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EU fordert Solardach-Pflicht, Windpark: Karlsruhe billigt Bürgerbeteiligung , Energiewende bringt neue Abhängigkeiten
GreenMAG in der Kalenderwoche 19, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Brief an die Kommission: EU-Länder fordern Solardachpflicht: In einem Brief an die EU-Kommission von letzter Woche schlagen mehrere Energieminister ein Solargesetz innerhalb des REPowerEU-Plans vor. „Jede Photovoltaikanlage reduziert sofort und direkt unsere Energieabhängigkeit von Russland“, schrieben sie. Gleichzeitig sei man hohen Strompreisen weniger ausgesetzt, und klimaschädliche Treibhausgase würden reduziert. Die Solardachpflicht für bestimmte Gebäude soll dazu beitragen, um schneller von russischer Energie unabhängig zu werden. table.media

Entscheidung zu Windparks: Karlsruhe billigt Bürgerbeteiligung: In Mecklenburg-Vorpommern müssen Windpark-Betreiber Anwohner und Kommunen am Ertrag beteiligen. Das Bundesverfassungsgericht hält das für grundgesetzkonform. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ist von bundesweiter und grundsätzlicher Bedeutung. Denn nun ist klar: Der Gesetzgeber, egal ob auf Bundes- oder Landesebene, darf vorschreiben, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen finanziell an Windparks beteiligt werden müssen, um so die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu verbessern. tagesschau.de

Ausbau der Windkraft stockt: Länder schaffen kaum Platz für Windräder: Beim Ausbau der Windkraft hängt die große Mehrheit der Bundesländer laut einer Umfrage weit hinter den Zielen der Regierung hinterher. Einzig Schleswig-Holstein liegt im Soll. Das Problem: zu wenig Flächen, zu viel Bürokratie. tagesschau.de

Klimastiftung MV will Nord Stream 2-Bezüge aus Satzung streichen: Die umstrittene Klimastiftung MV will ihre Arbeit fortsetzen, aber nur im Bereich des Umweltschutzes. Alle Bezüge zu Nord Stream 2 sollen aus der Satzung gestrichen werden. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Stiftungsvorstand Erwin Sellering begründet diesen Schritt mit der Haltung der Bundesregierung: Diese unterstütze die Pipeline nicht mehr, deswegen werde auch die Stiftung ihre Satzung ändern. Der wirtschaftliche Betrieb der Stiftung habe jegliche Arbeit für die Pipeline eingestellt. Momentan drängt die Landesregierung auf eine Auflösung, was Stiftungsvorstand Sellering jedoch für rechtlich nicht möglich hält. Zwei gegenteilige Rechtsgutachten liegen dazu vor. ndr.de

Energiewende bringt neue Abhängigkeiten: Russlands Angriffskrieg hat gezeigt, wie abhängig Deutschland und andere EU-Staaten von Öl und Gas von dort sind. Die zügige Umstellung auf erneuerbare Energien gilt vielen als Ausweg. Allerdings drohen bei Materialien für Windkraftanlagen, Fotovoltaik oder Batterien neue Abhängigkeiten und womöglich Engpässe bei der Versorgung. table.media

„Uns droht größte Hungersnot“: Entwicklungsministerin für Aus von Biokraftstoffen: Entwicklungsministerin Svenja Schulze von der SPD hat ein Ende der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert. Grund sei der dramatische Anstieg der Lebensmittelpreise weltweit, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine, sagte Schulze der „Bild am Sonntag“. „Die bittere Botschaft ist: Uns droht die größte Hungersnot seit dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten.“ Weizen, Palmöl, Raps oder Mais dürften vor diesem Hintergrund nicht mehr zur Spritproduktion eingesetzt werden, sagte Schulze weiter – nicht nur in Deutschland, sondern international. n-tv.de

EU-Parlament: Strengere Grenzwerte für gefährliche Chemikalien: Die Grenzwerte für bestimmte besonders schädliche Chemikalien in Abfällen sollen in der EU gesenkt werden. Das EU-Parlament hat letzte Woche in Straßburg einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, aber gleichzeitig noch strengere Werte für einige Stoffe vorgeschlagen. Dabei geht es beispielsweise um Perfluoroctansäure (PFOA), die den Angaben zufolge etwa in wasserdichten Textilien und Feuerlöschschaumstoffen enthalten ist. table.media

Ulstein stellt Versorgungsschiff mit Atomreaktor vor: Künftig sollen Kreuzfahrtschiffe elektrisch fahren. Thor soll ihre Akkus auf See laden. golem.de

In zwei Regionen Notstand ausgerufen: In Sibirien brennen Dörfer. spiegel.de

Temperaturrekorde in Indien: „Diese Hitzewelle testet die Grenzen der menschlichen Überlebensfähigkeit“ spiegel.de

Forschung: Salzwasser per Knopfdruck in Trinkwasser verwandeln. golem.de

HINTERGRUND

Je mehr Abfall, desto mehr Leben: Der Müllstrudel im Nordpazifik bedeutet nicht nur eine Gefahr für viele Lebewesen. Er ist auch Heimat zahlreicher Tiere, die das Treibgut zum Schutz oder auch zum Leben aufsuchen. Im Meer zwischen Hawaii und dem nordamerikanischen Festland treiben auf einer Fläche, die viermal so groß ist wie Deutschland, zigtausende Tonnen Müll: der große pazifische Müllstrudel, in dem von der Zahnbürste bis zum Fischernetz alles im Wasser kreiselt, was unsere Zivilisation an Kunststoffen produziert. Wie so oft in der Natur gibt es allerdings auch Opportunisten, die diese Abfälle als neuen Lebensraum erobert haben. Und das in erstaunlich großer Zahl, wie eine noch nicht veröffentlichte Studie von Fiona Chong von der University of Hull und ihrem Team auf „bioRxiv“ nahelegt. Das gilt auch für den Abfallteppich im Nordpazifik: Das Team stieß auf zahlreiche Quallen, Ozeanschnecken, Seehasen und weitere Hydrozoen. Sogar Insekten beobachteten Chong und Co, die auf dem Plastik rasteten. spektrum.de

Seit Mittwoch lebt Deutschland auf Pump: Deutschland hat laut Umweltschützern schon seit letzter Woche Mittwoch alle Ressourcen verbraucht, die bei einer nachhaltigen Nutzung für das ganze Jahr zur Verfügung stünden. Das ist einen Tag früher als im vergangenen Jahr. Während der weltweite Erdüberlastungstag im Hochsommer erreicht werden wird, fällt der deutsche Earth Overshoot Day dieses Mal auf den 4. Mai, wie das Global Footprint Network errechnet hat. Im vergangenen Jahr war es der 5. Mai. Vor 20 Jahren hatte der weltweite Erschöpfungstag noch im Oktober gelegen. tagesschau.de

ANGEZÄHLT

Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat im April erneut ein Rekord-Niveau erreicht. Nach offiziellen Satellitendaten der brasilianischen Raumfahrtbehörde wurden innerhalb eines Monats mehr als 1000 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Für den Monat April lag der bisherige Höchstwert bei 580 Quadratkilometern. Er war im vergangenen Jahr erreicht worden.
n-tv.de

ZITAT DER WOCHE

„Manche Hersteller hatten sehr ehrgeizige Wachstumsvorstellungen und große Fabriken, die gefüllt werden mussten. Da wurden Preise rausgehauen, die sich nun nicht halten können“

Ein Insider. Gerade jetzt, wo die Nachfrage boomt, schreiben die Windkraft-Konzerne Millionenverluste. Die Turbinenhersteller heben ihre Preise massiv an. handelsblatt.com

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Politbriefing: Militärparade ohne Flugshow + Putin warnt vor Weltkrieg + Waffenlieferungen + Erneuerung der EU + Sondierungsgespräche in Schleswig-Holstein + Kritik an Sondervermögen https://politbriefing.de

African Edition: Ausbildung von Soldaten in Mali beendet + Lawrow: „Wagner“ auf kommerzieller Basis aktiv + Menschenrechtsverletzungen der libyschen Regierung + Afrika, ein Hort der Ungleichheit + Neue Omnikronvarianten in Südafrika african-edition.de

ZULETZT

Nur Tage im Einsatz: Drohne zur Prüfung von Schiffsabgasen stürzt in die Ostsee: Nur eine Woche nachdem das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) begonnen hat, mit Drohnen die Abgase von Schiffen in der Ostsee zu überprüfen, ist eines der Geräte ins Meer gestürzt. Wie die Polizeidirektion Lübeck im Donnerstag mitteilte, ist die Drohne etwa 40 Meter vor der Küste Fehmarns in die Ostsee gefallen, verantwortlich „dürften Probleme mit der Elektronik“ gewesen sein. heise.de

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