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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 6: Bund-Länder-Gipfel beschließt Verlängerung des Lockdowns, Mittelstand extrem unzufrieden mit Corona-Politik der Bundesregierung, Lockdown hinterlässt Spuren im Geschäftsklima
10. Februar 2021

POLITIK UND MITTELSTAND

Bund-Länder-Gipfel beschließt Verlängerung des Lockdowns: Auf dem Gipfeltreffen zur aktuellen Corona-Lage haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder auf eine Verlängerung des bislang geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 7. März geeinigt. Diskussionsbedarf bestand vor allem bei Fragen bezüglich der vorzeitigen Öffnungen von Kitas, Grundschulen und Friseuren. Am späten Nachmittag sickerte durch, dass Friseure ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Tattoostudios und Kosmetiksalons bleiben vorerst geschlossen. Die Öffnung von Schulen und Kitas wird hingegen zukünftig im Ermessen der Länder liegen. Auf Drängen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sollen Kita-Beschäftigte und Lehrkräfte früher als derzeit geplant gegen Corona geimpft werden. tagesschau.de, zeit.de
Mittelstand extrem unzufrieden mit Corona-Politik der Bundesregierung: Eine Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft stellt der Bundesregierung in Sachen Corona-Hilfspolitik ein schlechtes Zeugnis aus. 71 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, die Beantragung und Auszahlung der staatlichen Wirtschaftshilfen als zu bürokratisch und kompliziert zu empfinden. Fast die Hälfte schätzt die Corona-Politik der Regierung als schlecht bis sehr schlecht ein. Einer der Hauptkritikpunkte ist die weiterhin schleppend verlaufende Auszahlung der Corona-Hilfen. Fast 27 Prozent der Unternehmen musste länger als 12 Wochen auf versprochene Hilfszahlungen warten. Der Bundesgeschäftsführer des Verbands, Markus Jerger, sagte angesichts der Zahlen, die Stimmung im Mittelstand sei gekippt. Man erwarte nun einen verbindlichen Öffnungsfahrplan.
wiwo.de

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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com

Lockdown hinterlässt Spuren im Geschäftsklima: Unter dem anhaltenden Lockdown leidet zunehmend das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Laut einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW sank das Stimmungsniveau im Januar um 4,2 Zähler auf minus 14,8 Punkte. Vor allem kleine Unternehmen würden über zurückgehende Lagebeurteilungen und Geschäftserwartungen klagen. Doch auch bei den mittelständischen Unternehmen nehme der Pessimismus zu, so KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib bei der Präsentation der Zahlen. Vor allem die unsichere Perspektive nagt an vielen KMU. Dennoch ist das aktuelle Geschäftsklima Welten vom historischen Tiefstand von minus 42,5 Punkten im April 2020 entfernt.
n-tv.de
Ernüchternde TU Berlin-Studie über Ansteckungsrisiko erschienen: Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus in geschlossenen Räumen selbst unter Berücksichtigung geltender Hygienekonzepte und -maßnahmen? Es ist eine Schlüsselfrage in der Debatte um Öffnungen für gewisse Branchen und Betriebe, die vom Lockdown betroffen sind. Eine aktuelle Studie der TU Berlin zeichnet ein differenziertes, im Großen und Ganzen aber doch alarmierendes Bild. So seien selbst unter Einhaltung der Hygieneregeln Menschen in Schulen und Büros einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, als etwa beim Friseur oder im Theater. Demnach weisen Büros selbst bei nur halber Belegung bei einer Aufenthaltsdauer von acht Stunden und ohne Maskenpflicht einen R-Wert von 8 auf. In nur halb belegten Schulen mit Maskenpflicht liege der R-Wert bei 2,9. Bei Friseuren ermittelten die Forscher einen R-Wert von 0,6. Auch im nur zur Hälfte belegten Restaurant liege der Wert bei 2,3.
tagesspiegel.de

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Berlin Bubble: Was bewegt Berlin-Mitte? In unserem wöchentlichen Podcast “Berlin Bubble” diskutieren Matthias Bannas, Egon Huschitt und Stefan Maurer, was im politischen Berlin auf der Agenda steht. info-fm.de

FDP legt 7-Stufen-Plan für Lockerungen vor: Einen Vorschlag zur reglementierten Öffnung von Geschäften, Schulen und Kitas legte die FDP am Mittwoch im Bundestag vor. Darin heißt es, es müssten neben den Fallzahlen weitere Parameter wie die Erkrankung der über 50-jährigen, die Belastung der Krankenhäuser oder die Verteilung des Infektionsgeschehens beachtet werden. Es gehe darum, den Menschen eine verbindliche Perspektive zu geben, die bei Bedarf auch erneute Verschärfungen beinhalte. FDP-Chef Lindner machte sich hingegen schon vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch und trotz einer landesweiten Ausbreitung der Corona-Mutationen für sofortige Lockerungen stark. Gegenüber der “Passauer Neuen Presse” sagte er, es sei schon jetzt regional möglich, Kitas und Schulen sowie Friseure und Handel zu öffnen.
rnd.de
Kurzmeldungen:

  • Astrazeneca und Dessauer Unternehmen IDT Biologika vereinbaren Impfstoff-Produktionsanlagen in Sachsen-Anhalt zeit.de
  • Hälfte der deutschen Familienunternehmen von regelmäßigen Stromausfällen betroffen focus.de
  • Freiburger Familienunternehmen erhält Regierungsauftrag für Corona-Schnelltests badische-zeitung.de
  • Rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister Wissing (FDP) will CO2-Abgabe für Unternehmen aussetzen marktundmittelstand.de
  • Immer mehr Mittelständler müssen Höchststeuersatz zahlen focus.de

RAT UND TAT

Neuer Deutscher Robotik Verband attraktiv für Mittelstand?: Als Interessenvertretung für KMU fungieren und als Austauschplattform die Robotik im breiten Mittelstand verankern – das ist das ambitionierte Ziel des neu gegründeten Deutschen Robotik Verbandes (DRV). Für die Gründer Helmut Schmid und Olaf Gehrels gehe es vor allem darum, KMU im Umgang mit roboterbasierten Anwendungen zu unterstützen. “Kleinen und mittleren Unternehmen wird es noch zu schwergemacht, Zugang zur Robotik zu bekommen”, so Gehrels. Mit der Gründung des DRV wolle man Mut machen und Ängste vor den vermeintlich “hochkomplexen” und “teuren” Helfern abbauen. Dabei sieht man sich als Ergänzung, nicht Konkurrenz, zum existierenden Fachverband Robotik + Automation im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Dieser richte sich eher an Großkonzerne, so die Gründer des DRV.
produktion.de
KMU-Investitionen in IT-Security nehmen zu: Im Zuge der Corona-Pandemie und gestiegener Sicherheitsanforderungen für Homeoffice-Lösungen oder der durch die Pandemie vorangetriebenen Digitalisierung steigen offenbar mittlerweile die Investitionen Kleiner und Mittlerer Unternehmen in Deutschland. Darauf deutet zumindest eine Umfrage des IT-Sicherheitsherstellers ESET in Deutschland, Österreich und der Schweiz hin. Demnach gaben 62 Prozent der Firmenlenker in den drei Ländern an, mehr für ihre IT-Sicherheit ausgeben zu wollen. Fast genau so viele, nämlich 60 Prozent, wollen in den kommenden Jahren auf externe Expertise in Form von Managed Service Providern zurückgreifen. Die wichtigsten Präferenzen im Umgang mit IT-Sicherheitsaufrüstungen liegen bei einer leichten Administrierung (57 Prozent), einer einfachen Installation (48 Prozent) sowie in positiven Testergebnissen (46 Prozent).
it-daily.net

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

DGB veröffentlicht Forderungsliste an Regierung: Bis zu den Bundestagswahlen im September hat die Große Koalition aus CDU und SPD noch einiges zu beschließen – zumindest wenn es nach dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geht. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte auf der Jahrespressekonferenz in Berlin, Deutschland brauche ein ambitioniertes Investitionsprogramm für die Zukunft. Konkret fordert er, die Schuldenbremse und die Schwarze Null zugunsten von Investitionen in Infrastruktur, Forschung, Gesundheit, Bildung und sozialen Wohnungsbau aufzuheben. Der Union warf Hoffmann vor, das Betriebsrätestärkungsgesetz aus dem Arbeitsministerium zu blockieren, dabei bedürfe es mehr Betriebsräte und stärkere Mitbestimmung in den Unternehmen. Zudem gelte es Anstrengungen zu unternehmen, um die Tariftreue zu stärken.
rnd.de
Studie: Büropräsenz steigert Infektionsrisiko – Homeoffice-Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt: Eine aktuelle Langzeitstudie von Konstanzer Wissenschaftlern untermauert das deutlich höhere Corona-Infektionsrisiko von Beschäftigten bei der Präsenzarbeit. Je nach Aktivität sei es vier- bis achtmal so hoch wie im Homeoffice. Für die Studie werden in regelmäßigen Abständen rund 700 Beschäftigte aus verschiedenen Branchen, die repräsentativ für die gesamte deutsche Erwerbsbevölkerung seien, befragt. Demnach sind vor allem Meetings und Kantinen Infektionsherde. Daran zeigt sich auch die mangelhafte Umsetzung der Hygienevorschriften in vielen Unternehmen. So gaben 34 Prozent der Befragten an, auch während des aktuellen Lockdowns keine visuellen Meetings abzuhalten. 22 Prozent berichteten über nach wie vor geöffnete Kantinen, obwohl dies derzeit nur erlaubt ist, wenn die Situation im Betrieb es nicht anders zulässt.
rnd.de

ZITAT DER WOCHE

Man muss davon ausgehen, dass es wirtschaftlich schädlich ist, wenn man sich eine dritte Welle einfängt, da hilft die Öffnung nichts
Ifo-Präsident Clemens Fuest spricht sich gegen ein zu frühes Ende des Lockdowns trotz hoher Infektionslage aus. Dies würde der Wirtschaft langfristig viel mehr schaden.
rnd.de

AUS DER REIHE

Kreativ: Bierbrauer verkauft Impfstoff: Die deutsche Brauereibranche klagt über gesunkenen Absatz. Ein Brauer aus Bamberg begegnet dem Problem mit Kreativität und Witz. Um die Kundschaft aufzumuntern, sei er im Dezember auf die Idee gekommen, eine Biersorte “Impfstoff in Dosen” zu nennen, erzählt der Brauer David Hertl. Sein Bier enthält eine vielversprechend hohe Dosierung von 6-7,5 Prozent Alkohol, demnächst soll es sogar eine Sorte mit 8 Prozent geben. Obgleich sein “Stoff” natürlich keine Schutzwirkung gegen das Corona-Virus entfaltet, sind die Parallelen zur Corona-Impfstoffproduktion erstaunlich. Auch bei Hertl gibt es Lieferprobleme, schon jetzt seien 80 Prozent der nächsten Lieferung vorbestellt. Über die Lieferverträge sind allerdings noch keine pikanten Details bekannt.
br.de

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