KW 50: SPD: Neue Vorsitzende, neue Wirtschaftspolitik, Die Frage nach dem Erbe, Schlechte Stimmung im Mittelstand
Die Wirtschaftswoche hat in der vergangenen Woche eine Analyse der Innovationskraft von 3.500 mittelständischen Unternehmen vorgestellt. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Der Mittelstand wandelt sich dramatisch, das Modewort dafür ist „disruptiv“. Daraus entstehe eine neue Dynamik, die sich aus einem neuen Verständnis ergebe, mittelständisch tätig zu sein. Einstmals eher konservativ daher kommende Unternehmer mittleren Alters entwickeln sich zu kreativen Zerstörern. Sie hätten verstanden, “dass zu viel Tradition und Besinnen auf die eigene Firmenhistorie der echten Disruption im Weg stehen”. Wenn es stimmt, dass Innovation heute etwas anderes sind als vor 50 Jahren, können wir nur hoffen, dass auf den abgetragenen Mauern nachhaltig Neues entsteht und tatsächlich in irgendeiner Garage am nächsten Amazon, eBay oder Flixbus gearbeitet wird. Falls nicht bleibt nur die Zerstörung alter Strukturen übrig. Doch das hilft nicht, ohne dass auf den Grundmauern bereits an der Zukunft gebaut wird. Auf staatliche Hilfe kann man dabei entgegen aller Beteuerungen übrigens nicht hoffen, im Gegenteil. Ihr Thomas Philipp Reiter AUS POLITIK UND MITTELSTAND SPD: Neue Vorsitzende, neue Wirtschaftspolitik: Die SPD hat auf ihrem Parteitag in Berlin nicht nur Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als neue Doppelspitze gewählt. Sie hat sich auch wirtschaftspolitisch neu aufgestellt. Als eines der wichtigsten Ziele hat