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Die Zahl der Unternehmensgründungen ist gestiegen, Strom aus Kohle auch im kommenden Jahrzehnt, Wo Deutsche in Europa preiswert Urlaub machen können
in der Kalenderwoche 27, 2024
kuratiert von Stefan Laurin

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Die Zahl der Unternehmensgründungen ist gestiegen: Nach einem deutlichen Rückgang Mitte 2022 wurden im ersten Halbjahr 1.384 neue Firmen gegründet. Dies entspricht einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023. Besonders der Softwarebereich treibt die Branche an. Laut einer Studie, für die die Analysefirma startupdetector Handelsregisterdaten ausgewertet hat, entfielen 302 Gründungen auf die Softwarebranche – ein Plus von 35 Prozent und damit ein Rekord. zeit.de

Die Bundesregierung plant, die Strompreise durch eine weitere Umlage zu erhöhen: Damit die Unternehmen, die im Rahmen der Energiewende benötigte Gaskraftwerke bauen sollen, auch subventioniert werden können, sollen die Energiekunden bald mehr für Strom bezahlen. Die neue Stromumlage wird Verbraucher belasten. welt.de

Strom aus Kohle auch im kommenden Jahrzehnt: Auch in Zukunft wird in Deutschland Energie nicht ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammen. Obwohl die Bundesregierung darauf abzielt, langfristig auf erneuerbare Energien umzusteigen, gibt es Herausforderungen. Die Sonne scheint nicht immer, und der Wind weht nicht konstant. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung eine Kraftwerksstrategie vorgelegt. Gaskraftwerke sollen bei Dunkelflaute einspringen und könnten in Zukunft auch mit Wasserstoff betrieben werden. Dennoch werden Kohlekraftwerke noch eine Weile benötigt. welt.de

So könnte ein Millionenpotenzial an Fachkräften genutzt werden: Bald werden den Unternehmen 240.000 Fachkräfte fehlen – ein wichtiges Wachstumshemmnis. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu beheben, wäre die Weiterqualifikation. Millionen ungelernter Beschäftigter haben das Potenzial, zur Fachkraft aufzusteigen. Nun gilt es, die richtigen Wege zu finden, um ihnen diese Möglichkeit zu ermöglichen. wiwo.de

 Im Mai ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen. zeit.de

Die Sonne auf Erden: Ein Unternehmen in Darmstadt arbeitet daran, die Vision der Energiegewinnung durch Kernfusion Wirklichkeit werden zu lassen. Da bis dahin noch viel Zeit ins Land gehen könnte, entwickelt das Start-up Focused Energy auch Produkte, die heute schon auf dem Markt begehrt sind. faz.net

Weniger Chefs bei Bayer: Im Chemiekonzern Bayer gibt es 17.000 Führungskräfte. Dem neuen Konzernchef Bill Anderson sind das zu viele. Er möchte durch flachere Hierarchien und weniger Chefs Kosten einsparen. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat er 1500 Managerstellen gestrichen. zeit.de

Flüchtlinge kommen nach Deutschland, um hier zu arbeiten. welt.de

Chinas Konzerne bekommen Probleme: Die chinesische Solarzellenindustrie dominiert den Weltmarkt und hat in den vergangenen Jahren ihre Produktion massiv ausgedehnt. Viele Wettbewerber im Westen mussten aufgeben oder kämpfen um ihr Überleben – sie können mit den günstigen Preisen nicht mithalten. Doch der Preisverfall wird nun auch für die chinesischen Hersteller zum Problem. faz.net

RAT UND TAT

Wann ein E-Auto wirklich günstig ist: Mit Elektroautos können Besitzer viel Geld sparen. Doch das gelingt nur, wenn die Bedingungen stimmen. Wer eine eigene Wallbox hat, lädt sein E-Auto günstig. Teurer wird es, wenn man öffentliche Ladepunkte nutzt, und im Vergleich zu Schnellladestationen ist sogar ein Diesel günstiger. waz.de

Immobilienfonds in der Krise: Viele Immobilienfonds haben wirtschaftliche Probleme. Das kann auch Folgen für die Mieter haben. Zwar können sie von Fonds nicht wegen Eigenbedarf gekündigt werden, aber diese versuchen oft bei Wartung und Investitionen zu sparen. waz.de

Wo Deutsche in Europa preiswert Urlaub machen können: Sommerzeit, Ferien und ab in den Urlaub. Leider sind die schönsten Wochen des Jahres mittlerweile ganz schön teuer geworden. Aber mit der Auswahl des richtigen Reiselandes kann man viel Geld sparen. In Bulgarien, Polen oder Griechenland gibt es viel Erholung bei überschaubaren Kosten. capital.de

ANGEZÄHLT

Nicht wenige waren in den vergangenen Jahren der Ansicht, dass die große Zeit der Messen vorbei sei. Anstatt quer durchs Land zu fahren und teure Hotelzimmer zu buchen, um dann neue Produkte in Hallen zu besichtigen, könne man ja auch alles bequem und preiswert online erledigen. Doch zum Glück der Messebetreiber erwies sich das als Irrtum. Messen feiern ein Comeback. Im vergangenen Jahr wurden 183.000 Aussteller und 11,4 Millionen Besucher auf den knapp 300 Messen in Deutschland gezählt. Das entsprach einem Anstieg um 30 Prozent bei den Unternehmen und 50 Prozent bei den Gästen. welt.de

ZITAT DER WOCHE

„Klar, Deutschland hat seine Schwierigkeiten, bei der Digitalisierung und der Transformation zu Klimaneutralität voranzukommen. Die demografische Entwicklung macht es uns nicht leichter. Derzeit ist das Wirtschaftswachstum immer noch gering, aber langsam wird es wieder stärker. Ich bin dagegen, das Land schlecht zu reden. Manch einer sagt, Deutschland sei der kranke Mann Europas. Das ist falsch. Die deutschen Unternehmen sind sehr innovationsfähig. Die Auftragslage der Industrie scheint sich in der Grundtendenz zu stabilisieren, der Konsum dürfte bald wieder anziehen. Deutschland könnte eine gute Turn-Around-Story werden, also eine Erfolgsgeschichte, wenn die strukturellen Probleme beherzt angegangen und gelöst werden.“

Bundesbank-Chef Joachim Nagel. tagesspiegel.de

ZULETZT

VW könnte Werk in Brüssel schließen: Die Volkswagen-Tochter Audi hat aufgrund der schwachen Nachfrage nach ihrem Oberklasse-Elektroauto Audi Q8 e-tron ihr Werk in Brüssel auf den Prüfstand gestellt und ihre Prognose gekappt. Etwa 3000 Mitarbeiter sind von dieser Entscheidung betroffen. Audi hat einen „Informations- und Konsultationsprozess“ für den Standort eingeleitet, um eine Lösung zu finden. Sollte keine Alternative gefunden werden, könnte dies zur Einstellung des Betriebs führen. Es wäre das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Volkswagen ein Werk schließt. wiwo.de