Jesidin bekommt EP-Menschenrechtspreis: Die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus dem Irak geflüchtete Jesidin Nadia Murad ist mit dem diesjährigen Menschenrechtspreis des Europarats ausgezeichnet worden. Die Parlamentarische Versammlung verlieh ihr am Montag in Straßburg den Vaclav-Havel-Preis.
blick.ch
Merkels Einsatz für Menschenrechte: Die Kanzlerin bereiste drei Tage Mali, Niger und Äthiopien. Es geht um die Zusammenarbeit mit der EU in Fragen der Migration. Human Rights Watch erklärte, wer dieses Thema ernsthaft angehen wolle, müsse den Fokus auf die schweren Menschenrechtsverletzungen legen, wegen derer die Menschen flöhen. Das katholische Hilfswerk Misereor warnte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur KNA davor, europäische Grenzkontrollen nach Afrika auszulagern – für den Preis einer Zusammenarbeit mit Unrechtsregimen. Die GfbV hofft auf Lernbereitschaft der Kanzlerin.
deutschlandfunk.de
Friedensnobelpreis an kolumbianischen Präsidenten: Macht das Hoffnung für den Friedensprozess in Kolumbien? Das Nobelpreis-Komitee hat sich entschieden, für den Friedensprozess einen Garanten zu benennen. Mit der Auszeichnung werde das Engagement des 65-Jährigen Juan Manuel Santos für ein Ende des kolumbianischen Bürgerkriegs gewürdigt, hieß es bei der Bekanntgabe durch das Nobelkomitee am Freitag. Der kolumbianische Präsident habe sich bemüht, den bereits 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in seinem Land zu beenden.”Wir ehren die Arbeit, die bereits geleistet wurde, und ermutigen alle Parteien weiterzumachen”, sagt die Vorsitzende des Komitees Kaci Kullmann Five.
rp-online.de
Menschenrechts-Preis für Uyghurischen Menschenrechtsverteidiger Ilham Tohti: Der Martin Ennals Award für Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen ist ein jährlich verliehener internationaler Menschenrechtspreis. Sitz der Organisation des Martin Ennals Award ist Genf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf jenen, die sich mit mutigen und innovativen Mitteln im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen engagieren. Jury des Martin Ennals Awards sind folgende Nichtregierungsorganisationen: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, Int’l Federation for Human Rights, World Organisation Against Torture, Front Line Defenders, International Commission of Jurists, Diakonie, International Service for Human Rights und HURIDOCS.
martinennalsaward.org
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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org
Drohnenkrieg legalisiert: Mindestens 44 Staaten beteiligen sich an einer Initiative der US-Regierung zur Regulierung des Exports und des Einsatzes bewaffneter Drohnen. Weil immer mehr Länder bewaffnete Drohnen nutzten oder entwickelten, benötige es laut dem US-Außenministerium eine Regelung durch die „internationale Gemeinschaft“. Zwar hätten viele Regierungen bereits entsprechende Gesetze erlassen, jedoch bedrohe der „Missbrauch“ bewaffneter Drohnen die Stabilität und begünstige damit „Terrorismus und organisierte Kriminalität“. Auch von deutschem Boden werden Drohnen gesteuert.
netzpolitik.org
“Save the children”: Die Kinderrechtsorganisation “Save the Children” warnt, dass immer mehr Mädchen bereits im Kindesalter verheiratet werden. Demnach leben laut den Vereinten Nationen derzeit weltweit rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten.
zeit.de
Syrische Helfer gegen Rache des IS schützen: „Wo Gefahr ist/ Wächst das Rettende auch“, schrieb Friedrich Hölderlin. Es ist richtig, die als Flüchtlinge eingereisten Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist falsch, sie unter Generalverdacht zu stellen.Unter ihnen gibt es vielleicht einige Hundert Terroristen. Und ebenso gewiss viele, die beim Aufspüren dieser Schläfer helfen können und wollen. Diese potenziellen Helfer und Helden braucht das Land. Allein schaffen wir es nicht.
welt.de
Irritationen im Iran wegen Ministerin Hendricks: Im Iran sorgte das Foto vom Handschlag der beiden Politikerinnen für Aufsehen, weil Hendricks (60, SPD) für einen Mann gehalten wurde und es iranischen Frauen nicht erlaubt ist, fremde Männer zu berühren. Das Missverständnis war schnell aufgeklärt, brachte aber neue Irritationen zu Tage: Die iranische Politikerin wusste vermutlich nicht, dass die deutsche Umweltschutzministerin mit einer Frau zusammen lebt. Im Iran werden Schwule und Lesben verfolgt und mit Berufung auf die Scharia sogar hingerichtet.
fokus-jerusalem.tv
Anna Politkowskaja vor 10 Jahren ermordet: Bittere Bilanz: Am 7. Oktober 2006 wurde die renommierte russische Menschenrechtlerin Anna Politkowskaja ermordet. Dieser Mord erschütterte Russland und schlug auch im Ausland hohe Wellen. Als der russische Präsident Wladimir Putin wenige Tage danach Dresden besuchte, riefen ihm einige Demonstranten “Mörder!” hinterher. Die Tatsache, dass Politkowskaja ausgerechnet an Putins Geburtstag ermordet wurde, gab Anlass für Spekulationen. Manche glaubten, die Täter wollten dem Präsidenten ein makabres “Geschenk” machen. Ein Zusammenhang wurde nie festgestellt.
dw.com
“urgewald” Finanzierung des Kohle-Booms: 2013 hatte die Weltbank (IFC) den weitgehenden Kohle-Ausstieg beschlossen. In einer monatelangen Untersuchung hat die US-Menschenrechtsorganisation Inclusive Development International insgesamt 91 schädliche Projekte entdeckt, die die IFC durch die Hintertür finanziert. Viele davon sind Kohlekraftwerke, die den Klimawandel und die Entwaldung weltweit beschleunigen. Die Analyse konnte nur einen kleinen Teil des riesigen Finanz-Portfolios der IFC abdecken, weshalb viele Projekte weiterhin im Verborgenen bleiben. Doch selbst angesichts der zahlenmäßig begrenzten Untersuchung deuten die Ergebnisse auf ein umfassendes und systematisches Problem hin.
urgewald.org
Bilder gegen Vorurteile: Israelisch-deutsche Communities schätzen, dass ca. 20.000 Israelis in Berlin leben, darunter viele Künstler. Die einen lockt der Lebensstil der Stadt, andere setzen sich mit ihren Wurzeln auseinander oder versuchen einen Brückenschlag zwischen den Kulturen. 2015, als 50 Jahre deutsch-israelische Freundschaft gefeiert wurden, begann Sharon Back mit der Arbeit an einem Buch, damit man der Freundschaft nicht nur ein Jahr lang gedenke. Ein Film der ARD begleitet die Fotografin bei dieser Arbeit und fragt nach dem Leben einer israelischen Jüdin im “Land der Täter”. Ein Film zum 11.10., dem Versöhnungstag Jom Kippur.
daserste.de
ZITAT
“Wir alle wissen: In Deutschland, im Auf und Ab unserer Geschichte, haben Deutsche anderen Deutschen immer wieder Unfreiheit auferlegt, und hat Deutschland Unfreiheit über andere Völker gebracht. Ich glaube: Gerade ein Land wie unseres sollte den Wert der Freiheit in besonderer Weise verinnerlicht haben –und heute umso bewusster für ihn eintreten! Das ist jedenfalls ein deutsches Selbstbewusstsein, das ich mir wünsche. Nicht ein tumbes, geschichtsvergessenes, auf Feinbilder gebautes sogenanntes neues deutsches Selbstbewusstsein irgendwo zwischen ‘Wir sind wieder wer’ und ‘Deutschland den Deutschen’, für das manche ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit in Dresden gepfiffen, getrötet und gebrüllt haben. Sondern ein Selbst-Bewusstsein im eigentlichen Sinn: nämlich im Bewusstsein unserer besonderen Geschichte. ”
Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier in seiner Laudation zum ersten Brandenburgischen Freiheitspreis.
auswaertiges-amt.de
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Wo sind die Verschwundenen? DIMR und Heinrich-Böll-Stiftung veranstalten am 17. Oktober gemeinsam ein ganztägiges Fachgespräch: “Auf der Suche nach den Verschwundenen – Hoffnung durch den Friedensprozess in Kolumbien?”. Anmeldung bis 14. Oktober ist hier möglich.
institut-fuer-menschenrechte.de
FNF und DIMR zum Flüchtlingsthema. Am 17. Oktober um 18.00 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt: “refugee empowerment – Flüchtlinge – aktive Mitglieder der Zivilgesellschaft.”
epo.de
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Feier zum 80. Geburtstag. Die DGVN lädt zu Ehren des 80. Geburtstags ihres Präsidiumsmitglieds Prof. Dr. Christian Tomuschat am 24. Oktober um 18.30 Uhr ein zu einer Festveranstaltung ” Kriegsverbrechen vor Gericht – Rückblick und Ausblick “in die Katholische Akademie/Hotel Aquino (Hannoversche Straße 5b, 10117 Berlin). Anmeldung ist erwünscht.
dgvn.de
ZAHL DER WOCHE
795 Millionen Hungernde weltweit. Welthungerhilfe-Präsidentin Bärbel Dieckmann sprach von “wichtigen Erfolgen in der Hungerbekämpfung”. Gleichwohl sei die absolute Zahl von hungernden Menschen in der Welt mit 795 Millionen weiterhin “unerträglich hoch”, erklärte die Organisation. Jedes vierte Kind ist demnach wegen Hungers in seinem Wachstum beeinträchtigt. Derzeit wird die Situation von den Experten in keinem Land als “gravierend” eingestuft, allerdings gilt sie in 50 Staaten als “ernst” oder “sehr ernst”. An unterster Stelle der Skala rangieren die Zentralafrikanische Republik, der Tschad, Sambia und Haiti.
blick.ch
ZULETZT
Auch das noch: Trumps Kasino-Pleite kostet den Milliardär viele Millionen. Das Hotel trägt den Namen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der das Projekt entwickelte. Das Kasino „Trump Taj Mahal“ hat am Montag endgültig seine Pforten geschlossen. Viele Beschäftigte stehen ohne Job da – und Wall-Street-Legende Carl Icahn hat mit dem Kasino kräftig verloren.
handelsblatt.com