Capital Beat TV

 
 

Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen, wöchentlichen Newsletter an:

KW 50: Forderungen an den neuen sächsischen Ministerpräsidenten, Rezept gegen das Apothekensterben gesucht, Bundesrechnungshof kritisiert Umgang mit Umsatzsteuer
13. Dezember 2017

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Forderungen an den neuen sächsischen Ministerpräsidenten: Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft fordert für das Bundesland Sachsen eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik. Am Montag wurde bereits ein Forderungskatalog an den neuen Regierungschef Michael Kretschmer überreicht. Nach Aussagen von Verbandschef Jochen Leonhardt gehe es darum, Sicherheit, Wohlstand und Innovationskraft langfristig zu garantieren. Im Zentrum stehe die Förderung der Wirtschaft im ländlichen Raum und der Breitbandausbau. Die Kooperationen mit Hochschulen und forschungsnahen Einrichtungen solle dabei intensiviert werden.
welt.de

Rezept gegen das Apothekensterben gesucht: Fast jeder zweiten Apotheke in Deutschland droht das Aus. Die Schließung von 7.600 Hauptapotheken gilt nach einer Studie des Wirtschaftsministeriums als “mittelfristig wahrscheinlich”. Betroffen sind vor allem Apotheken in der Stadt und weniger auf dem Land. Hintergrund ist, dass viele Apotheken nicht mehr rentabel arbeiten können. Gutachter schlagen eine Preisreform vor. Gesetzliche Kassen, private Versicherungen und Kunden würden sparen, Apotheker mehr verdienen. Die 1,3 Milliarden Euro teure Reform würde zu Lasten der Pharmakonzerne gehen.
faz.net

Bundesrechnungshof kritisiert Umgang mit Umsatzsteuer: Der Bundesrechnungshof kritisiert: Deutsche Behörden tun seit Jahren zu wenig gegen den Umsatzsteuerbetrug. In einem aktuellen Bericht heißt es: “Die Finanzämter prüfen regelmäßig nicht, ob Verstöße gegen umsatzsteuerliche Pflichten vorliegen.” Gemeint sind sowohl Verstöße bei Geschäften innerhalb Deutschlands als auch im europäischen Handel. Nach Schätzungen der EU-Kommission entsteht in Deutschland jährlich ein Schaden von 22 Milliarden Euro wegen Hinterziehung der Umsatzsteuer.
spiegel.de

Startups und Mittelstand: Deutsche Mittelständler entdecken gerade die Startup-Szene für sich. Das 1872 gegründete Familienunternehmen Scheidt & Bachmann übernimmt die Mehrheit am Kölner Jungunternehmen Evopark. Die Katjes-Tochter Greenfood hat in Hanf-Limonade, Porridge oder ein US-amerikanisches Müsli-Startup investiert. Vorwerk beteiligt sich über den eigenen Venture-Arm ohnehin schon seit vielen Jahren, unter anderem an Startups wie Hellofresh oder Thermondo. Mittelständler sind die zentrale Achse der deutschen Wirtschaft: Die erwirtschafteten 2015 mit rund 2,215 Billionen Euro ein Drittel des Umsatzes aller Unternehmen. 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten im Mittelstand.
gruenderszene.de

Pleiten gehen zurück: Insgesamt ist die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland allerdings auf den niedrigsten Stand seit 1994 gesunken. Gerade einmal 20.200 Unternehmen sind in diesem Jahr pleitegegangen, zeigt eine Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Im Vergleich zum letzten Höchststand 2003 hat sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen damit halbiert. Viele Unternehmen profitierten von der weltweiten Nachfrage nach “Made in Germany” und der Konsumfreude der Verbraucher, hieß es zur Begründung.
tagesspiegel.de

Digitalisierung im Rechnungswesen und Controlling: Die Studie “Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung im Rechnungswesen und Controlling” kommt zu dem Ergebnis: Zwei Drittel der Unternehmen im Mittelstand haben sehr wohl eine Digitalisierungsstrategie. Bei 97 Prozent der Befragten trifft diese das Rechnungswesen, bei 91 Prozent das Controlling. Wo sehen Unternehmen hier das meiste Potential für digitale Prozesse? Prüfen von Eingangsrechnungen, Verteilen von Berichten, Inkasso, Mahnungen per Brief oder Mail, Fast Close.
springerprofessional.de

Deutsche Unternehmen glauben trotz Trump und Abschottungskurs an gute Geschäfte mit den USA handelsblatt.com
Unternehmensreise für die Branchen E-Mobilität und innovative Antriebstechnologien in die Autocity Huadu finanznachrichten.de
Werkzeugbauer und Stanztechniker Härter investiert Millionen in neues Entwicklungszentrum econo.de

AUS GEZÄHLT

180 Millionen kommen auf die deutschen Maschinenbauer im Falle eines harten Brexit an Mehrkosten zu.
faz.net

RAT UND TAT

Ein guter Einkauf geht durch den Magen: Im Kampf gegen den Online-Handel setzen deutsche Einzelhändler verstärkt auf gastronomische Angebote. Eine am Montag vorgestellte Studie des Handelsforschungsinstituts EHI verrät: Die Umsätze der Händler mit Gastronomieangeboten beläuft sich auf neun Milliarden Euro jährlich. 33.000 Supermärkte, Baumärkte, Textilhändler, Möbelgeschäfte und Buchhandlungen bieten bereits Speisen und Getränke zum Sofortverzehr.
faz.net

Digitalisierung belastet die Kleinen: Neue Gesetzesvorschriften zur Digitalisierung bei der Kassenführung und zur Kassennachschau können zur Belastung für kleine und mittlere Unternehmen werden. Seit Anfang 2017 sind Unternehmen mit Registrierkassen dazu verpflichtet, sämtliche Kassendaten elektronisch aufzuzeichnen und zu speichern. Ab Januar 2020 sollen Kassen zudem über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Hier fehlt allerdings noch eine genaue Definition vom Gesetzgeber. „Ein Großteil der Betriebe wird von Generationen geführt, die mit digitaler Speicherung und Archivierung ihrer Belege kaum Erfahrung haben“, sagt etwa Hubert Lohberger, Obermeister der Metzger-Innung Rosenheim. Es fehle an Härtefallregelungen, zumal die neuen Vorschriften hohe Investitionen erfordern würden.
bgland24.de

AUS GESPROCHEN

„Als Gründe, die gegen noch intensivere Digitalisierung sprechen, wurde häufig fehlen der wahrgenommener Nutzen in der eigenen Produktion oder in dem digitalen Produkt oder Dienst für den Kunden genannt”

Der Bericht des Forschungsprojekts zur Digitalisierung im Mittelstand von KfW-Bankengruppe und ZEW kommt zu dem Schluss: Viele Unternehmer geben sich mit einer halbwegs ansehnlichen Bestell-Webseite und einer automatisierten Lagerhaltungssoftware zufrieden.
gruenderszene.de

AUS DER REIHE

Vegane Weihnachten: Bratwurst und Weihnachtsgans waren gestern. Die vegane Küche erobert die deutschen Weihnachtsmärkte, einige Märkte sind bereits total vegan und kommen auch bei den anderen Verkaufsständen ohne tierische Produkte aus. “Das ist auf jeden Fall ein Trend und wird jedes Jahr mehr”, sagt Wiebke Unger, Sprecherin von ProVeg. So gebe es dieses Jahr bundesweit 15 vegane Märkte, im Jahr zuvor seien es erst zehn gewesen.
handelsblatt.com

Wir verwenden Cookies, um dir das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten. Darüber hinaus nutzen wir Google Analytics, um die Nutzung unserer Website zu analysieren und zu verbessern. Deine Daten werden dabei anonymisiert verarbeitet. Du kannst der Verwendung von Google Analytics jederzeit zustimmen oder sie ablehnen. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.