AUS POLITIK UND MITTELSTAND
CDU-Wirtschaftsrat fordert Mittelstandsklausel: Der Wirtschaftsrat der CDU fordert für die ab Freitag geltende EU-Datenschutzgrundverordnung eine Mittelstandsklausel. “Die meisten mittelständischen Unternehmen sind überhaupt nicht vorbereitet auf diese ‘Stunde Null’ im Datenschutzrecht”, klagt Generalsekretär Wolfgang Steiger. Der überbordende Datenschutz würde besonders für kleine und mittlere Unternehmen zusätzlich finanzielle und personelle Belastungen bedeuten. Bei etwaigen Rechtsverstößen solle auch weiterhin das Grundprinzip “erst verwarnen statt bestrafen” gelten. So könne einer drohenden Abmahnwelle sofort der Zahn gezogen werden.
finanzen.net
Ohoven fürchtet Eurobonds durch die Hintertür: Mittelstandspräsident Mario Ohoven kritisiert einen Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur Bündelung von Staatsanleihen. “Der Vorschlag des Finanzmarktkommissars Dombrovskis, Staatsanleihen von 19 Euro-Staaten zu bündeln, ist der durchsichtige Versuch, Eurobonds durch die Hintertür einzuführen. Das ist angesichts der aktuellen Entwicklung in Italien unverantwortlich”, so Ohoven am heutigen Donnerstag. Für den deutschen Mittelstand sei eine Vergemeinschaftung der Schulden absolut inakzeptabel. Die näher rückende Europawahl darf die Verantwortlichen in Brüssel nicht zu einem gefährlichen Schnellschuss verleiten.
presseportal.de
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Beschäftigung von Entsandten und Ortskräften in Brüssel und Belgien: Wenn Sie als deutsche Organisation Mitarbeiter entsenden oder Ortskräfte beschäftigen, bringt das eine beachtliche Anzahl von Aufgaben und Verpflichtungen mit. thg verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung von ausländischen Unternehmen und Organisationen in Belgien. Der thg German Desk ist Ihr Ansprechpartner. Am Dienstag, 29. Mai informieren wir sie ab 16 Uhr gern vor Ort bei einer Info-Veranstaltung über überstaatliche und innerbelgische Verpflichtungen und geben nützliche und praxisorientierte Tipps. Treffen Sie uns beim thg German Desk in der Rue de Cramer 7 in 1000 Brüssel.
Bitte melden Sie sich unter Telefon +32 477 350012 oder per E-Mail karin.kohnenmergen@thg.be an oder kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben, aber nicht zu unserer Veranstaltung kommen können.
Rückkehrrecht auf Vollzeit naht: Das Rückkehrrecht auf Vollzeit soll zeitnah verabschiedet werden. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums seien die entsprechenden Verhandlungen “auf der Zielgeraden” und sollen “zeitnah” ins Kabinett eingebracht werden. Minister Hubertus Heil lobte das Gesetz als nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen. Strittig sind wohl aber noch die Regelung für Arbeitnehmer, die bereits jetzt in Teilzeit beschäftigt sind. Um letzte Definitionsfragen zu klären, wurde der Entwurf am Mittwoch noch nicht ins Kabinett eingebracht. Nach Angaben des Ministeriums soll die neue Regelung vor allem Frauen aus der Teilzeitfalle helfen.
spiegel.de
App aus Berlin soll den Kunstmarkt aufmischen: Der Kunstmarkt gilt allgemein als elitär und snobistisch. Über Preise werden nur diejenigen informiert, die “würdig” sind. Magnus Resch, Startup-Gründer aus Berlin, will zeigen, dass es auch anders geht und hat dafür eine App entwickelt, die den Kunstmarkt grundlegend verändern soll. Das Prinzip ist einfach und erinnert an die App Shazam, die laufende Musik in Sekunden analysiert, Titel und Interpret nennt. Bei Reschs’ App fotografiert der Nutzer mit seinem Smartphone ein Kunstwerk, das er in einer Galerie oder einem Museum sieht. „Ich will erreichen, dass er transparenter wird und sich für mehr Menschen öffnet, denn davon profitieren am Ende alle Beteiligten: Die Käufer, die Galerien, vor allem aber auch die Künstler selbst“, findet Resch. Hollywoodstar Leonardo DiCaprio hat er als Investor bereits gewonnen, die „New York Times“ hält die App für einen Game Changer im Kunstbetrieb.
digitalpresent.tagesspiegel.de
Sozialverband VdK fordert gesetzliche Rentenversicherung für Beamte und Selbstständige spiegel.de
Südwestbank wendet sich vom Mittelstand ab econo.de
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Connected Health Innovation Award 2018: Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika können sich noch bis 15. Juni für den zweiten Connected Innovation Award bewerben. Mit dem Preis werden von Zimmer Biomet digitale Innovationen ausgezeichnet, die bei der Behandlung von muskuloskeletalen und orthopädischen Erkrankungen helfen oder Betroffenen das Leben einfacher machen. Der Gewinner erhält einen Preis in Höhe von 25.000 Euro und die Gelegenheit, die Technologie in einem der Partner-Krankenhäuser von Zimmer Biomet in Europa zu testen und sein Produkt in der Connected Health Innovation Lounge von Zimmer Biomet in der Schweiz für ein Jahr zu bewerben.
connectedhealthaward.com
AUS GEZÄHLT
Drei Viertel der Befragten der Studie “Black Box Mittelstand” des Demographienetzwerk ddn und der Unternehmensberatung Ernst & Young glauben, dass Wissen und Erfahrung älterer Beschäftigter ihrem Unternehmen zukünftig fehlen wird.
industrie.de
RAT UND TAT
Mythos DSGVO: Die Aufregung rund um die ab 25. Mai europaweit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist riesig – nicht nur in Deutschland. „Ich habe schon Vergleiche mit dem Millenium Bug gehört“, sagt Großbritanniens Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham. Dabei dürften die Folgen ähnlich unspektakulär sein wie der Jahrtausendwechsel für Computer. „Am 25. Mai wird nichts passieren“, sagt Thomas Hoeren, Professor für Medienrecht an der Universität Münster. Er sei „entsetzt“ über die herrschende „Panikmache“. Auch EU-Kommissarin Vera Jourová plädiert für eine „Entmystifizierung“. Was Betroffene wissen sollten und welche Sorgen unbegründet sind. Der Tagesspiegel gibt einen Crash-Kurs für Privatnutzer, Vereine, Fotografen und Unternehmen:
tagesspiegel.de
Geld für den Mittelstand: Mittelständler benötigen regelmäßig Geld. Doch für den, der keine Sicherheiten und gute Kontakte zur Hausbank hat, ist das oft schwierig. „Das Festhalten am traditionellen Hausbank-Prinzip ist weit verbreitet – damit sind Unternehmer aber keinesfalls gut beraten“, sagt Nico Peters, Mitbegründer und Geschäftsführer vom Finanz-Marktplatz Compeon. Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating im Bundesverband “Die KMU-Berater” sagt: “Bei jungen und kleineren Unternehmen hakt es oft, weil ihre Bonität schlechter ist oder die Banken ganze Branchen wie etwa die Gastronomie komplett meiden.“ Problem sind oft fehlende Sicherheiten und ein zu geringes Eigenkapital. Alternativ können Investitionen durch Leasing, das Abgeben offener Rechnungen an Dritte oder Fördermittel realisiert werden. Die Wirtschaftswoche hat fünf praktische Ideen zusammengestellt:
wiwo.de
AUS GESPROCHEN
„Bei allen Anstrengungen zum Klimaschutz muss die Politik mit mehr Augenmaß vorgehen. Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit müssen dabei gleichrangig zu Klimaschutz behandelt werden.”
Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates Wolfgang Steiger positioniert sich gegen einen überstürzten Kohleausstieg.
finanzen.de
AU DER REIHE
Glyphosat im Bier: Neun von 20 alkoholfreien Bieren, die die Stiftung Warentest getestet hat, sind gut. Frühere Probleme damit, dass die vermeintlich alkoholfreien Biere doch Alkohol enthalten, scheinen überwunden zu sein. Die Vorgabe, maximal 0,5 Prozent Restalkohol zu schaffen (und damit weniger als Traubensaft), halten die Brauer ein, fanden die Verbraucherschützer in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Test heraus. Dennoch gibt es ein Problem: “In den meisten Bieren fanden wir Spuren oder geringe Gehalte des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat”, schreiben die Tester.
tagesspiegel.de