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Habeck reist nach Namibia, Omikron entwickelte sich, Forscher untersuchen Meteoriten
African Edition in der Kalenderwoche 49, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Habeck reist nach Namibia – Mit Wasserstoff aus Afrika zur Energiewende: Die Mission von Wirtschaftsminister Habeck bei seinem Besuch in Namibia und Südafrika ist klar: Die Beschaffung nachhaltiger Energie für Deutschland. Aber in Namibia tritt er auch als politischer Vertreter des ehemaligen Kolonialherren Deutschland auf, ein schwierige Aufgabe. Seit längerem wird über ein Aussöhnungsabkommen verhandelt. Er sieht bei seinen Besuchen eine große Chance: „Namibia hat gemessen auch an europäischen Standorten natürlich sehr, sehr große Standortvorteile – sehr sonnenreich, sehr starke Windgebiete, gerade am Atlantik.“ In Südafrika nimmt er an einer deutsch-afrikanischen Konferenz teil, auf der es um eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen gehen soll. Gerade bei „kritischen“ Rohstoffen will Habeck Abhängigkeiten von China verringern. Das soll die Lehre auch davon sein, dass Deutschland bis zum Ukraine-Krieg am Tropf russischer Gaslieferungen hing. zdf.de

Omikron entwickelte sich über Monate in Afrika: Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass die damals neue und ansteckendere Corona-Variante Omikron mit seinen 50 Mutationen nicht plötzlich in Südafrika entstanden ist, sondern sich über Monate unentdeckt entwickelt hatte. Die Forscher fanden heraus, dass sich schon 25 Menschen aus sechs afrinkanischen Staaten zwei Monaten vor Entdeckung der Variante mit Omikron angesteckt hatten. Da das Virus anfangs noch nicht perfektioniert war, brauchte es länger für seine Entwicklung, viele Mutationen fielen in der frühen Phase weg. Leif Erik Sander, Epidemiologe an der Charité sagt zu der Entdeckung: „Man hätte Südafrika unterstützen und nicht sanktionieren sollen. Sie haben Omikron detektiert und ihr Wissen sofort mit der Welt geteilt“. tagesspiegel.de

Tonnenschwerer Meteorit in Afrika – Forscher entdecken 2 neue Minerale: In einem Meteoriten, der in Somalia gelandet ist, wurde zwei Minerale gefunden, die es auf der Erde nicht gibt, Sie bestehen aus Verbindungen von Eisen, Phosphor und Sauerstoff. Der El-Ali-Meteorit, der in Somalia, nahe der äthiopischen Grenze, gefunden wurde ist und sich wohl schon seit Jahrzehnte auf der Erde befunden hatte, ist mit seinen 15 Tonnen Gewicht einer der schwersten Meteoriten, die bisher auf der Erde gelandet sind. Das erste Mineral heißt Elaliit, benannt nach dem Meteoritenfundort. Das zweite Mineral wurde nach der Planetenforscherin Lindy Elkins-Tanton benannt und heißt Elkinstantonit. Beide Mineralien konnten deshalb so schnell klassifiziert werden, da sie von der Struktur her zwei synthetisch im Labor erzeugten Verbindungen ähneln. t3n.de

Baukonzern Strabag zieht sich aus Afrika zurück: Unter anderem aufgrund des neuen Lieferkettengesetzes in Deutschland zieht sich das österreichische Bauunternehmen Strabag aus Afrika zurück. Wir bauen nur noch die angefangenen Projekte fertig“, sagte der Geschäftsführer der Strabag International GmbH, Jörg Wellmeyer. „Um neue Ausschreibungen in Afrika bewerben wir uns nicht mehr.“ „Für ein Projekt mit zwei Jahren Bauzeit brauchen wir etwa tausend Produkte: Ersatzteile, Baumaterialien – alles von unterschiedlichsten Lieferanten.“ Dafür müsse das Unternehmen sämtliche unmittelbaren lokalen Zulieferer kontrollieren. Und dazu brauche es mehr Mitarbeitende, das mache es nicht wettbewerbsfähiger, sondern teurer. kurier.at

Nigeria wird ärmer: Kurz vor den Wahlen in Nigeria machen neuen Zahlen deutlich, dass das Land seit der Corona-Pandemie immer mehr verarmt. 133 Millionen Menschen – 63 Prozent der auf 211 Millionen geschätzten Gesamtbevölkerung – leben in „multidimensionaler Armut“, hat das nationale Statistikamt NBS ermittelt. Vor vier Jahren lebten noch 83 Millionen Menschen, 40 Prozent der Gesamtbevölkerung, unter der absoluten Armutsgrenze, und 54 Prozent lebten in Armut gemäß dem „multidimensionalen Armutsindex“. Neben der Ursache durch die Corona-Pandemie lässt sich eine ungleiche Verteilung der Armut feststellen. Während es im Süden und in der Nähe der Hauptstadt Lagos weniger Armut gibt, ist vor allem der Nordwesten betroffen. Die Erkenntnisse sind politisch brisant, weil am 25. Februar 2023 Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an. Amtsinhaber Muhammadu Buhari tritt nach zwei vierjährigen Amtszeiten nicht mehr an, die Verschlechterungen fanden vor allem in seiner Amtszeit und der Regierung durch die Partei ACP statt. taz.de

Tunesiens Gewerkschaftschef kritisiert Parlamentswahlen: Der Generalsekretär Noureddine Taboubi von der großen tunesischen Gewerkschaft UGTT erklärte am Samstag, dass die für diesen Monat angesetzten Parlamentswahlen sinnlos seien. In einer Rede vor Publikum prangerte er die Verfassungsreformen von Präsident Kais Saied an, die seiner Ansicht nach die politischen Parteien neutralisiert hätten. „Sie sind das Ergebnis einer Verfassung, die nicht partizipativ ist und keinen Raum für Konsens oder Mehrheitsentscheidungen lässt“, so Taboubi. africanews.com

HINTERGRUND

Auf der Suche nach Wasserstoff – Habecks große Vision soll sich in Namibia erfüllen: Die Reise des Wirtschaftsministers ist sicherlich angenehmer, als zum Beispiel sein Besuch von Katar, denn dieses Mal handelt es sich nicht um Gas sondern um die nachhaltige Energiequelle, den grünen Wasserstoff. Konkret geht es um eine große Sperrzone in der Wüste im Süden Namibias. Das deutsch-südafrikanische Konsortium Hyphen will an der Südwestküste im großen Stil grünen Wasserstoff herstellen, der dann als Ammoniak in die Welt verschifft werden kann. Rainer Baake, Grünen-Politiker und Namibia-Sonderbeauftragter hierzu: Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Ort auf der Welt, um Strom aus erneuerbaren Energien zu produzieren. Hier sollen 15.000 Job entstehen und das Investitionsvolumen des Projektes entspricht dem jährlichen Bruttosozialprodukt von Namibia. Zusätzlich ist eine Entsalzungsanlage für Meerwasser geplant. Durch das Projekt kann Namibia zum ersten afrikanischen Land werden, dass sich zu 100 Prozent durch grüne Energie versorgt und Deutschland bekäme die Hälfte seines Bedarfs an Ammoniak von dort. tagesspiegel.de

„Afrika ist heute ein Muss“: In einem Positionspapier des Bundesverbandes der Industrie ist von der zunehmenden Bedeutung des afrikanischen Kontinents als Handelspartner und Energielieferant des Westens die Rede. Zum einen geht es darum, die Abhängigkeit von China zu verringern, zum anderen die Chancen zu nutzen, die Afrika als Absatzmarkt bietet. Es gibt zwar schon eine Panafrikanische Freihandelszone, der 54 der 55 afrikanischen Staaten angehören, deren Umsetzung stockt aber bisher. Wenn sie richtig betrieben würde, wäre es möglich, einen Markt mit 1,3 Milliarden Menschen und einer Wirtschaftsleistung von mehr als drei Billionen Euro besser zugänglich machen. Bei den Rohstoffen beziehungsweise Energien geht es nicht nur um den oft erwähnten grünen Wasserstoff sondern auch um Rohstoffe wie Kobalt, Lithium und Platin. Zusätzlich möchte sich Deutschland auch beim Ausbau des Internets auf dem Kontinent beteiligen. tagesschau.de

Südafrikas Präsident Ramaphosa – Vom Hoffnungsträger zum Gespött der Nation: Südafrikas Präsident sieht sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert, wegen derer er aber nicht zurücktreten möchte. Zudem will er sich gegen ein Amtsenthebungsverfahren wehren. Konkret wurden ihm zwanzig Büffel zum Verhängnis, von deren Verkauf die Banknotenbündel im Sofa sein sollen, die jedoch noch Jahre später auf seiner Farm wiederkäuen. Aber auch wenn der Verkauf legal war, wird ihn der Ruf der Korruption sein Leben lang verfolgen und er machte sich dadurch zum Gespött der Nation, was sich zum Beispiel in Form von Karikaturen ausdrückt. Nun sagte er, er überlasse sein Schicksal dem Votum des Führungsrats des ANC, sagte Ramaphosa. Das mag vernünftig klingen, aber auch der ANC gibt es mehre Mitglieder, die nicht ganz sauber agieren und von ihm verschont blieben. Eine Abwahl scheint dennoch unwahrscheinlich. derstandard.de

Das Kreuz am Horn von Afrika – Die katholische Kirche in Äthiopien und Eritrea gründet auf tiefen historischen Wurzeln: Schon früh, seit dem dritten Jahrhundert nach Christi, bestanden Kontakte diese Region zum Christentum, denn die Könige von Aksum nahmen den christlichen Glauben an. Aber auch zum europäischen Christentum gab es früh Kontakte. Zunächst trafen sich beide Seiten an den christlichen Stätten im Heiligen Land, bald aber kamen vereinzelt Reisende aus Äthiopien ins christliche Abendland – so etwa Geistliche zum Konzil von Florenz in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Europäer gelangten seit dem 14. Jahrhundert in den äthiopischen Raum. Bevor der Katholizismus zur Staatsreligion werden konnte, gab es eine heftige Gegenreaktion und die Geistlichen mussten das Land verlassen. Kontakte wurden abgebrochen und erst im 19. Jahrhundert wieder aufgenommen. Heute leben etwa 800 000 Katholiken in Äthiopien. 2015 errichtete Papst Franziskus die eritreisch-katholische Kirche als 23. katholische Ostkirche, zu der etwa 170 000 Gläubige gehören. africa-live.de

ANGEZÄHLT

Ein Getreidefrachter aus der Ukraine hat Afrika erreicht, genauer gesagt Dschibuti. Der Frachter hat eine Getreidespende in Höhen von 25.000 Tonnen Weizen geladen, die für Äthiopien bestimmt sind. Ein zweites Schiff, das derzeit im Hafen von Tschornomorsk in der Ukraine mit weiteren 30.000 Tonnen Weizen beladen wird, soll in wenigen Tagen Richtung Äthiopien ablegen, hieß es. Dem werde eine dritte Ladung von 25.000 Tonnen Weizen in das benachbarte Somalia folgen. Insgesamt sind 60 Getreidelieferung nach Afrika vorgesehen. thb.info

ZITAT DER WOCHE

Vielleicht bekomme ich noch einmal die Chance“

Ghanas Trainer der Fußball-Nationalmannschaft war nach dem Ausscheiden gegen Uruguay zunächst zurückgetreten. Für eine zweite Amtszeit hielt er sich nun aber ein Türchen offen. Mit seiner Arbeit bei Borussia Dortmund sei der Job allerdings nicht vereinbar. Dort arbeitet er als Talente-Coach. sportbuzzer.de

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Politbriefing: Mädchen nach Messerangriff auf Schulweg gestorben + Scholz will stärkere militärische Rolle Deutschlands + Gesundheitsminister ohne Beschluss zur Maskenpflicht + Weitere von China betriebene Polizeistationen in Europa entdeckt + Lambrecht sieht Schuld für Zustand der Bundeswehr bei Vorgängern + Österreich will Rasern das Auto wegnehmen. politbriefing.de

GreenMAG: Habeck will klimafreundliche Produktion erleichtern + Enorme Verluste im Amazonasgebiet + Rangierloks auf Wasserstoff + Die Welt wird immer trockener + Chinesen entwickeln Elektrolyseur für Meerwasser. greenmag.de

ZULETZT

WM in Katar – Afrikanische Teams verbessert – trotz verpasster Chancen: Die afrikanischen Mannschaften konnten bisher bei der WM durchaus erfolgreich spielen . Einige hätten wahrscheinlich sogar noch besser abgeschnitten, wenn sie die sich ihnen bietenden Chancen genutzt hätten. Auch wenn sich der Senegal im Achtelfinale England geschlagen geben mussten, war das Erreichen des Achtelfinales an sich für Senegal und Marrokko ein Erfolg. Marokko hat heute sogar die Chance, mit einem Sieg gegen Spanien ins Viertelfinale zu ziehen. Insgesamt kamen die afrikanischen Mannschaften auf sieben Siege in 15 Spielen – bei der letzten WM waren es nur zwei Erfolge. dw.com

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