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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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KW 13: KfW bemängelt fehlende Innovation, BVMW hält nichts vom sozialen Arbeitsmarkt, Mittelstand für Frauen durchlässiger
29. März 2018

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

KfW bemängelt fehlende Innovation: Eine neue Studie der staatlichen Förderbank KfW zeigt: In Deutschland setzen die Mittelständler zu wenig auf Innovation. Der Anteil innovativer Mittelständler beträgt im Moment 27 Prozent. Zum Vergleich: 2004/2006 gab es einen Höchststand mit 42 Prozent. “Für die deutsche Wirtschaft und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sind dies keine guten Nachrichten – schließlich spielen Innovationen eine große Rolle für Beschäftigung, Rendite, Umsatz und Produktivität”, argumentiert KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. 54 Prozent der Befragten erklärten, es gebe derzeit keine Notwendigkeit für neue Produkte oder Prozesse. Diese würden keinen Nutzen bringen.
n-tv.de

BVMW hält nichts vom sozialen Arbeitsmarkt: Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat die Pläne der SPD für einen sozialen Arbeitsmarkt kritisiert. NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte bezeichnet das als „teure, beschäftigungspolitische Nebelkerze“. Es sei ein Irrglaube, dass eine effizientere Vermittlung von Arbeitskräften oder die Einrichtung eines milliardenschweren sozialen Arbeitsmarkts strukturelle Beschäftigungsprobleme lösen könnten. Auf NRW bezogen kritisierte er jahrzehntelange Subventionen in überkommene Industrien. Viel wichtiger seien Investitionen in die digitale und logistische Infrastruktur. „Die Betriebe warten auf Steuersenkungen auf kommunaler Ebene, um hier bei uns zu investieren. Sollte das Land (NRW) tatsächlich über fiskalische Mittel zur Scheinbeschäftigung von über 50.000 Menschen verfügen, fordern wir stattdessen eine Stärkung der Kommunalfinanzen über einen Finanzausgleich.”
report-k.de

Mittelstand für Frauen durchlässiger: Im Mittelstand ist für Frauen zwar auch noch nicht alles eitel Sonnenschein, aber in der Geschäftsführung der Unternehmen sind Frauen deutlich häufiger anzutreffen als bei den Konzernen. “Im Mittelstand bekommen Frauen, die sich trauen, von Null auf gleich größere Verantwortung. Die Organisationen sind nicht so arbeitsteilig strukturiert, was Leistung und Verantwortlichkeit klar sichtbar macht”, sagt die Personalberaterin Sabine Hansen, Direktorin Exekutive Search bei Kienbaum. Und: während Frauen in Dax-Unternehmen “klassische” Felder wie Personal, Marketing und Finanzen besetzen, ist beim Mittelstand das Spektrum breiter. “Ich habe mich bewusst für den Mittelstand entschieden, um mehr anpacken zu können, ich wollte Vielfalt und Verständnis für die großen Zusammenhänge”, sagt Sabine Herold, Inhaberin und geschäftsführende Gesellschafterin beim Unternehmen Delo Klebstoffe.
sueddeutsche.de

Digital Leaders liegen bei Gewinnmaximierung vorn: Wie eine Studie der Iskander Business Partner, der Telekom und AlixPartners zeigt, gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad von Unternehmen und ihrem Gewinnwachstum. So fällt das Gewinnwachstum bei den sogenannten Digital Leaders mit 20 Prozent überdurchschnittlich hoch aus. “Digital Leader setzen mit digitalen Managementmethoden auf Transparenz, und sie haben bereits Kompetenzen erlangt, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren und echte Kundenerlebnisse zu gestalten”, findet etwa Bernhard Steimel, Inhaber von Mind Digital, der die Studie zusammen mit der Rheinischen Fachhochschule Köln umgesetzt hat. Zum Vergleich: Digital Starters kommen mit drei Prozent Umsatzsteigerung und 1,7 Prozent Gewinnwachstum nur marginal voran.
markenartikel-magazin.de

Smart Home könnte an alten Leitungen scheitern: Die Deutschen rüsten ihre Häuser und Wohnungen auf: Im Rahmen der Fachmesse “Light + Building” wurde bekannt, dass von den 25- bis 34-Jährigen bereits fast jeder mindestens ein smartes Gerät zu Hause hat, die ältere Generation holt fleißig auf. Die Einsatzmöglichkeiten der vernetzten Systeme sind vielfältig, und gerade auch das Interesse an smarten Energielösungen steigt. Doch das Handwerk warnt: In 70 Prozent der deutschen Gebäude befinden sich veraltete Elektroleitungen, die nicht für dezentrale Stromerzeugung und -speicherung oder Elektromobilität geeignet seien. Der Geschäftsführer des Fachverbands Elektroinstallationssysteme, Klaus Jung, warnt: “In knapp 50 Prozent der Mietwohnungen, die älter als 35 Jahre sind, wurden die Elektroleitungen nicht saniert.”
sueddeutsche.de

Kehrseite des Wirtschaftswachstums: Der deutschen Wirtschaft geht es so gut wie seit langem nicht mehr. Doch die Schattenseiten machen sich überall bemerkbar: Es fehlt an Personal. Auf dem Bau, in der Pflege, in der Kita. Die Arbeitslosenquote steht auf dem Rekordtief von 5,7 Prozent. Viele Regionen haben Vollbeschäftigung. In vielen Berufen fehlt es an Nachwuchs, die jene ersetzen, die in Rente gehen. Auch in der Kommunalpolitik gibt es ungeahnte Phänomene. Als Bürgermeister Peter Traub den koreanischen Maschinenbauer YG-1 mit einem neuen Werk und 1.000 Arbeitsplätzen ins schwäbische Oberkochen holte, fing er sich prompt einen Rüffel der heimischen Betriebe ein, die eine neue Konkurrenz um die begehrten Arbeitskräfte witterten.
faz.net

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung fordert weniger Sozialabgaben für Geringverdiener zeit.de
Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai in Kraft: Fünf Tipps für den Mittelstand bigfm.de
Kleinere und mittlere Unternehmen setzen in NRW 500 Millionen Euro über Amazon Marktplatz um rp-online.de

AUS GEZÄHLT

85 Prozent der IT-Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen im ersten Halbjahr. Nur drei Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus. Der Bitkom-Mittelstandsindex befindet sich damit auf einem langjährigen Höchststand von 82 Punkten.
it-business.de

RAT UND TAT

Fortbildung durch Computerspiele: Immer mehr Unternehmen setzen bei der Fortbildung auf den Spieltrieb ihrer Mitarbeiter. So könnten komplexe Inhalte einfach vermittelt werden. „Intrinsische Motivation ist beim Spiel immer gegeben“, sagt die Medienwissenschaftlerin Linda Breitlauch von der Uni Trier. „Man wächst an der Lösung der komplexen und interaktiven Spielaufgaben.“ Dabei spielen auch Computerspiele eine immer größere Rolle, sie sind zeitlich flexibel und ortsunabhängig. Und weil beim Büffeln am Computer die Freude fehlen würde, müsste man den Content eben spielerisch verkleiden. So setzt Rewe auf Quiz-Anwendungen, die die Mitarbeiter auf ihren Mobiltelefonen spielen können.
welt.de

Mittelstand und Markentod: Kleinere und mittlere Unternehmen investieren kaum in strategische Markenführung. Ein ausgeprägtes Markenbewusstsein sei auch überhaupt nicht vorhanden, sagt Unternehmensentwickler Ulvi Aydin. Er kommt zu dem Ergebnis: viele Webseiten sind veraltet, unübersichtlich und überladen. Das Corporate Design ist austauschbar, die Unternehmenskommunikation ist inkonsequent. Das Problem: Bei guten Geschäften sehen viele einfach nicht die Notwendigkeit. Marketing gelte meist als Kostenfaktor, denn als Umsatztreiber.
springerprofessional.de

AUS GESPROCHEN

„Es gibt keine andere Partei, die dem Priorität einräumt. Markus Söder kümmert sich mehr um die Kreuze im Klassenzimmer als um Lehrer und Laptops.”

Der bayerische FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen fordert für Bayern ein liberales Ladenschlussgesetz, ein klares Bekenntnis zum Bau der dritten Startbahn am Münchener Flughafen sowie schnelles Internet, digitale Behörden, Chancengleichheit in der Bildung und die Förderung von Forschung und Entwicklung.
abendzeitung-muenchen.de

„Ich bin ja selbst noch ein Startup, gerade einmal sieben Tage im Amt.”

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fremdelt noch etwas mit seiner neuen Aufgabe, als er bei einer Pitch Night zehn Startups und ihre Geschäftsmodelle kennengelernt hat.
digitalpresent.tagesspiegel.de

AUS DER REIHE

Der Elektriker mit dem smarten Zuhause: Michael Zanzinger ist ein Elektrikermeister aus Roth am See und hat sein Eigenheim in ein Smart Home verwandelt, das nun sogar den ersten Preis in einem Wettbewerb der Firma “Comexio” gewinnen konnte. Per Computer oder Smartphone kann er Licht, Jalousien, Heizung und Audio-Systeme regeln und sogar ein kleines Windrad ansteuern, mit dem er im Garten Energie produziert. Neben der Kleinwindkraftanlage besitzt Zanzinger auch Fotovoltaik-Platten und eine Wärmepumpe, mit denen er sein Hybrid-Auto im Sommer beispielsweise kostenlos betreiben könne. Auch das selbst programmierte Heimsystem benutzt er vorrangig, um Energie zu sparen – “Das ist mein Hobby,” so Zanzinger.
swp.de

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