KW 35: Menschenrechte unter Kostenvorbehalt?, Internationaler Vertrag über Waffenhandel,Turkmenistan und Menschenrechte
Menschenrechte unter Kostenvorbehalt?: Am Montag, 29. August 2016 hat die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Dr. Sigrid Arnade, an einem stillen Gedenken und einem Gottesdienst zur Erinnerung an die Opfer der NS-Patientenmorde in Berlin teilgenommen. Zunächst wurden weiße Rosen am Mahnmal T4 in der Berliner Tiergartenstraße niedergelegt. Damals mussten Menschen aus Kostengründen sterben. Heute wird behinderten Menschen aus Kostengründen das zentrale Menschenrecht der freien Wahl von Wohnort und Wohnform vorenthalten. kobinet-nachrichten.org Waffenhandel: Das Waffenhandels-Abkommen ist eine gute Sache. Nun sollte es nur noch eingehalten werden. Für Amnesty International ignorieren zu viele Unterzeichnerstaaten die Regeln, mit denen “Millionen von Menschenleben gerettet” werden sollten. Die Menschenrechts-Organisation hat in Genf am Rande der 2. Konferenz der Vertragsstaaten des Internationalen Vertrags über Waffenhandel (ATT) daran erinnert. swissinfo.ch Turkmenistan und Menschenrechte: Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow besucht Deutschland und wird von Merkel empfangen. Der in Turkmenistan übliche bizarre Kult um Berdimuhamedow ist Ausdruck eines Regimes, das Menschenrechtler zu den repressivsten weltweit zählen – vergleichbar mit Nordkorea. Am Montagmittag empfängt Kanzlerin Angela Merkel den „Arkadag“ (Beschützer) von Turkmenistan in Berlin. Dessen Wüstenstaat grenzt politisch sensibel an den Iran und an Afghanistan. Außerdem verfügt er über die viertgrößten Gasreserven der Welt. Wird Merkel die Menschenrechtslage ansprechen?