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Hohe Benzinpreise, Gasversorgung, Syrische Zuwanderer stärken Mittelstand, neue Rechtsform für Solo-Selbständige, Jobverlusten durch KI
in der Kalenderwoche 14, 2026
kuratiert von Egon Huschitt

Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Benzinpreise steigen nach neuer Mittagsregel sprunghaft: Laut ADAC stieg der Preis für Super E10 im Bundesdurchschnitt um 7,5 Cent auf 2,175 Euro je Liter, Diesel verteuerte sich um 7,6 Cent auf 2,376 Euro. Mineralölkonzerne dürfen seit dieser Woche ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags anheben, Preissenkungen dagegen jederzeit vornehmen. Während die Politik auf mehr Transparenz setzt, warnt der ADAC, dass Konzerne mögliche Kostensteigerungen nun stärker vorsorglich einpreisen könnten. Was die Regeln bringen, ist bisher nicht eindeutig geklärt. welt.de faz.net

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Gasversorgung mit langfristigen LNG-Verträgen absichern: Der verstaatlichte Gasversorger Sefe startet dazu eine Ausschreibung für LNG-Lieferungen im Zeitraum 2027 bis 2036, die vor allem Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Belgien versorgen soll. Damit sollen mögliche Versorgungsrisiken, etwa durch Spannungen im Nahen Osten, abgefedert werden. Zusätzlich plant der Energiekonzern VNG aus Leipzig eine Ausweitung seiner Bezüge aus Algerien. Reiche fordert zugleich eine Überprüfung der EU-Methanverordnung, die sie als Hemmnis für LNG-Importe nach Deutschland sieht. handelsblatt.com

Dieselimporte brechen weg: Mehrere Tankschiffe haben auf dem Meer ihre Route geändert und hunderte Millionen Liter Diesel umgelenkt – weg von Europa, hin nach Afrika und Asien. Laut Bloomberg wurden innerhalb weniger Tage mindestens vier US-Tanker mit insgesamt 1,2 Millionen Fass Diesel unterwegs neu verkauft, weil asiatische Käufer deutlich höhere Preise boten. Grund ist der Iran-Krieg, der Lieferketten für Rohöl und fertige Kraftstoffe aus der Golfregion lahmgelegt hat. Während asiatische Raffinerien selbst unter Rohölmangel leiden, gerät Europa nun doppelt unter Druck: Diesel aus dem Nahen Osten fällt aus, und selbst US-Lieferungen werden abgeworben. Die Mineralölindustrie warnt, dass die Versorgungslage insbesondere beim Diesel zunehmend angespannt wird. n-tv.de

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Wir sind die Weitblick-für-die-Pflege-Versicherung. In der Privaten Pflegeversicherung fließt der größte Teil der Beiträge in eine stabile Nachhaltigkeitsreserve. Dieses Geld legen wir am Kapitalmarkt an. Mit den Rücklagen und ihren Zinserträgen können wir die gesetzlichen Pflegeleistungen für unsere Versicherten komplett selbst tragen – ganz ohne Steuerzuschüsse. Mehr auf pkv.de

Syrische Zuwanderer stärken Mittelstand: Knapp 266.000 Syrer haben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland und tragen somit auch zum Sozialversicherungssystem bei. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt ihre Beschäftigungsquote bei rund 47 Prozent, bei länger Ansässigen bereits bei 60 Prozent. Besonders stark vertreten sind sie in Pflege, Logistik, Handel und Gesundheitswesen – Branchen, die vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind. Kanzler Friedrich Merz hatte am Montag gesagt, dass in den nächsten drei Jahren nach dem Willen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren sollten. spiegel.de

Unilever fusioniert Lebensmittelsparte mit US-Konzern McCormick: Der US-Gewürzhersteller McCormick & Company zahlt 15,7 Milliarden Dollar und bietet zusätzlich Aktien, wodurch Unilever-Aktionäre 55,1 Prozent am neuen Konzern halten werden. Die verbleibenden 35 Prozent gehen an McCormick-Anteilseigner. Das fusionierte Unternehmen soll künftig unter dem Namen McCormick firmieren, die Transaktion soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Unilever fokussiert sich damit weiter auf Kosmetik, Hygiene und Haushaltsprodukte. finanzen.net

SAP kauft US-Datenspezialisten Reltio zur Stärkung seiner KI-Strategie: Der Dax-Konzern SAP übernimmt das kalifornische Softwareunternehmen, das sich auf cloudbasiertes Datenmanagement spezialisiert hat. Damit will SAP seine Systeme für den Einsatz künstlicher Intelligenz verbessern. Reltio ermöglicht es Unternehmen, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu bündeln, zu bereinigen und in Echtzeit verfügbar zu machen. So entsteht eine verlässliche Datenbasis, die SAP künftig in seine Business Data Cloud integrieren will. handelsblatt.com

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Hybride Pressekonferenzen für eine bundesweite Reichweite! Presse.Live bietet: Livestream-Technik, redaktionellen Support und ein Multiplikatoren-Netzwerk – Ihre Botschaft erreicht Journalisten im Presse.Live Studio oder bei Ihnen vor Ort und online in den Redaktionen von Publikums- und Fachmedien. Kontaktieren Sie uns: presse.live@presse.live, Telefon 030 69 202 3535 presse.live

Uber übernimmt Berliner Limousinendienst Blacklane: Der US-Fahrdienstvermittler damit in das Hochpreissegment ein. Das Berliner Start-up bietet Chauffeurfahrten in gehobenen Limousinen an, deren Preise rund 20 bis 30 Prozent über normalen Taxifahrten liegen. Nach Branchenangaben beträgt der Kaufpreis einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag – einer der größten deutschen Start-up-Deals der vergangenen Jahre. Uber-Chef Dara Khosrowshahi sieht darin den nächsten Expansionsschritt in margenstärkere Geschäftsbereiche. handelsblatt.com

Regenreicher Herbst drückt Weinertrag 2025: Die deutsche Weinproduktion ist im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 7,55 Millionen Hektoliter gesunken. Ursache waren laut Statistischem Bundesamt starke Septemberregen, die die Lese verkürzten und die Fäulnisanfälligkeit der Trauben erhöhten. Besonders stark betroffen waren Rheinhessen und die Pfalz; die leicht geschrumpfte Rebfläche hatte dagegen kaum Einfluss. stern.de

Weitere Meldungen:

  • Verkehrsminister Patrick Schnieder bezeichnet Zustand der Bahn als demokratiegefährdend. zeit.de
  • FDP-Politiker legen Verfassungsbeschwerde gegen Sondervermögen ein. handelsblatt.com
  • Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser: PCK-Raffinerie in Brandenburg ist gesichert. maz-online.de
  • Deutsch-polnisches Fernwärme-Projekt: Wärme über Grenzen hinweg. zdfheute.de

DIGITALISIERUNG

Digitalminister Karsten Wildberger warnt vor Jobverlusten durch KI: Besonders technische und dienstleistungsnahe Jobs sind durch Künstliche Intelligenz bedroht, sagte Wildberger und nannte Programmierer und Callcenter als Beispiele. Für mittelständische Unternehmen sei es daher entscheidend, Mitarbeiter frühzeitig weiterzubilden und betriebliche Prozesse flexibel zu gestalten. Wildberger fordert zugleich mehr Tempo bei der KI-Integration, um Wachstumschancen zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. heise.de

RAT UND TAT

Arbeitsministerin Bärbel Bas plant neue Rechtsform für Solo-Selbständige mit Rentenpflicht: Der Entwurf schafft mit der “neuen Selbständigkeit” einen zusätzlichen Status, der klare Kriterien für Solo-Selbständige setzt, Statusprüfungen durch die Rentenversicherung weitgehend überflüssig machen und Auftraggeber vor hohen Nachzahlungen wegen Scheinselbstständigkeit schützen soll. Voraussetzung sind ein gemeinsamer Wille zur Selbständigkeit, unternehmerisches Handeln sowie mehrere Merkmale wie Vertretungsrecht, Verlustrisiko, mehrere Auftraggeber oder eigene Marktpräsenz; missbrauchsanfällige Branchen bleiben ausgeschlossen und ein direkter Wechsel aus einem Angestelltenverhältnis beim gleichen Auftraggeber ist zunächst gesperrt. sueddeutsche.de

ANGEZÄHLT

Trotz sinkender Kakaopreise bleibt Schokolade im Handel teuer. Laut einer Auswertung der App Smhaggle liegen die Preise für Osterhasen großer Marken wie Lindt, Milka, Kinder und Ferrero je nach Produkt bis zu 44 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hersteller begründen das mit früheren Rohstoffeinkäufen zu hohen Preisen sowie anhaltend teuren Zutaten, Verpackungen und Logistikkosten. Der Kakaopreis selbst ist inzwischen auf etwa 2800 Euro pro Tonne und damit auf das Vorkrisenniveau von 2023 gefallen. zeit.de

ZITAT DER WOCHE

“Die Industrie wird in Deutschland als Störfaktor gesehen.”

RAG-Stiftungschef Bernd Tönjes mahnt einen starken Industriekern in Deutschland an. handelsblatt.com

ZULETZT

Ungarns Bahn schickt wegen Zeitumstellung Entschädigungen für pünktliche Züge: Ein IT-Systemfehler bei der Staatsbahn MAV führte dazu, dass Reisende am Sonntagmorgen fälschlich Entschädigungen erhielten. Wegen der Zeitumstellung erfasste das System alle pünktlichen Züge als verspätet und überwies automatisch 50 Prozent des Ticketpreises zurück. Betroffen waren vor allem Nachtreisende im Inland. Die Bahn behob den Fehler noch am selben Tag, lässt die unverdienten Rückzahlungen aber auf Anweisung von Vizeminister Nándor Csepreghy behalten – Ungarn steht kurz vor Parlamentswahlen. derstandard.at

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