oderland will, dass die Landesregierung die Suche unterbindet. Denn Tesla will nur suchen, nicht fördern. „Es kann nicht sein, dass ein global agierender Großkonzern anfängt, in Brandenburg selbst nach Wasser zu suchen“, erklärte Gernot Schmidt, der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland. Weiter sprach Schmidt von einer Privatisierung durch die Hintertür, die sich gerade bei Wasser verbiete. Dabei hatte laut einem Tagesspiegel-Bericht der Wasser-Zweckverband Fürstenwalde, in dessen Gebiet die bisherigen Arbeiten fielen, die Unterstützung durch Tesla als hilfreich bezeichnet. Das Unternehmen ist offenbar bereit, für Probebohrungen und Pumpversuche eine siebenstellige Summe auszugeben. teslamag.de

LNG-Terminal Wilhelmshaven – Umweltverbände drohen mit Klagen: Nachdem Bundeskanzler Scholz das erste deutsche LNG-Terminal eröffnet hatte und dazu verkündete, die Schnelligkeit, mit der das Terminal errichtet worden sei, wäre das „Neue Deutschlandtempo“ drohen Umweltverbänden mit Klagen. „Nötig ist eine Befristung des Betriebs in Einklang mit den Klimazielen und ein Verbot für den Einsatz von Biozid“, sagte Sascha Müller-Kraenner, Vorsitzender der Deutschen Umwelthilfe, laut einer Mitteilung. Die Umwelthilfe werde das notfalls „mit rechtlichen Mitteln durchsetzen“. Auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland fordert eine deutlich kürzere Terminal-Laufzeit und kündigte an, wenn nötig auf Änderung der Genehmigungen zu klagen.Umweltschützer verweisen auf schonende Alternativen zum Reinigen der Rohre. Alle weiteren Spezialschiffe, die für den Umschlag von LNG in Deutschland zum Einsatz kommen, benötigten keine Biozide wie Chlor, sagte BUND-Landesvorständin Imke Zwoch. Am Donnerstag soll das LNG-Terminal in Betrieb gehen. ndr.de

Studie – Schadstoffbelastung durch Weichmacher gesunken: Einer Studie zufolge sind bei Kindern die Schadstoffbelastungen durch sogenannte Weichmacher nach Angaben des Umweltministeriums von Nordrhein-Westfalen weiter gesunken. Das wird als Erfolg regulatorisch erfolgter Maßnahmen angesehen. Umweltminister Krischer betonte aber zugleich, dass die Schadstoffbelastung bei Kindern noch weiter reduziert werden müssten. Denn bestimmte Weichmacher wirkten sich negativ auf das Hormonsystem des Körpers aus und es gebe Hinweise, dass sie die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen könnten. Weichmacher seien in vielen Alltagsprodukten zu finden. Sie würden Kunststoffen zugesetzt, um sie dehnbar und formbar zu machen.zeit.de

HINTERGRUND

Der Karpfen hatte Glück: Nachdem das Aquarium im Berliner Hotel geplatzt war, ging man zunächst davon aus, dass kein Fisch das Unglück überlebt hatte. Doch es konnten einige Fisch gerettet werden. In Trümmerteilen des Rings, der das Aquarium stabilisieren sollte, sammelte sich Wasser. Dort konnte die Berliner Feuerwehr „drei große Eimer voll“ Fische retten, wie ein Sprecher sagte. In den Zuchtbecken im unteren Teil des Gebäudes haben sogar Hunderte Fische die Überschwemmung überstanden, unter ihnen ein weiß-orange Koi-Karpfen, der in der Kanalisation gefunden worden war. Inzwischen wurde er in den Berliner Zoo gebracht, der über ein eigenes Aquarium verfügt. Andere Fische kamen in die Wasserwelt „Sea Life“ im Nebengebäude oder wurden an Züchter weitergegeben. sueddeutsche.de

Können Zoos dem Artenschutz helfen?: Viele Zoos haben sich dem Artenschutz verschrieben. So auch der Zoo der Stadt Stuttgart, den alle nur Wilhelma nennen. Gemeinsam mit Zoodirektor und Elefanten-Experte Thomas Kölpin wird für die Elefanten eine neue, zehnmal größere Anlage mit Platz für bis zu 14 Tiere geplant, die in einer Herde zusammenleben. Dort soll dann auch wieder für den Arterhalt gezüchtet werden, so der Zoologische Leiter der Wilhelma, Volker Grün. „Artenschutz ist heute eine wesentliche Aufgabe eines Direktors eines wissenschaftlich geleiteten Zoos“, sagt der Direktor des Kölner Zoos, Theo Pagel. „Artenschutz ist unser Thema. Und zwar auch in der Hinsicht, dass wir tatsächlich unsere Besucher aufklären und für den Natur- und Artenschutz gewinnen wollen.“ Der Kölner Zoo wiederum unterstützt Artenschutzprojekte weltweit, vom Schutz der Wechselkröte vor der rheinischen Haustür bis zum Schutz von Reptilien und Amphibien in Vietnam. Die Rolle von modernen und wissenschaftlichen Zoos habe sich gewandelt, sagt Pagel. Die Zeiten von Zoos als reine Spaß- und Freizeiteinrichtungen seien vorbei. Fraglich ist, warum dies in den Zoos geschieht, wenn viele Projekte darauf abzielen, die Tiere in den Ursprungsregionen zu unterstützen. Zoologen beantworten die Frage gerne, in dem sie von „Reservepopulation“ sprechen. Tiere in Zoos dienten demnach der Arterhaltung und könnten irgendwann einmal ausgewildert werden. Wenn die Voraussetzungen dafür stimmen. Kritiker sehen vor allem den Werbefaktor und fordern Zoos auf, mehr zu tun. Die Zoos betonen die Wissensvermittlung und die große Reichweite. tagesschau.de

Wale könnten beim Kampf gegen Klimawandel helfen: Mit dem Schutz von Walen kann auch gleichzeitig etwas gegen den Klimawandel getan werden. Die Wale lagern beim Fressen und Wachsen Kohlenstoff ein und transportierten ihn in die Tiefsee, wenn ihre Körper nach dem Tod absinken. Der mögliche Beitrag zum Klimaschutz ergänzt die vielen ökologischen, kulturellen und moralischen Gründe, die es für den Erhalt der Walbestände gebe. Zusätzlich produzieren die nährstoffreichen Ausscheidungen von Walen das Wachstum von Phytoplankton, was wiederum Kohlendioxid aus der Atmosphäre bindet. Wale sind dazu in der Lage, weil sie aufgrund ihrer Größe viel Nahrung aufnehmen und auch wieder ausscheiden. Die Forschenden um Heidi Pearson von der University of Alaska Southeast dazu: „In Anbetracht der Tatsache, dass Bartenwale einige der längsten Wanderungen auf dem Planeten haben, beeinflussen sie möglicherweise die Nährstoffdynamik und den Kohlenstoffkreislauf über Ozeanbecken hinweg“ Und: „Die natürliche Verstärkung der ozeanischen Kohlenstoffsenke durch den Schutz der Wale könnte eine wirksame Strategie zur Entfernung von Kohlendioxid mit geringem Risiko, längerer Dauerhaftigkeit und höherer Effizienz sein als Geo-Engineering-Lösungen, etwa direkte Kohlenstoffinjektion in das Innere des Ozeans.“ n-tv.de

Solarenergie – Ultradünne Solarzellen können sogar auf Stoff gedruckt werden: Einem Forschungsteam am Massachusetts Institute of Technology ist es gelungen, Solarzellen herzustellen, die an jeder festen Oberfläche haften – auch an Stoffen. Möglich wird die neue Form der Energiegewinnung durch Nanotechnologie. Halbleitende Tinte kann großflächig auf Stoff gedruckt und somit trotz dünner Struktur und hoher Flexibilität zum Erzeugen von Strom eingesetzt werden. Normalerweise sind Solarzellen sehr empfindlich und können brechen, die neuen Zellen sind sogar 18 mal leistungsfähiger als herkömmliche Zellen. Durch die neue Zellen erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten für Solarenergie. So zum Beispiel auf Zelten bei der Katastrophenrettung, an Segeln, um Boote auf See mit Strom zu versorgen, oder als Beschichtung für Drohnenflügel, um die Flugleistung zu verlängern. Eventuell können sie sogar zur privaten Nutzung verwendet werden. t3n.de

ANGEZÄHLT

Aufgrund der momentan zumindest zeitweilig endenden extremen Kältewelle sind die Gasmengen in den Speichern auf einen Füllstand von unter 90 Prozent gesunken. Der Netzagentur-Chef Klaus Müller appellierte in dem Zusammenhang dazu, beim Heizen mehr zu sparen. Am 1. Februar sollen die Speicher laut Energiewirtschaftsgesetz noch zu 40 Prozent gefüllt sein. https://www.rtl.de/cms/kaelte-im-dezember-deutsche-sparen-kaum-energie-gasspeicher-sinken-5021350.html

ZITAT DER WOCHE

„Dann schaffen wir das auch gemeinsam“

Innenministerin Faeser zu den Klimaaktivisten, die letzte Woche Zufahrten zum Bundestag blockierten. Sie versicherte den Aktivisten, dass die Politik viel gegen den Klimawandel tue. Die Gruppe kündigte trotz der Razzien an, ihre Protestaktionen fortzusetzen. tagesschau.de

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Drohnenangriffe auf Kiew + Puma-Panzer + EU-Gaspreisdeckel + Zustimmung zu Montreal + Kongressausschuss empfiehlt Trump-Anklage + Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken politbriefing.de

African Edition: Ministerium arbeitet an Afrika-Strategie + Baerbock bringt Statuen nach Nigeria zurück + ANC wählt Ramaphosa zum Vorsitzenden + Biden strebt Partnerschaft mit Afrika an + Tunesier ignorieren Parlamentswahl african-edition.de

ZULETZT

Umweltfreundliche Herstellung von Propylenoxid möglich: Das Material wird als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Stoffen, die in einer Vielzahl von Konsumgütern wie Farben und Lacken, Klebstoffen, Möbelpolstern, Schuhen und Kosmetika verwendet werden, benutzt. Einer Forschungsgruppe vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin ist es gelungen, eine nachhaltigere Methode zur direkten Herstellung zu entwickeln, bei der die Mengen an freigesetztem CO2 bei ihrem Weg der Propylenoxid-Herstellung wesentlich geringer ausfielen, als bei bislang üblichen Methoden, erläutern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Communications“. „Unsere Entdeckung weist den Weg zu einer umweltfreundlichen Herstellung von Propylenoxid und Propylen in einem Schritt“, so das Team. Der Ansatz sei skalierbar und je nach Rohstoffpreisen durchaus wettbewerbsfähig. spektrum.de

GreenMAG verabschiedet sich mit dieser Ausgabe für dieses Jahr. Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Wir lesen uns wieder am Dienstag, 10. Januar 2023.

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