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Ausbildung von Soldaten in Mali beendet, Lawrow: „Wagner“ auf kommerzieller Basis aktiv, Menschenrechtsverletzungen der libyschen Regierung
African Edition in der Kalenderwoche 19, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Bundeswehr beendet Ausbildung malischer Soldaten: Die Bundeswehr stellt ihre Ausbildungsmission in Mali nach fast zehn Jahren ein. Dies erklärte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) letzte Woche am Rande der Kabinettsklausur in Meseberg. Die politischen Umstände im Land ließen es nicht länger zu, malische Streitkräfte weiter auszubilden. Im Mai 2021 hatte das durch internationale Hilfe unterstützte Militär die Übergangsregierung entmachtet. Es war der zweite Militärputsch in kurzer Zeit. Die neuen Machthaber verschleppen Wahlen, außerdem setzen sie im Anti-Terror-Kampf auf die Hilfe russischer Söldner. Im Ort Moura soll es unter Beteiligung malischer Streitkräfte zu einem Massaker gekommen sein, dessen Aufklärung seitens der Machthaber behindert werde. sueddeutsche.de

Malis Kündigung des Verteidigungsabkommens mit Frankreich „bedauerlich“: Die Europäische Union hat am Mittwoch die Entscheidung Malis, aus dem Verteidigungsabkommen mit Frankreich auszusteigen, als „bedauerlich“ bezeichnet. Ein Sprecher der EU-Kommission für auswärtige Angelegenheiten sagte, die Entscheidung würde den Kampf gegen die Militanten im Lande schwächen. Mali hatte letzte Woche eine flagrante Verletzung der Souveränität des Landes durch französische Truppen beklagt. africanews.com

Sergej Lawrow: Wagner in Mali und Libyen auf „kommerzieller Basis“ aktiv: Das russische private paramilitärische Unternehmen Wagner ist in Mali und Libyen auf „kommerzieller Basis“ präsent, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow letzte Woche. In einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender Mediaset bekräftigte Lawrow die Position Moskaus, dass Wagner „nichts mit dem russischen Staat zu tun hat“. Das Unternehmen Wagner, das Präsident Wladimir Putin nahe stehen soll, wird beschuldigt, Söldner zu beschäftigen, die in Mali, Libyen und Syrien Übergriffe begangen haben. Moskau habe Frankreich darüber aufgeklärt, als die französische Regierung „nervös wurde, weil Wagner ein Abkommen mit der Regierung von Mali über die Bereitstellung von Sicherheitsdiensten unterzeichnet hatte“. africanews.com

Von der libyschen Regierung unterstützte Miliz wird der Menschenrechtsverletzungen beschuldigt: Amnesty International hat eine mächtige, von der Regierung unterstützte bewaffnete libysche Gruppe beschuldigt, gegen Migranten und Einwohner von Tripolis vorzugehen. In einer Erklärung beschuldigte die Organisation die Stability Support Authority (SSA) „ungesetzlicher Tötungen, willkürlicher Verhaftungen, des Abfangens und anschließenden willkürlichen Festhaltens von Migranten und Flüchtlingen, Folter, Zwangsarbeit und anderer schockierender Menschenrechtsverletzungen“. Amnesty erklärte, die Gruppe sei durch ein Klima der „hartnäckigen Straflosigkeit“ ermutigt worden. africanews.com

Kongo: Erste Runde der Parlamentswahlen für den 10. Juli angesetzt: Die erste Runde der Parlaments- und Kommunalwahlen in Kongo-Brazzaville wird am 10. Juli stattfinden. Dies geht aus einer am Freitag im staatlichen Fernsehen Télé-Congo veröffentlichten Entscheidung der Regierung hervor. „Der Ministerrat hat beschlossen, die Wähler für den ersten Wahlgang der Parlamentswahlen und der Kommunalwahlen am 4. Juli für die Wahl der Mitglieder der öffentlichen Gewalt und am 10. Juli für die allgemeine Wahl einzuberufen“, so Thierry Moungalla, Sprecher der Regierung, in einem Bericht des Ministerrats. Diese Termine wurden „in Anbetracht der Komplexität und der Schwere der Vorbereitungsarbeiten (…) gewählt, um eine optimale Durchführung zu ermöglichen“, so Moungalla.
africanews.com

Kryptowährung statt CFA-Franc: Russland drängt in Afrika zu Bitcoins: Nach El Salvador setzt auch die Zentralafrikanische Republik auf den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel. Vorteile bietet das kaum, schließlich haben nur wenige Einwohner Zugang zum Internet. Aber es könnte dem wichtigsten Wirtschaftspartner des Landes dabei helfen, Sanktionen zu umgehen. Seit 2016 engagieren sich die Russen in dem kriegsgebeutelten Land: Russische Banken geben Kredite für den Wiederaufbau nach fast zehn Jahren Krieg, russische Firmen bauen die kaputte Infrastruktur wieder auf: Straßen, Brücken, Krankenhäuser. Russlands Verteidigungsministerium schickte Militärausbilder, um die marode Armee gegen die Rebellen fit zu bekommen. Mit ihnen landeten über Tausend russische Söldner der privaten Sicherheitsfirma Wagner, die seitdem die persönlichen Leibwächter des Präsidenten stellen, aber auch aktiv Rebellen bekämpfen. Die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) klagt in ihrem jüngsten Bericht, die Wagner-Söldner würden gezielt Übergriffe gegen Zivilisten begehen. n-tv.de

Tourismus in Afrika: Einheimische gehen auf Reisen: Neue Strategien mit vergünstigten Angeboten für einheimische Reisende sollen den Tourismus in afrikanischen Ländern nachhaltig beleben. Denn die können sich aktuell kaum Reisen auf dem Kontinent leisten. dw.com

Somalia legt 15. Mai als Termin für lang erwartete Präsidentschaftswahlen fest. africanews.com

Bewaffnete töten 48 Menschen im Nordwesten Nigerias. africanews.com

Sudan: Lokale Gemeinschaft und Organisationen bauen Gesundheitszentrum wieder auf.
africanews.com

HINTERGRUND

Afrika, der reiche Kontinent – und ein Hort der Ungleichheit: Gemäss dem Magazin „Forbes Africa“ hat das Vermögen von Afrikas 18 Dollar-Milliardären im vergangenen Jahr um 15 Prozent zugenommen. Es liegt nun bei insgesamt 85 Milliarden Dollar. Auch die Zahl der afrikanischen Dollar-Millionäre ist laut einem kürzlich erschienenen Bericht der Beratungsfirma Henley & Partners im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Sie liegt demnach heute bei 136 000 – ein Anstieg von 11 000 gegenüber dem Vorjahr. Damit scheinen zumindest die reichen Afrikanerinnen und Afrikaner die Corona-Pandemie gut überstanden zu haben. Gemäss dem Bericht von Henley & Partners lebt die grosse Mehrheit der Vermögenden in Afrika in einigen wenigen Ländern. Rund ein Drittel aller Dollar-Millionäre – knapp 40 000 – wohnt allein in Südafrika. Auf den weiteren Rängen folgen Ägypten, Nigeria, Kenya und Marokko. In diesen fünf Ländern findet sich demnach auch rund die Hälfte des privaten Gesamtvermögens auf dem Kontinent – obwohl nur ein Drittel der Bevölkerung Afrikas auf sie entfällt. Das zeigt: Afrikas Reichtum ist äusserst ungleich verteilt. Eklatant sind die Vermögensunterschiede auch innerhalb vieler afrikanischer Staaten. Besonders ausgeprägt ist die Ungleichheit in Nigeria und Südafrika, den zwei grössten Volkswirtschaften des Kontinents. nzz.ch

ANGEZÄHLT

In Südafrika bereiten sich derzeit die Corona-Varianten Omikron BA.4 und Omikron BA.5 rasant aus. Die beiden Virustypen haben einige neue genetische Veränderungen, so dass sie früheren Omikron-Varianten etwas überlegen sind. nzz.ch

ZITAT DER WOCHE

„Wir wollen, dass alle, die Tunesien verraten haben, strafrechtlich verfolgt werden. Ob vor dem Gesetz oder vor Gott, wir wollen nicht, dass dies im Geiste der Rache oder der Ausgrenzung geschieht.“

Tunesische Aktivistin der Zivilgesellschaft, Hasna Jiballah. Hunderte von Tunesiern demonstrierten im Zentrum der Hauptstadt zur Unterstützung von Präsident Kais Saied. africanews.com

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ZULETZT

Elektrische Dreiräder werden im Sudan angesichts steigender Kraftstoffkosten immer beliebter: Im Sudan sind dreirädrige Fahrzeuge – Tuk-Tuk-Rikschas für Fahrgäste und Motorrad-Dreiräder mit Anhänger für den Warentransport – seit langem ein beliebtes und erschwingliches Transportmittel. Doch das Land befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, die durch politische Unruhen und einen steigenden Ölpreis noch verschärft wurde. Ein Unternehmer hat auf das Potenzial von Elektrofahrzeugen gesetzt. africanews.com

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