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Wähler stimmen für neue Verfassung in Tunesien, Diplomatische Offensive der USA in Afrika, Algerien möchte Staatenbund BRICS beitreten
African Edition in der Kalenderwoche 31, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Tunesien: Mehrheit der Wähler stimmt für neue Verfassung: Bei der Anfang letzter Woche stattgefunden Abstimmung in Tunesien über eine neue Verfassung stimmten 94,6 Prozent der Wähler dafür. Nur knapp ein Drittel der Wahlberechtigten hatte an der Wahl teilgenommen, nachdem die Opposition zu einem Boykott der Wahl aufrief. Sie kritisierte, dass dem Präsidenten durch die Verfassung zu viel Macht gegeben wird und die Demokratie des Landes stark beeinträchtigt wird. So kann er zukünftig die Regierung sowie Richter ernennen und entlassen, ohne dass das Parlament dem zustimmen müsste. Präsident Saied hat bereits angekündigt, auch das Wahlrecht ändern zu wollen. n-tv.de

Diplomatische Offensive der USA in Afrika: Nachdem Russlands Außenminister Lawrow mehrere Staaten in Afrika besucht hatten, wird auch der US-amerikanische Außenminister Blinken im August nach Afrika reisen. Er wird Ruanda, Südafrika und in die Demokratische Republik Kongo besuchen. Wie das US-Außenministerium mitteilte, will Blinken die Botschaft vermitteln, dass „afrikanische Länder geostrategische Akteure und entscheidende Partner in den dringendsten Fragen unserer Zeit sind“. Das gelte etwa für den Kampf gegen den Klimawandel, Ernährungsunsicherheit und Pandemien. Der russische Außenminister hatte bei seiner Afrika-Reise die Schuld für die Hungersnot dem Westen und seinen Sanktionen zugeschoben. wienerzeitung.at

Kanada: Skandal um Visumvergabe für Welt-AIDS-Konferenz: Die Ende letzter Woche im kanadische Montreal begonnene Welt-AIDS-Konferenz hat für einen Skandal gesorgt. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung Versammen sich Tausende von Wissenschaftlern, Politikern, Aktivisten und Sozialarbeitern aus der ganzen Welt. Viele afrikanische Delegierte mussten der Veranstaltung aber fernbleiben, weil es Visum-Probleme gab. Die Organisatoren befürchten, dass Hunderte weitere Delegierte aus Afrika, Asien und Südamerika noch immer auf Besuchervisa warten oder ihre Anträge bereits abgelehnt wurden. Dabei leben zwei Drittel der von AIDS betroffenen Menschen in der Welt auf dem afrikanischen Kontinent. dw.com

Algerien ist daran interessiert, dem Staatenbund Brics beizutreten: Nach Angaben des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune hat das Land Interesse daran, dem Staatenbund Brics beizutreten. Zu der Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Mit Argentinien und dem Iran gibt es weitere Interessenten. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte gewarnt, die Welt dürfe nicht in eine „G7 plus“- und eine „Brics plus“-Gruppe zerfallen. derstandard.de

Blauhelme töten zwei Menschen in der Demokratischen Republik Kongo: Die UN-Mission Monusco hat darüber informiert, dass bei einem Feuereinsatz von Blauhelmen im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus „ungeklärter Ursache“ zwei Menschen getötet und fünfzehn verletzt worden sind. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie hinter einer Barriere befindliche Blauhelmsoldaten nach einer verbalen Auseinandersetzung mit mehreren Männern zu schießen beginnen. Die Ermittlungen wurden aufgenommen und es gab erste Festnahmen. derstandard.de

Afrika: Bischof Richard Kuuia Baawobr neuer SECAM-Präsident: Der Bischof von Wa aus Ghana, Richard Kuuia Baawobr, ist neuer Präsident der Gesamtafrikanischen Bischofskonferenz geworden. Auf der 19. Vollversammlung, die in Ghanas Hauptstadt Accra tagte, nannte der 63-jährige neue Präsident als Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit Fragen der Sicherheit und Migration in Afrika. vaticannews.va

HINTERGRUND

Afrika will Kurs beim Naturschutz jetzt selbst bestimmen: Der keniatische Geschäftsführer der „African Wildlife Foundation“, Kaddu Sebunya, organisierte kürzlich den „Kongress für Afrikas Schutzgebiete“ in Ruandas Hauptstadt Kigali, bei dem Vertreter aus 52 Nationen und Manager der rund 8500 Naturschutzgebiete des Kontinents im eigenen Kreis zusammentrafen. Sebunya sagt zum derzeit praktizierten Naturschutz „Das herrschende Konzept für Naturschutz stammt noch aus der Kolonialzeit“ und fordert eine Organisation durch die afrikanischen Länder selbst. Da die „Erste Welt“ Teile der afrikanischen Bevölkerung als hinderlich für den Naturschutz ansähe, würden diese umgesiedelt oder mit Stacheldraht von Gebieten ferngehalten. Dabei wurden die Wildbestände von den Kolonialisten um 90 Prozent reduziert und es waren die Afrikaner, die ihre Tier- und Pflanzenwelt (im Gegensatz zu den Europäern) über Jahrtausende erhalten haben. Einer der wichtigsten Beschlüsse der mehr als 2000 afrikanischen Delegierten in Kigali war die Bildung eines panafrikanischen Fonds, aus dem der Naturschutz finanziert werden soll, in den ausländische Regierungen und Naturschützer einzahlen können – und Afrika darf bestimmen. tagesspiegel.de

Der König von Kibera: Politik ist in Kenya das Geschäft der Reichen: Am 9. August finden in Kenia die Präsidentschaftswahlen statt. Anders als in vielen afrikanischen Ländern stehen die Sieger nicht schon im Vornherein fest und das Land hat eine wichtige Bedeutung. Einer, der das Amt als Ziel hat ist Martin Kivuva, Ladenbesitzer im größten Armenviertels des Landes. Der Wahlkampf in Kenia ist eigentlich ein Wahlkampf der Reichen, denn nur die Investition von viel Geld verspricht Erfolg, die Wahl wird etwa eine Milliarde Dollar kosten. Das meiste ist privates Geld, Unterstützung von Parteien gibt es kaum. Dennoch versucht Kivuya, Wähler für sich zu gewinnen. Seine Nachricht an die potentiellen Wähler ist klar und logisch „Hier bei uns Armen gibt es viele Probleme, wahrhaftig sehr viele Probleme. Aber ich verstehe sie, denn ich bin einer von euch.“ Er hat sich eine Krone gebastelt und sieht sich als König des Quartiers und hat sich damit eine Marke gebaut – König Martin. Dennoch wird er es schwer haben, denn die Ansicht, dass Vermögende die besseren Kandidaten seien, ist verbreitet. nzz.ch

Zuerst stirbt das Vieh. Dann sterben die Kinder: Am Horn von Afrika wartet man schon seit zwei Jahren auf Regen, mittlerweile sind schon vier Regenzeiten ausgefallen. Besonders schlimm ist es in Somalia, Kenia und Äthiopien wo bis zu 19,3 Millionen Menschen von der Hungerkatastrophe betroffen sind. Für viele ist das der Grund, aufzubrechen und die Flüchtlingslager aufzusuchen. Aber auch hier gibt es kaum etwas zu essen oder zu trinken. Wenn im Oktober und November auch die nächsten Regenzeiten ausfallen, könnten es bis zu 26 Millionen hungernde Menschen werden. In dieser Situation ist vor allem Geld wichtig, aber viele internationale Hilfsorganisationen unterstützen momentan vor allem die Ukraine. Von den rund 1,5 Milliarden Dollar, die nach Angaben der Vereinten Nationen in Somalia in diesem Jahr benötigt werden, um die Katastrophe zu verhindern, sind bisher nur 42 Prozent zusammengekommen. spiegel.de

DR Kongo: Forschung über den Wipfeln des Regenwaldes: War das Institut in Yangambi einst dazu gegründet worden zu forschen, wie man den dortigen Regenwald am besten ausbeutet, ist der Forschungszweck nun ein positiver – die Bekämpfung des Klimawandels. Sensoren haben die Aufgabe, die Windgeschwindigkeiten, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, vor allem aber das CO2 zu messen, das aus dem Regenwald auf- und absteigt. So lassen sich neue, wichtige Erkenntnisse gewinnen, wie zum Beispiel, dass die Zusammensetzung und Eigenschaften der Regenwälder unterschiedlich sind. Im Zusammenhang einer europäisch-afrikanischen Partnerschaft auf Augenhöhe haben sich Forscher aus Belgien zusammengetan um herauszufinden, wie das Potenzial des Regenwaldes als CO2-Speicher besser zu verstehen und nutzen ist und wie man ihn angesichts des Klimawandels nachhaltig bewirtschaften kann. INERA-Direktor Omatela hierzu: „All das hat den Schutz der Waldökosysteme zum Zweck. Die gesamte Menschheit hängt heute vom Wald des Kongo-Beckens ab“. dw.com

ANGEZÄHLT

Laut einer Absichtserklärung wollen die drei afrikanischen Staaten Algerien, Niger und Nigeria eine Erdgas-Pipeline durch die Sahara bauen. Sie soll 4.000 Kilometer lang sein. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. sueddeutsche.de

ZITAT DER WOCHE

„Der gesamte Prozess war eine Farce, die sich über Monate hingezogen hat“

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zum Urteil des Notstandsgericht für Staatssicherheit in Ägypten für den Student der in Wien ansässigen Central European University, Ahmed Samir Santawy. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt aber vor kurzem nach Demonstrationen im Ausland begnadigt. Santawy war einer von tausenden Oppositionellen und politische Gefangenen in Ägypten. derstandard.de

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Politbriefing: Baerbock und Blinken verurteilen atomare Drohgebärden Russlands + Erstes Steinkohlewerk soll wieder ans Netz, Union fordert schnelles Atom-Konzept + Baerbock sagt Taiwan Unterstützung bei möglichem Überfall zu + In Österreich fällt die Isolationspflicht – Frankreich schafft Maßnahmen ganz ab + EU will zwischen Serbien und dem Kosovo vermitteln. politbriefing.de

Greenmag: UN sieht saubere Umwelt als Menschenrecht an + Bekämpfung der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz + Umweltschutz-NGOs sehen „Bäume fürs Klima“-Pflanzaktionen kritisch + Bisons in Wäldern schützen Umwelt + Streuobstwiesen sollten erhalten werden. greenmag.de

ZULETZT

Tunesische Bibliothek bemüht sich um den Erhalt des umfangreichen polyglotten Pressearchivs: Im Rahmen einer Kampagne zur Erhaltung der Archive des Landes arbeiten die Bibliotheksmitarbeiter daran, die Dokumente der 16.000 Schriftstücke umfassenden Sammlung zu digitalisieren. „Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit und den Elementen gegen den Verfall der Periodika“, sagte die Konservatorin Hasna Gabsi und fügt hinzu, einige von ihnen „können nirgendwo anders gefunden werden“ Die meisten Zeitungen sind in arabischer Sprache, die ältesten stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Tunesien noch eine osmanische Provinz war. africanews.com

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