Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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POLITIK UND MITTELSTAND
Bruttoinlandsprodukt steigt stärker als gedacht: Trotz Lockdowns ist die deutsche Wirtschaft zum Jahresende vergleichsweise gut durch das Jahr 2020 gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nach Angaben des statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent. Einbußen der Einzelhändler durch die Corona-Restriktionen wurden durch steigende Exporte und einen Boom in der Bau-Branche ausgeglichen. Wirtschaftsminister Altmaier sieht darin ein “wichtiges Signal der Zuversicht”.
manager-magazin.de
Mittelstand fordert verbindlichen „Exit-Fahrplan“ aus dem Lockdown: Der Bundesverband
mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert in einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen verbindlichen Fahrplan für einen Weg aus dem Lockdown. Beklagt wird auch die fehlende Perspektive für die Wirtschaft und der “Zustand der Ungewissheit”, den der Lockdown hervorruft. Außerdem soll nach Wünschen des Verbandes ein “Wirtschaftsgipfel” mit der Bundeskanzlerin abgehalten werden.
Wichtig sei aber insbesondere eine Einbindung der Wirtschaft in die Erarbeitung eines verbindlichen Öffnungskonzepts. Der Fahrplan müsse ebenso verbindlich wie bundeseinheitlich gelten, sollte zugleich aber auch regionale Abstufungen ermöglichen. Auch ein Fahrplan für die Entlastung von Unternehmen nach der Pandemie wird gefordert.
Bund und Länder wollen in der kommenden Woche erneut über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.
rnd.de
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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com
Scholz will Umsatzsteuerpflicht auf Sachspenden aussetzen: Wie der “Spiegel” berichtet, plant Finanzminister Olaf Scholz eine Aussetzung der Umsatzsteuerpflicht auf Sachspenden bis Jahresende. Dadurch soll Händlern erleichtert werden, abgeschriebene Waren – beispielsweise Kleidungskollektionen – an gemeinnützige Organisationen spenden zu können. Einer Initiative von Grünen, Einzelhandelsverband und Paritätischem Wohlfahrtsverband geht dies nicht weit genug. Sie fordert die dauerhafte Abschaffung der Umsatzsteuerpflicht auf Sachspenden an Organisationen. Ob es nun um Kleidung geht oder beispielsweise um Lebensmittel, die Vereinen wie der Tafel gespendet werden, sie sollten umsatzsteuerfrei möglich sein.
deutschlandfunk.de, spiegel.de
Einzelhändler klagen gegen Corona-Schließungen: Verschiedene Einzelhandelsketten, darunter Elektrohändler Media-Saturn, Baumarkt Obi, Bekleidungsriese S.Oliver, beginnen mit Klagen gegen die Coronaregelungen von Bund und Ländern vorzugehen. Sie halten die Filialschließungen der Lockdowns für unverhältnismäßig, zumal wissenschaftlich nicht belegt sei, dass der Einzelhandel wirklich als Infektionshotspot auszumachen sei. Mona Buckeinmaier aus der Geschäftsführung des schwäbischen Modehauses Riani fasst die Situation wie folgt zusammen: “Wir brauchen Alternativen, wie man die Bevölkerung schützen kann und trotzdem öffentliches Leben möglich ist. Was die Bundesregierung hier bisher geliefert hat, ist sehr dürftig.” Noch ist nicht klar, ob und in welcher Form die Händler mit ihrer nun auf Deutschland hereinbrechenden Klagewelle Erfolg haben werden.
faz.net
Mittelständler klagen über gefährliche Blackouts wiwo.de
Knorr-Bremse und Lufthansa: Unternehmer Thiele ist tot tagesschau.de
Corona-Hilfen der Bundesregierung: Es wird besser – etwas marktundmittelstand.de
Dienstreisen im Mittelstand: „Kein Monteur, keine Bezahlung“ sueddeutsche.de
Lieferkettengesetz: Sorge um den Mittelstand kloepfel-consulting.com
Wie Unternehmen von geistigem Eigentum profitieren springerprofessional.de
Die digitale Event-Reihe “The Grow” matcht Startups und Mittelständler aus dem DACH-Raum derbrutkasten.com
RAT UND TAT
Die Hälfte aller KMU hat schon einmal einen Angriff auf ihre Website erlebt: Ein Bericht des amerikanischen Sicherheitsdienstleisters Sectigo kommt zu dem Schluss, dass 50 Prozent der mehr als 1.100 befragten KMU schon einmal eine Cyberattacke auf ihre Homepage erlebt hat, 40 Prozent werden sogar monatlich angegriffen. Trotzdem ist der Schutz ihres Internetauftritts nicht für alle KMU von oberster Priorität. Es scheint eine Kluft zwischen Bedrohungswahrnehmung und -realität zu geben. So gaben ebenfalls fast 50 Prozent der Befragten an, sie hielten ihr Unternehmen für “zu klein für einen Angriff”. Dabei können Cyberattacken weitreichende finanzielle Folgen haben: Durch Einnahmeverluste, gesperrte Unternehmensinfrastruktur, verlorene Daten und auch Prestigeverlust. Nur drei Prozent der KMU die im vergangenen Jahr Opfer einer Attacke wurden, gaben an, das diese keinerlei Auswirkungen hatte. Ein Dritte hatte Einnahmeverluste zu beklagen, weshalb die Cybersicherheit nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.
finanzen.net
Wie Logistikdokumente mittels Blockchain-Technologie vereinfacht werden könnte: Gerade im Logistik-Bereich gibt es eine Menge an Daten (Frachtpapiere, Lieferscheine, Zolldokumente), die sowohl haptisch als auch digital ausgetauscht werden. Mit Blockchain-Technologie könnten die Unterlagen für alle Akteure digital und dezentral gesammelt werden.
Die Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) hat zwischen 2018 und 2020 im Rahmen des Projekts „Hansebloc“ erforscht, wie der manuelle Aufwand hierbei verringert werden kann. Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen und es gibt bereits erste Ansätze, doch marktreif ist das Produkt noch nicht. Langfristiges Ziel ist es, aber das Produkt als eine Art offene Infrastruktur für Mittelständler anzubieten.
dvz.de
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Berlin Bubble: Was bewegt Berlin-Mitte? In unserem wöchentlichen Podcast “Berlin Bubble” diskutieren Matthias Bannas, Egon Huschitt und Stefan Maurer, was im politischen Berlin auf der Agenda steht. info-fm.de
Arbeitsplatzhygiene: Im Gespräch mit “Markt und Mittelstand” erklärt Nicola Cassanelli vom Reinigungsdienstleister Rentokil Initial, was Arbeitgeber für die Einhaltung und Aufrechterhaltung von Hygienevorschriften am Arbeitsplatz tun können, was die größten Hygienefallen bei der Arbeit sind und wie die sachgemäße Desinfektion eines Arbeitsplatzes geschehen kann.
marktundmittelstand.de
ZITAT DER WOCHE
“Ausbleibende Wirtschaftshilfen einerseits und die fehlende Perspektivlosigkeit andererseits führen zu einer starken Verunsicherung in vielen Branchen und Unternehmen. Es fehlt weiterhin eine konkrete Öffnungsstrategie, ein Mutmacher, wenn man so will, für die deutsche Wirtschaft.”
Marc Tenbieg, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Mittelstands-Bund (DMB), kritisiert die hohe Bürokratie im Zusammenhang mit den Coronahilfen zum einen und vermisst eine richtige Perspektive für den Weg aus der Coronakrise.
businessinsider.de
AUS DER REIHE
Podcast zum Thema Mut: In der aktuellen Folge von “Handelsblatt Disrupt” widmet sich der Autor Philipp Depiereux dem Thema Mut. Dieser sei eine “Eigenschaft, die vielen Mittelständlern und Konzernlenkern in Deutschland fehle” so Depiereux, der deshalb ein Thema dazu geschrieben hat.
handelsblatt.com