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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 31: Inflation steigt in Deutschland um 3,8 Prozent, Lieferengpässe bedrohen Aufschwung, Ein Viertel der Beschäftigten weiterhin im Homeoffice
4. August 2021

POLITIK UND MITTELSTAND

Inflation steigt in Deutschland um 3,8 Prozent: Die Verbraucherpreise sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gestiegen. Eine höhere Teuerungsrate gab es zuletzt 1993, wie das Statistische Bundesamt am vergangenen Donnerstag mitteilte. Grund für die steigenden Preise sind die Wiedereinführung der alten Mehrwertsteuerhöhe, teure Energie und Engpässe bei zahlreichen Waren.  Ökonomen waren von der Preissteigerung überrascht – sie hatten mit einem Anstieg von 3,3 Prozent gerechnet. Sie rechnen damit, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten weiter in Richtung fünf Prozent ansteigen und erst im kommenden Jahr wieder nachgeben wird
tagesspiegel.de, manager-magazin.de
Lieferengpässe bedrohen Aufschwung: Rund 64 Prozent der Industriefirmen in Deutschland beklagen Engpässe und Probleme bei Vorlieferung als Produktionshindernis. Dies ergab eine Befragung des Münchner Ifo-Instituts. Die Unternehmen hätten bereits im Vorquartal einen Rekordwert gemeldet, der jedoch nun deutlich übertroffen wurde. Besonders stark betroffen ist die Elektronik- und Elektroindustrie, bei der 84,4 Prozent der Befragten derzeit unter Knappheiten leiden. Ihr folgen die Auto- und Zulieferindustrie mit 83,4 Prozent und die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren mit 79 Prozent. Wertstoffe wie Stahl und Kunststoff sind besonders knapp, aber auch Mikrochips haben sich in den vergangenen Monaten stark verteuert.
tagesschau.de, handelsblatt.com, dw.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Ein Viertel der Beschäftigten weiterhin im Homeoffice: Im Juli diesen Jahres arbeitete nur noch rund ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland im Homeoffice. Damit setzt sich der Trend zur Abnahme fort. Im März und im Mai hatten noch mindestens 31 Prozent der Beschäftigten von zu Hause gearbeitet, im Juni sank die Zahl auf 28,4 Prozent. Der Rückgang der Arbeit im Homeoffice wurde in allen Wirtschaftssektoren beobachtet, unterscheidet sich jedoch in den Anteilen teils beträchtlich. Erwartet wird, dass sich in Zukunft hybride Arbeitsmodelle durchsetzen. Die durch das Wirtschaftsinstitut Ifo vorgelegten Zahlen sind die ersten seit dem Auslaufen der Pflicht zum Homeoffice am 30. Juli.
sueddeutsche.de, heise.de
BGH stärkt Diesel-Klägern in Verjährungsfragen den Rücken: Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass  Autokäufern nicht unterstellt werden darf, sie hätten allein wegen der breiten Berichterstattung zum VW-Dieselskandal bereits 2015 von dem Abgasbetrug erfahren. Damit wird besonders den Klägern der Rücken gestärkt, deren Schadensersatz-Ansprüche durch Verjährung bedroht sind. Weiterhin erklärten es die Richterinnen und Richter für legitim,  sich nur deshalb zeitweise zu einer Musterfeststellungsklage anzumelden, damit man mehr Zeit für die Vorbereitung einer eigenen Schadenersatz-Klage hat. Da Schadensersatz-Ansprüche nach drei Jahren verjähren, hätten Klagen bis spätestens Ende 2018 erhoben werden müssen. Dies gilt nun jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Kläger bereits 2015 wusste, dass sein  Auto den Skandalmotor EA189 hat.
faz.net, wiwo.de, sueddeutsche.de

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Vonovia erhöht sein Angebot für die Aktionäre von Deutsche Wohnen: Der Dax-Konzern Vonovia versucht nun zum dritten Mal eine Übernahme seines Rivalen Deutsche Wohnen. Der zweite Übernahmeversuch ist vor weniger als zwei Wochen gescheitert. Vonovia bietet nun 19 Milliarden Euro für den kleineren Rivalen. Zuvor hat sich das Unternehmen fast 30 Prozent der Aktien gesichert. Die Deutsche-Wohnen-Aktionäre sollen nun 53 Euro pro Aktie erhalten – also einen Euro mehr, als ihnen zuletzt in Aussicht gestellt wurde. Vorstand und Aufsichtsrat von Deutsche Wohnen begrüßen das geplante verbesserte Übernahmeangebot und wollen den Aktionären die Annahme empfehlen.
tagesschau.de, tagesspiegel.de, zeit.de
Kurzmeldungen
Klimaschutz: Bundestagspräsident Schäuble für schnelleren Anstieg des CO2-Preises zeit.de
Nach der Flutkatastrophe: Finanzminister Scholz offen für Pflichtversicherung tagesschau.de
Automobilindustrie: VW übernimmt Europcar für rund 2,5 Milliarden Euro handelsblatt.com
Urteil des BGH: Goldton des Lindt-Osterhasen genießt Markenschutz – Konkurrenten dürfen nicht ohne weiteres Goldpapier verwenden tagesspiegel.de
Corona-Impfstoff: Preise für Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna steigen bis zu 25 Prozent rnd.de

RAT UND TAT

Britische Finanzaufsicht fordert Frauenquote in börsennotierten Firmen: Die Financial Conduct Authority (FCA) fordert, dass Konzerne den bisher geringen Anteil an Frauen und nicht-weißer Minderheiten in ihren Boardrooms und auf den höchsten Managementebenen anheben. Konkret fordert sie dabei, dass künftig 40 Prozent der Aufsichtsratsposten im Board mit Frauen besetzt werden müssen. Zudem soll mindestens ein Posten mit einer Person aus einer ethnischen Minderheit besetzt werden. Die Vorschläge der FCA werden voraussichtlich Ende 2021 in Kraft treten und würden 1106 Unternehmen betreffen. Anpassen müssen sich auch ausländische Unternehmen, die in London notiert sind.
handelsblatt.com, manager-magazin.de

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Robinhood-Börsengang floppt: Die Aktien des Wertpapier-Brokers Robinhood fielen beim Börsendebüt an der Tech Börse Nasdaq um mehr als zehn Prozent auf 34 Dollar. Die Aktien waren mit einem Ausgabepreis von 38 Dollar an den Handel gegangen, obwohl Robinhood bis zu 42 Dollar angepeilt hatte. Insgesamt startete das Unternehmen mit einer Gesamtbewertung von knapp 32 Milliarden Dollar. Für den Börsengang reservierte Robinhood bis zu 35 Prozent seiner Aktien für eigene Nutzer und ging damit ein Risiko ein, da das Debüt dadurch unberechenbarer als normale Börsengänge war.
faz.net, sueddeutsche.de, spiegel.de

ZITAT DER WOCHE

Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen.
Finanzminister Olaf Scholz spricht sich für die Verlängerung von Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und die Wirtschaftshilfen auch über den 30. September hinaus aus.
rnd.de

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AUS DER REIHE

Seltenes “Harry Potter”-Exemplar für 80.000 Pfund versteigert: In Nordengland wurde eine seltene Ausgabe von “Harry Potter und der Stein der Weisen” für 80.000 Pfund versteigert. Dieser erste Band der Buchreihe gilt wegen einiger Druckfehler als selten und ist deshalb bei Fans und Sammlern heiß begehrt. Das versteigerte Buch ist, im Vergleich zu den meisten der rund 500 anderen Ausgaben der Auflage, in einem “außergewöhnlichen Zustand” erhalten. Der Verkaufspreis gehört zu den höchsten, die je für Bücher der britischen Bestseller-Autorin Joanne K. Rowling erzielt wurden. In Edinburgh wurde im vergangenen Jahr ein handsigniertes Exemplar der gleichen Ausgabe für 125.000 Pfund versteigert.
faz.net

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