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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 20: Geflügelpest verursacht Millionenschaden, Bundestag beschließt Upload-Filter, EU ist sich über Covid-19-Impfzertifikat einig
21. Mai 2021

POLITIK UND MITTELSTAND

Geflügelpest verursacht Millionenschaden: Nach Auswertung der R+V Versicherung haben mehr als 350 Geflügelhalter im vergangenen Winterhalbjahr Schäden wegen einer hochansteckenden Virusmutation des Vogelgrippevirus angemeldet. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 20 Millionen Euro geschätzt. Es seien 100 Versicherungsfälle mehr gezählt worden als bei der bislang größten Vogelgrippe-Welle 2016/2017, teilte der bundesweit größte landwirtschaftliche Tierversicherer mit. Besonders betroffen sind dabei Geflügelhalter in Niedersachsen, Thüringen und Baden-Württemberg. Grundsätzlich müssen, sobald der Erreger in einer Geflügelfarm auftritt, alle Tiere getötet werden. Das Virus gilt für den Menschen als ungefährlich, geht jedoch mit verheerenden Einkommensverlusten für die Landwirte einher. Für die Tötung kranker Tiere gibt es finanzielle Hilfe vom Staat, die Reinigung und Desinfektion der Ställe sowie die Einkommensverluste durch Leerstand werden jedoch nicht von staatlicher Seite ersetzt.
spiegel.de, zeit.de, bwagrar.de
Bundestag beschließt Upload-Filter: Das neue Gesetz rund um ein modernes Urheberrecht tritt bereits im Juni in Kraft. Mit diesem werden auch die sogenannten Uploadfilter für soziale Netzwerke eingeführt. So werden Inhalte, die urheberrechtlich geschützt sind, voraussichtlich automatisch gefiltert. Eine Neuerung im Gesetz legt zudem fest, dass Firmen bereits bei der Veröffentlichung von Inhalten nach Rechtsverletzungen suchen müssen. Das Löschen nach Beschwerde der Rechtsinhaber ist somit nicht mehr ausreichend. Eine Bagatellgrenze ermöglicht jedoch einen Spielraum für den Upload geschützter Daten. So können bis zu 15 Sekunden eines Films oder Musikstückes veröffentlicht werden. Für Texte wurde die Grenze auf 160 Zeichen festgesetzt, Fotos und Grafiken dürfen bis zu 125 Kilobyte groß sein. Plattformen benötigen erst für Inhalte, die darüber hinausgehen, eine erweiterte Lizenz. Gerade junge Internetnutzer wurden durch die Diskussionen über die Einführung des Filters vor zweieinhalb Jahren polarisiert. SPD und Union hatten in ihrem Koalitionsvertrag die Einführung der Uploadfilter abgelehnt, nun jedoch Zustimmung geäußert.
spiegel.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

EU ist sich über Covid-19-Impfzertifikat einig: Vermutlich Ende Juni sollen die Corona-Impfungen in einem digitalen Dokument gespeichert sein. Neben Angaben zu Impfungen soll es zudem Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen enthalten. Auf das europaweiter Zertifikat haben sich die EU-Länder und das EU-Parlament geeinigt. Das genaue Datum für die Einführung ist noch nicht bekannt. Rechtzeitig zur Sommersaison soll somit das Reisen erleichtert werden. Das Europaparlament stritt besonders über das Maß, in welchem die EU-Länder Reiseerleichterungen und Restriktionen selbst bestimmen können. Der getroffene Kompromiss sieht keinen Eingriff in die Hoheit der Mitgliedsstaaten vor. Zusätzliche Beschränkungen wie etwa Quarantäne für negativ Getestete, Geimpfte oder Genesene sollen nur eingeführt werden, wenn es die Infektionslage erfordert. Die Forderung des Europaparlaments nach kostenlosen Tests für alle Bürger konnte sich dagegen nicht durchsetzen. Jedoch sicherte die EU-Kommission mindestens 100 Millionen Euro für die Anschaffung von Schnelltests zu.
tagesschau.de
IWF spricht gutes Zeugnis für Deutsche Wirtschaft aus: Bereits Anfang 2022 könnte Deutschlands Wirtschaft wieder Vorkrisenniveau erreichen. Dies prognostiziert der Internationale Währungsfonds: Das Bruttoinlandsprodukt wird dank der Fortschritte bei den Corona-Impfungen wieder steigen. Das Wachstum wird hierbei insbesondere durch starke Exporte und eine erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen gefördert. Für das laufende Jahr hatte der IWF ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent errechnet. Die finanziellen Möglichkeiten seien in der Krise gut genutzt worden, erklärte der Währungsfonds und lobte auch das Instrument der Kurzarbeit als effektives Mittel. Sollte die Impfkampagne indes stagnieren oder Virus-Varianten unerwartet zu einer neuen Welle an Infektionen führen, könnte das Wachstum auch geringer ausfallen, betonte der IWF gleichzeitig. Hilfen für Unternehmen und Haushalte sollten deshalb erst auslaufen, wenn die wirtschaftliche Erholung sicher sei.
handelsblatt.com, faz.net, deutschlandfunk.de

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Lieferverzögerungen von Johnson-&-Johnson-Impfstoff bremst Europas Impfkampagne : Die Stilllegung einer Schlüsselfabrik in den USA sorgt für Lieferverzögerungen des Impfstoffes. Grund für die Schließung des Auftragsfertigers Emergent in Baltimore sind Sicherheitsmängel. Wann die Produktion wieder fortgeführt werden darf ist noch unklar. Das Unternehmen erwarte, dass die Liefermengen schrittweise wieder zunehmen werden, so eine Sprecherin des Johnson-&-Johnson Tochterunternehmens Janssen. Das Lieferversprechen von 10,1 Millionen Dosen für Deutschland wurde bisher von von Seiten des Unternehmens noch nicht korrigiert. Nach Biotech sollte Johnson-&-Johnson der zweitwichtigste Impfstoff in Deutschland werden, so der wirtschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung Sebastian Dullien. Im Gegensatz zu anderen Vakzinen muss er nur einmalig gespritzt werden.
spiegel.de
 
Kurzmeldungen
Messe: IFA findet auch in diesem Jahr nicht statt tagesspiegel.de
Corona: Verfassungsgericht weißt weitere Corona-“Notbremse” ab welt.de
Wahl: FDP spricht sich vor dem Wahlkampf gegen Steuererhöhungen und neue Schulden aus sueddeutsche.de
Tesla: Musk erhöht Druck auf Zulieferer der Gigafabrik handelsblatt.com

RAT UND TAT

Oatly-Aktie startet durch – Hafergetränke als Kuhmilch-Ersatz gewinnen an Beliebtheit: Mit seinem Börsendebüt an der New Yorker Nasdaq stieß der schwedische Hafergetränke-Hersteller Oatly auf großes Anlegerinteresse. Am Donnerstag lag der erste Kurs der Aktie bei 22 US-Dollar – dies entspricht einem Aufschlag von rund 30 Prozent gemessen am Ausgabepreis. Damit erlöste das Unternehmen beim Börsengang bereits rund 1,4 Milliarden Dollar. Von den Investoren wurde es mit insgesamt 10 Milliarden Dollar bewertet. Seit dem Börsengang im Jahr 2019 hat sich der Aktienkurs des Unternehmens in etwa vervierfacht. Als einer der größten Haferdrinkhersteller der Welt profitiert Oatly von dem Trend zu pflanzlichen Alternativen zur Kuhmilch. Laut Marktforschungshaus Nielsen wurden in den USA im vergangenen Jahr Haferdrinks im Wert von 304 Millionen Dollar verkauft. Oatly bietet mittlerweile auch andere Produkte wie Joghurt und Eiscreme an und kooperiert unter anderem mit Starbucks. Zeitweise geriet das Unternehmen mit Sitz in Malmö wegen einer aggressiven Werbekampagne mit der schwedischen Milch- und Landwirtschaft aneinander. Die Aufforderung, schwedische Kunden sollten “Milch wegkippen” sorgte für einen Konflikt, den Zeitungen des Landes als “Milchkrieg” bezeichneten. Die Milchbranche ließ gerichtlich diese aggressive Art der Werbung gegenüber tierischer Milch verbieten.
spiegel.de

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Berlin Bubble: Was bewegt Berlin-Mitte? In unserem wöchentlichen Podcast “Berlin Bubble” diskutieren Matthias Bannas, Egon Huschitt und Stefan Mauer, was im politischen Berlin auf der Agenda steht. info-fm.de

Zahl der Unternehmensinsolvenzen geht trotz Corona zurück: Trotz Umsatzeinbrüchen, Rekordverlusten und unterbrochenen Lieferketten sinkt die Zahl der Konkurse so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Insolvenz-Lage in Europa scheint paradox. Sie passt somit nur schwer zum wirtschaftlichen und konjunkturellen Umfeld des Kontinents. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa ist mit 120.000 um fast 27 Prozent geringer als noch im Vorjahr. Hintergrund für das Insolvenzgeschehen sind die zahlreichen staatlichen Hilfsprogramme sowie Änderungen an der Insolvenzantragspflicht. Die coronabedingten Verwerfungen werden jedoch in den kommenden Monaten sukzessiv sichtbar sein, wenn die Hilfsmaßnahmen auslaufen. Es sei mit einer “langgezogenen Delle” zu rechnen, so der Leiter der Wirtschaftsforschung Auskunftei Creditreform Patrik-Ludwig Hantzsch. Von besonderer Gefahr sind im Zusammenhang die “versteckten Insolvenzen”, die besonders das Gastgewerbe, die Branchen Bau und Transport sowie das verarbeitende Gewerbe und den Einzelhandel treffen wird.
welt.de

ZITAT DER WOCHE

Wir brauchen 300 bis 400 Prozent mehr Erneuerbare
Der Präsident des Elektroindustrieverbandes ZVEI, Gunther Kegel, hält es für einen „traurigen Zustand“, dass erst ein Gericht die Regierung zum Handeln brachte. Jetzt erwartet er schnelle Fortschritte.
background.tagesspiegel.de

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AUS DER REIHE

Tchibo-Chef Thomas Linemayr verlässt überraschend das Unternehmen: Früherer Ikea-Manager Werner Weber übernimmt: 17 Jahre lang führte Thomas Linear das USA-Geschäft des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli, bevor er 2016 zu Tchibo wechselte. Nun verlässt der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung das Unternehmen, um wieder nach Amerika zurückkehren zu können. Nachfolger wird der langjährige Ikea-Spitzenmanager Werner Weber, der momentan Mitglied des Tchibo-Aufsichtsrates ist.
wiwo.de

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