Reformationstag: Brüderliche Umarmungen zwischen katholischen und evangelisch-lutherischen Geistlichen zur Eröffnung des Reformationsjahrs 2017 (500 Jahre Luthers „95 Thesen“)! Im schwedischen Lund setzte Papst Franziskus (79) ein mächtiges Zeichen der Ökumene, als er mit den Spitzenvertretern des Lutherischen Weltbunds gemeinsam betete: „Jesus Christus, heile unsere Erinnerungen (…) Hilf uns, die Gaben anzuerkennen, die die Reformation der Kirche gebracht hat, aber auch Reue zu fühlen über die Mauern, die wir gegeneinander hochgezogen haben, und führe uns zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst für die Welt!“ Das Gedenken an die Reformation bezeichnete er als neue Chance für die Annäherung.
bild.de
24. Oktober – Tag der Vereinten Nationen: Der 24. Oktober, Jahrestag des Inkrafttretens der Charta der Vereinten Nationen, wird in allen UNO-Mitgliedstaaten als „Tag der Vereinten Nationen“ begangen. Aus diesem Anlass führte die Stadt Bonn am 25. Oktober ein breites Informationsprogramm auf dem Marktplatz durch, an dem sich neben den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen auch verschiedene Ministerien, Nichtregierungsorganisationen und Schulen beteiligten.
unric.org
Notrettung im Mittelmeer: Seit dem 24. Oktober wird im Rahmen der EU-Militäroperation EUNAVFOR Med die libysche Küstenwache ausgebildet – drei Tage nachdem die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch schwerste Vorwürfe gegen die Küstenwache erhoben hat. Durch den Eingriff einer libyschen Einheit in eine Rettungsoperation seien bis zu 30 Bootsflüchtlinge Tode gekommen.Das erste EU-Ausbildungspaket soll grundlegende Seefahrtskenntnisse, spezialisierte Kompetenzen und einen »substantiellen Fokus auf Menschenrechte und internationales Recht« umfassen. Angesichts fast zeitgleich geäußerter massiver Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache liest sich dieser Hinweis als reiner Hohn.
proasyl.de
Sacharow-Preis 2016: Nadia Murad Bassee und Lamiya Aji Bashar erhalten den Sacharow-Preis des Europäischen Parlamentes. Die beiden Jesidinnen sind selbst Opfer der grausamen Verschleppungen und Versklavung gewesen und der ISIS entkommen. Ihre aktuellen Preise helfen den Frauen ihre Leidensgeschichten zu berichten und die Täter möglicherweise wegen den Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dem Völkermord vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Jedenfalls haben sie schon jetzt eine enorme weltweite Aufmerksamkeit erreicht.
de.euronews.com
Zu viele Hinrichtungen: Der iranische Justizminister kritisiert die eigene Hinrichtungspraxis als nicht effektiv zur Bewältigung des gewaltigen Drogenkonsums im Iran. Das ist zynisch, denn der als Hardliner bekannte Mustafa Purmommedi hatte sich schon 1988 als Geheimdienstchef an den Massenhinrichtungen an ca. 30.000 politischen Gefangenen beteiligt und steht nach neuerlichen Veröffentlichungen und der aktuellen Hinrichtungszahlen auch im Iran unter starkem politischen Druck. Auch der Menschenrechtsrat in Genf hat sich inzwischen aufgrund der Einbringungen von NGOs mit dem Fall von 1988 befasst. Aufgrund von Zeugenaussagen besteht der dringende Verdacht, dass es sich um staatlich angeordnete Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt.
huffingtonpost.de
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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org
Strafgerichtshof in Den Haag: Burundi, Gambia und Südafrika wollen ihr Mandat in dem Internationalen Strafgerichtshof niederlegen und werden somit das Gericht schwächen. Südafrika und Burundi haben es vorgemacht: Das Gericht in Den Haag sei ein “internationales Gericht der Weißen”, erklärt nun die Regierung des westafrikanischen Gambia. Kenia und Namibia könnten folgen.Mit der Entscheidung zum Verlassen des IStGH – als dessen Chefanklägerin die Gambierin Fatou Bensouda fungiert – folgt Gambia entsprechenden Beschlüssen Südafrikas und Burundis. Auch Namibia und Kenia schließen einen solchen Schritt nicht aus. Die Parlamente dort beraten darüber. Einige afrikanische Länder werfen dem IStGH eine postkoloniale Voreingenommenheit gegenüber Anführern des Kontinents vor.
dw.com
Menschenrechtsrat 2017: Russland wollte von der UN Vollversammlung in den Menschenrechtsrat gewählt werden. Russland hat es nicht geschafft. Das Land scheiterte bei der Abstimmung in New York. Anfang der Woche hatten mehr als 80 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen wegen Russlands Rolle im Bürgerkrieg in Syrien dazu aufgerufen, das Land nicht mehr in das UN-Gremium zu wählen. Russland erhielt nur 112 Stimmen und konnte sich damit nicht gegen Ungarn, das 144 Stimmen erhielt, und Kroatien mit 114 Stimmen durchsetzen. Abgestimmt wurde über die Neubesetzung von 14 der 47 Sitze im UN-Menschenrechtsrat ab 2017. In der Osteuropa-Gruppe waren zwei Sitze neu zu besetzen, die nun an Ungarn und Kroatien gehen.
tagesschau.de
Kuba wieder im Menschenrechtsrat: Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UNO) haben gewählt.Der sozialistische Karibikstaat erhielt 160 der 191 Stimmen. Kuba wird damit vom 1. Januar an für die Zeit zwischen 2017 und 2019 sein Amt im Rat als einer der acht Vertreter Lateinamerikas und der Karibik ausüben.Kuba hatte mit Blick auf seine Kandidatur erklärt, es werde sich weiter dafür einsetzen, dass alle Menschen weltweit in den Genuss der Menschenrechte kommen. Die Basis dafür seien der Respekt vor der UN-Charta, die Kooperation zwischen den Staaten und das Prinzip der Solidarität.
amerika21.de
Jahrbuch zum Recht auf Nahrung: Schwerpunkt des aktuellen Jahrbuches, u.a. von Brot für die Welt und FIAN herausgegebenen, ist der Zugang zu Saatgut. brot-fuer-die-welt.de
Sonderpreis für soziale Menschenrechte: FIAN begrüsst den Erhalt des Preises der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation. fian.de
Aktion Aufschrei: Aktionsmitglied pax christi fordert anlässlich der Verabschiedung des Rüstungsexportberichtes für das 1. Halbjahr 2016, den Export von Kleinwaffen und zugehöriger Munition zu verbieten. aufschrei-waffenhandel.de
Pressefreiheit: Reporter ohne Grenzen weist anlässlich der Vorstellung des “media ownership monitor Türkei” darauf hin, dass die zunehmende Medienkonzentration in der Türkei schon lange vor der aktuellen Repressionswelle die Freiräume für unabhängigen Journalismus immer weiter eingeengt hat.
reporter-ohne-grenzen.de
ZITAT
“China ist neben der Türkei und Ägypten eines der größten Gefängnisse für Journalisten weltweit…Bei den Gesprächen mit führenden Politikern des Landes darf es nicht nur um Wirtschaftsbeziehungen gehen. Sigmar Gabriel muss sich für die Freilassung der im Land inhaftierten Journalisten und die Ausreise der schwer kranken Deutsche-Welle-Autorin Gao Yu einsetzen.”
Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, fordert Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel dazu auf, bei seinem China-Besuch nicht nur Wirtschaftsthemen im Blick zu haben.
reporter-ohne-grenzen.de
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Die Reihe “Freiheit verpflichtet! Weltweit!Wirtschaft und Menschenrechte” der FNF wird am 6. November um 18.00 im Hotel Aquino in Berlin fortgesetzt.
freiheit.org
Die Jahrestagung der BAG Asyl in der Kirche von 4. bis 6. November in Berlin beschäftigt sich mit der Frage “Beyond Europe. Schützen wir Grenzen oder Menschenrechte?”.
kirchenasyl.de
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“Beschwerdewege für Jugendliche und Kinder”. Die internationale Vergleichsstudie “Einsatz für Kinderrechte” von UNICEF zeigt Deutschland als einen “weißen Fleck” auf der Weltkarte, wenn es um Beschwerdestellen für Kinder und Jugendliche geht. Doch dies ist nicht ganz zutreffend: Es gibt Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Lediglich der direkte Zugang, ihre Arbeitsweisen und ihre Wirkungsmöglichkeiten sind sehr unterschiedlich. 16.11.2016, 10:30-16:30 | Theater im Aufbauhaus, Berlin.
institut-fuer-menschenrechte.de
“Gewalt überwinden-aber wie?” fragen pbi und andere beim ‘Runden Tisch Mittelamerika’ in Hofgeismar 18.-20. November.
akademie-hofgeismar.de
ZAHL DER WOCHE
300 Millionen Kinder weltweit atmen giftige Luft.Im Vorfeld der bevorstehenden Klimakonferenz warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef vor den Folgen verschmutzter Luft. Weltweit belasten Schadstoffe in der Luft Kinder und Erwachsene. Junge Menschen sind dadurch besonders gefährdet. In Indien wird Feinstaub in Rekordwerten gemessen.
augsburger-allgemeine.de
ZULETZT
Der Kampf um Mossul: Jetzt scheint auch schon die libanesische Hisbollah in Mossul angekommen zu sein. Und wen würde es wundern, wenn bald nach der Befreiung von Mossul ein Iranisch/türkischer Stellvertreterkrieg entbrennt. Zitat: Thomas von der Osten Sacken.
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