Menschenwürdiger Handel: Das Forum Fairer Handel will zur Jahresbilanz auf verbindliche Regeln für Menschenrechte drängen. Unternehmen sollen dafür Verantwortung tragen, dass es bei ihren Zulieferern keine Verstöße gegen die Menschenwürde gibt. Einen echten Sprung nach vorn könnte Deutschland mit verbindlichen Regeln für Menschenrechte in der Lieferkette machen, wie sie nationale Aktionspläne in anderen EU-Ländern vorsehen. Damit können Unternehmen und Hersteller verpflichtet werden, auch bei ihren Zulieferern auf die Einhaltung von bestimmten Arbeitsbedingungen zu achten.
br.de
Wohnen ist ein Menschenrecht: Herr Krennerich vom Forum Menschenrechte, schreibt: Es gibt ein Menschenrecht auf Wohnen und doch wird bei uns der Mangel an bezahlbarem Wohnraum immer krasser. Obwohl dieses Menschenrecht nicht im Grundgesetz steht, muss der Staat helfen.Das Grundgesetz enthält zwar kaum soziale Menschenrechte, aber ohne verfassungsmäßigen Schutz sind sie nicht. Dafür sorgen bereits die Menschenwürde-Garantie und das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes. Der Staat muss die Mindestvoraussetzungen für menschenwürdiges Leben sichern – das schließt ein, auch bedürftigen Menschen ein menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen. Entsprechende Ansprüche sind zum Beispiel im Sozialrecht formuliert, etwa in Form des Wohngeldes.
fr-online.de
Hilfskonvois bombardiert:UN und alle Hilfsorganisationen stellen Hilfe für Syrien ein. 12 Personen starben und 18 LKW mit dringend benötigten Hilfsgütern wurden zerstört, als ein Konvoi mit Hilfsgütern unter UN-Flagge nach Aleppo wollte. Hunderttausende sind weiterhin von jeder lebenswichtigen Versorgung, z.B. von Medikamenten ausgeschlossen. Neu Flüchtlingswelle droht. Russland behauptet nichts damit zu tun zu haben. Auch Syrien lehnt jede Verantwortung ab. Jedoch verfügen nur diese Länder über Flugzeuge in dieser Region.
spiegel.de
Menschenrechtsrat in Genf: Am 13. September startete die 33. Sezzion des Menschenrechtsrates in Genf mit der Abarbeitung seiner 10 Items. Die Session begann mit der bemerkenswerten Rede des UN-Hochkommissars für Menschenrechte Zeid Ra’ad al Hussein.
ohchr.org
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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org
GfbV reicht Anträge beim MR ein: Die Menschenrechtsorganisation aus Göttingen beschäftigt sich wieder einmal mit der Lage in Afrika, besonders im Südsudan. Schon lange hatte sich die Organisation für die Gründung des Südsudan als unabhängigen Staat eingesetzt und in Europa vertreten. Doch die aktuelle Lage fordert wieder einmal ein robustes Mandat der UN, um die internen Streitigkeiten zu beenden.
documents-dds-ny.un.org
30.000 ermordete Dissidenten im Iran: Der Menschenrechtsrat beschäftigt sich mit der Ermordung von 30.000 inhaftierten Oppositionellen im Jahr 1988. Mit einer Todesfatwa hatte Ajatollah Chomeneii 1988 befohlen, alle Inhaftierten ohne Gerichtsverfahren zu hängen. Es traf politische Aktivisten aber auch ihre Verwandten, Unterstützer und Mitläufer. Selbst Schwangere und junge Mütter wurden gehängt. Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen aufgearbeitet werden, so die Forderung der juristischen NGOs beim Menschenrechtsrat in Genf.
focus.de
Pressefreiheit in der Türkei: Der Journalist Önderoglu war am Montag zusammen mit der Vorsitzenden der türkischen Menschenrechtsstiftung, Sebnem Korur Fincanci, und dem Journalisten und Autor Ahmet Nesin verhaftet worden. Der türkische Staat hat sie wegen Terror Propaganda angeklagt, weil sie eine pro-kurdische Zeitung unterstützt hatten. UN-Generalsekretät Ban ki Moon fordert die sofortige Freilassung.
reporter-ohne-grenzen.de
Hoyerswerda und Flüchtlingsschutz: Amnesty beklagt, dass es 25 Jahre nach den Ausschreitungen von Hoyerswerda immer noch keine Pläne zum systematischen Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischer Gewalt gibt.
amnesty.de
Fusion von Bayer und Monsanto stoppen:FIAN und andere fordern den sofortigen Stop des Deals. Bayer und Monsanto, die beiden Saatgut- und Chemie-Giganten, haben eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet und würden damit zur weltweiten Nummer 1 im Saatgut- und Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Das ist eine schlechte Nachricht für Bauern und Bäuerinnen weltweit, sagen Vertreter und Vertreterinnen der entwicklungspolitischen Organisationen MISEREOR, FIAN Deutschland, INKOTA und Brot für die Welt.
fian.de
Die Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht ein Webdossier zu “shrinking spaces”: Die Zivilgesellschaft steht weltweit unter Druck: In vielen Ländern setzen Regierungen gezielte Maßnahmen ein, um zivilgesellschaftliches Handeln einzuschränken. Zudem sind zivilgesellschaftliche Akteur/innen auch Diffamierungen, Drohungen und Gewalt ausgesetzt. Diese “shrinking“ oder “closing civic spaces” sind zu einem globalen Trend geworden.
boell.de
Humanistische Union zur Flüchtlingspolitik: In ihrer Zeitschrift “vorgänge” äußert sich die Humanistische Union zur Flüchtlingspolitik. Dabei wird an die Standards der Flüchtlingspolitik erinnert.
humanistische-union.de
LSVD: Opfer des homophoben Strafrechts schneller rehabilitieren: Für Homosexuelle war das NS-Unrechtsregime nach 1945 noch nicht zu Ende. Vom nationalsozialistischen Ungeist geprägt und mit demselben Eifer praktiziert wurde ihre Verfolgung bruchlos fortgesetzt. In der Bundesrepublik blieb § 175 StGB in der nationalsozialistischen Fassung bis 1969 unverändert geltendes Recht, wurde weiter angewandt und zerstörte das Leben unzähliger Menschen. Allein über 50.000 Männer wurden wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilt. Viele kamen ins Gefängnis, verloren ihren Beruf – ihre gesamte bürgerliche Existenz wurde zerstört. Während die Urteile nach § 175 aus der NS-Zeit 2002 aufgehoben wurden, steht dieser Schritt für die Verurteilungen in der Bundesrepublik und der DDR noch aus.
lsvd.de
PRO ASYL: PRO ASYL wird 30, herzlichen Glückwunsch ! proasyl.de
Reporter ohne Grenzen kritisiert weiter BND-Reform: Die NGO sieht sich durch die Kritik von gleich drei UN-Sonderberichterstatter_innen an der geplanten BND-Reform in seiner Auffassung bestätigt, dass das geplante Gesetz das Recht auf Meinungsäußerung massiv gefährden würde.
reporter-ohne-grenzen.de
Fritz-Bauer-Preis: Am 17. September verleiht die Humanistische Union in Hannover den Fritz-Bauer-Preis 2016 an die “Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation”. Sie würdigt damit die Arbeit um eine würdige Behandlung in Haft.
bag-s.de
Carl-von-Ossietzky-Medaille:Die Internationale Liga für Menschenrechte verleiht die Carl-von-Ossietzky-Medaille 2016 an SOS Méditerranée und den Dokumentarfotografen Kai Wiedenhöfer.
ilmr.de
ZITAT
“Man muss dazu wissen, was das Menschenrecht auf Wohnen beinhaltet: erstens die hinreichende Verfügbarkeit von Wohnraum, zweitens einen diskriminierungsfreien und bezahlbaren Zugang zu Wohnraum und drittens eine menschenwürdige Wohnqualität. Darüber hinaus garantiert es den Schutz vor willkürlichen Zwangsräumungen, Vertreibungen etc. Vor diesem Hintergrund ist der Mangel an bezahlbaren Wohnungen bei uns tatsächlich ein großes, menschenrechtliches Problem, das noch stärker angegangen werden muss.”
Michael Krennerich lehrt an der Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik.
fr-online.de
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“Gedächtnis und Gerechtigkeit” – Unter diesem Titel laden die Akademie der Künste und ECCHR ein zum Symposium “Gespräch zwischen Kunst, Recht und Zivilgesellschaft zu Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken der Aufarbeitung” am 29. und 30. September in die Akademie, Hanseatenweg 10 in 10557 Berlin.
gedaechtnis-und-gerechtigkeit.de
Beim “Vesper ‘Menschenrechte aktuell'” der Internationalen Liga für Menschenrechte am 29. September um 19.00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin steht das Thema “Pazifismus und Menschenrechte. Beispiele für antimilitaristisches Handeln” im Zentrum.
ilmr.de
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ZAHL DER WOCHE
70.000 offene Stellen nennt der VDI. Der Ton hat sich wesentlich entspannt. Denn es gibt Licht am Ende des Tunnels, oder konkreter: Es kommen wieder mehr Absolventen von den Hochschulen. 2014 legte die Zahl der Abgänger mit einem ingenieurwissenschaftlichen Abschluss um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu – und damit so stark wie keine andere Gruppe. Jeder sechste Absolvent war damit ein Ingenieur. Und die Pipeline an den Universitäten ist gut gefüllt.
faz.net
ZULETZT
Führungsstil: “Menschlichkeit rechnet sich”. Wer die Rendite steigern möchte, sollte auf mehr Menschlichkeit setzen, sagt der Unternehmer Stephan Brockhoff. Wie passt ein moralischer Wert zur Marktwirtschaft? Ein Interview von Sabine Hockling.
zeit.de