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G20 stärken fossile Energien, Habeck will Smart Meter, Kleine Braunelle ist Blume des Jahres
GreenMAG in der Kalenderwoche 43, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

G20 stärken fossile Quellen – Ukraine-Krieg torpediert Ausbau erneuerbarer Energien: Der Ausbau erneuerbarer Energien wird durch den Ukraine-Krieg und seine Folgen bei der Energieversorgung und den erhöhten Energiepreisen gehemmt. Trotz Fortschritten bei erneuerbaren Energien und Energieeffizienz drohe sich die Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) „in die falsche Richtung zu bewegen“, warnte Germanwatch bei der Vorlage des Jahresberichts von Climate Transparency, an dem die deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisation mitgearbeitet hat. Subventionen von fossilen Energie sind sogar angestiegen und es wird vermehrt darin investiert. Bei dem Bericht erhält Deutschland in punkto Energieeffienz gute Noten, schneidet aber beim Pro-Kopf Verbrauch an Energie schlecht ab. n-tv.de

Energiewende: Habeck will Smart Meter, und zwar pronto: Der Wirtschaftsminister hat sich für eine Gesetzesreform ausgesprochen, die die Einführung von intelligenten Stromzählern vereinfacht. Mit einem „Smart-Meter-Aufbruchgesetz“ will er demnach einen „verbindlichen Fahrplan“ mit klaren Zielen für den Einbau intelligenter Stromzähler in Haushalten und Unternehmen schaffen. Eine Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes soll bewirken, dass für die Lagerung und den Transport von Smart-Meter-Gateways nicht mehr ein Monteur kommen muss, sondern dass diese auch per Post verschickt werden können. Der Verbraucher sollte Vorteile haben, wenn er „in der Stunde, wo der Wind weht“, seine Wäsche wäscht. Ferner müsse es möglich sein, etwa E-Autos ins Stromnetz einzubinden durch bidirektionales Laden. heise.de

Habeck bekräftigt Nein zu Fracking in Deutschland: Der Bundeswirtschaftsminister zweifeln an dem Sinn eines Einsatzes von Fracking in Deutschland. Denn Fracking könne zwar kurzfristig zur Energiegewinnung beitragen, mittelfristig aber nicht. Die Zukunft liege im Wasserstoff, der auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt werde, sagte der Minister. Im Gegensatz zu ihm hätte die Industrie Fracking gerne eingesetzt. Die Methode zur Gasgewinnung wird in den USA praktiziert, bekommt aber von Umweltschützern Kritik, ist in Deutschland umstritten und derzeit faktisch verboten. zeit.de

Kleine Braunelle ist Blume des Jahres: Die Ernennung soll die Vielfalt in der heimischen Natur herausstellen und auf den Verlust vieler Wildpflanzen hinweisen. Die Loki Schmidt Stiftung möchten zudem zum Erhalt artenreicher Weiden, Wiesen, Rasen und Wegränder aufrufen. Die Kleine Braunelle (Prunella vulgaris) gehört den Angaben zufolge zur Pflanzenfamilie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Sie breitet sich mit Kriechtrieben in ihre direkte Umgebung aus und ist eher eine kleine Pflanze. Ihre Bestände sind rückläufig, da vielerorts zu oft gemäht wird. tagesschau.de

Tempolimit: SPD und Grüne dafür, stimmen im Bundestag aber dagegen: SPD und Grüne hätten im Verkehrsausschuss gerne für ein Tempolimit im Verkehrsausschuss gestimmt, das als Antrag der Linken vorlag, konnten das aber nicht, da es sonst zu einer Auseinandersetzung in der Regierungskoalition mit der FDP gekommen wäre. Im Koalitionsvertrag konnte man sich mit der FDP nicht auf ein Tempolimit einigen. Beide Parteien bedauerten das ausdrücklich. CDU/CSU argumentierten, dass es auch nach Ausbruch des Ukraine-Krieges keine Ölmangel-Lage gebe. Zudem sei das Einsparpotenzial an fossilen Brennstoffen durch ein Tempolimit umstritten. Deutschland habe einen internationalen Spitzenplatz in der Verkehrssicherheit, auch deshalb sei ein Tempolimit überflüssig. heise.de

Wie menschlich verursachte Nährstoffeinträge Pflanzengemeinschaften im Grasland beeinflussen: Ein weltweit stattfindendes Experiment unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg soll dazu beitragen, die Reaktion von Ökosystemen auf menschlich verursachte Nährstoffeinträge zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Ecology Letters“ veröffentlicht. Demzufolge wurde vor allem ein Artenrückgang in diesen Gebieten beobachtet. Der Prozess, der sich negativ auswirkt, ist das Einsetzen von Düngemitteln. Die Nährstoffe gelangen auch auf andere, nicht bewirtschaftete Flächen. Analysen zeigten: Einerseits gingen im Untersuchungszeitraum auf den gedüngten Flächen mehr Arten verloren als in den ungedüngten Grasländern, andererseits kamen in dieser Zeit auch weniger neue Arten hinzu. Seniorautor Prof. Stanley Harpole, Leiter der Forschungsgruppe Physiologische Diversität am UFZ, iDiv und an der MLU. „In gesunden Ökosystemen gleicht sich das aus und die Vielfalt bleibt erhalten. Aber unter menschlichen Einflüssen wie Nährstoffeinträgen bricht dieses Gleichgewicht zusammen, und Arten können insgesamt verloren gehen, selbst wenn neue hinzukommen.“ Mit ihrer Studie liefern die Forscher auch wertvolle Hinweise für den praktischen Naturschutz. nul-online.de

HINTERGRUND

Smartphonenutzer bereichern die Wissenschaft: Über eine neue App namens iNaturalist können Hobbybotaniker bestimmen, welche Pflanze sie gerade gefunden haben. Das Wissen wird dabei auf beiden Seiten erweitert. Die Botaniker lernen mehr über Pflanzenarten hinzu, gleichzeitig helfen sie auch bei der Erstellung von globalen Karten von Pflanzenmerkmalen, die genauer sind als die, die heute existieren. Forscher der Universität Leipzig, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung in Halle, Jena und Leipzig sowie weitere Forschungseinrichtungen glichen die TRY-Datenbank, die von iDiv und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena geführt wird, mit Millionen Daten aus iNaturalist ab, um weiße Flecken mit Inhalten zu füllen. Die Datenbank beinhaltet zwar 280.000 Pflanzenarten, was wo wächst ist aber oft unbekannt. Mittlerweile wurden so über 19 Millionen Datenpunkte in aller Welt allein für terrestrische Pflanzen erfasst. Die Daten speisen dabei auch die weltweit größte Biodiversitätsdatenbank der Welt, die Global Biodiversity Information Facility mit neuen Daten. golem.de

Nicht nur moderne Technik – Alte Bäume können entscheidend bei der CO₂-Speicherung sein: Ältere, hunderte Jahre alte Bäumen können Stabilität und Schutz für ihre Umgebung liefern. „Alte Bäume sind einzigartige Lebensräume für die Erhaltung bedrohter Arten, weil sie der Klimaerwärmung widerstehen und sie abpuffern können“, schreibt ein Ökologenteam um Gianluca Piovesan und Charles Cannon im Fachmagazin „Trends in Ecology & Evolution“. Alte Bäume gehen oft symbolische Verbindungen mit Pilzen ein, die ihrerseits Nährstoffe für Pflanzen liefern. Die Wissenschaftler fordern deshalb auf, alte Bäume besser zu schützen. Sie schreiben „„Die Kartierung und Überwachung alter Wälder und ihrer Bäume kann die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Schutzgebieten und deren ökologische Integrität direkt bewerten. Um dieses ehrgeizige Projekt durchzuführen, ist eine globale Überwachungsplattform auf der Grundlage fortschrittlicher Technologien erforderlich, zusammen mit öffentlichen Beiträgen durch wissenschaftliche Gemeinschaftsprojekte.“ Oft werde der Schutz der Bäume durch die nationale Politik eingeschränkt und sie rufen deswegen zu internationalen Anstrengungen auf. t3n.de

Seismometer sagen Sturzfluten voraus: Für Erdbeben eingesetzte Seismometer können auch Sturzfluten vorhersagen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen schuf ein solches System, dass auf Sensoren basiert, die eigentlich für Erdbeben dienen sollen und seismische Schwingungen erkennen. Genau diese Seismometer, so die Forscher um den Geowissenschaftler Michael Dietze, der an der Göttinger Hochschule lehrt und forscht, können Sturzfluten erkennen, wenn sie sich in einer Entfernung von 1,5 Kilometern aufbauen. Während der Flut zeichnete ein Seismometer in der Nähen von Ahrweiler den Verlauf der Flut auf. „Wäre der Datenstrom dieser Station ausgewertet worden, hätten wir wichtige Echtzeitinformationen über das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Sturzflut gehabt, wie unsere Forschung jetzt zeigt“, sagt Dietze dazu. Die Kosten für ein solches System seien vernachlässigbar im Vergleich zu den Schäden, die die Fluten anrichten könnten. golem.de

Wirksamer Naturschutz braucht mehr Ranger: Eine Studie zeigt auf, dass bisher weltweit nur 550.000 Ranger im Einsatz und für 17 Prozent der globalen Landfläche verantwortlich sind. Sollen die Schutzgebiete ausgebaut werden, muss daher auch bei der menschlichen Komponente erheblich nachgerüstet werden. Bei einer Konferenz der Konventionen über die biologische Vielfalt im Dezember soll beschlossen werden, 30 Prozent der Erdoberfläche bis zum Jahr 2030 als Naturschutzgebiete auszuweisen. Dazu braucht es aber auch genügend Mitarbeiter, die die Natur schützen. Um die Naturschutzgebiete wirksam zu betreuen und zu schützen, benötigt man entsprechendes Personal wie beispielsweise Wildhüter. „Die Welt braucht Ranger – zum Schutz der Artenvielfalt, zum Erhalt wichtiger Ökosystemdienstleistungen und um sicherzustellen, dass Wildnisgebiete auch wild bleiben“, erklärt Co-Autor Andrew Tilker vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Dazu sind aber laut einer Studie fünf mal mehr Ranger nötig als momentan eingesetzt werden. wissenschaft.de

ANGEZÄHLT

ZITAT DER WOCHE

„Wir haben keine Zeit zu verlieren.“

Verkehrsminister Wissing möchte das Laden von Elektroautos so einfach wie das Tanken machen. Jede Negativerfahrung mit der alternativen Antriebsart erschwere den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe. Der Verkehrsminister will deshalb beim Ausbau des Ladenetzes mehr Tempo machen. Es sollen eine Millionen Ladestellen in Deutschland entstehen. Dabei hofft die Bundesregierung auch auf Hilfe durch die Wirtschaft. merkur.de

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Lambrecht warnt Russland + Habeck will Stromkunden ab Januar entlasten + Sunak wird britischer Premier + Kompromiss im umstrittenen Hamburger Hafen-Deal zeichnet sich ab + Finanzministerium will Grundfreibetrag erhöhen + Deutschland muss wegen verfehlter Klimaziele Emissionsrechte aufkaufen. politbriefing.de

African Edition: Steinmeier ruft zu mehr Kooperation mit Afrika auf + Feuer am Kilimandscharo fast gelöscht + Preis für Film über Russlands Einfluss auf Afrika + Ebola in Uganda breitet sich aus + Friedensgespräche zwischen Äthiopien und Tigray-Rebellen haben begonnen. african-edition.de

ZULETZT

Selbst gegen den Salat hat Liz Truss verloren: Ein Salatkopf erlangte in der letzten Woche große Berühmtheit denn die Boulevardzeitung Daily Sun hatte einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem es darum ging, wer länger durchhalte, der Salat oder Premierministerin Liz Truss. Liz Truss trat schliesslich vier Tage vor Ablauf des Haltbarkeitsdatum des Salats zurück. Die Zeitung hatte auf YouTube einen Livestream errichtete, der ein Photo von Truss und den Salat zeigte. n-tv.de

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