AUS POLITIK UND MITTELSTAND
Reaktionen auf Sondierungsergebnis: Die Ergebnisse der Sondierungen von Union und SPD stoßen vor allem in der Wirtschaft auf Kritik. Es handle sich um eine Weichenstellung in Richtung größerer Staat und höhere Steuerlasten, meinte Ifo-Präsident Clemens Fuest. DIHK-Chef Eric Schweitzer sagte, er vermisse Ansätze für eine wettbewerbsfähige Steuerreform. Am Ende gebe es für die Wirtschaft eher Be- als Entlastungen. Die FDP äußerte sich fast schon milde: “Besser als befürchtet ist nicht genug”, twitterte Christian Lindner.Die Ergebnisse seien aber nicht die Erneuerung, die man brauche. Anders die Stimmung bei den Gewerkschaften: die geplante Stabilisierung des Rentenniveaus und die vereinbarte Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung stieß hier auf Zustimmung.
deutschlandfunk.de
CDU-Wirtschaftsrat gegen GroKo: Der Wirtschaftsrat der CDU positionierte sich erneut gegen eine Große Koalition. Diese sei mit der SPD derzeit nicht möglich. “Es ist besser, die SPD regelt ihr Führungsproblem in der Opposition und regeneriert sich dort”, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger. Kritik übt er vor allem an SPD-Chef Schulz, der seine Kritiker mit der Diskussion um Nachbesserungen besänftigen wolle. Anders sieht dies das Wirtschaftsforum der SPD. „Es wäre verheerend, wenn der SPD-Parteitag am Sonntag Verhandlungen über eine GroKo ablehnen würde,“ wird Harald Christ, Präsidiumsmitglied des Forums auf Bundesebene, zitiert.
zeit.de (CDU), allgemeine-zeitung.de (SPD)
Pop-Up-Labore für BaWü: Die Landesregierung in Baden-Württemberg will mit Pop-Up-Laboren für mehr Innovation im Mittelstand sorgen. Die mobilen Einrichtungen sollen durchs Land ziehen und kleinen und mittleren Unternehmen mit Hilfs- und Trainingsangeboten unter die Arme greifen. Ansprechpartner sollen die Unternehmen bei der Ausarbeitung, Umsetzung von Ideen und beim Einsatz neuer Technologien unterstützen. „Wir haben in Baden-Württemberg die Situation, dass die kleinen und mittleren Unternehmen in ihrer Innovationstätigkeit zurückfallen“, sagt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).
stuttgarter-nachrichten.de
Gesunde Süßigkeiten: Auch in der Süßwarenindustrie geht der Trend zum Gesunden. Müsli- und Energieriegel, Nüsse, Kerne und Samen würden immer öfter ihren Weg in den Einkaufskorb finden. “Diese Gruppe wächst wirklich signifikant”, sagt Hans Strohmaier vom Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network. Von November 2016 bis Ende Oktober 2017 sei der Umsatz dieser Produkte in zwölf europäischen Ländern um rund sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Damit hätten sie am Gesamtmarkt einen Anteil von knapp zwölf Prozent.
faz.net
Reste-Supermarkt in Berlin: 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werfen die Deutschen pro Minute weg. Das entspricht etwa einer LKW-Ladung. Dieser Entwicklung stellt sich der Reste-Supermarkt SirPlus in Berlin entgegen. Verkauft werden Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Auch frisches Obst und Gemüse, das es auf Grund mangelndem guten Aussehens nicht in die Supermarktregale geschafft hat, bekommt in dem Restemarkt eine zweite Chance. Das Interesse ist groß, Geschäftsführer Raphael Fellmer denkt über neue Filialen und einen Ausbau des Online-Shops nach.
tagesspiegel.de
117. Berliner Presseball im Zeichen des Mittelstands: Ein rauschendes Fest war am Wochenende der 117. Berliner Presseball. In Kooperation mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) trug das Fest in diesem Jahr das Motto „Deutscher Mittelstandsball“. . Sein Berliner Debüt feierte Richard Lugner, der beim Wiener Opernball regelmäßig mit Hollywoodstars Akzente setzt. Eröffnungsredner war der Sohn des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl, Walter Kohl, der in seiner Rede an seine Eltern erinnerte. BVMW-Präsident Mario Ohoven verlieh den 6 kg schweren Deutschen Mittelstand Media Award an Cicero-Gründer Wolfram Weimer. Veranstalter Mario Koss selbst lobte die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand. Als Erfinder der Shape-CD war Koss selber schon in jungen Jahren ein erfolgreicher Unternehmer.
tagesspiegel.de
Liberaler Mittelstand fordert flächendeckenden Breitbandausbau in Baden-Württemberg liberale.de
US-Recht ist größtes Risiko im Handel mit Iran deutsche-mittelstands-nachrichten.de
Hybrid Cloud und Software-as-a-Services kommen bei KMUs an cloudcomputing-insider.de
AUS GEZÄHLT
Mit 27 Milliarden Euro Emissionsvolumen hat der Markt für Unternehmensschuldscheindarlehen 2017 auf dem Rekordniveau de Vorjahres abgeschlossen. Die Schuldscheinemissionen nahmen in der Anzahl her zu, sind aber vom durchschnittlichen Volumen geringer. Das zeigt: Der Schuldschein ist als Finanzierungsinstrument endgültig auch im Mittelstand angekommen.
wallstreet-online.de
RAT UND TAT
Wissen, was man will: Die allermeisten deutschen Unternehmen sind gezwungen, sich radikal zu verändern, die digitale Transformation in Angriff zu nehmen. Doch wie gelingt das am besten? Eine Tagung des Handelsblatt in München kommt zu dem Ergebnis: Es geht weniger um neue Computer oder moderne Software oder zusätzliche Rechenzentren. Entscheidend sei vielmehr, dass die Firmen klare Ziele vor Augen hätten. “Wenn sie nicht wissen, was aus ihrem Geschäft durch die technische Konversion werden soll, dann kann ihnen niemand helfen“, betonte Joseph Reger, IT-Experte des des japanischen IT-Konzerns Fujitsu.
handelsblatt.com
Milliardengeschäft Giveaways: Werbegeschenke sind ein Klassiker der Kundenbindung und mittlerweile ein Milliardengeschäft. Sie dienen dazu, bei treuen Kunden in Erinnerung zu bleiben und helfen, neue Kunden zu gewinnen. Am beliebtesten ist immer noch der Kugelschreiber. “Weil man nie einen hat”, sagt Kurt Schnellbächer vom Werbeartikelhersteller Hach. Die Klassiker funktionieren immer noch: Neben Schreibgerät und Stofftaschen sind in den letzten Jahren USB-Sticks oder Powerbanks dazugekommen. Nur Taschenrechner würden keinen Sinn mehr machen. Inzwischen würden die meisten Zahlen lieber in ihr Smartphone tippen.
sueddeutsche.de
AUS GESPROCHEN
„Wer unsere Steuergelder verschwendet, muss genauso verfolgt werden wie Steuerhinterzieher.”
BVMW-Präsident Mario Ohoven beklagt, dass kein Minister, Senator oder Bürgermeister für Misswirtschaft mit öffentlichen Geldern haften muss.
bz-berlin.de
AUS DER REIHE
Die Unterwäsche der Queen: Seit 1960 war der Londoner Unterwäsche-Hersteller Rigby & Peller Hoflieferant des britischen Königshauses und durfte sogar mit dem Wappen der Königin werben. Doch die Queen scheint nicht mehr amused, der Titel “Hoflieferant” wurde jetzt aberkannt. Hintergrund ist die Autobiografie der langjährige Firmeneignerin June Kenton. Dort berichtete sie von den regelmäßigen Besuchen im Palast und zum Beispiel, dass William und Harry gerne Fotos von Dessousmodels in ihrem Internatszimmer aufhängten. Für die einen harmlos, für die Queen zu viel der Indiskretion.
sueddeutsche.de