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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 41: Unternehmen immer öfter Ziel von Hackerangriffen, Filmbranche leidet unter Corona-Folgen, Deutsche Industrie sieht wirtschaftliche Erholung in Gefahr
7. Oktober 2020

POLITIK UND MITTELSTAND

Unternehmen immer öfter Ziel von Hackerangriffen: Deutsche Unternehmen sehen sich mehr erfolgreichen Angriffen auf ihre IT-Systeme ausgesetzt. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens IDC, die alle zwei Jahre druchgeführt wird. Demnach haben 78 Prozent der teilnehmenden 200 Unternehmen mit jeweils mehr als 100 Mitarbeitern im untersuchten Zeitraum einen erfolgreichen Hackerangriff verbuchen müssen. Das entspricht einer Steigerung von 11 Prozent zur vorherigen Umfrage. Vor allem die Arbeit vieler Angestellter im Homeoffice birgt Sicherheitsrisiken. Dies führt zu einer steigenden Investitionsbereitschaft in die Sicherheit der Heimarbeitsplätze. Dabei gibt es durchaus Verbesserungsbedarf im Umgang mit den potenziell gravierenden Folgen von Cyberattacken für Unternhemen. Zwar fürchten 12 Prozent der Betriebe um die eigene Existenz infolge eines Cyberangriffs, aber ein Viertel der befragten Unternehmen verfüge über keinerlei Datensicherungen und ganze 35 Prozent besitzen keine Krisenreaktionspläne.
heise.de it-daily.net
Filmbranche leidet unter Corona-Folgen: Kaum eine Branche wird von den Folgen der Corona-Pandemie so hart getroffen wie die Kinobranche. Dies hat Auswirkungen auf die Industrieversicherungssparte der Allianz. Der nach eigenen Angaben der größte Versicherer von Studios in Hollywood erwartet Schadensbelastungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Film- oder Kinoproduktionen musste wegen der Coronakrise lahmgelegt werden. Auch für die Kinobetreiber herrscht seit März Krisenmodus. So schloss die weltweit zweitgrößte Kinokette Cineworld vorübergehend alle seine Kinos in den USA und Großbritannien. 45.000 Mitarbeiter sind von diesen Maßnahmen betroffen. Und das sind nur diejenigen, die direkt für und im Kino arbeiten. Wann die Kinokette wieder aufmachen will, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.
handelsblatt.com faz.net

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

FDP macht Vorschläge zur Unterstützung der Veranstalterbranche: Um Veranstalter zu unterstützen, die wegen der Corona-Krise um ihre Existenzen bangen, will die FDP nun einen Antrag mit sieben Forderungen an die Regierung in den Bundestag bringen: Darin wird verlangt, dass Selbstständigen die Gewährleistung eines adäquaten Unternehmerlohnes bzw. eines Zuschusses zu den Lebenshaltungskosten sichergestellt wird. Denn die Hilfen decken nur Betriebskosten ab, die bei vielen Selbstständigen, Schauspielern und Künstlern aber keine Rolle spielen. Man benötige “unbürokratische Unterstützung der Lebenshaltungskosten statt Hartz IV”. Zudem sollen die Laufzeiten der bestehenden Kreditprogramme und die Rückzahlung der Kredite verlängert werden. In der Gastronomie setzen die Liberalen auf Digitalisierung statt ausliegenden Listen, die Gäste abschrecken würden. So könnten beispielsweise QR-Codes zur Verfügung gestellt werden, damit die Kunden sich selbst anmelden können. tagesschau.de
Deutsche Industrie sieht wirtschaftliche Erholung in Gefahr: Auf dem Tag der deutschen Industrie (TdI) in Berlin, der in diesem Jahr Corona-bedingt deutlich kleiner als gewohnt ausfiel, hat der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, vor einer “existenziellen Bedrohung” der Wirtschaft gewarnt. Zwar erholte sich die Konjunktur und Auftragslage im letzten Quartal im Vergleich zum Frühjahr deutlich, dennoch bereiten die erneut ansteigenden Zahlen der Corona-Infizierten den versammelten Vertretern aus Wirtschaft und Politik Sorgen. “Wir müssen aus dem Krisenmodus in den Zukunftsmodus umschalten”, appellierte Kempf. Neben der Entwicklung der Pandemie nannten die Teilnehmer der Konferenz zukünftige politische Unwägbarkeiten wie den Ausgang der US-Wahlen im November, den Streit um den Brexit und den Handelskonflikt zwischen den USA und China als Herausforderungen. Angesichts dessen forderte der Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF, Martin Brudermüller, eine “echte Ehrlichkeit, was geht und was nicht”. dw.com

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Hotelpreise steigen trotz Nachfrageeinbruch: Angesichts der steigenden Corona-Zahlen europaweit bangt auch die Hotelbranche um den Ausklang des Geschäftsjahres. Obwohl oder gerade weil die Buchungszahlen in diesem Jahr nur bei knapp 50 Prozent des Vorjahres liegen, erhöhen viele Hoteliers die Preise deutlich. Das ergab eine Analyse des Preisvergleichsportals Idealo. Demnach stiegen die Preise pro Übernachtung in Hotels um drei Prozent und in Ferienwohnungen um fünf Prozent. In einigen Städten ist das Verhältnis zwischen Buchungen und Preis proÜbernachtung enorm. In Ruhpolding etwa sei die Nachfrage nach Ferienwohnungen um 94 Prozent zurückgegangen, gleichzeitig stiegen die Preise um 208 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – deutschlandweite Spitze. Auch in Trier, Hannover und Bad Reichenhall seien die Preise enorm nach oben angepasst worden. Dagegen fänden sich in Heilbronn (-36 Prozent), Bad Wörishofer (-33 Prozent) und im Ostseestädtchen Scharbeutz (-35 Prozent) die günstigsten Hotelübernachtungen im Vergleich zu 2019.
welt.de
Kurzmeldungen

  • Krankenkassen registrieren weniger Krankmeldungen in Corona-Zeiten zeit.de
  • Kartellamt fordert mehr Taten gegen Fake-Bewertungen im Netz tagesschau.de
  • IFW-Studie kritisiert fehlgeleitete deutsche Subventionen welt.de
  • Mittelständisches Geschäftsklimas steigt im September zum fünften Mal in Folge presseportal.de
  • NRW-Ministerpräsident Laschet fordert Belastungsmoratorium für Wirtschaft faz.net
  • Start-up Auto1 investiert in Endkundengeschäft und baut Vorstand um handelsblatt.com

RAT UND TAT

Warum Deutschland den Strukturwandel beschleunigen muss: Es ist kein Zufall, dass der Dachverband der deutschen Industrie BDI seinem alljährlichen “Tag der Industrie” das Motto Forward to the New” gegeben hat. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Importverhalten vieler Länder, die Finanzkraft und globale Lieferketten bedrohen das deutsche Kerngeschäft, die exportorientierte industrielle Wertschöpfung, in seinen Grundfesten. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen den anstehenden grundlegenden Strukturwandel in den Bereichen Klima und Digitalisierung jahrelang vernachlässigt haben. Nun drohen Massenentlassungen in weit höherem Ausmaß, als die laut einer Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 200.000 Produktionsjobs. Dafür werden auch die vier großen Treiber des Strukturwandels (Schwellenländer, Protektionismus, Digitalisierung, Dematerialisierung) nachhaltig sorgen. Stellt sich die Branche nicht den Herausforderungen der Zeit, droht ein Szenario ähnlich der Rezession von 1993, mit gravierenden Folgen für Unternehmen, Beschäftigte, die Wissenschaft und heranwachsende Jahrgänge.
manager-magazin.de
Neues Kompetenzzentrum untersucht Transformation der Arbeit durch KI in KMU: Die Integration neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) sorgt einerseits für Euphorie angesichts ihrer Einsatzmöglichkeiten und Optimierungspotenziale, andererseits für Zukunftsängste bei den Beschäftigten und Unsicherheiten bei Unternehmen. Das neugegründete Kompetenzzentrum “KI für die Arbeitswelt des industriellen Mittelstands” (KIAM) bestehend aus 18 Hochschulen und Unternehmen will erforschen, wie konkrete Ansätze kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) für Arbeitsplatzgestaltung und Qualifizierung aussehen müssten. Schließlich stehen insbesondere sie vor Herausforderungen durch fehlende Fachkräfte oder unklare technologische Voraussetzungen. Als Themenschwerpunkte setzt sich das KIAM unter anderem die Arbeitsplatzgestaltung, die Kompetenzentwicklung und Change Management. Auf der Grundlage der gewonnen Erkenntnisse sollen Weiterbildungsformate entwickelt werden, bei denen beispielsweise auch digitale Lernassistenten zum Einsatz kommen könnten. Gefördert wird das Kompetenzzentrum durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Für die Berücksichtigung der Interessen von Beschäftigten sorgt die Kooperation mit der IG Metall und den Betriebsräten.
elektronikpraxis.vogel.de

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Wie proaktives Coping bei der Übergabe innerhalb von Familienunternehmen hilft: So harmonisch das Projekt “Übergabe eines Familienunternehmens an die nachfolgende Generation” für außenstehende Ohren auch klingt, so schwierig und psychologisch belastend stellt es sich in der Realität oft dar. Schließlich verlangt die Übergabe eines Betriebes von der jungen Nachfolgern einen enormen Grad an Verantwortungsbewusstsein und psychologischer Reife. Ein zentraler Indikator für diese Eigenschaften stellt die Identifikation mit der Herausforderung des Neuen dar. Denn Unternehmensführung bedeutet nicht nur Fachwissen und Fachkompetenz, sondern verlangt der Nachfolgegeneration ein hohes Maß an Reflexion. Hier kommt der Begriff des proaktiven Copings ins Spiel. Damit ist die Fähigkeit gemeint, sich situationsabhängig in eine Stimmungslage zu versetzen, die notwendige Ressourcen zum Handeln freisetzt. Dabei kann die Nachfolgegeneration unterstützt werden, etwa durch souveräne Anleitung zur Betriebsübernahme ohne Bevormundung, Kontrolle, Unterstellung oder der überzogenen Einmischung.
marktundmittelstand.de
Wirtschaftsministerium unterstützt KMU bei Verbesserung der Cybersicherheit: Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums soll die neu eingerichtete Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beim Schutz vor Schadsoftware, Datenklau und Hackerangriffen zur Seite stehen. Vor wenigen Tagen ist die Pilotphase des Unterstützernetzwerkes TISiM-Regional mit den ersten elf regionalen IHK-Anlaufstellen gestartet. Insgesamt sollen KMU, aber auch Freiberuflern und dem Handwerk 80 Anlaufstellen zur Verfügung gestellt werden. Die dafür entwickelte digitale Plattform Sec-O-Mat wird bis zum Ende des Jahres den teilnehmenden Unternehmen typisierte Aktionspläne an die Hand reichen und bei der Umsetzung Hilfe geben. Ab 2021 soll mittels intelligenter Algorithmen eine spezifisch auf das jeweilige Unternehmen abgestimmte Bedarfsanalyse auf der Plattform angeboten werden. Mit der Transferstelle TISiM reagiert die Bundesregierung gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und weiteren Verbänden auf die steigende Gefahr von Cyberattacken auf sensible Unternehmensdaten.
all-about-security.de

ZITAT DER WOCHE

“Nein, so viel Geld wie derjenige, der das für sich qualifiziert hat, verdiene ich nicht und habe ich auch nicht als Vermögen”
Finanzminister Olaf Scholz antwortet auf die Frage, ob er zur oberen Mittelschicht zähle, mit einer Anspielung auf den CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz, der sich wenige Tage zuvor zur Oberen Mittelschicht zugehörig erklärt hatte und dafür bundesweit Spott erntete.
handelsblatt.com

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AUS DER REIHE

Comeback der Hamsterkäufe?: Bereits im Frühjahr löste die Angst vor der Corona-Pandemie Hamsterkäufe aus – Kiloweise Nudeln, Mehl, Reis und Toilettenpapier wurden eingelagert und zum Symbol des deutschen Umgangs mit der Krise. Mit den erneut steigenden Infektionszahlen wächst die Befürchtung einer erneuten Hamsterwelle. Derzeit gebe es hierfür noch keinerlei Anzeichen, wie mehrere Handelsketten vermelden. Nach dem Nachfrageschub im Frühjahr haben viele Supermärkte und Drogerien Maßnahmen getroffen und ihre Warenprozesse angepasst. Auch sei die Früherkennung verbessert worden, um so auf mögliche Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden vorbereitet zu sein.
wiwo.de

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