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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 49: Mittelstand gegen große Koalition, Union-Wirtschaftsflügel fordert Entlastungen, Kompetenzzentren für Mittelstand 4.0
6. Dezember 2017

AUS POLITIK UND MITTELSSTAND

Mittelstand gegen große Koalition: Der Mittelstand will keine neue große Koalition in der Bundesregierung. “Was die SPD jetzt fordert, geht in der Gesundheits-, Renten-, Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik in die vollkommen falsche Richtung und wird für Deutschland teuer”, so der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven. Der Ausstieg der FDP aus Jamaika sei zwar konsequent gewesen. Die Mehrheit der Mittelständler würde trotzdem einen neuen, soliden Versuch von Jamaika begrüßen.
n-tv.de

Union-Wirtschaftsflügel fordert Entlastungen: Geht es nach dem Willen der Union, so soll eine nächste Bundesregierung den Mittelstand entlasten. Und das möglichst mit Sofortmaßnahmen. Die Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge als “Bürokratiemonster” könne vor allem der eher klein- und mittelständig geprägten Wirtschaft in Ostdeutschland helfen, so der CDU-Europaabgeordnete Hermann Winkler. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU, Carsten Linnemann, sieht auch darüber hinaus unmittelbaren Spielraum für weitere Bürokratieerleichterungen, die der ganzen Wirtschaft zu Gute kämen.
finanznachrichten.de

Kompetenzzentren für Mittelstand 4.0: Am 04. Dezember haben mit „Textil-vernetzt“, „IT-Wirtschaft“ und „Usability“ drei weitere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren ihre Arbeit aufgenommen. Seit Dezember 2015 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen. „Mit dem Start der drei neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren haben wir unser Ziel erreicht, ein bundesweit flächendeckendes Unterstützungsnetzwerk für den Mittelstand zu schaffen. Nur zwei Jahre nach dem Start des ersten Kompetenzzentrums, stehen unseren Unternehmen in Deutschland nun insgesamt 22 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren zur Seite”, freut sich Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries.
maschinenmarkt.vogel.de

Trotz Winterkälte weniger Arbeitslose: In ganz Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,4 Millionen gesunken, obwohl Stellen in Außenberufen während der kalten Winterzeit tendenziell abgebaut werden. Das ist der niedrigste November-Wert seit 1991. Im Vergleich zum Vormonat waren 20.000 weniger Männer und Frauen ohne einen Job. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um 164.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,3 Prozent. Erste Lichtblicke gibt es nach Einschätzung von BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker auch bei der Flüchtlingsintegration: Zwar galten im November immer noch 420.000 Flüchtlinge als arbeitssuchend; zugleich fänden aber auch immer mehr eine Stelle.
tagesspiegel.de

Roboter schaffen jede vierte Arbeitsstunde ab: Roboter werden laut einer Studie des McKinsey Global Institute vor allem in Deutschland bis zum Jahr 2030 enorm an Einfluss gewinnen. 24 Prozent der dann geleisteten Arbeitsstunden könnten durch Automatisierung wegfallen. Deutschland ist vor allem deswegen betroffen, weil die höheren Löhne hierzulande Anreize schaffen würden, Arbeitsplätze zu ersetzen. Bis zu zwölf Millionen Beschäftigte sind dann betroffen und müssen sich weiterbilden oder die Branche wechseln.
spiegel.de

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung: ein Drittel der Mittelständler haben Defizite bei Digitalisierung internetworld.de
Lieferdienst Liefery: Gründer kritisieren deutsches Arbeitsrecht welt.de
Neuer Trend: Coworking Spaces auf dem Land wired.de

AUS GEZÄHLT

21 Prozent der Befragten einer Studie von Oxford Economics nennen fehlende Budgets als größtes Hindernis auf dem Weg zur Digitalisierung. Mangelnde Zeit und noch nicht ausgereifte Technologien werden mit 15 Prozent auf Platz zwei genannt.
digitalbusiness-cloud.de

RAT UND TAT

Cybersicherheit: Angriffe abwehren und Schaden begrenzen: Um optimal gegen Cyberattacken gerüstet zu sein, betreibt Siemens eine eigene Hacker-Abteilung, die den Auftrag hat, die eigenen Sicherheitsvorkehrungen auszutricksen. Penetration Testing wird in der IT der Versuch genannt, in eine geschützte Umgebung einzudringen. Dabei sind es nicht fehlerhafte Software-Codes, die den meisten Schaden verursachen, sondern die mangelhafte Einbindung neuer Geräte oder Software in das bestehende System. Doch kleinere und mittlere Unternehmen können meist nicht diesen Aufwand betreiben. Dienstleister wie Hisolutions werden als Feuerwehr gerufen, wenn es bereits zu spät ist. “Noch vor fünf bis zehn Jahren bestand unsere Arbeit vor allem darin, einen Schadensfall zu verhindern. Heute geht es darum, den Schaden, der früher oder später eintritt, zu begrenzen”, sagt Direktor Frank Rustemeyer.
spiegel.de

Xing für den Mittelstand: Das Stellenportal Xing ist bei Arbeitnehmern wie Personalern als Recherchetool mittlerweile beliebt und verbreitet. Welche Chancen bietet das Portal für den Mittelstand, auch wenn man sich die Kosten für Werbung und Premium Account sparen möchte? “Auf Xing treffen wir die Entscheidungsträger”, bestätigt Manfred Meindl von der Outdoormarke Vaude. Momentan pflegt das Unternehmen sein Profil regelmäßig und nutzt es zum Netzwerken und als Instrument im Online-Marketing. Derzeit noch ohne Kosten, doch das wird wohl nicht immer so weiter gehen. „Lange wird es nicht mehr dauern, bis Xing die Werbetöpfe der Unternehmen entdeckt und man als Unternehmen kaum mehr darum herum kommen wird zu zahlen“, sagt Meindl.
wuv.de

AUS GESPROCHEN

„Bei dieser Debatte wird häufig vergessen, dass die Deutschen beispielsweise ihre Miete, ihre Steuer, die Rechnung der Stadtwerke, ihr Gehalt oder ihre Rente per Überweisung – also bargeldlos – abwickeln. Aber vor allem im Handel möchten viele Deutsche weiter bar bezahlen, ich auch. Diese Freiheit dürfen wir nicht verlieren.”

Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele findet: Digitalwährungen können bestimmte Bedürfnisse der Deutschen nicht befriedigen.
sueddeutsche.de

AUS DER REIHE

Fotohändler verlangt Gebühr für Beratung: Weil immer mehr Kunden zwar Beratungsangebote vor Ort nutzen, die Ware dann aber Online kaufen, verlangen immer mehr Einzelhändler Geld für ihre Beratung. So sind bei einem Fotogeschäft in Schwäbisch Hall zwar die ersten 15 Minuten Beratung kostenlos, dann kostet die Viertelstunde aber 25 Euro, wenn man im Anschluss keine Kamera erwirbt. “Wenn ich in meinem Leben an jeder Beratung etwas verdient hätte, könnte ich jetzt locker in Ruhestand gehen”, sagt der 64-Jährige Inhaber Friedrich Ulmer im Spaß. Weniger Kunden habe der Fotograf durch die Maßnahme jedenfalls nicht.
faz.net

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