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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 42: Neues Brennstoffemissionshandelsgesetz treibt Kosten in die Höhe, Immer weniger Frauen in DAX-Vorständen, Harter Winter für die deutsche Hotelbranche
14. Oktober 2020

POLITIK UND MITTELSTAND

Neues Brennstoffemissionshandelsgesetz treibt Kosten in die Höhe: Höhere Kraftstoffpreise für Autofahrer, steigende Heizkosten für Haushalte und Unternehmen müssen sich auf ansteigende Aufwendungen für Prozesswärme bereitmachen. Mit dem neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das zum Jahreswechsel in Kraft tritt, werden geltende EU-Vorgaben umgesetzt und eine über den EU-Emissionshandel hinausgehende CO2-Bepreisung eingeführt: Lieferanten von Diesel, Benzin, Heizöl oder Erdgas vor, je Tonne Kohlendioxid müssen künftig 25 Euro bezahlen. Bis 2025 soll der Preis auf 55 Euro steigen. Das EU-Emissionshandelssystem gehört zur Kernstrategie der EU-Politik zur Bekämpfung des Klimawandels und ist das wichtigste Instrument zur kostenwirksamen Verringerung der Treibhausgasemissionen der Industrie zur kostenwirksamen Verringerung der Treibhausgasemissionen der Industrie. Ausgleichsmaßnahmen sind für Unternehmen vorgesehen, um diese beispielsweise nicht doppelt zu belasten. Kleinere Unternehmen, die zum ersten Mal zur Kasse gebeten werden, würden ebenfalls entlastet. Das Umweltministerium wollte damit den Carbon Leakage effektiv verhindern.
faz.net
Immer weniger Frauen in DAX-Vorständen: Die Anzahl an Frauen in Vorständen von Dax-Konzernen ist erstmalig seit Jahren wieder gesunken. Dies zeigen Untersuchen der deutsch-schwedischen Allbright Stiftung, die sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft einsetzt. Bis zum 1. September saßen nur 12,8 Prozent Frauen oder anders ausgedrückt nur 23 Frauen in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne. Dies entspricht dem Niveau vom Jahr 2017. Letztes Jahr war es nur 29 Frauen. Der Anteil der Konzerne, die vollständig auf Frauen in Vorstandspositionen verzichten, ist zudem von sechs auf elf angestiegen. Vorstände versuchen eine generelle Verkleinerung mit der Coronakrise zu begründen. Dennoch sind bei Neubesetzungen mehr Männer berufen worden.  In den USA liegt der Frauenanteil in den Vorständen vergleichsweise bei fast 29 Prozent.
n-tv.de, faz.net

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Harter Winter für die deutsche Hotelbranche: Die Herbstferien haben in vielen Bundesländern bereits begonnen. Sie zählen für das Hotel- und Gastgewerbe fast zur umsatzstärksten Zeit des Jahres. Doch steigende Corona-Zahlen haben striktere Eindämmungsmaßnahmen zufolge – zum Leidwesen der deutschen Reiseveranstalter, Hoteliers oder Restaurantbetreiber. Denn trotz Bemühungen um bundeseinheitliche Lösungen, regelt jedes Bundesland weiterhin seine eigenen Maßnahmen. Neben Sperrstunden und Alkoholverbot für das Gastgewerbe gelten auch Beherbergungsverbote, die mittlerweile auch für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten gelten. Das Vorgehen der Politik wird vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga scharf kritisiert. Der heimischen Hotellerie und Reiseindustrie drohe eine neue Belastungsprobe, erklärte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Einschränkungen würden zudem nicht schlüssig erklärt. Auch der Geschäftsführer der inhabergeführten Hotel-Gruppe Lindner forderte die Politik auf endlich besser zu reagieren, wie zum Beispiel die Umsetzung der neuen Hygieneregeln nachzubessern.
faz.net
Cum-Ex-Prozess wegen Corona vertagt: Das Landgericht Wiesbaden hat den Prozessbeginn des “Cum-Ex”-Skandals auf das neue Jahr verschoben. Als Begründung gab das Landgericht den “Schutz der Verfahrensbeteiligten, der Mitarbeiter sowie der Zuschauer und Pressevertreter” an. Ende Januar 2021 soll der Prozess gegen den Steueranwalt Hanno Berger sowie gegen fünf Ex-Mitarbeitende der Hypo-Vereinsbank beginnen. Berger hat alle Vorwürfe gegen seine Person wiederholt bestritten und ebenfalls angekündigt, durch alle Instanzen zu gehen. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Hauptangeklagten bis zu zehn Jahre Haft. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bezeichnete Berger als treibende Kraft im Skandal.
faz.net, de.reuters.com, sueddeutsche.de

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Klagen gegen Beherbergungsverbote erwartet: Die Corona-Eindämmungsmaßnahmen werden sehr vermutlich schwere wirtschaftliche Folgen für die deutsche Tourismusbranche haben. Insbesondere das Beherbergungsverbot einiger Bundesländer für Reisende aus Risikogebieten. Allerdings seien die Verbote in der Praxis nicht schlüssig: in Berlin lebende Personen dürfen täglich zur Arbeit nach Brandenburg pendeln, jedoch nicht in einem Hotel des Nachbarbundeslandes übernachten. Hoteliers prüfen bereits erste rechtliche Schritte gegen die Beherbergungsverbote. Auch werden kritische Stimmen aus der Politik immer lauter. FDP Chef Christian Lindner bezeichnete das Beherbergungsverbot zum momentanen Zeitpunkt als “unverhältnismäßig und unnötig.”
zeit.de, tagesschau.de
Kurznachrichten

RAT UND TAT

Umfrage: Unternehmen unterschätzen häufig die Chancen von KI: Laut einer repräsentativen Studie des TÜV-Verbandes (VdTÜV), verkennt jedes zweites Unternehmen die Anwendungsgebiete für Künstliche Intelligenz (KI). Der tatsächliche Einsatz von KI in der Wirtschaft ist gering: Nur jedes zehntes Unternehmen verwendet die Technologie in der Praxis. Ausschließlich vier Prozent planen, dies zu ändern. Obwohl die Hälfte deutscher Firmen ihre Datenbasis für unzureichend halten, macht sich ein Großteil dennoch keine Gedanken über den Vorzug einer strategischen Datennutzung. Dirk Stenkamp, Präsident des TÜV-Verbandes erklärt, dass es vielen Unternehmen an Know-how, fehle was zu Unsicherheiten beim Einsatz der Technologie führe. Insbesondere der Mittelstand traue sich an künstliche Intelligenz noch nicht heran. Bedenken vor rechtlichen oder datenschutzrechtlichen Problemen halten vier vor zehn Unternehmen ab, den Megatrend im eigenen Betrieb zu nutzen.
welt.de
Unternehmen fordern gesetzliche KI-Regeln: Im Rahmen der VdTÜV Studie zur Künstlichen Intelligenz fordern viele Unternehmen auch einheitliche gesetzliche Vorschriften für den Einsatz der Technologie. So sprachen sich 90 Prozent der befragten Unternehmen für klare gesetzliche Regelungen aus, beispielsweise hinsichtlich der Haftung aus. Viele KI-Anwendungen sollten je nach ihrem spezifischen Risiko reguliert werden. Auch für die klare Kennzeichnung von KI-Produkten und -Anwendungen sprach sich ein Großteil der Befragten aus. “KI-Anwendungen sollten bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllen, wenn bei ihrer Nutzung die Gesundheit von Menschen oder ihre elementaren Grundrechte wie Privatsphäre oder Gleichberechtigung in Gefahr sind,” so Dr. Dirk Stenkamp, Präsident des TÜV-Verbands (VdTÜV), bei Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin.
infopoint-security.de

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european-circle.de

Fraunhofer-Institut baut 5G-Standalone-Netze in Baden-Württemberg auf: Ab Dezember können kleine und mittelständische Unternehmen das Potenzial von 5G-Standalone-Netzen testen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts baut das Institut an fünf Standorten in Baden-Württemberg: Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen und Freudenstadt. Unternehmen sollen auf diese Weise das Potenzial  von 5G für “vernetzte Produkte und Maschinen sowie smarte Dienstleistungen und neuartige Geschäftsmodelle” erforscht werden, so das IPA.
heise.de
Wie können kleine und mittelständische Unternehmen IOT zunutze machen?: Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) hat einen rasanten Aufstieg erlebt. Weltweit wird die Zahl der IoT-verbundenen Geräte bis 2023 voraussichtlich 43 Milliarden erreichen – laut McKinsey eine Verdreifachung ab 2018, was einer Marktprognose von über 176 Milliarden US-Dollar bis 2022 entspricht. Doch nicht nur große Unternehmen und sogenannte Global Player verwenden IoT-fähtige Geräte, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen entdecken vermehrt das enorme Potenzial in der Technologie. Nach Auswertungen des Vodafone 2020 IOT Spotlight Report halten 73 Prozent der Unternehmen IoT als unabdingbar an, um in Zukunft konkurrenzfähig zu sein. Insbesondere die Bereiche Logistik, Effizienz am Arbeitsplatz und Sicherheit werden als Vorteile verstanden.
techhq.com

ZITAT DER WOCHE

“Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen. […] Wir wollen keinen zweiten Lockdown. Aber ein zweiter Lockdown rückt näher, wenn es keinen Ruck gibt.”
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich zu sofortigen, strengeren Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung aus.
businessinsider.de
 

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AUS DER REIHE

Verdacht auf Steuerhinterziehung beim DFB: Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hat wegen des Verdachts der fremdnützigen Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besonders schweren Fällen die Geschäftsräume des Deutschen Fußballbundes (DFB) sowie private Wohnungen von DFB-Funktionären durchsuchen lassen. Wie die Bild mitteilte, seien darunter auch die Wohnhäuser des Ex-Präsidenten Reinhard Grindel und des BVB-Präsidenten Reinhard Rauball gewesen. Sechs Verantwortlichen wird zur Last gelegt, die Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Fußball-Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015 bewusst falsch als Einnahmen aus der Vermögensverwaltung deklariert zu haben. Der DFB sei damit einer Besteuerung in Höhe von 4,7 Millionen Euro entgangen. DFB-Präsident Fritz Keller wolle mit den Ermittlungsbehörden vollumfänglich kooperieren.
sueddeutsche.de, bild.de

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