AUS POLITIK UND MITTELSTAND
Plagiate aus China: Hauptleidtragender ist der Mittelstand: Rund 140 Unternehmen wurden für die „Studie Produktpiraterie 2018“ des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) befragt. Der Schaden ist immens. Produkt- und Markenpiraterie fügt Unternehmen in Deutschland Schäden in Höhe von über 7 Milliarden Euro im Jahr zu. Damit hat sich die Situation im Vergleich zur letzten Studie nicht geändert, und dies trotz vieler politischer Anstrengungen. Aus der Studie: „Ein Umsatz in der Schadenshöhe von 7,3 Milliarden Euro würde der Branche knapp 33.000 Arbeitsplätze sichern.“ Im Untersuchungsjahr 2017 waren 71 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer betroffen. Ziel der Piraterie sind insbesondere Produkte von Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten. In dieser Größenordnung waren über 90 Prozent aller Firmen betroffen. Aber auch bei Betrieben unter 250 Mitarbeitern waren es noch 60 Prozent. Einen Wandel sieht die Studie bei der Art der Plagiate. Wurden bislang primär einzelne Maschinen, Geräte oder Anlagen kopiert, existiere zunehmend die Strategie sich auf den gesamten Markenauftritt eines Unternehmens zu spezialisieren. Dabei ist China das mit weitem Abstand aktivste Piraterie-Land. 82 Prozent aller betroffenen Firmen gaben in der Studie an, Opfer von chinesischen Produktpiraten geworden zu sein.
deutsche-mittelstands-nachrichten.de, dvdma.org
Italiens politisches Chaos verschreckt die Finanzmärkte: Italien kommt nicht zur Ruhe. Nach der gescheiterten Regierungsbildung droht eine bittere institutionelle Schlacht zwischen den populistischen Partien Fünf Sterne und Lega auf der einen und Staatspräsident Sergio Mattarella auf der anderen Seite. Die politisch hochgradig instabile Lage in Italien macht Anleger zunehmend nervös – als Reaktion wurden auch die Wertpapiere von Banken und Versicherern europaweit schwer belastet. Hart traf das die Deutsche Bank. Aktien des Geldhauses fielen um 3,81 Prozent auf 9,90 Euro ab und damit erstmals seit 2016 unter die Marke von 10 Euro. Insgesamt rutschte der europäische Bankensektor auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016. Und auch die Renditen für italienische Staatsanleihen – ein wichtiger Indikator dafür, wie stabil ein Land von den Finanzmärkten eingeschätzt wird – stiegen zum ersten Mal seit 2014. Nicht zuletzt auch aufgrund der anti-europäischen Parolen scheint derzeit auch kein anderer Euro-Staat willig zu sein für die verfehlte Wirtschaftspolitik in Rom finanziell einzustehen. Die Sorgen vor einer weiteren Spaltung Europas und letztendlich auch vor einer neuen Euro-Krise belasteten dann nicht nur die Anleihen anderer Länder sondern setzten auch den Euro unter Druck. Er fiel unter die Marke von 1,16 Dollar.
sueddeutsche.de, spiegel.de, handelsblatt.com
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Beschäftigung von Entsandten und Ortskräften in Brüssel und Belgien: Wenn Sie als deutsche Organisation Mitarbeiter entsenden oder Ortskräfte beschäftigen, bringt das eine beachtliche Anzahl von Aufgaben und Verpflichtungen mit. thg verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung von ausländischen Unternehmen und Organisationen in Belgien. Der thg German Desk ist Ihr Ansprechpartner. Am Dienstag, 29. Mai informieren wir sie ab 16 Uhr gern vor Ort bei einer Info-Veranstaltung über überstaatliche und innerbelgische Verpflichtungen und geben nützliche und praxisorientierte Tipps. Treffen Sie uns beim thg German Desk in der Rue de Cramer 7 in 1000 Brüssel.
Bitte melden Sie sich unter Telefon +32 477 350012 oder per E-Mail karin.kohnenmergen@thg.be an oder kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben, aber nicht zu unserer Veranstaltung kommen können.
Während der Arbeitsmarkt boomt, sinken Existenzgründungen auf ein Rekordtief: Die staatliche Förderbank KfW veröffentlicht jährlich mit dem „Gründungsmonitor“ eine Analyse von Struktur und Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland. Das Fazit der Autoren: Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt dämpft das Interesse an Gründungen. Während der Arbeitsmarkt sich weiter stabil entwickelt, sank die Zahl der Existenzgründer 2017 im Vergleich zum Vorjahr unerwartet deutlich um 17 Prozent und erreicht ein neues Rekordtief von 557.000. Besonders kräftig war der Rückgang bei Menschen, die sich mit einem Nebenjob selbstständig machten. Deren Zahl verringerte sich um 24 Prozent auf 323.000. „Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie“, heißt es in der Studie.
tagesspiegel.de
Lokale Händler stärken sich mit Ebay: Viele deutsche Einzelhändler fühlen sich durch den zunehmenden Online-Handel bedroht, so die Studie „Der deutsche Einzelhandel 2017“ von der IHK und dem Ibi-Institut an der Universität Regensburg. Schuld geben die Händlern vor allem dem weiter wachsenden Onlinehandel. So sehen vier von zehn Befragten ihr Geschäftsmodell durch die globale Marktmacht von Amazon und Co. bedroht. Nun engagieren sich seit einigen Jahren Städte in der Initiative „Ebay-City“ der US-amerikanischen Kauf- und Verkaufsplattform. Die hier teilnehmenden Läden versprechen sich davon, ihr Geschäft auch für die Zukunft zu wappnen. Bei „Ebay-City“ werden gemeinsam mit den Unternehmen einer Stadt oder Region eigene Marktplatz-Seiten aufgesetzt, bei denen alle teilnehmenden Händler zu finden sind. So konnten seit Beginn eines solchen Projektes 2015 in Mönchengladbach die teilnehmenden Händler etwa 6,7 Millionen Euro Umsatz mit dem Verkauf über Ebay erwirtschaftet – und das mit einem Verkauf in rund 80 verschiedene Länder. Selbstverständlich profitiert Ebay auch von der Initiative – und zwar bei jedem verkauften Produkt. Aber der Mehrwert, den das Unternehmen den teilnehmenden Händlern bieten kann ist überzeugend: enorme Reichweite und die Möglichkeit am globalen Online-Handel teilzunehmen.
wiwo.de
BITKOM-Umfrage: Mittelstand hängt bei Digitalisierung hinterher wdr.de
Geschäftsmodelle Anpassen: „Disruptionen machen auch vor dem Mittelstand nicht Halt“ marktundmittelstand.de
AUS GEZÄHLT
Weil die Fussball-Weltmeisterschaft ansteht: 122 Euro kostet ein volles Panini-Album. Mindestens! Und das auch nur, wenn man in keinem der inzwischen 90ct. teuren Tütchen kein einziges der beliebten Sammelbilder doppelt findet.
bild.de
RAT UND TAT
Instagram-Marketing: Wie Video-Werbung auf dem Portal gelingt: Die Instagram-Erfolgsgeschichte ist selbst im Vergleich mit der anderen Social-Media-Prominenz erstaunlich. Seit dem Start der Plattform 2010 hat das Angebot das mit Abstand schnellste Wachstum aller Social-Media-Plattformen vorzuweisen. Und dieser Trend scheint ungeborgen: alleine in diesem Jahr registrierten sich weltweit weitere 100 Millionen Nutzer. Nicht überraschend hat Instagram daher auch einen festen Platz im Marketing vieler Unternehmen eingenommen. Die Attraktivität für Werber besteht dabei nicht nur in der potenziell riesigen Reichweite sondern auch durch den Fokus der App auf visuelle Inhalte. Um sich als Unternehmen aber mit seinen Dienstleistungen und Produkten richtig zu platzieren braucht es nicht nur technisches Knowhow sondern auch Kenntnisse im Umgang mit Kurzbeschreibungen, Längenbegrenzungen, Formaten, Hashtags und Co.
welt.de
EU-Plastikverbot: Strohhalme bald in Europa verboten?: Die EU Kommission hat Details zu ihren Plänen vorgestellt, wie mit einem Verbot vieler Plastik-Einwegprodukte und einer Recycling-Quote der Plastikmüll in den Meeren eingedämmt werden soll. Rund acht Millionen Tonnen der Plastikteile landen jedes Jahr weltweit in den Ozeanen und können, so die Befürchtung, als Mikroplastik auch wieder den Weg in unsere Nahrungskette nehmen. Um dem entgegen zu wirken sollen nun Produkte aus Plastik – vom Einweggeschirr und Strohhalmen bis zu Rühr- und Wattestäbchen – in der Europäischen Union verboten werden. Weiter ist geplant Hersteller für Umweltschäden ihrer Produkte zur Kasse zu bitten. Damit diese Pläne aber umgesetzt werden können, muss zunächst eine Mehrheit der Mitgliedstaaten sowie das Europaparlament den Vorschlägen zustimmen. Beginnen will die EU mit Plastikprodukten, für die es preislich erschwingliche Alternativen gibt. Die Meeresschutzexpertin beim WWF Deutschland, Heike Vesper, sagte dazu: „Wegwerfplastik direkt anzugehen ist wichtig, aber die EU nimmt hier mit Einwegartikeln aus der Gastronomie nur die Spitze des Eisbergs ins Visier.“ Anders sieht es die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK), die der Kommission Symbolpolitik vorwarf.
tagesspiegel.de, spiegel.de
AUS GESPROCHEN
„Die Deutsche Wirtschaft appelliert an die neue Bundesregierung, Steuerpolitik als Standortpolitik zu nutzen”
So die Position in der gemeinsamen Erklärung des Handwerksverbandes ZDH, des Industrieverbandes BDI, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Arbeitgebervereinigung BDA. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft müsse gesichert werden.
deutsche-mittelstands-nachrichten.de
AU DER REIHE
Britische Milchmänner kaufen 200 Post-Streetscooter: Das britische Unternehmen Milk & More beliefert wöchentlich über 500.000 Haushalte auf der Insel mit frischer Milch. Und das künftig mit den Elektro-Transportern der Deutschen-Post-Tochter Streetscooter: 200 der Fahrzeuge habe das Unternehmen bestellt, teilte die Post mit. Mit dem Streetscooter ist sie zu einem der “führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen”, urteilt das Handelsblatt, auch wenn der Coup eher aus Verlegenheit zustande kam. Da es den traditionellen Playern der Automobilindustrie jahrelang nicht gelang, einen günstigen E-Laster für die Post zu entwickeln, nahm man es schließlich selbst in die Hand. Der erste Prototyp wurde 2012 entwickelt, inzwischen sind rund 5500 Streetscooter für die Post im Einsatz.
handelsblatt.com