Transparenzrangliste deutscher Spendenorganisationen: Das im gemeinnützigen Sektor tätige Analysehaus Phineo hat 50 Top-Organisationen einem umfassenden Transparenz-Test unterzogen. Über mehr als zwei Monate hinweg werteten die Experten gründlich die Informationen auf den Webseiten der Organisationen aus. Die Deutsche Welthungerhilfe, World Vision Deutschland, Ärzte ohne Grenzen, Care Deutschland und das Deutsche Komitee für Unicef bildeten dabei die vorderen Plätze. Allgemein gilt: Wer nichts zu verbergen hat und seine Informationen leicht zugänglich machen will, veröffentlicht online.
spiegel.de
Chancengerechtigkeit ist Sorgenkind des Schulsystems: Weniger Jugendliche ohne Schulabschluss, mehr Abiturienten, Aufstieg bei internationalen Leistungsvergleichen. Auf vielen Gebieten wurden nach dem großen Pisa-Schock die Hausaufgaben gemacht. Sorgenkind bleibt die Chancengerechtigkeit. Sie macht in den deutschen Schulsystemen zwar stetige, aber nur langsame Fortschritte. So haben Neuntklässler aus höheren Sozialschichten in Mathematik bis zu zwei Jahre Vorsprung vor ihren Klassenkameraden aus bildungsferneren Familien.
bertelsmann-stiftung.de
Sozialkassen profitieren von Zuwanderung: Die deutschen Sozialkassen profitieren in beachtlichem Maße von den 6,6 Millionen Ausländern, die in Deutschland leben. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass die Menschen ohne deutschen Pass in der Bundesrepublik deutlich mehr Steuern und Sozialbeiträge zahlen als sie umgekehrt vom Staat erhalten. Dadurch erziele der Staat Milliardeneinnahmen. Im Jahr 2012 betrug der Überschuss 22 Milliarden Euro.
zeit.de, bertelsmann-stiftung.de
Firmen wollen keine Behinderte einstellen: Sobald Firmen mehr als 20 Angestellte haben, sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Stellen an Behinderte zu vergeben. Tun sie es nicht, müssen sie eine Ausgleichsabgabe leisten. Und die Statistik zeigt: Die meisten Firmen kaufen sich frei. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums müssten 146.000 Unternehmen Behinderte beschäftigen. Es tun dies aber nur 35.000. Die übrigen Firmen zahlen jährlich zusammen eine halbe Milliarde Euro als Ausgleich an den Staat.
tagesspiegel.de
80 Prozent der Opfer von Menschenhandel sind Frauen und Mädchen: Frauen und Mädchen sind die Mehrheit unter den Opfern von Menschenhandel. Weltweit liegt ihr Anteil bei 70 Prozent. Innerhalb der EU sogar bei 80 Prozent. 53 Prozent aller Opfer werden zu Zwecken der sexuellen Ausbeutung gehandelt. Innerhalb der EU sind 30. 146 Fälle von Menschenhandel bekannt. Die EU kämpft seit 2012 mit einem eigenen Strategie gegen den Menschenhandel.
europa.eu
Kirchen kritisieren deutsche Waffenlieferungen: Der Anstieg deutscher Rüstungsexporte in Staaten mit schlechter Menschenrechtssituation alarmiert die Kirchen. Als Staaten mit “sehr schlechter Menschenrechtssituation” stuft die ökumenische Konferenz Kirche und Entwicklung unter anderem Saudi-Arabien, Algerien, Israel und Indonesien ein. Heftige Kritik übten die Kirchen unter anderem an U-Boot-Lieferungen an Israel sowie am Verkauf von Patrouillenbooten an Saudi-Arabien. Verständnis zeigten sie dagegen für die Lieferung von Waffen aus Bundeswehr-Beständen an kurdische Einheiten im Nordirak.
n-tv.de
“Bitte flüchten Sie weiter, es gibt hier nichts zu wohnen!”
Inschrift auf einem Schild, das mutmaßlich Anrainer am Ortseingang des Ortes Bad Schandau in Sachsen aufgestellt haben.
spiegel.de“Alle zwei bis drei Monate werde ich von wildfremden Menschen angespuckt. Mehrmals wöchentlich rammen mich Menschen mit Einkaufswagen oder anderen Gegenständen zur Seite. Es ist nicht dieses Gerempel, das man aus vollen Passagen kennt. Es ist der “Verpiss dich!”-Schubser. Man spricht mir das Recht auf menschlichen Umgang ab. Sie halten mich für einen Störfaktor. Mein Vergehen: Ich existiere. Ich bin sichtbar.”
Alex Müller schildert Alltagsrassismus. Er hat einen deutschen Namen, einen deutschen Pass, ist in Sachsen geboren, spricht sächsisch und ist schwarz.
sueddeutsche.de
Amnesty International wirft Israel Kriegsverbrechen vor: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Israel mögliche Kriegsverbrechen in den letzten Tagen des Gaza-Kriegs vorgeworfen. Das Militär habe mit vier Angriffen mehrere Hochhäuser vollständig zerstört. Dabei kam zwar niemand ums Leben. Die Angriffe seien jedoch ohne militärische Notwendigkeit Beispiele von offenbar absichtlicher und gezielter Zerstörung von zivilen Gebäuden und Besitztümern in großem Umfang.
n-tv.de
USA, Russland und Deutschland bleiben Waffenexporteure Nummer eins: Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hat eine Studie über die 100 größten Rüstungsfirmen der Welt vorgelegt. Diese verkauften 2013 Waffen im Wert von mehr als 400 Milliarden Dollar. Der größte Waffenlieferant bleiben die USA, Russland und Deutschland. Doch das Gewicht verschiebt sich: russische Firmen konnten ihren Anteil dank des staatlichen Modernisierungsprogramms für Russlands Armee ausbauen. In Nordamerika und Europa wurden aber weniger Waffen verkauft, als noch 2012.
sueddeutsche.de
Zunahme von Vergewaltigungen im Osten Kongo-Kinshasas: Bandenkriege, Wilderer, Goldminen, Naturschutz und eine korrupte Armee destabilisieren den Osten von Kongo-Kinshasa. Vergewaltigungen waren schon immer keine Seltenheit. Aber nun nahmen sie in der Provinz Orientale sprunghaft zu.
nzz.ch
Sicherheitsrat befasst sich erstmals mit Situation in Nordkorea: Der UN-Sicherheitsrat hat sich erstmals in seiner Geschichte mit den Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea beschäftigt. Hintergrund der Sitzung in New York ist ein Bericht der Vereinten Nationen, der detailliert das System von Gefangenenlagern mit Folter und Hinrichtungen in Nordkorea beschreibt. Mehr als 100 Staaten hatten den Sicherheitsrat deshalb aufgefordert, die Regierung Nordkoreas vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu stellen. Zu einer Resolution wird es aber aufgrund der Haltung Chinas nicht kommen.
tagesschau.de
Unicef-Foto des Jahres: Mit einer behutsamen Reportage über philippinische Kinder haben die deutschen Fotografen Insa Cathérine Hagemann und Stefan Finger den Unicef-Wettbewerb “Foto des Jahres” gewonnen. Es geht um Kinder, die ohne Väter aufwachsen. Ihre Erzeuger waren Sextouristen aus Europa, Australien oder Nordamerika. Der zweite Platz geht an den deutschen Fotografen Christian Werner, teilte das Kinderhilfswerk am Dienstag mit.
sueddeutsche.de
UN-Menschenrechtsrat Der deutsche Joachim Rücker ist neuer Chef spiegel.de
China Fluchthelfer von Menschenrechtsaktivist Chen Guangcheng verhaftet spiegel.de
Russland der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, zeigt sich besorgt auswaertiges-amt.de
Jahrestag des Folterverbots Amnesty International schlägt Alarm n-tv.de
475.000: Menschen sind im Jahr 2012 Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. In der Gruppe der 15- bis 44-Jährigen Männer seien Mord oder Totschlag die dritthäufigste Todesursache.
rtl.de
Lehrer übermalt Hakenkreuze und kriegt Ärger mit der Stadt: Der Lehrer Ralf Bender konnte die Hakenkreuze und rechten Parolen im hessischen Limburg nicht länger ignorieren. Also griff er zur Sprühdose und übermalte sie. Für viele ist das Zivilcourage. Nicht aber für die Stadtverwaltung Limburg. Sie verklagte Bender auf Schadenersatz und bekam recht. 991,55 Euro soll Bender an Limburg zahlen, weil er die Hakenkreuze übersprühte.
bild.de