Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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POLITIK UND MITTELSTAND
Lieferengpässe kosten deutsche Wirtschaft 25 Milliarden Euro: Seit Monaten klagt die deutsche Industrie darüber, dass fehlende Rohstoffe und Vorprodukte die Produktion verlangsamen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat nun die absehbaren Kosten der Lieferengpässe berechnet. Demnach könnten Lieferengpässe, Lieferverzögerungen und Materialmangel die deutsche Volkswirtschaft im laufenden Jahr rund 25 Milliarden Euro kosten. Aufträge gibt es zwar viele, aber die für die Produktion benötigten Ausgangsstoffe sind nach dem Corona-Bruch an vielen Orten Mangelware, auch aufgrund Verzögerungen in den globalen Lieferketten. In einer Analyse gehen die Ökonomen davon aus, dass die Belastungen erst im Verlauf des dritten Quartals abnehmen und sich danach eine deutliche Besserung einstellt.
spiegel.de, tagesschau.de
Weniger Existenzgründungen im Pandemie-Jahr 2020: Die Corona-Krise hat die Gründerszene hierzulande ausgebremst. Rund 537.000 Menschen machten sich im Jahr 2020 selbstständig und damit 68.000 weniger als in den zwölf Monaten zuvor, wie die Förderbank KfW festgestellt hat. Im Jahr 2019 war die Zahl der Existenzgründungen erstmals seit fünf Jahren gestiegen. Im laufenden Jahr rechnet KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib nach Angaben mit einem Aufwärtstrend. Der konjunkturelle Aufschwung gebe Rückenwind, und auch der Arbeitsmarkt müsse eher positiv auf die Gründungstätigkeit wirken, zudem seien viele weit fortgeschrittene Vorhaben aufgrund der Pandemie verschoben worden.
faz.net, sueddeutsche.de
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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com
Die Grundrente kommt im Juli: Die ersten Rentnerinnen und Rentnern sollen nach mehr als einem halben Jahr, nach Einführung der Grundrente den Aufschlag bekommen. Die ersten Bescheide an Neurentner könnten bereits diesen Juli verschickt werden. Rund 900.000 Frauen und 400.000 Männer sollen den Aufschlag für langjährige Geringverdiener bekommen. Zudem werden knapp 1000 neue Stellen für die Umsetzung der Grundrente geschaffen, die Einführung kostet demnach 400 Millionen Euro. Dass die Grundrente jetzt ausgezahlt werden könne, sei ein Verdienst der Beschäftigten der Deutschen Rentenversicherung, sagte Anja Piel, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Vorsitzende des Vorstands der Rentenversicherung der Deutschen Presse-Agentur.
sueddeutsche.de, tagesspiegel.de
Dieselskandal – VW drohen neue Milliarden-Bußgelder in den USA: Volkswagen hat in einem US-Rechtsstreit um mögliche weitere hohe Bußgelder im “Dieselgate”-Skandal eine Niederlage erfahren. Das Oberste Gericht von Ohio entschied am Dienstag, dass der Bundesstaat Sanktionen wegen systematischer Abgasmanipulation gegen den Autobauer verfolgen kann, die über die bereits auf US-Bundesebene vereinbarten Strafen hinausgehen. Für VW sind regionale Verfahren wie dieses in Ohio heikel, denn dem Wolfsburger Autokonzern könnten erneut milliardenschwere Bußgelder drohen. VW teilte unterdessen mit, den Fall vor den US Supreme Court bringen zu wollen. Der Konzern ist der Auffassung, dass Ansprüche einzelner Bundesstaaten im Abgasskandal durch Strafen und Entschädigungen abgegolten seien, die VW bereits wegen Verstößen gegen das landesweite Luftreinhaltegesetz “Clean Air Act” hatte zahlen müssen.
handelsblatt.com, spiegel.de
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livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt
livestreaming-berlin.tv
Arbeitslosigkeit sinkt eindeutig: Die Erholung der Wirtschaft zeigt sich deutlich auf dem Arbeitsmarkt hierzulande. Im Vergleich zum Mai sank die Zahl der Menschen ohne Job deutlich um 73.000 auf 2,614 Millionen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Das sind 239.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2020. Die Unternehmen suchten wieder verstärkt nach Personal und reduzierten zudem die Kurzarbeit. Bei der Kurzarbeit habe sich ein spürbarer Rückgang ergeben, ließ die Bundesagentur für Arbeit verlauten. In der Zeit vom 1. bis 24. Juni habe es lediglich noch neue Anzeigen für 59.000 Personen gegeben.
spiegel.de, faz.net
Kurzmeldungen
Teuerungswelle: Inflationsrate in der Eurozone sinkt spiegel.de
Arbeitsmarkt: Deutsche Unternehmen wollen mehr Stellen schaffen faz.net
Staatsverschuldung: Öffentliche Schulden liegen zum ersten Mal über 2,2 Billionen Euro handelsblatt.com
Brexit und Pandemie: Britische Wirtschaft stärker gesunken als gedacht spiegel.de
Luftverkehr: Unternehmen wollen künftig Waren mit Drohnen ausliefern zeit.de
RAT UND TAT
Johnson & Johnson steigt aus dem Opioid-Geschäft aus: Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will künftig in den USA keine Opioid-Schmerzmittel mehr herstellen und verkaufen. Am Samstag teilte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit, dass sich der Arzneimittelhersteller verpflichtet in einem millionenschweren Vergleich mit dem Bundesstaat New York, landesweit aus dem Opioid-Geschäft auszusteigen. Demnach stimmte Johnson & Johnson einer Entschädigungszahlung von 230 Millionen Dollar (192,6 Millionen Euro) zu, die über neun Jahre gestreckt werden kann. Das Geld soll nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Präventions- und Aufklärungsprojekte und die Behandlung von Opioid-Süchtigen in New York investiert werden. Im ganzen Land habe die Opioid-Krise zudem schlimme Schäden angerichtet, sagte Generalstaatsanwältin James. Millionen von Menschen seien noch abhängig von den tödlichen Schmerzmitteln.
faz.net, manager-magazin.de
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Iglo wächst hierzulande und bekommt einen neuen Chef: Nach einem Erfolgsjahr für Tiefkühlkost übergibt Iglo-Deutschlandchefin Antje Schubert, zum 1. Juli die Geschäfte an Philipp Kluck. Sie konzentriert sich in Zukunft auf ihre Arbeit als Bereichsvorstand Westeuropa von Iglo-Mutter Nomad Foods. Dort wurden ihre Aufgaben, die sie seit 2018 parallel ausübt, international erweitert. Die an der New Yorker Börse gelisteten, Nomad Foods, hatten im Jahr 2015 Iglo übernommen. Schubert hat in den sechs Jahren an der Spitze den Turnaround bei Iglo geschafft. Der Umsatz legte im Pandemie-Jahr 2020 hierzulande laut dem Marktforschungsunternehmen Nielsen um 16 Prozent auf 633 Millionen Euro zu. Der Marktanteil liegt nun bei 9,1 Prozent. Damit konnte die Marke Iglo ihre Marktführerschaft noch weiter ausbauen.
handelsblatt.com
ZITAT DER WOCHE
“Ich finde es richtig, wenn jemand mit einem so hohen Einkommen wie ich mehr Steuern zahlt”
sagt SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz. Auf der anderen Seite will seine Partei mit ihrem Steuerkonzept 96 Prozent der Steuerzahler entlasten.
welt.de
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AUS DER REIHE
Nackt und verirrt – zwei Strandbesucher fliehen vor einem Hirsch und verirren sich: Im australischen Busch mussten zwei nackte Männer von der Polizei gerettet werden, denn sie waren von einem Hirsch aufgeschreckt worden, hatten sich verlaufen und mussten anschließend 1000 Dollar Strafe zahlen. Grund dafür war der Strandausflug, der als Regelverstoß zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt.
stern.de