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Bundeskartellamt kritisiert nicht-suchgebundene Anzeigen im Internet, KI-Elite warnt vor Ende der Menschheit, SPD-Vorsitzende Esken will KI-Aufsichtsbehörde einführen
Digi-Briefing in der Kalenderwoche 22, 2023
kuratiert von Dietmar Sittek

TOP NEWS

Bundeskartellamt zu nicht-suchgebundener Online-Werbung – Bedeutende Marktposition von Alphabet/Google, unzureichende Transparenz bei Programmatic Advertising: Bei einer Sektoruntersuchung zur Online-Werbung kam das Bundeskartellamt zu dem Ergebnis, dass die technische Ausgestaltung der nicht-suchgebundenen Online-Werbung einen hochgradig komplexen automatisierten Handel mit Werbeflächen sowie die damit verbundene Ausspielung und Messung der Werbung (Programmatic Advertising) ermöglicht. Insbesondere Alphabet hat eine herausragende Stellung in diesem Gesamtsystem. Die Untersuchung zeigt zudem eine unzureichende Transparenz des Programmatic Advertising gegenüber den Marktteilnehmern, die nicht wissen wie erfolgreich ihre Werbung ist, aber auch gegenüber den Kunden, die nicht wissen, was mit ihren Daten geschieht, wer sie bekommt oder wie sie verwandt werden. Der Diskussionsbericht und der Abschlussbericht sind auf der Webseite des Bundeskartellamtes abrufbar. klamm.de

KI-Elite warnt vor Ende der Menschheit: Es ist nur ein Satz, der von Hunderten Experten veröffentlicht wurde, dieser formuliert aber eine deutliche Warnung: „Es sollte global priorisiert werden, das Risiko der Auslöschung durch KI zu verringern – auf einer Stufe mit anderen Risiken für die gesamte Gesellschaft, wie etwa Pandemien und Nuklearkrieg“, heißt es übersetzt. Veröffentlicht wurde die Botschaft vom Center for AI Safety, Zentrum für KI-Sicherheit, aus San Francisco. Der „New York Times“ zufolge ist das Statement absichtlich so knapp gehalten, um Fachleute vereinen zu können, die ansonsten verschiedene Ansichten über die konkrete Gefahr durch KI oder geeignete Abwehrmaßnahmen hätten. Die Warnung haben auch Experten unterschrieben, die selbst an der Entwicklung von KI entwickelt waren wie Sam Altman, der Gründer von Open AI. Schon Ende März hatte Entwickler eine sechsmonatige Pause beim Trainieren von KI-Systemen gefordert. Anfang Mai hatte KI-Pionier Geoffrey Hinton mit einer eigenen Warnung nachgelegt, nachdem er seinen langjährigen Arbeitgeber Google verlassen hatte. spiegel.de

SPD-Vorsitzende Esken will KI-Aufsichtsbehörde einführen: Die SPD-Chefin sieht in den KI-Programmen zwar viel Potential, will aber auch eine rechtliche Überprüfung von KI. „Weil der Umgang mit Daten bei der Aufsicht eine bedeutende Rolle spielt, könnte der Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit eine gute Wahl sein“, sagte Esken der Deutschen Presse-Agentur. „In jedem Fall brauchen wir eine Behörde, die beurteilt, ob der Einsatz von KI Recht und Gesetz folgt.“ Die EU arbeitet bereits an einem Gesetz, welches den Umgang mit Künstlicher Intelligenz regeln soll. Ziel ist, als erster Gesetzgeber weltweit umfassende KI-Regeln aufzustellen. Laut EU-Industriekommissar Thierry Breton soll das Gesetz jedoch frühestens Ende 2025 in Kraft treten. kreiszeitung.de

Regierung investiert Hunderte Millionen Euro in hochsichere Bundescloud: In den letzten zwei Jahren hat die Bundesregierung eine nach eigenen Angaben „hochsichere“ Cloud für den Austausch von Geheimdokumenten bauen lassen, deren Kosten bei 350 Millionen Euro veranschlagt werden. Die millionenschwere Investition soll es ermöglichen, dass Verschlusssachen (VS) bis zur zweithöchsten Geheimhaltungsstufe (geheim) und Informationen bis zu einem Schutzbedarf des Grades „sehr hoch“ sicher ausgetauscht werden können. Die Arbeiten an der Cloud ziehen sich bereits über die Jahre 2021/2022 und sind schon so weit fortgeschritten, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Hochsicherheits-Cloud vorübergehend zur Nutzung freigegeben hat. Die Cloud soll nicht nur bundesinternen Zwecken, sondern auch für den Austausch mit Internationalen Organisationen und Firmen mit hohem Schutzbedarf dienen. t3n.de

AI-TICKER

Dänische Ministerpräsidentin hält teils von KI geschriebene Rede: Das dänische Parlament war überrascht als die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitten in ihrer Rede stoppte und verkündete, der soeben vorgetragene Teil ihrer Rede sei von der KI geschrieben. Sie habe damit auf die revolutionären Aspekte und die Risiken von künstlicher Intelligenz hinweisen wollen, sagte die sozialdemokratische Politikerin. „Auch wenn es nicht immer den Nagel auf den Kopf getroffen hat, sowohl bei den Details zu dem Arbeitsprogramm der Regierung als auch bei der Zeichensetzung, ist es faszinierend und zugleich erschreckend, was es kann“, sagte Frederiksen. spiegel.de

KI-Szene wächst – Berliner Neugründung nyonic plant generative KI aus Europa: Eine Berliner Neugründung plant, eigene KI-Basismodelle anzubieten. Nyonic werde laut Website große Sprachmodelle mit Industrie-Fokus entwickeln, die mehrsprachig sind, um europäischen Anwendungsfällen gerecht zu werden, und deren Entstehungsprozess bis zur Auslieferung den ethischen und rechtlichen Anforderungen in der Europäischen Union entsprechen soll. Insbesondere die US-amerikanischen Anbieter seien stark auf Endkunden ausgerichtet. Die Modelle, die nyonic zu entwickeln vorhat, sollen hingegen den Bedürfnissen der europäischen Industrie entsprechen. heise.de

Riesiger Hype um ChatGPT & Co. – Nvdia knackt 1-Billion-Dollar-Marke: Der Spezialist für für Grafikkarten-, Server- und KI-Chips Nvidia erreichte diese Marke zeitweise an der US-Bröse in New York. Mit dem Erfolg stieg Nvidia in den so genannten „Trillion Dollar Club“ auf (auf Englisch heißt Billion „trillion“), dem bisher nur Apple, Alphabet (Google), Microsoft, Amazon und der der Ölkonzern Saudi Aramco angehörten. Der Grafikkarten-Spezialist übertraf zuletzt mit seiner Umsatzprognose die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten um rund 50 Prozent.Die Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist derzeit ungetrübt, während bisherige Schwerpunkte wie digitale Werbung und Cloud Computing aufgrund der noch immer schwächelnden Wirtschaft leiden. chip.de

Reaktion auf ChatGPT – Acht Bundesländer planen Lernwolke mit KI: Die neue Schulcloud soll den Leistungsstand von Schülern in einer Lerneinheit automatisiert messen und ihnen individuell Aufgaben zuweisen. Sie wurde von der Firma Area 9 Lyceum entwickelt, die ihre Hauptsitze auf Kopenhagen und Boston verteilt hat und eine deutsche Niederlassung in Leipzig betreibt. Die Firma bezeichnet sich selbst als „Marktführer für adaptive Lernsysteme“. Die eigene Lernplattform ermögliche den Wissenserwerb „zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen“. Die geplante neue Schulcloud soll in einem ersten Schritt den Leistungsstand von Schülern in einer Lerneinheit diagnostizieren. Im Anschluss weist das KI-gestützte System ihnen auf sie zugeschnittene Aufgaben zu. Hierdurch könnten Lernergebnisse bei den Schülern verbessert werden. heise.de

IOT-TICKER

Inflation – Amazon-Preise sind kaum betroffen: Generell habe eine neue Analyse gezeigt, dass die Preisentwicklung auf dem Amazon Marketplace „deutlich unter der allgemeinen Inflationsentwicklung lag“, erklärt einer der Herausgeber der Analyse, Remazing-Mitgründer Emil Beck. „Auf Amazon herrscht eine große Preistransparenz und damit ein harter Wettbewerb, das wirkt bremsend auf mögliche Preissteigerungen“, so Beck. Dennoch gilt das nicht für alle Sparten. Während die Preise etwa für Beauty- und Körperpflegeprodukte sogar gesunken sind, sind jene für Haushaltswaren oder Möbel hingegen sehr wohl teurer geworden, zeigt die Analyse. Der E-Commerce-Dienstleister Remazing ist wohl gemerkt nicht unabhängig. Er ist eine international ausgerichtete Agentur für Amazon Marketing und hilft unterschiedlichen Markenunternehmen dabei, ihre Waren auf Amazon erfolgreich zu vermarkten und dort ihre Umsätze zu steigern. futurezone.at

Oberlandesgericht – Drohnenaufnahmen fallen nicht unter die Panoramafreiheit: Während Bodenaufnahmen von Kunstwerken frei verbreitet werden dürfen, verstößt es gegen das Urheberrecht, Dorhenaufnahmen von Kunst zu verteilen. Solche Fotos, Videos oder Malereien dürfen also nicht frei vervielfältigt, verbreitet, öffentlich wiedergeben oder vermarktet werden. Privilegiert sind demnach nur Aufnahmen und Darstellungen, die von öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen aus gemacht worden sind und den Blick von dort aus so wiedergeben, „wie er sich dem allgemeinen Publikum bietet“. In dem Fall hat die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst gegen einen Verlag aus dem Ruhrgebiet geklagt, der das Buch „Über alle Berge – Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet“ in zwei Fassungen herausgibt. heise.de

IoTmaxx – IoT-Gateways jetzt für Cloud of Things der Telekom zertifiziert: Durch den Schritt werden Laufzeiten von IoTP-Prozessen verkürzt. Der Anwender erhält über einen personalisierten Online-Zugang zur IoT Cloud und den Überblick über verschiedene Sensordaten von Maschinen und Anlagen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Vibrationen oder Schaltzustände. Bei der Telekom werden die gesammelten Daten ausgewertet und zur Verarbeitung für verschiedene Applikationen zur Verfügung gestellt. automationspraxis.industrie.de

Onlineverkäufe auf dem Vormarsch – Zahl der Autohändler in Deutschland wird sich bis 2030 etwa halbieren: Die Zeitschrift „Automobilwoche“ geht von nur noch 3800 Unternehmen im Jahr 2030 aus. „Die Bestrebungen von Herstellern und Importeuren, Direkt- und Onlinevertriebsmodelle umzusetzen, werden zu einer weiteren Straffung der Händler- und Servicenetze führen – und damit die Konsolidierung weiter dynamisch vorantreiben“, zitierte das Blatt IfA-Direktor Stefan Reindl. Das hat auf der eine Seite eventuell längere Reparaturen oder einen schwierigeren Zugang zum Service zur Folge, für die Kunden ergeben sich daraus aber beispielsweise neue digitale Services, durch die Informationen schneller und besser zur Verfügung gestellt werden oder der Kauf neuer Fahrzeuge noch komfortabler wird. onlinehaendler-news.de

BLOCKCHAIN-TICKER

MiCA sind offiziell – EU-Vertreter unterzeichnen neues Krypto-Gesetz: Am 31. Mai unterzeichnete der schwedische Landwirtschaftsminister Peter Kullgren zusammen mit der EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, den lang erwarteten Rechtsrahmen für Kryptowährungen, etwa drei Jahre nachdem die Europäische Kommission die MiCA erstmals vorgestellt hatte. Der Entwurf wurde im Gesetzgebungsverfahren der EU lange Zeit diskutiert und wiederholt angepasst, wobei verschiedene Aspekte des Gesetzentwurfs Gegenstand von hitzigen Debatten waren. MiCA zielt darauf ab, einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. de.cointelegraph.com

Euro bald als digitale Währung? Umfrage zeigt – Bevölkerung fühlt sich schlecht informiert: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht die Arbeiten der Europäischen Zentralbank an einem digitalen Euro mit Skepsis. In einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken stimmten drei Viertel der Befragten (76 Prozent) der Aussage „sehr“ beziehungsweise „eher“ zu, dass ein digitaler Euro nicht notwendig sei, weil die vorhandenen Zahlungsmöglichkeiten vollkommen ausreichten. In dem Zusammenhang ist aber auch zu sehen, dass nur 29 Prozent der Bevölkerung aktuell überhaupt eine Vorstellung davon haben, wie eine digitale Variante der europäischen Gemeinschaftswährung ausgestaltet sein könnte und wozu ein digitaler Euro genutzt werden könnte. Es sei wichtig, dass die EZB die Menschen abhole, mahnte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes deutscher Banken, Henriette Peucker: „Wie soll ein digitaler Euro aussehen? Welche Vorteile bringt er, aber auch welche Risiken? Diese zentralen Fragen sollte die Zentralbank beantworten, damit das Projekt in der Mitte der Gesellschaft ankommt.“ infranken.de

Trotz Verbot Chinas von Kryptowährungen – Regierung plant Blockchain-Forschungszentrum: Seit ein paar Jahren sind Kryptowährungen in China verboten. Für das Verbot gab es im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens ist der Stromverbrauch zu hoch. In China werden ganze Kohlekraftwerke betrieben, um Serverfarmen mit Strom zu versorgen. Zweitens würde es zu viel kriminellen Handel mit Kryptowährungen geben. Durch das Verbot schütze man die „wirtschaftliche, soziale und finanzielle Ordnung“, so das Argument der Zentralbank, wie Deutschlandfunk Nova berichtet. China ist aber nach technologischer Eigenständigkeit bestrebt und möchte nun in ein neues nationales Blockchain-Forschungszentrum in Peking investieren. Dort sollen 500.000 Experten in dem Bereich ausgebildet werden. In dem Zentrum werden industrielle Blockchain-Lösungen entwickelt. finanzen.ch

Novum – Erstes Krypto-Startup erhält Lizenz unter SEC-Vorschrift: Das in New York ansässige Unternehmen Prometheum Ember Capital erklärt, dass seine Genehmigung erlaubt, als qualifizierter Verwahrer digitale Vermögenswerte im Auftrag von privaten und institutionellen Kunden zu verwahren. Um die Lizenz zu erhalten, müssen Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllen und dürfen nur Wertpapiere digitaler Vermögenswerte halten. btc-echo.de

SAFETY-AND-SERCURITY-TICKER

Datenschützer warnen vor Datenschutz-Bußgeldern: Aus Anlass der Rekordstrafe von 1.3 Milliarden Euro seitens der EU gegen Facebook aufgrund Datenschutz-Verstößen warnten Datenschützer deutsche Unternehmen, die Daten in den USA verarbeiten, davor, dass dies ein Präzedenzfall sei und auch sie treffen könne – so zum Beispiel wenn sie Cloud-Daten verarbeiteten. „Für den Fall, dass eine Aufsichtsbehörde eine vergleichbare Situation feststellen würde, wären auch die Konsequenzen vergleichbar“, so die Datenschutzbeauftragte Marit Hansen. Wenn deutsche Unternehmen „in ähnlicher Weise personenbezogene Daten unzulässig übertragen, sollten sie dies dringend abstellen und ihre Verarbeitung ändern“, sagte sie. Bei Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung können Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt werden. fuldainfo.de

Datenleck bei Tesla ruft Ampelpolitiker auf den Plan: Nachdem bekannt wurde, dass bei Tesla im brandenburgischen Grünheide sensible Daten von Mitarbeitern und Kunden offensichtlich nicht genügend geschützt wurden, gab es Kritik seitens der Ampel-Politiker, das Kraftfahrt-Bundesamt kündigte eine Prüfung an. „Es ist erschreckend, dass von Tesla eine derart große und vertrauliche Datenmenge abgezogen werden konnte“, sagte der Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Detlef Müller. Der Grünen-Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar verlangte von der Geschäftsführung des Autobauers, jetzt „rasch und eng“ mit den Datenschutzbeauftragten und dem Betriebsrat zusammenzuarbeiten. „Der Schutz insbesondere von Arbeitnehmerdaten muss gewährleistet sein“, sagte Gelbhaar. Die sogenannten „Tesla-Files“ umfassen 23.000 Dateien, unter anderem Excel-Listen, die offenbar Gehälter und Privatanschriften von mehr als 100.000 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern zeigen. handelsblatt.com

USA nutzen offenbar Pegasus-Konkurrenz als Staatstrojaner: Während der Pegasus-Trojaner der israelischen NSO Group auf der schwarzen Liste in den USA steht, benutzen die staatlichen Behörden offensichtlich das Konkurrenzprodukt Paragon Graphite. Pegasus wurde deswegen sanktioniert, weil sich das Unternehmen gegen die nationale Sicherheit und die außenpolitischen Interessen der USA richten soll. Einer der größten Kunden und Nutzer des Graphite-Staatstrojaners ist laut dem Bericht die US Drug Enforcement and Administration Agency – eine Strafverfolgungsbehörde des Justizministeriums, die die Herstellung und den Handel mit illegalen Drogen unterbinden soll. Dem Bericht zufolge nutzt die DEA den Trojaner für die Zusammenarbeit mit staatlichen Partnern in Mexiko im Kampf gegen sogenannte Drogenkartelle. Der von der DEA verwendete Staatstrojaner Graphite soll ähnliche Fähigkeiten bieten wie der Pegasus-Trojaner der NSO Group. Ähnlich wie bei der NSO Group wurde auch Paragon von ehemaligen Mitgliedern der israelischen Geheimdienste gegründet. golem.de

DSGVO-Verstoß – Bank muss wegen automatisierter Kreditabsage zahlen: Die Deutsche Kreditbank muss 300.000 Euro Strafe zahlen weil ihr Computer einen Kreditantrag ablehnte ohne Grunde aufzuführen, worin die Begründung dafür liegt. Die Betroffenen müssten in der Lage sein, den Vorgang nachzuvollziehen. Dazu zählen konkrete Informationen zur Datenbasis und den Entscheidungsfaktoren sowie die Kriterien für die Ablehnung im Einzelfall. Der Beschwerdeführer konnte somit nicht nachvollziehen, welche Datenbasis und Faktoren der Ablehnung zugrunde lagen und anhand welcher Kriterien sein Kreditkartenantrag dementsprechend abgelehnt worden ist.“ So sei es ihm auch nicht möglich gewesen, das Nein aus dem Computer anzufechten. Er habe sich daher bei der Datenschutzbeauftragten beschwert. Geht es nach Priit Pikamäe, einem Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, sind schon die von der Schufa errechneten Wahrscheinlichkeitswerte („Scores“) über die Bonität eines Verbrauchers nicht mit der DSGVO vereinbar. heise.de

SMARTLIFE-TICKER

Digitalisierung – Industrie fordert Einbezug bei E-Patientenakte für alle und Co.: Der Bundesverband der Gesundheits-IT kritisiert erneut knappe, gesetzliche Fristen, fehlende Evaluierung von Neuerungen im Betrieb sowie zu wenig Einbindung der Industrie bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Das sei beispielsweise bei „der Bereitstellung ungeeigneter Funktionalitäten wie der Archiv- und Wechselschnittstelle“ zum Datenaustausch zwischen Systemen der Fall. Es ginge viel Zeit für die Implementierung der Schnittstelle verloren – Mehrwerte seien derzeit ebenfalls nicht erkennbar. Hersteller von Praxisverwaltungssoftware müssen die Schnittstelle zur Archivierung und den Wechsel eines Praxisverwaltungssystems implementieren. Die Schnittstelle sei nach Ansicht der Softwarehersteller jedoch ungeeignet. heise.de

Neue Whatsapp-Funktion – Bildschirm-Teilen beim Video-Anruf: In der neuen Beta-Version 2.23.11.19 der App ist es Nutzern nun möglich, ihren eigenen Bildschirm in einem Video-Telefonat zu teilen. Eine Funktion, die sonst nur Konferenzprogramme wie Zoom anbieten. WABetainfo berichtet jedoch, dass Smartphones mit älteren Android-Versionen möglicherweise nicht in den Genuss des neuen Teilen-Features kommen werden. Auch ist unklar, ob die neue Funktion lediglich für Gespräche von zwei Personen oder auch für größere Gruppen-Videoanrufe freigeschaltet wird. volksstimme.de

Photovoltaik – 3-millionste Solarstromanlage installiert: Die Marke von vier Millionen Photovoltaik-Anlagen könnte schon nächstes Jahr erreicht werden. Insbesondere Privathaushalte würden weiter stark in Photovoltaik investieren, so der Bundesverband Solarwirtschaft. Im ersten Quartal 2023 seien mehr als doppelt soviele neue Photovoltaik-Anlagen bei Eigenheimbesitzern installiert worden, wie noch im Vorjahreszeitraum. Nach Schätzungen des Verbands nutzen bereits mehr als fünf Millionen Haushalte Solarenergie vom eigenen Dach für die Strom- und Wärmeerzeugung. Zu den Photovoltaik-Anlagen kommen noch rund 2,6 Millionen Solarthermie-Anlagen, die von Privathaushalten zumeist zur Erzeugung von Warmwasser und Raumwärme genutzt werden. pv-magazine.de

Ohne seltenes Indium – Canon entwickelt OLEDs mit Alltags-Metall: Der japanische Konzern kann mittlerweile Panels herstellen, in denen keine seltenen Metalle wie Indium zum Einsatz kommen. Dabei setzen die Entwickler des Unternehmens auf Blei als Indium-Ersatz. Bisher stellt die Verfügbarkeit von Indium einen wichtigen Faktor für die Produktion von OLEDs dar. In Form von Indiumphosphid ist es in die Pixel eingelagert. Allerdings ist der wichtigste Lieferant derzeit China, was für westliche Hersteller aufgrund der geopolitischen Probleme schwierig werden kann und wegen des Transports auch teuer ist. Canon will die Technologie jetzt noch auf einen Stand bringen, mit dem sie in der Massenproduktion nutzbar ist. winfuture.de

ANGEZÄHLT

Einer Studie der Analysis Group zufolge erzielten App-Entwickler im Jahr 2022 Einnahmen von mehr als 1,1 Billionen Dollar über iOS-Apps, die über den App Store heruntergeladen worden sind. Nur ein kleiner Teil davon hatte die Kommissionszahlungen von bis zu 30 Prozent an Apps zu entrichten. Für das Ergebnis wurden nicht etwa nur App-Käufe, In-App-Käufe und Abos betrachtet, sondern alle Umsätze, die über Apps erzielt wurden. Von den 1,1 Billionen Dollar Gesamtumsatz entfallen 104 Milliarden Dollar auf Transaktionen, für die Apple bis zu 30 Prozent Kommission erhebt: App-Käufe, In-App-Käufe und In-App-Abos. Fast ebenso viel, 109 Milliarden Dollar, haben Entwickler demnach über In-App-Werbung eingenommen. spiegel.de

ZITAT DER WOCHE

„Daher wissen wir zum Teil nicht einmal, welches Problem ein bestimmtes Leuchtturmprojekt der Digitalstrategie lösen soll.“

Henriette Litta von der Open Knowledge Foundation. Sie vermisst Vorgaben und eine koordinierte Führung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Beirat Digitalstrategie Deutschland. Vor allem die fehlende strategische Ausrichtung erschwere die Arbeit. Thomas Fischer, Abteilungsleiter Grundsatz und Gute Arbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund bringt im Beirat die arbeitsweltliche Perspektive auf Digitalisierung ein und sagt: „Ich bin begeistert über den Teamgeist im Beirat. Wir haben alle sehr unterschiedliche Sichtweisen und schaffen es dennoch, immer wieder gemeinsame Positionen zu finden“, so Fischer gegenüber netzpolitik.org. Allerdings hapere es „an der Wirkung nach außen“, gerade in Richtung des BMDV und anderer Ministerien. netzpolitik.org

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ZULETZT

TikTok speichert private, sensible Daten von US-Nutzern in China: Die Vermutungen das TikTok tatsächlich sensible Daten speichert, hat sich nun bestätigt. Content-Creator müssen den jeweiligen Online-Plattformen eine Reihe privater Daten preisgeben, wollen sie für ihre verbreiteten Inhalte bezahlt werden. Das ist auch bei TikTok der Fall und schließt Unternehmen ein, die auf der Plattform aktiv sind. Von US-Nutzern werden dabei Sozialversicherungsnummer und Steuer-Identifikationsnummer verlangt, die von Datenschützern als hochsensibel eingestuft werden. Jetzt berichtet Forbes unter Berufung auf verschiedene Quellen aus unterschiedlichen Teilen des Konzerns, dass diese hochsensiblen Daten der Content-Creator bei TikTok aktiven Firmen in China gespeichert werden. heise.de

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