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Baerbock in Marokko, Japan sagt Milliarden für Afrika zu, Schwere Kämpfe in Libyens Hauptstadt
African Edition in der Kalenderwoche 37, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Engere Zusammenarbeit bei Energiewende: Letzte Woche reiste Außenministerin Annalena Baerbock nach Marokko. Während der Konflikt bezüglich der Westsahara nicht gelöst werden konnte – Marokko beansprucht Teile der Westsahara für sich und die internationale Gemeinschaft erkennt das nicht an – kamen die Gespräche hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit bei der Energieversorgung und Sicherheitspolitik voran. Vor allem der grüne Wasserstoff stellt eine gute Alternative zu herkömmlichen Energieformen dar und könnte von Marokko hergestellt und geliefert werden. Aber die Zusammenarbeit soll auch generell erweitert werden. „Aber auch darüber hinaus ist das Potenzial für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit und menschlichen Austausch riesig“ sagte die Außenministerin bei ihrem Besuch. zdf.de

Japan sagt Afrika auf Gipfel in Tunis 30 Milliarden Dollar zu: Japan möchte wegen des Ukraine-Kriegs die internationale Ordnung und Getreidelieferungen unterstützen. Zu dem Zweck sagte das Land Afrika auf einem Gipfel in Tunis 30 Milliarden Dollar zu. Der Gipfel war für den tunesischen Präsidenten Kais Saied wichtig, denn wegen der Verfassungsänderungen, die ihm mehr Macht geben, stand er in letzter Zeit in der Kritik. Der Gipfel hat neue Spannungen zwischen Tunesien und Marokko verursacht. handelsblatt.com

Schwere Kämpfe erschüttern Libyens Hauptstadt: In Libyen gibt es seit dem Stur Gaddafis in 2011 Unruhen, die dadurch hervorgerufen werden, dass das Land seit März gleich von zwei, sich konkurrierenden Regierungen beherrscht wird. Letztes Wochenende gab es wieder schwere Kämpfe, bei denen 32 Menschen getötet und über 100 Menschen verletzt worden sind. Im Mai kam es dabei nach einem gescheiterten Putschversuch in Tripolis erstmals zu schweren Kämpfen. Für die Kämpfe machten beide Seiten sich gegenseitig verantwortlich. dw.com

Südkorea und Russland arbeiten bei Kraftwerksbau in Ägypten zusammen: Zwischen dem staatlichen südkoreanische Unternehmen Korea Hydro & Nuclear Power und dem staatlichen russischen Kraftwerksbauer Atomstroiexport wurde ein Vertrag in Kairo für ein erstes Atomkraftwerk in Ägypten unterzeichnet. Vor der Unterzeichnung gab es aufgrund „unerwarteter Variablen“ einschließlich des russischen Angriffs auf die Ukraine und den Sanktionen gegen Moskau Schwierigkeiten. Südkorea stehe mit Blick auf den Kraftwerksbau mit den USA weiter in engem Kontakt, sagte der südkoreanische Präsidialsekretär für Wirtschaftsangelegenheiten, Choi Sang Mok
finanzen.net

Mehr als 340.000 Menschen von Überschwemmungen im Tschad betroffen: Durch Starkregen in den letzten drei Monaten sind 22 Menschen gestorben, 11 der 21 Provinzen des Tschad waren von den Regenfällen betroffen. Zusätzlich mussten mehr als 340.000 Menschen fliehen und verloren ihren Besitz. Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. derstandard.de

Frankreich und Algerien arbeiten an „gemeinsamer Zukunft“: Bei einem Besuch des französischen Ministerpräsidenten Macron in Algier betonten Frankreich und Algerien, ihre Kolonialvergangenheit aufzuarbeiten und ihre Zusammenarbeit auszubauen. Beabsichtigt seien gemeinsame Projekte im Bereich Industrie, Forschung, Energie sowie in Sport und Kultur. Bei dem Besuch ging es aber auch um konkrete Gaslieferungen an Frankreich. Zuvor hatte schon Italien ein Abkommen darüber mit Algerien geschlossen.
derstandard.de

HINTERGRUND

Wenn Trinkwasser und Grundnahrungsmittel unbezahlbar werden Lebensmittelpreise steigen in vielen afrikanischen Ländern rapide an, das führt zu Unruhen. In Kenia kosteten Anfang 2020 kosteten beispielsweise 20 Liter Speiseöl noch etwa 20 Euro, nun liegt der Preis bei 45 Euro. In Ghana müssen die Bauern 50 Prozent mehr für ihren Dünger zahlen, dessen Grundstoffe aus Russland kommen und in Nigeria sind die Preise für Bohnen um ein Viertel gestiegen. Die steigenden Preise bedrohen die politische Stabilität in den afrikanischen Ländern. So kamen vor wenigen Tagen 21 Zivilisten bei Demonstrationen in Sierra Leone gegen die steigenden Lebenshaltungskosten ums Leben, auch in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks gab es Demonstrationen und in Südafrika und Uganda riefen Gewerkschaften zu Massenstreiks auf. Eine Verbesserung der Lage ist momentan nicht in Sicht, auch wenn erste Schiffe aus der Ukraine mit Getreide auf dem Weg sind. Denn die Produktion vor Ort ist weiterhin zum großen Teil nicht gewährleistet, da viele Bauern ihre Felder nicht gedüngt haben. sueddeutsche.de

Wie Afrika seine gesunde Lebenserwartung so deutlich steigern konnte: Kürzlich wurde von der WHO bekanntgegeben, dass Afrika seine Lebenserwartung um zehn Jahre im Vergleich zur Jahrtausendwende verlängern konnte. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe: Durch verbesserte medizinische Ausstattungen vor allem in Ostafrika konnten die Sterblichkeitsraten bei Neugeborenen und für die Mütter deutlich gesenkt werden. Infektionskrankheiten konnten durch Impfungen verhindert werden und HIV-Positive haben einen einfacheren Zugang zu Medikamenten. Eine generelle, verbesserte Gesundheitsabdeckung des Kontinents hat zusätzlich dazu beigetragen. Dennoch geben noch viele Haushalte mehr als zehn Prozent ihres Budgets für ihre Gesundheit aus, die WHO definiert diesen Grenzwert als „katastrophal“. Und es gibt weiterhin eine große Häufigkeit von non-viralen Krankheit wie Diabetes oder Krebs. Hier ist vor allem noch viel Aufklärungsarbeit und Prävention hinsichtlich gesundheitlicher Risiken wie Bewegungsarmut und falscher Ernährung wichtig. dw.com

„In Afrika ist Putin ein furchtloser Führer“: Die Sicht auf Putin und den Krieg in der Ukraine ist in vielen Ländern Afrikas anders, als im Westen. So stellte der russische Außenminister Lawrow kürzlich in Kairo fest: „Unsere afrikanischen Freunde verstehen, wie die Dinge wirklich liegen“. Viele afrikanischen Staaten haben traditionell gute Beziehungen zu Russland, so halfen russischen Soldaten zum Beispiel Angola in den Unabhängigkeitskriegen und es gab keinen systematischen, russischen Kolonialismus in Afrika. Zudem durchliefen zahlreiche afrikanische Eliten die sowjetischen Universitäten, sprechen Russisch und lieben Borschtsch. Über die russischen Propagasender Sputnik und RT wird das positive Bild noch verstärkt. Generell hilft Russland vor allem militärisch, wirtschaftliche Projekte sind eher rar gesät. Russland ist der größte Waffenexporteur in der Region. wiwo.de

Roam Rapid: Ein Elektrobus für Afrika: Schon in einigen Teilen der Erde sollen Elektrobusse dazu beitragen, dass eine umweltfreundlichere, öffentliche Beförderung von Passagieren möglich ist. Nun hat der kenianisch-schwedische Hersteller Roam mit dem Modell Rapid einen in Afrika für Afrika entwickelten E‑Bus vorgestellt. Der Bus hat eine Reichweite von 360 Kilometern und ist in zwei Stunden aufladbar. Bis zu 90 Passagiere können in dem Bus fahren, für Senioren und Behinderte stehen spezielle Plätze zur Verfügung. Die Firma war bisher dafür bekannt, konventionelle Fahrzeuge in elektrisch betriebene Fahrzeuge umzuwandeln und gibt an, die Busse mit 50 Prozent geringeren Kosten herzustellen. rnd.de

ANGEZÄHLT

Europäische Länder haben laut Reuters bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres 2022 rund 40 Prozent mehr Kohle aus Südafrikas Exportzentrum Richards Bay Coal Terminal importiert als im gesamten Jahr 2021. Unter den Ländern, die in den letzten Monaten Kohle importierten, sind vor allem Frankreich, Spanien und Polen. orf.at

ZITAT DER WOCHE

„Klimakrise ist zutiefst ungerecht“

Entwicklungsministerin Svenja Schulze betont, dass vor allem arme Ländern die größte Last des Klimawandels tragen würden, auch wenn sie kaum dazu beitrügen und forderte mehr Unterstützung. Auf der nächsten Weltklimakonferenz in Ägypten sollen konkrete Lösungen vorgestellt werden, so soll zum Beispiel Geld im Falle einer Dürre bereit gestellt werden. zdf.de

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Scholz wirbt für Reform der EU + Von der Leyen kündigt Reform des Strommarkts an + Prorussische Fake-News-Kampagne in Deutschland + Lauterbach kündigt angepasste Corona-Impfstoffe ab September an + Dramatische Rettungsaktion nach Brand auf Fähre vor schwedischer Ostküste + Konstruktionsfehler bei Gasumlage offenbar schwerwiegender als bekannt. politbriefing.de

Greenmag: Greenwashing-Vorwürfe gegen Google-Flüge + Frankreich will gegen Privatflüge vorgehen + Städtebund hält Energiesparregeln für kaum überprüfbar + Erste Strafen für Autobahn-Blockierer + Dürre in halb Europa. greenmag.de

ZULETZT

Südafrika: Vorläufiger Sieg für Erzeuger von pflanzlichem Fleisch vor Gericht: Eigentlich sollten in Südafrika tausende vegetarische Produkten beschlagnahmt werden, weil sie in ihrem Namen Bezeichnungen wie “Burger”, “Nugget” und “Wurst” führten. Der Oberste Gerichtshof stoppte diese Maßnahmen aber, nachdem die Hersteller der Produkte geklagt hatten. Die Aktion im Namen der pflanzlichen Lebensmittelindustrie wurde von der lokalen Organisation ProVeg South Africa, dem lokalen Zweig von ProVeg International, und mehreren ihrer Interessenvertreter im Bereich der pflanzlichen Lebensmittel unterstützt. vegconomist.de

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