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Entwarnung bei den Gasvorräten, Weniger Firmen wollen Preise erhöhen, Deutsche Exporte in den Iran gestiegen
Wirtschaftsperspektiven in der Kalenderwoche 2, 2023
herausgegeben von Mario Schmidt, kuratiert von Dietmar Sittek

Lohnt sich das Geschäft mit Braunkohle – der Fall Lützerath: Das kleine Dorf lässt den Blick auf ein Für und Wider Braunkohleabbau in den Mittelpunkt rücken. Es hängt davon ab, welche Aspekte man betrachtet. Das Geschäft ist rentabel, Braunkohle als Energiequelle ist derzeit noch günstiger ist als viele andere Optionen; Braunkohle ist schlecht für Umwelt und Klima. Auch deshalb gibt es politischen Druck, die Braunkohleförderung perspektivisch zu reduzieren oder zu beenden, um den Klimawandel zu bekämpfen.

RWE will und wird auch Lützerath komplett abreißen, um Braunkohle aus dem Boden zu baggern. Wieder ein Dorf von rund 60 teils mehrere hunderte Jahre alte Ortschaften, die im Rheinischen Revier platt gemacht wurden. In der Lausitz und in Mitteldeutschland sind es sogar mehr als 240 Ortschaften, in denen einst von Menschen Geschichte geschrieben worden ist, Baudenkmäler abgerissen und Kirchen abgetragen worden sind.

Die Frage, ob sich das Geschäft mit der Braunkohle lohnt, ist also nicht nur aus finanzieller, sondern auch aus gesellschaftlicher Sicht zu betrachten: Können wir es uns leisten, Braunkohle im deutschen Boden zu lassen, um Dörfer zu retten oder ist der immerwährende Zugriff auf Energiequellen der Garant für eine sichere Zukunft für unsere Wirtschaft mit dem damit verbundenen Gemeinwohl. Und das eben nicht nur in Regionen mit Revieren, sondern deutschlandweit.

Ihr Mario Schmidt,
Herausgeber Wirtschaftsperspektiven

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Gasspeicher könnten Ende des Winters zu zwei Dritteln gefüllt sein: Im Bereich der Energieversorgung Deutschlands gibt es vorerst eine Entwarnung. Zur Zeit sind die Gasspeicher wieder über 90 Prozent gefüllt und ein anhaltend warmer Winter könnte dazu führen, dass die Speicher bis zum Ende des Winters laut dem Verband Initiative Energien Speichern noch bis zu 65 Prozent gefüllt sein werden. Das wäre deutlich mehr als 2022. Damals waren es 26 Prozent Ende März und 35 Prozent Ende April. Die Schätzung berechnet einen weiteren Verlauf wie im Winter 2016 ein. Sie sieht auch keine Mängel falls es noch extrem niedrigere Temperaturen gibt. spiegel.de

Weniger Firmen wollen Preise erhöhen: In letzter Zeit gab es gleich mehrere positive Nachrichten hinsichtlich der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland. Momentan sieht es so aus, als könne eine Rezession abgewendet werden, die Inflation sinkt. In dem Zusammenhang steht auch die Meldung, dass deutlich weniger Unternehmen im Vergleich zum Vormonat Preissteigerungen angekündigt haben. Das Ifo-Institut meldet, dass das entsprechende Barometer für deren Preiserwartungen im Dezember für die Gesamtwirtschaft auf 40,3 Punkte von 46,2 im November sank. „Damit dürfte sich der Anstieg der Erzeuger- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten allmählich verlangsamen“, sagt der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser. Die Ifo-Experten rechnen in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 6,4 Prozent, nachdem sie 2022 mit 7,9 Prozent so hoch ausgefallen war wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik – und mit 2,4 Prozent in 2024. Im verarbeitenden Gewerbe und Bauhauptgewerbe sank das Barometer sogar von 53,5 auf 42,0 Punkte sowie von 38,4 auf 28,3 Punkte. spiegel.de

Deutsche Exporte in den Iran gestiegen: Trotz Sanktionen aufgrund der Niederschlagung von Protesten im Iran ist Deutschland laut Industrie- und Handelskammer weiter „Irans wichtigster Handelspartner in Europa“. 2022 stiegen die deutschen Exporte sogar an – von Januar bis November wuchsen sie um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 1,5 Milliarden Euro. Es geht vor allem um chemische Produkte, Maschinen und Nahrungsmittel. Umgekehrt werden hauptsächlich Nahrungsmittel nach Deutschland geliefert. Hier gab es einen Rückgang um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. tagesschau.de

Autoindustrie – Studie sagt eine Halbierung der Marge voraus: Die Studie der Unternehmensberatung Bain & Company sieht härtere Zeiten auf die Autoindustrie zukommen und bezeichnet die hohen Margen der Autoindustrie, die zur Zeit bei durchschnittlich 8,5 Prozent liegen, als nicht nachhaltig. Bain prophezeit einen Verdrängungswettbewerb aufgrund einer sich deutlich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Situation bei gleichzeitiger Entspannung bei der Halbleiterversorgung. Die hohen Preise sollen sich daher nicht halten lassen können, dazu kommen die gleichzeitig wegen der Inflation steigenden Kosten, was in den nächsten beiden Jahren eine Senkung der Marge auf 4 bis 6 Prozent bedeuten könnte. Den Autoherstellern rät Bain, die erfolgreiche Phase hoher Gewinnspannen jetzt zu nutzen, ihre Geschäftsmodelle stabiler aufzustellen. heise.de

Korruption durch Kredit? Lindner droht Strafverfahren wegen Bank-Grußwort: Der Finanzminister hatte ein Grußwort für die Karlsruher Privatkundenbank BBBank im Mai 2022 offenbar verschwiegen. Weil er sich nach dem Grußwort bei derselben Bank einen zweiten Kredit für einen Hauskauf geben ließ, droht ihm jetzt ein Strafverfahren wegen Vorteilsannahme. Falls das Grußwort und der zweite Kredit im Zusammenhang ständen, wäre dies strafbar. Für eine Vorteilsannahme ist allerdings kein Bezug zu einer konkreten Diensthandlung erforderlich. Zudem können Ermittlungen gegen die Bank folgen. Lindner war schon als Abgeordneter für Werbebotschaften der BBBank aufgetreten und hatte als Redner auf Abendveranstaltungen mehrere zehntausend Euro kassiert. tagesspiegel.de

Putin droht Niederlage im Energie-Poker: Es gibt gleich mehrere Faktoren die für Putins wirtschaftliche Maßnahmen gegen Deutschland ungünstig sind: Der milde Winter, Lieferungen an Deutschland aus Norwegen und neue LNG-Terminals. Zudem sind Europas Gasspeicher gut gefüllt und die Öl- und Gaspreise sind von ihren Höchstständen mittlerweile auf das Vorkriegs-Niveau gefallen. Die Industrie spart zudem an Energie. Russland ist auf Energieverkäufe angewiesen, da ist es ungünstig, dass sich die Menge an geliefertem Gas nach Europa verringert hat sowie beim Öl ein völliger Lieferstopp stattgefunden hat. Da Pipelines fehlen, ist ein Umstellen auf andere Kunden schwierig. Außerdem muss Russland hohe Preisnachlässe einräumen. Das zeigt sich etwa an der russischen Ölsorte Urals. Normalerweise kostet ein Fass etwa 60 US-Cent weniger als ein Fass der Nordseesorte Brent. Derzeit ist es knapp 26 Dollar billiger zu haben. n-tv.de

RAT UND TAT

Arbeitnehmer müssen in ihrer Freizeit keine dienstlichen SMS lesen: Einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes SchleswigHolsteins zu Folge brauchen Arbeitnehmer in ihrer Freizeit nicht erreichbar sein. Das Gericht gibt damit der Klage eines Notfallsanitäters statt – in seinem Fall ging es um kurzfristige Dienstplanänderungen. Der Arbeitgeber musste dem Urteil zufolge damit rechnen, dass der Kläger die SMS dazu erst mit Beginn seines Dienstes zur Kenntnis nahm. Er habe sich nicht treuwidrig verhalten, urteilte das Gericht. zeit.de

Tesla senkt Preise am Supercharger deutlich: Wer ein Elektroauto besitzt, den wird das freuen. Nachdem die Preise zuvor bei 63 bzw. 72 Cent pro kwh lagen, befinden sie sich nun laut Angaben in der Tesla-App aufgrund sinkender Preise im Großhandel bei 47 Cent pro Kilowattstunde in der Nebenzeit und 52 Cent in der Hauptzeit. Der Preis liegt damit wieder unter dem anderer Anbieter. Die Kosten variieren bei Tesla je nach Uhrzeit und Standort. golem.de

Zahl der Beschwerden über die Post hat sich verdreifacht: Der Unmut von Postkunden hat in der letzten Zeit zugenommen. Im Oktober gingen bei der Bundesnetzagentur so viele Beschwerden ein wie in keinem Monat zuvor. Und im Jahr 2022 waren es so viele kritische Eingaben wie noch nie in einem Jahr. Mit 43500 Beschwerden waren es gegenüber 15118 im Vorjahr ungefähr drei Mal so viel. Sie richteten sich gegen alle Bereiche der Post – älteren Behördenangaben zufolge kam die Post auf einen Anteil von 91 Prozent der negativen Erfahrungen, die Verbraucher der Bundesnetzagentur geschildert haben. Als Grund hierfür sieht die Post vor allem Probleme vor Ort bei einem hohen Krankenstand des Personals sowie der Schwierigkeit, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Kritiker warfen der Post vor, personell auf Kante genäht zu haben und nun die Quittung zu bekommen. spiegel.de

Renaissance des Bausparens – Deutliches Plus bei Neuverträgen: Da Kunden immer mehr Probleme haben, aufgrund gestiegener Energie- und Materialpreise ihre gewünschten Immobilien zu finanzieren, werden vor allem Bausparverträge wieder wichtiger. Beim Bausparen ließen sich noch langfristig Bauzinsen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent sichern, sagt der Vorstandsvorsitzende des Verbands der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck. Das Neugeschäft beim Bausparen hat in Deutschland 2022 deutlich angezogen. Beim Volumen der neu abgeschlossenen Bausparverträge gehe Hertweck für das vergangene Jahr von einem Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Bei der Stückzahl seien es 15 Prozent mehr. Oft stehe der Bausparvertrag nicht als Geldanlage zur Verfügung, sondern werde für anstehende Erwerbungen oder Renovierungen genutzt. Einen Grund für die Beliebtheit bei den Bausparverträgen sieht er in der sicheren Eigenkapitalbildung und den niedrig verzinste Darlehen. welt.de

ANGEZÄHLT

Der Mobiltelefonbetreiber O2 hat ankündigt, seine Preise um 10 Prozent zu erhöhen. Nachdem die Preise letztes Jahr auf dem Mobilfunkmarkt recht stabil blieben, wird vermutet, dass dies der Anfang von Preissteigerungen ist und andere Anbieter folgen werden. „Mehr Leistung zum selben Preis ist – anders als früher – nicht mehr möglich“, sagte Markus Haas, Vorstandschef von Telefónica Deutschland und gibt vor allem Investitionen in den Netzausbau als Ursache an. t-online.de

ZITAT DER WOCHE

„Es tut sich etwas in den Vorständen, immer mehr Top-Managerinnen schaffen es in die Spitzengremien der börsennotierten Unternehmen Deutschlands.“

Markus Heinen, Experte des Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY zu der Zunahme weiblicher Führungskräfte in den Unternehmen. Erstmals sitzt EY zufolge in der Mehrheit der 160 untersuchten Firmen der DAX-Familie wenigstens eine Managerin im Vorstand. Zum Stichtag 1. Januar 2023 war in 83 Unternehmen mindestens ein Vorstandsmitglied weiblich. Insgesamt warne 109 der insgesamt 705 Vorstandsmitglieder der 160 Firmen weiblich – 17 mehr als ein Jahr zuvor. Der Frauenanteil stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent. Es war der höchste Stand seit der ersten Auswertung im Sommer 2013. An die Spitze des Vorstandes schafften es bislang aber nur wenige Frauen. Von 160 Topposten sind neun von Managerinnen besetzt. n-tv.de

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Polen will Kampfpanzer an Ukraine liefern + Regierung verurteilt Gewalt gegen Polizei in Lützerath + Deutsche Bahn für baldiges Ende der Maskenpflicht + Merz nennt Söhne von Migranten „kleine Paschas“ + Lothar Wieler verlässt Robert Koch-Institut + Mehrere Verletzte bei Angriff am Bahnhof Gare du Nord. politbriefing.de

Defensio Report: NATO und EU kooperieren + Scholz verteidigt Kurs bei Waffenlieferungen + Schweden hat Probleme mit der Türkei + Russland erklärt Waffenruhe für beendet + Israel kündigt Sanktionen gegen Palästinenser an. defensio.report

Berlin Bubble: David Issmer (Teneo) zu Government Affairs + Politik-Role-Models Lilli Fischer und Merle Spellerberg + Ipsos zum Wohlstandscrash 2022 + Stiftung Familienunternehmen zum Bürokratieabbau + Late-Night-Newsletter für das politische Berlin vom Politbriefing und Table Media. berlinbubble.de

ZULETZT

Abramowitsch übertrug vor russischer Invasion Vermögen an Kinder: Offensichtlich hatte der Oligarch schon Probleme auf sich zukommen sehen und versucht, sein Vermögen durch eine Übertragung in Milliardenhöhe zugunsten seiner Kinder vor Sanktionen zu schützen. Laut Recherchen der britischen Zeitung „The Guardian“ erhielten Abramowitschs sieben Kinder über die Umstrukturierung von Trust-Gesellschaften unter anderem ein Anrecht auf Immobilien, Yachten, Helikopter und Privatjets. Vor allem in Großbritannien nahm er schwere Einbußen hin, denn hier wurden sämtliche Vermögenswerte eingefroren. Seine Kinder sind nicht von den Sanktionen betroffen. web.de

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