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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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ver.di kündigt Streiks an, Oetker-Konzern, Bus- und Bahnfahren
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker, Anna von Stefenelli und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: Neuer CDU-Vorsitzender soll Ende Januar gewählt werden
Handelsblatt: Die Gas-Illusion
SZ: Ärzte gegen Impfzentren
Tagesspiegel: Spahn will Booster für alle durchsetzen
Welt: Ärztevertreter üben harte Kritik an Jens Spahn

NACHRICHTEN

ver.di kündigt Streiks der Länder an
tagesschau.de, n-tv.de, handelsblatt.com

  • Der öffentliche Dienst der Länder steht mit Ausnahme von Hessen vor einer bundesweiten Streikwelle
  • Die Arbeitgeber hätten auch in der zweiten Tarifrunde ein Angebot verweigert, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke
  • Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts seien nunmehr gezwungen, den Arbeitskampf bis zur dritten Tarifrunde Ende November zu steigern. Der Schwerpunkt solle in den Gesundheitseinrichtungen der Länder liegen
  • Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach: “Das waren zwei verlorene Tage und wenn die Finanzminister der Länder so weiter machen, fahren sie die Verhandlungen komplett vor die Wand.”
  • Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers sprach als Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder dagegen von konstruktiven Gesprächen und kritisierte den Arbeitskampf: „Ich kann nicht erkennen, dass es notwendig ist, Druck zu erhöhen durch Streiks.”

Oetker-Konzern ist nach Familienstreit offiziell aufgeteilt
spiegel.de, manager-magazin.de

  • Der Bielefelder Oetker-Konzern hat sich nach jahrelangen Zwistigkeiten innerhalb der Eigner-Familie nun auch offiziell aufgespalten
  • Entsprechende Handelsregisteranmeldungen seien am Dienstag eingereicht worden, teilten beide Familien-Teile mit
  • Die Aufteilung der Gruppe hatte der Konzern bereits im Sommer angekündigt
  • Dabei übernehmen drei Oetker-Erben über eine neue Holding acht Unternehmen aus der bisherigen Oetker-Gruppe mit einem Umsatz von zuletzt rund zwei Milliarden Euro, darunter das Geschäft mit Sekt und Wein (“Henkell” und “Freixenet”). Auch die Martin Braun Backmittel und die Chemische Fabrik Budenheim KG gehen an sie

Dax schließt in Rekordnähe
handelsblatt.com, tagesschau.de

  • Am deutschen Aktienmarkt geht es weiter aufwärts. Am Dienstag schloss der Dax 0,9 Prozent im Plus bei 15.954 Punkten. Mit seinem Tageshoch von 15.960 Zählern war der Leitindex nur noch 70 Punkte von seinem Rekordhoch Mitte August entfernt, das bei 16.030 Stellen liegt
  • Am Montag hatte das Börsenbarometer bei 15.806 Punkten geschlossen, ein Plus von 0,6 Prozent. Dabei riss die Frankfurter Benchmark eine Aufwärtskurslücke auf, weil der tiefste Punkt des Vortages mit 15.760 Stellen über der höchsten Notierung des vergangenen Freitags mit 15.690 Zählern lag
  • Die US-Börsen haben ihre Gewinnserie einen Tag vor der Zinsentscheidung der Notenbank Fed fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index gewann 0,4 Prozent auf 36.052 Punkte und überbot damit seine bisherige Bestmarke um rund 50 Zähler. Auch der breit gefasste S&P 500 und der Nasdaq 100 legten jeweils 0,4 Prozent zu und erreichten neue Rekordhochs

Bus- und Bahnfahren wird teils deutlich teurer
spiegel.de, rnd.de

  • Nicht nur Sprit und Lebensmittel werden teurer. Viele Menschen in Deutschland müssen demnächst auch für das Bus- und Bahnfahren draufzahlen
  • Je nach Verkehrsverbund steigt der durchschnittliche Tarif um bis zu 5,5 Prozent. Das geht aus Beschlüssen zur bevorstehenden Preisrunde zum Jahreswechsel hervor, die die Nachrichtenagentur dpa ausgewertet hat
  • Als letzter der großen Verbünde arbeitet etwa der Hamburger Verkehrsverbund an einer Preiserhöhung. Im Schnitt 1,3 Prozent mehr sollen die Hanseaten ab dem Jahreswechsel voraussichtlich bezahlen
  • Auch für Kunden des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) wird das Bus- und Bahnfahren erheblich teurer. Im Großraum Nürnberg steigen die Tarife zum ersten Mal seit drei Jahren und deshalb gleich um 5,5 Prozent im Durchschnitt
  • In München und Umgebung wird es ebenfalls deutlich teurer: plus 3,7 Prozent gilt von Mitte Dezember an

Elon Musk sorgt für Verwirrung bei Autovermieter Hertz
manager-magazin.de

  • Gleich zwei Nachrichten drückten am Dienstag die Aktie des Elektroautobauers Tesla: Zum einen erklärte Konzernchef Elon Musk, dass der mindestens vier Milliarden Dollar schwere Großauftrag des Autovermieters Hertz noch nicht in trockenen Tüchern sei. Zum anderen wurde bekannt, dass Tesla in den USA rund 12.000 Fahrzeuge wegen Softwarefehlern zurückrufen muss
  • Musk gab per Tweet in der Nacht zu Dienstag überraschend bekannt, die Pläne von Hertz, 100.000 Tesla-Fahrzeuge zu kaufen, seien noch nicht endgültig vertraglich vereinbart
  • Hertz sieht das jedoch anders. Tesla habe bereits damit begonnen, Fahrzeuge an Hertz auszuliefern, sagte eine Sprecherin von Hertz in Reaktion auf den Tweet von Musk
  • “Wir wir bereits vergangene Woche bekannt gegeben haben, hat Hertz 100.000 Tesla bestellt und investiert außerdem in die dafür nötige Ladesäulen-Infrastruktur”, so die Sprecherin. “Wir sehen große Nachfrage für diese elektrischen Fahrzeuge”, zitierte das Wall Street Journal die Sprecherin
  • Außerdem verkündete Hertz, dass erste Teslas bereits Anfang November an Stationen des Autovermieters verfügbar sein würden.

Ford verlängert Produktionsstopp für Fiesta und Focus: Die Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen macht dem Autobauer Ford weiter schwer zu schaffen. In seinem Kölner Werk hat Ford wegen der Halbleiter-Lieferengpässe den Produktionsstopp für das Modell Fiesta bis zum 19. November verlängert, wie Ford am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Abermals solle die Fertigung dann am 24. und 25. November pausieren, berichtete ein Sprecher. Der Stopp dauert bereits seit September. Er wurde mehrfach verlängert.
faz.net

  • Frankfurter Flughafen rechnet mit hohem Andrang wegen US-Flügen spiegel.de
  • Chinesen sollen sich Vorräte für den täglichen Bedarf anlegen faz.net
  • Mittelstandslobby will Erlaubnis zur Impfstatus-Abfrage spiegel.de
  • Pfizer schraubt Prognose wieder nach oben n-tv.de
  • EY steigert trotz Wirecard die Zahl wichtiger Prüfungskunden faz.net
  • Studie: Mehrwertsteuersenkung viel wichtiger als bislang gedacht faz.net
  • SPD und Grüne wollen Vermieter doch an CO₂-Zusatzkosten beteiligen spiegel.de
  • US-Regierung klagt gegen Milliardenkauf durch Bertelsmann-Tochter handelsblatt.com
  • Credit Suisse holt offenbar neuen Top-Manager für die Vermögensverwaltung handelsblatt.com
  • Chef des Windkraftanlagenbauers Enercon geht nach einem Jahr handelsblatt.com

DIGITALISIERUNG

Wem gehören Bitcoin im Wert von 67 Milliarden Dollar? Der Australier Craig Wright behauptet seit 2016 der Bitcoin-Erfinder zu sein. Die Aussagen soll er jetzt vor einem Gericht in Florida belegen. Angeklagt wird der Kopf hinter Bitcoin SV seit 2019 von den Angehörigen des 2013 verstorbenen David Kleiman. Inhalt der Anklage ist der „Tulip Trust“, der 1,1 Millionen BTC enthält. Das sind zum Zeitpunkt des Schreibens 67.877.590.000 US-Dollar. Die Kleimans behaupten, dass die Wallet Wright und Kleiman gleichermaßen gehörte und sie somit Anspruch auf die Hälfte der enthaltenen Bitcoin hätten. Wright sagt, dass Kleiman den Besitz an ihn übertragen hätte.
t3n.de

Deutschland digitalisiert sich im Schneckentempo: Ende 2022 sollten 575 Dienstleistungen in Verwaltungen online verfügbar sein. Das wird wohl nichts: Nur Bruchteil davon ist umgesetzt.
abendblatt.de

Apple One Premium: Apple bringt großes Abo-Bundle nach Deutschland heise.de

Tech-Auftrieb: Ubisoft will zum „Player No. 1“ in Sachen Krypto-Gaming werden t3n.de

Ohne Bezos-Unterstützung: Bis Ende 2022 sollen im Rahmen des Projekts Kuiper zwei Prototypsatelliten in die erdnahe Umlaufbahn befördert werden. Es soll der Startschuss für Amazons zehn Milliarden Dollar schwere Bemühungen sein, einen kommerziellen Satelliten-Breitbanddienst bereitzustellen, der mit der Starlink-Flotte von SpaceX konkurrieren kann. Die beiden Satelliten sollen die Weltraumtechnologie von Amazon auf die Probe stellen.
t3n.de

Microsoft goes Metaverse: Teams bekommt Avatare und virtuelle Meetingräume t3n.de

Facebook-Rebranding: Meta nutzt Logo von Berliner Medizin-Startup golem.de

Hoch durch Deflation: Ethereum brennt sich zum neuen Allzeithoch t3n.de

  • Facebook schafft die Gesichtserkennungs-Funktion ab, mit der Nutzer automatisch in Fotos markiert werden konnten welt.de
  • Druck der Regierung: Yahoo zieht sich endgültig aus China zurück spiegel.de
  • Der chinesische Tiktok-Konzern Bytedance strukturiert sich um handelsblatt.com
  • „Squid Game“-Kryptowährung wird zur Millionenfalle wiwo.de
  • Chiphersteller Micron: 150 Milliarden Dollar an Investitionen – aber kein Werk in Europa handelsblatt.com

SAFETY & SECURITY

Komplexe Security-Systeme überfordern Administratoren: Die Unternehmens-Security ist zu komplex und die Anwender überschätzen ihre Fähigkeiten – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von IDC. Am weitesten verbreitet ist demnach eher Bewährtes. Erschreckend ist die Anzahl an Security-Systemen, mit denen die Admins zurechtkommen müssen. Bei den meisten (26 Prozent) sind es zwischen 11 und 20. Immerhin neun Prozent schlagen sich mit 36 und mehr Sicherheits-Lösungen herum, der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen. Kein Wunder, dass sie als wichtigste Herausforderung der IT-Security deren Komplexität (29 Prozent) ansehen.
heise.de

Sicherheitspatch: Bitdefender Endpoint Security als Einstiegspunkt für Angreifer heise.de

Corona-Warn-App Update: Sicherheit weiterhin auf hohem Niveau it-daily.net

Sicherheit auf Facebook: Verschlüsselte Synchronisierung und ungestörte Diskussionen onlinemarketing.de

l+f: Cybercrime-Bande heuert Security-Spezialisten an heise.de

Macht die neue Cyber­sicherheits­strategie digital souverän? Die neue Cybersicherheitsstrategie 2021 stärkt die Digitale Souveränität und damit die sichere Digitalisierung des Landes, so die Bundesregierung. Sicherheitsexperten sehen dies kritisch. Die geplante, gezielte Förderung von Schlüsseltechnologien und die Vernetzung mit relevanten Forschern ist wichtig, doch ob sie reicht, sei fraglich. Es benötige neben einheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU auch einen berechenbaren Nachfragemarkt. Dieser sei Grundvoraussetzung dafür, dass die staatlichen Forschungsausgaben tatsächlich zu zielgerichteten Investitionen der Industrie und damit einer Stärkung der digitalen Souveränität Deutschlands und Europas führten.
security-insider.de

Sichere digitale Identitäten: Das Schaufensterprogramm „sichere digitale Identitäten“ des BMWi fördert nutzerfreundliche und sichere Lösungen bmwi.de

Luca-App: Patrick Hennig: „Die Sicherheit des Systems war immer gegeben“ capital.de

STRATEGIE & MANAGEMENT

Bugatti-Rimac: Kaum vier Monate nach der ersten Ankündigung kann das Gemeinschaftsunternehmen Bugatti-Rimac seine Arbeit aufnehmen, teilten Bugatti und die Volkswagentochter Porsche am Dienstag mit. Das Zusammengehen der Luxus-Sportwagenmarke Bugatti und des kroatischen Elektro-Sportwagenspezialisten war im Sommer vereinbart worden. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Rimac 55 Prozent, Porsche ist mit 45 Prozent beteiligt. Als Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz im kroatischen Sveta Nedelja und 435 Mitarbeitern wurde Mate Rimac berufen. Der bisherige Chef des Herstellers handgefertigter Edelschlitten aus Molsheim, Stephan Winkelmann, legte seinen Posten Ende Oktober nieder. Er konzentriere sich auf seine Aufgabe bei Lamborghini.
manager-magazin.de

ZITATE

“Wenn WFP in diesem Twitter-Thread genau beschreiben kann, wie 6 Milliarden Dollar den Hunger in der Welt beseitigen können, werde ich sofort Tesla-Aktien verkaufen und es tun.”

Wenn es nach den Vereinten Nationen geht, sollten die reichsten Menschen der Welt einen Teil ihres Vermögens für humanitäre Zwecke zur Verfügung stellen. Tesla-Gründer Elon Musk verlangte Details über das Budget des UN-Welternährungsprogrammes WFP und volle Transparenz, wohin das Geld genau fließt.
welt.de

“Ich denke, es war ein großer Fehler, ganz offen gesagt.”

Die chinesische Führung hat sich mit ihrem Fernbleiben vom Weltklimagipfel in Glasgow nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden selber geschadet.
spiegel.de

ZULETZT

Leitungswasser am Berliner Flughafen mit Bakterien verunreinigt: Der Berliner Flughafen BER hat ein neues Problem – dieses Mal mit dem Wasser. Bei einem Routinetest im Hauptterminal wurden coliforme Bakterien gefunden. Das teilte die Betreibergesellschaft mit. Das Wasser in allen Sanitäreinrichtungen des Terminals eins solle bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser genutzt werden. Betroffen sei auch das Regierungsterminal.
spiegel.de

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