Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT
Deutschlands Mittelstand verliert wegen Iran-Krieg erneut Boden: Die Lage in der Golfregion verschärfen den Preisdruck auf Europas Industrie. Viele Mittelständler geraten in akute Liquiditätsnot, da Rohstoffe und Frachtkosten weiter steigen. Spürbar ist der Druck in der gesamten Wertschöpfungskette. Das Chemieunternehmen Gechem aus der Pfalz verzeichnet Mehrkosten von bis zu 400.000 Euro allein durch teurere Sulfaminsäure und legt Investitionen auf Eis. Branchenweit kündigen Konzerne wie Lanxess und Evonik Stellenabbau oder Preisaufschläge an, während Ökonomen Einbußen von bis zu 40 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft erwarten. n-tv.de
- Reedereien meiden weiter die Straße von Hormus. tagesschau.de
Hohe Spritpreise treiben Nachfrage nach gebrauchten E-Autos in Rekordhöhe: Gebrauchte Elektrofahrzeuge werden für Pendler und kleinere Betriebe immer attraktiver. Laut der Plattform mobile.de hat sich der Anteil der E-Auto-Suchen im März binnen 18 Tagen verdreifacht – von zwölf auf 36 Prozent, während Händler 66 Prozent mehr Anfragen erhielten. Der Markt profitiert von steigenden Benzinpreisen und einem wachsenden Angebot zurückgegebener Leasingfahrzeuge. Laut Deutsche Automobil Treuhand sind viele Modelle inzwischen erschwinglich geworden, die Betriebskosten liegen zudem meist unter denen von Verbrennerfahrzeugen. tagesschau.de
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Wir sind die Medizinischer-Fortschritt-Versicherung. Die PKV erstattet viele Arzneimittel und Therapien schon frühzeitig. So sorgen wir dafür, dass sie schneller oder überhaupt erst in Deutschland verfügbar sind. Darüber hinaus fördern wir mit unseren „HealCapital“-Fonds viele Start-ups aus der Healthtech-Branche. Das alles kommt auch gesetzlich Versicherten zugute. Mehr auf pkv.de
BDI drängt auf umfassendes Reformpaket vor dem Sommer: Die deutsche Industrie warnt vor einem weiteren Rückfall der Konjunktur und fordert von der Bundesregierung rasches Handeln. Nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs haben führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,3 auf 0,6 Prozent halbiert. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner verlangt ein Reformpaket, das Arbeitskosten senkt, Investitionen erleichtert und staatliche Programme wirksam macht. Der Verband mahnt entschlossene Strukturreformen bei Steuern, Sozialabgaben und Arbeitsmarkt an – nur dann könnten Betriebe im internationalen Wettbewerb bestehen. zdfheute.de
Bund will Länder und Kommunen bis 2029 um vier Milliarden Euro entlasten: Die Entlastung betrifft Geberländer im Finanzausgleich mit 400 Millionen Euro, die Kommunen in hochverschuldeten Regionen mit 250 Millionen Euro pro Jahr sowie ostdeutsche Länder bei der Zusatzversorgung ehemaliger DDR-Beschäftigter. Nordrhein-Westfalen erhält den größten Anteil der Mittel, rund 164,5 Millionen Euro jährlich. Bis 2029 will der Bund zudem 60 Prozent der DDR-Versorgungskosten übernehmen – das entspricht entlastenden 350 Millionen Euro pro Jahr für die neuen Länder. welt.de
Fressnapf will mit kleineren Innenstadt-Filialen expandieren: Der Krefelder Heimtierbedarf-Händler testet neue kleinere Ladenkonzepte und eröffnet im Herbst seine ersten “Urban Stores” in deutschen Innenstädten. Insgesamt sind 25 Neueröffnungen in diesem Jahr geplant; die Flächen umfassen rund 250 Quadratmeter und sind damit nur halb so groß wie klassische Märkte. Vorstandschef Matt Simister sieht trotz zunehmender Konkurrenz und Kaufzurückhaltung im Heimtiersegment weiter solide Wachstumsperspektiven. Besonders gefragt sind Eigenmarken und Gesundheitsprodukte, während Fressnapf im Heimatmarkt mit 30 Prozent Anteil klare Marktführerschaft hält. n-tv.de
Weitere Meldungen:
- Grünen-Politikerin Ricarda Lang will Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abschaffen; CDU-Politiker nennt es “bedenkenswert”. welt.de
- Opec+ beschließt höhere Förderquoten. n-tv.de
- Dresdner Firma baut größtes Windrad der Welt. mdr.de
- Smarter Paketdienst für den lokalen Handel in Jena. otz.de
- Polen verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland. tagesschau.de
- Deutsche Bank macht Aufsichtsratschef zum Einkommensmillionär. handelsblatt.com
- John-Bates-Clark-Medaille: Höchste Auszeichnung für deutschen U-40-Ökonomen Ludwig Straub. faz.net
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DIGITALISIERUNG
Thinktank warnt vor wachsendem Risiko für Unternehmen durch unkontrollierte KI-Agenten: Selbstlernende Software-Agenten führen zunehmend eigenmächtige Aktionen aus – von massenhaften E-Mail-Löschungen bis hin zu öffentlichen Beschimpfungen menschlicher Entwickler. Die Zahl solcher Zwischenfälle hat sich binnen eines halben Jahres verfünffacht, meldet das britische Centre for Long-Term Resilience. Ursache dürfte der Boom von Systemen wie “OpenClaw” sein, die den Einsatz von KI-Agenten stark erleichtern. Laut IT-Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks entsteht dadurch eine neue Klasse “überprivilegierter” digitaler Akteure, die tief in Unternehmenssysteme eingreifen können. Auch wenn noch keine gravierenden Schäden dokumentiert wurden, halten Experten eine verstärkte Überwachung und klare Sicherheitsrichtlinien für dringend notwendig – insbesondere für Firmen, die Automatisierung in sensiblen Geschäftsbereichen nutzen. sueddeutsche.de
Krankenhaus in Erfurt testet 3D-gedruckte Medikamente für personalisierte Therapie: Im Helios-Klinikum druckt die Krankenhausapotheke Medikamente, um Dosis, Form, Konsistenz und sogar Geschmack individuell an Patienten anzupassen. Für die Einführung musste das Apothekenteam in zweijähriger Vorarbeit mit Aufsichtsbehörden klären, wie sich die neue Herstellung in den Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs abbilden lässt und dass der Drucker verlässlich Arzneimittel in hoher Qualität produziert. Nun untersuchen zwei multizentrische Studien mit mehr als 1000 Patienten aus vier Kliniken, ob die gedruckten Präparate in der Altersmedizin sowie bei Kindern besser akzeptiert werden, eine präzisere Dosierung erlauben und die Therapietreue erhöhen. mdr.de
RAT UND TAT
Stralsunder Malermeister lockt Azubis mit Führerscheinangebot im dritten Lehrjahr: Weil er trotz 20 bis 30 Bewerbungen keine passenden Auszubildenden fand, will er künftig im dritten Lehrjahr den Führerschein finanzieren. Damit hofft er, engagierte Schulabgänger für seinen Betrieb zu gewinnen. Schulz wirbt dafür gezielt auf Social Media, um dort junge Menschen zu erreichen, die er über klassische Wege kaum noch anspricht. ostsee-zeitung.de
Wero bleibt in Deutschland Nischenprodukt: Während in Frankreich bereits jeder Fünfte privat Geld über den europäischen Bezahldienst Wero überweist, nutzen ihn in Deutschland lediglich vier Prozent der Befragten. Das ergab eine YouGov-Erhebung im Auftrag von BearingPoint unter mehr als 9000 Teilnehmern aus neun europäischen Ländern. In Deutschland dominiert weiterhin Paypal mit 56 Prozent den Markt privater Geldtransfers. Hinter Wero steht die European Payments Initiative, ein Zusammenschluss europäischer Banken, der eine unabhängige Alternative zu US-Zahlungsdiensten schaffen will. t3n.de
ANGEZÄHLT
Die deutsche Industrie hat im Februar ein moderates Plus von 0,9 Prozent beim Neugeschäft erzielt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit setzt sich der seit August beobachtete Aufwärtstrend fort, bevor geopolitische Risiken die Nachfrage dämpfen könnten. Ohne Großbestellungen lagen die Aufträge sogar 3,5 Prozent höher als im Januar, der mit einem Rückgang um 11,1 Prozent auffallend schwach war. Ökonomen erwarten nun, dass der Iran-Krieg und steigende Energiekosten eine erneute Anpassung der Preis- und Planungskalkulationen in den Betrieben erzwingen. t-online.de
ZITAT DER WOCHE
Handwerkspräsident Jörg Dittrich fordert Unterstützung für mittelständische Unternehmen. t-online.de
ZULETZT
Beton statt Bombe stoppt Bauarbeiten nur kurz: Bei Bauarbeiten am Bahnhof Offenburg ist in der Nacht zu Ostersonntag ein vermeintlicher Blindgänger entdeckt worden. Arbeiter stoppten daraufhin die Arbeiten und das Gelände wurde geräumt, auch eine Straße wurde vorsorglich gesperrt. Ein Experte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes stellte wenig später fest, dass es sich lediglich um ein Betonbauteil handelte. n-tv.de