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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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EU und Großbritannien steuern auf einen Handelskrieg zu, Mehr Ökologie: Bauern und Umweltschützer wollen Kurswechsel, CureVac zieht seinen ersten Corona-Impfstoffkandidaten zurück
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker, Anna von Stefenelli und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: „Es ist eine Technologiewette, die Macron eingeht“
Handelsblatt: EU und Großbritannien steuern auf einen Handelskrieg zu
SZ: Curevac-Impfstoff ist gescheitert
Tagesspiegel: Das mühsame Wachstum nach der Krise
Welt: Neuer IWF-Bericht ist voller Warnungen – mit einem Seitenhieb auf Deutschland

NACHRICHTEN

Evergrande: Währungsfonds warnt vor Ansteckung der Weltwirtschaft.
merkur.de, nzz.ch

  • Die Krise rund um den schwer angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzern Evergrande flaut nicht ab.
  • Das Unternehmen ließ die Frist für weitere Zinszahlungen für in US-Dollar gehandelte Offshore-Anleihen verstreichen.
  • Der Internationale Währungsfonds (IMF) ortet nicht nur in Chinas Immobiliensektor eine größer gewordene Verletzlichkeit.
  • Auch das globale Wachstum verliert an Schwung, worunter vor allem ärmere Staaten zunehmend leiden.

Mehr Ökologie: Bauern und Umweltschützer wollen Kurswechsel.
tagesschau.de, proplanta.de

  • Mitten in den Sondierungsgesprächen fordern zehn Agrar- und Umweltverbände von der neuen Regierung einen ökonomischen und ökologischen Kurswechsel in Deutschland.
  • Mehr Tierschutz, mehr Diversität, weniger Massenproduktion – dafür mehr Qualität und Nachhaltigkeit: So soll sich die Landwirtschaft in der Bundesrepublik künftig aufstellen.
  • Der Deutsche Bauernverband fordert die neue Bundesregierung auf, in der kommenden Legislatur darauf hinarbeiten, diese Vorgaben einzuleiten.
  • Der Bauernverband spricht von einer ökologischen und ökonomischen Revolution.
  • Nie zuvor habe es einen so deutlichen, gemeinsam mit Umweltverbänden formulierten Appell für ein Umlenken in der Agrarpolitik gegeben.

Geringe Wirksamkeit: CureVac vernichtet seine Impfdosen.
faz.net, handelsblatt.com

    • Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac zieht seinen ersten Corona-Impfstoffkandidaten zurück.
    • Für das pandemische Produkt komme Curevac zu spät, das Zeitfenster habe sich geschlossen, räumt CureVac-Chef Franz-Werner Haas ein.
    • Dieser hatte in Tests nicht die erhoffte Wirksamkeit erbracht.
    • Die Anleger in Deutschland reagierten schockiert auf die Nachricht – wenngleich sich diese Entscheidung bereits andeutete.
    • Binnen Minuten stürzte der Kurs um mehr als 15 Prozent ab.

EU und Großbritannien steuern auf einen Handelskrieg zu.
handelsblatt.com, sueddeutsche.de

  • Der Streit zwischen London und Brüssel über den Sonderstatus der britischen Provinz Nordirland droht zu eskalieren.
  • Der britische Brexit-Minister David Frost warnte die EU davor, einen “historischen Fehler” zu begehen.
  • Er forderte die Ablösung der als Teil des Brexit-Abkommens von London und Brüssel geschlossenen Vereinbarung – und das einen Tag bevor die EU mit Lösungsvorschlägen für den Streit um das sogenannte Nordirland-Protokoll aufwarten wollte.
  • Unter anderem verlangt Frost, die Rolle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) als Instanz für die Überwachung der Regeln des Protokolls müsse enden.
  • Frost drohte auch erneut damit, das Protokoll durch einen Notfallmechanismus teilweise außer Kraft zu setzen.
  • Die Forderungen seien jedoch nicht zu erfüllen und nicht verhandelbar, so Experten. Die Hoffnungen auf eine Einigung in dem seit Monaten schwelenden Streit dürften damit weiter schwinden.

Große Nachfrage der Schulen: Mobile Luftfilter werden knapp
tagesschau.de

Wirtschaftsexperten raten zu weiteren Staatsschulden für Modernisierung.
tagesschau.de, rnd.de

  • Die Finanzierung von Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung gilt als der größte Knackpunkt in den Gesprächen zwischen SPD, Grünen und FDP.
  • Für FDP-Chef Christian Lindner sind höhere Steuern und ein Aufweichen der Schuldenbremse rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen.
  • Dennoch plädieren auch die Liberalen für eine grundlegende, milliardenteure Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland.
  • Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), empfiehlt “einen kräftigen Schluck aus der Pulle”, wie er im ARD-Morgenmagazin sagte – also das noch angesparte Geld einzusetzen und zusätzliche Schulden aufzunehmen.
  • Das sei der einzige Weg, wie sich das Modernisierungsprogramm stemmen lasse – und sei völlig konsistent mit der Schuldenbremse.
  • Auch Clemens Fuest, Chef des Münchner ifo-Instituts, hält neue Schulden für unvermeidlich. Allerdings plädiert er für eine kreditfinanzierte Rücklage, eine Art “Businessplan”, den die neue Koalition den Bürgern vorlegt.

Preise für Mietwagen explodieren.
faz.net, jungfrauzeitung.ch

    • Die Preise für Mietwagen sind drastisch teurer als vor der Corona-Pandemie.
    • Bis zu 78 Prozent kann ein Mietwagen in diesem Jahr mehr kosten.
    • Vor allem in beliebten Urlaubsländern wie Spanien und Italien ist der Anstieg zum Vorkrisenniveau enorm – bis zu 150 Prozent mehr.
    • Die Preissteigerung war bereits abzusehen, da die Händler aufgrund des Chipmangels zu wenig Fahrzeuge im Bestand haben.

Frankreich bekennt sich zur Kernenergie – und setzt auf kleine, neuartige Reaktoren faz.net
Wegen hoher Preise: Eon bietet vorerst keine neuen Gasverträge an handelsblatt.com
Auto-Absatz in China geht stark zurück tagesschau.de
Die Eheleute Özlem Türeci und Uğur Şahin sind dank des Erfolgs von Biontech zu vielfachen Milliardären aufgestiegen manager-magazin.de
Gamescom: Deutsche Spiele-Industrie hinkt Konkurrenz weit hinterher manager-magazin.de
EU und Großbritannien steuern auf einen Handelskrieg zu handelsblatt.com
Twitch Leak: Fünf Deutsche verdienen auf Twitch beim Streamen Millionen manager-magazin.de

DIGITALISIERUNG

KI ersetzt Erfahrung – Nissan baut bald Autos ohne Menschen: Im April 2022 will der japanische Autobauer Nissan seine Fahrzeuge ohne Menschen vollautomatisch fertigen lassen. Demnach sollen Roboter etliche Arbeiten in Eigenregie erledigen, vom Schweißen über das Montieren bis hin zum Lackieren. Es gibt sogar Roboter, die die Qualität kontrollieren sollen. Für die menschlichen Mitarbeiter bleiben dann nur noch die Analyse der Daten, die die Roboter sammeln und deren Wartung. Bislang wäre menschliche Erfahrung bei Produktions-Anpassungen nötig gewesen, aber nun seien Roboter mit KI dazu in der Lage, sagt Nissans Executive Vice President Hideyuki Sakamoto. Wenn sich die menschenlose Autoproduktion beweist, soll sie auf alle Nissan-Werke und später auch auf die der Muttergesellschaft Renault übertragen werden. Sakamoto nennt als Motiv für die Entwicklung den Arbeitskräftemangel, die Corona-Krise und die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu senken. Weniger Mitarbeiter bedeuten beispielsweise geringere Fahrten mit dem Auto zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Mit der neuen Technik will Nissan auch Geld sparen. Wie viel es schließlich sei, lasse sich jedoch noch nicht abschätzen.
it-daily.net, autoindustriya.com

Studie der Web-Foundation – Digitale Benachteiligung von Frauen kostet Milliarden: Einer Studie der World Wide Web Foundation und der Alliance for Affordable Internet zufolge, können Millionen Menschen weltweit nicht auf das Internet zugreifen, davon sind insbesondere Frauen betroffen. Auf der ganzen Welt seien Männer mit einer 21 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit online als Frauen, in den am wenigsten entwickelten Länder steige diese auf 52 Prozent. Dadurch entgehe den Ländern wichtiges wirtschaftliches Potenzial, so die Stiftung. Die Ungleichheiten in Bildung, die digitalen Fähigkeiten und die Kosten für Geräte und Datentarife, hinderten Frauen an der digitalen Teilnahme. Hinzu kommen noch soziale Normen, die Frauen und Mädchen davon abhalten, online zu sein und sich dort zu äußern, sowie Ängste um Privatsphäre und Sicherheit, heißt es in der Studie “The Costs of Exclusion”. Durch die Ausgrenzung der Frauen sei in diversen Ländern im Jahr 2020 ein Verlust am Bruttoinlandsprodukt von 126 Milliarden US-Dollar entstanden. Jährlich fehlten dadurch 24 Milliarden US-Dollar Steuereinnahmen, die in Bildung, Gesundheit und Wohnraum investiert werden könnten. Das digitale Geschlechtergefälle aufzuheben würde bis zum Jahr 2025 zu einem geschätzten Anstieg der Wirtschaftstätigkeit um 524 Milliarden Dollar führen, heißt es in der Studie. Im Jahr 2009 wurde die World Wide Web Foundation vom Erfinder des Web Sir Tim Berners-Lee und Rosemary Leith gegründet. Sie strebt eine Welt an, in der alle auf das Internet zugreifen und es nutzen können, um ihr Leben zu verbessern und kämpft für die digitale Gleichstellung. Die Alliance for Affordable Internet wurde vor acht Jahren von 30 Unternehmen und Organisationen gegründet mit dem Ziel, für bessere wirtschaftliche und politische Bedingungen in Entwicklungsländern zu sorgen, damit auch dort der Internetzugang kostengünstiger wird.
heise.de

  • Raumfahrt: Simulierte Mars-Mission startet heute golem.de
  • Künstliche Intelligenz analysiert 100.000 Studien: Klimawandel trifft schon 85 Prozent der Menschen heise.de
  • E-Commerce: Digitaler Spiegel revolutioniert Anprobe von Kleidung it-daily.net
  • Die Höhle der Löwen: 5 Millionen Euro für Hightech-Rollstuhl zum Treppensteigen? t3n.de
  • Magic Leap – 500 Millionen US-Dollar für zweite Augmented-Reality-Brille heise.de

SAFETY & SECURITY

Betrügerbande mit “Wolf of Sofia” – Anklage nach Online-Anlagebetrug in Millionenhöhe: Vor dem Landgericht München I muss sich ein 44 Jahre alter mutmaßlicher Komplize des sogenannten “Wolf of Sofia” anscheinend wegen Online-Anlagebetrugs in Millionenhöhe verantworten. Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs ist der Verdächtige in mehr als 300 Fällen angeklagt, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern verlauten ließ. Dabei gehe es um einen Schaden von mindestens rund 8,7 Millionen Euro und mindestens 335 Opfer. Die tatsächliche Zahl der Geschädigten dürfte jedoch weitaus höher sein. Als “Vice President Sales” soll der Angeklagte ein führender Kopf einer Betrügerbande gewesen sein, an deren Spitze sich auch der Mann befand, der unter dem Spitznamen “Wolf of Sofia” bekannt ist, angelehnt an den Charakter Jordan Belfort aus “The Wolf of Wall Street”. Thomas Goger von der Staatsanwaltschaft Bamberg sagte, erstmals muss sich nun ein Mitglied des absoluten Topmanagements der kriminellen Cybertrading-Industrie hierzulande vor Gericht verantworten.
handelsblatt.com, spiegel.de, stern.de

Hacker haben US-amerikanische und israelische Verteidigungsunternehmen angegriffen: In einer seit Juli laufenden Spionagekampagne haben mutmaßliche iranische Hacker Dutzende von Verteidigungs- und Seeverkehrsunternehmen ins Visier genommen und sind dabei in eine kleine Anzahl von Unternehmen eingedrungen, was etliche der Unternehmen anfällig für weitere Hacking-Versuche machen könnte, Angaben von Microsoft zufolge. Zu den Zielen gehörten Unternehmen, die mit den Regierungen der USA, der Europäischen Union und Israels zusammenarbeiten, um Satellitensysteme, Drohnentechnologie und “militärische Radare” herzustellen. Laut der International Business Machines Corporation (IBM) hat eine andere iranische Gruppe bereits letztes Jahr Informationen über die Militäreinheit eines Mitglieds der US-Marine gestohlen. Der Zugang zu kommerziellen Satellitenbildern und geschützten Schifffahrtsplänen und -protokollen könne dem Iran zudem helfen, sein sich entwickelndes Satellitenprogramm zu kompensieren, schrieben Microsoft-Forscher am Montag in einem Blogbeitrag. Microsoft ordnete die jüngsten Aktivitäten nicht direkt einer iranischen Regierungsorganisation zu, sondern erklärte stattdessen, dass das Hacken die nationalen Interessen des Irans unterstütze, basierend auf einer Reihe von Faktoren, einschließlich Hacking-Techniken, die mit einer anderen iranischen Gruppe in Verbindung gebracht werden würden. Die mutmaßlichen iranischen Agenten versuchten, die Passwörter von rund 250 Organisationen zu hacken, darunter US-amerikanische und israelische Verteidigungsunternehmen sowie Organisationen, die in Häfen am Persischen Golf tätig sind. Der maritime Sektor ist zudem seit langem von Interesse für die iranischen Geheimdienste, und das Land liegt an der Straße von Hormuz, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen fließt.
edition.cnn.com, thehackernews.com

    • Schwachstellen-Report 2021: Fortschritte in der Cyber-Sicherheit aber keine Trendwende pressebox.de
    • IT-Sicherheit: Ransomware-Attacken verhindern durch Security Learning Center heise.de
    • Cyberkriminalität: Gelungener Einsatz gegen international operierende Online-Anlagebetrüger computerbild.de
    • Google rüstet Hochrisiko-Nutzer gegen Phishing-Welle aus Russland heise.de
    • Missbrauch mit Malware-Befall: Microsoft deaktiviert Excel 4.0-Makros in Office trojaner-info.de

STRATEGIE & MANAGEMENT

Mittelstand – Materialmangel nimmt Konjunkturerholung den Schwung: Fast jedes zweite mittelständische Unternehmen hierzulande kämpft einer Umfrage nach mit den Folgen von Lieferengpässen. KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib berichtete, dass die Engpässe den kleinen und mittleren Unternehmen massive Steine auf ihren Weg aus der Corona-Krise legen würden. Am meisten belastet seien das verarbeitende Gewerbe und die Bauindustrie, aber auch Handel und Dienstleister seien betroffen. Das nehme der gerade wieder angesprungenen Konjunktur zudem ihren Schwung, sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank. Der Umfrage zufolge, unter 2400 kleineren und mittleren Unternehmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro im Jahr, kämpfen 48 Prozent der rund 3,8 Millionen Mittelständler mit den Folgen von Lieferproblemen. Wegen gestiegener Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte sieht sich jedes vierte Unternehmen gezwungen, die Preise für seine eigenen Produkte oder Dienstleistungen anzupassen. Am meisten kommt es der Umfrage nach zu Preiserhöhungen in der Baubranche mit 61 Prozent. Den Angaben zufolge kann rund jeder vierte Mittelständler Liefertermine nicht einhalten, jeder zehnte muss sogar Aufträge ablehnen, weil es an Material fehlt. Besonders in der Bauindustrie ist das ein Problem. Jedes fünfte Unternehmen ist der Umfrage nach gezwungen, Kunden abzuweisen. Jedoch gibt es nicht nur Schwierigkeiten bei Mikroprozessoren. Auch Stahl, Aluminium, Kupfer, weitere Metalle, Kunststoffe und Verpackungsmaterialien sowie Holz für die Bau- und Möbelindustrie sind knapp. In der Corona-Krise hatten viele Unternehmen ihre Kapazitäten zurückgefahren und können nicht so schnell auf die wieder anspringende Nachfrage reagieren. Dazu kommen Staus an Häfen und Handelskonflikte. Ein schnelles Ende der Lieferengpässe erwartet der Mittelstand zudem nicht. Nur 5 Prozent der betroffenen Unternehmen gehen von einer Entspannung bis zum Jahresende aus. Bis sich die Lieferengpässe auflösen würden, dürfte es dauern, sagte Köhler-Geib. Nachholeffekte könnten dann im nächsten Jahr einen Impuls für einen neuen Wachstumsschub geben.
zeit.de

Personal-Start-up Personio plötzlich 6,3 Milliarden Dollar wert: Das Münchner Personal-Software-Start-up Personio hat seine Bewertung in zehn Monaten vervierfacht. 270 Millionen Dollar seien bei Investoren eingesammelt worden, teilte Personio mit. Dadurch werde das Geschäft inzwischen mit 6,3 Milliarden Dollar bewertet, die Runde sei von Greenoaks Capital angeführt worden. Zudem seien auch Altimeter sowie Alkeon Capital mit von der Partie. Ebenfalls beteiligten sich auch Altinvestoren wie Accel und Index Ventures, die in der Vergangenheit auch Slack, Dropbox oder Zendesk unterstützten. Man habe das Potenzial, von Europa aus einen globalen Marktführer in der Kategorie Personalsoftware aufzubauen. Man wolle zeigen, dass es nicht nur SAP gebe, sagte Firmenchef Hanno Renner. Das 2015 gegründete Unternehmen hatte erst im Januar 125 Millionen Dollar eingenommen und damit seine Bewertung auf 1,7 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Mithilfe der neuen Geldspritze will Renner nun das Portfolio von Personio erweitern. Nun kommt Personio auf 5000 Kunden hierzulande und weiteren europäischen Ländern, für die das Start-up Personalprozesse wie Stellenausschreibungen, Zeiterfassung, Lohnabrechnungen oder Personaldaten digitalisiert. Personio will sich vorerst auf Europa konzentrieren. Hier gebe es 1,7 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen. Da habe man noch enorm viel Potenzial, sagte Renner, der in diesem Jahr einen Umsatz im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen will. Das Ziel sei es, viele Jahre um jeweils 100 Prozent zu wachsen, sagte er ohne genaue Zahlen zu nennen. Es sei ganz klar, dass man Personio nie verkaufen, sondern irgendwann an die Börse bringen wolle.
manager-magazin.de, handelsblatt.com, businessinsider.de

ZITATE

Wir haben Zehntausende von Arbeitsplätzen retten können. Wir haben die Lufthansa als wichtiges und gesundes Unternehmen in der internationalen Luftfahrt im Markt und im Spiel gehalten.”

sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier nach der Teilrückzahlung der Lufthansa-Hilfen. Das Geld der Steuerzahler sei gut angelegt, denn es komme jetzt wieder zurück, so Altmaier.

ZULETZT

Mann täuscht aus Ungeduld einen Mord vor: Diese Rückenschmerzen müssen “mörderisch” gewesen sein. Ein 50-Jähriger rief die Polizei an und sagte, dass er seinen Onkel erstochen habe. Daraufhin fuhren mehrere Streifenwagen, ein Notarzt und ein Rettungswagen sofort auf den Weg nach Steinheim an der Murr, nördlich von Stuttgart. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte aber keine Leiche, sondern zwei ungeduldige Männer. Der Mann wollte nicht lange auf einen Rettungswagen für seinen Onkel warten und hatte sich deshalb scheinbar als Mörder ausgegeben. Nachdem die zwei Männer am Samstagabend zuvor eine Stunde lang auf einen Arzt gewartet hatten, habe sich der Neffe aus Ungeduld den Mord ausgedacht, hieß es. Wegen Vortäuschens einer Straftat muss sich der 50-Jährige nun der Polizei zufolge verantworten, zudem prüfen die Ermittler, ob er den Einsatz auch selbst bezahlen muss.
spiegel.de

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