AUS POLITIK UND MITTELSTAND
CDU-Wirtschaftsrat für Minderheitsregierung: Vor der Klausur der CSU-Landesgruppe in Kloster Seeon hat der Wirtschaftsrat der CDU beim bayerischen Partner für eine Minderheitsregierung geworben. Dies sei, so Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, im Vergleich zur Fortsetzung einer großen Koalition die bessere Wahl. Eine Minderheitsregierung von CDU und CSU sei “unter den schlechten die bessere Option für unser Land”.
zdf.de
DIHK sieht Fachkräftemangel als größte Herausforderung: Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, forderte als Gegenmaßnahmen unter anderem eine Stärkung der beruflichen Bildung. Berufsschulen seien zum Teil in einem maroden Zustand, würden seit Jahren stiefmütterlich behandelt. An Gymnasien müsse es flächendeckend Berufsorientierung auch zur beruflichen Bildung geben. Für 56 Prozent der Unternehmen sei in den aktuellen Umfragen des DIHK der Fachkräftemangel das größte Geschäftsrisiko.
faz.net
Mittelstand erwartet lang anhaltenden Aufschwung: In einer Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft zeigten sich 79 Prozent der Befragten optimistisch. Im vergangenen Jahr waren es nur 62 Prozent. Doch auch hier geht die Sorge vor einem Fachkräftemangel um: Neun von zehn Betrieben haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Auch die Arbeitsagentur erwartet einen Jobboom, der mindestens bis 2019 anhalten werde. Die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young rechnen in der Euro-Zone im kommenden Jahr mit 1,8 Millionen neue Arbeitsplätzen. Vor allem in Spanien und Deutschland wird eine Zunahme um jeweils 400.000 Stellen erwartet.
spiegel.de, n-tv.de
Handwerkspräsident nennt VW-Forderung kundenfeindlich: Den Vorschlag von VW-Chef Müller, die Dieselsubventionen auslaufen zu lassen, hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer als kundenfeindlich kritisiert. Diese Fahrzeuge seien dem Handwerk auch mit dem Argument geringeren Verbrauchs und wegen des günstigen Kraftstoffs verkauft worden, sagte er dem “Tagesspiegel”. Um Fahrverbote zu vermeiden, seien Nachrüstungen erforderlich. Im Handwerk stehe man für Fehler und Mängel gerade und bringe das in Ordnung, betonte Wollseifer. Nichts anderes erwarte man von den Autoherstellern.
tagesspiegel.de
Iran: Geplatzte Träume: Nach dem Atomabkommen mit dem Iran waren die Hoffnungen der deutschen Wirtschaft auf Milliardenaufträge groß. Zwar hat das Handelsvolumen 2017 um 3,5 Milliarden zugelegt, doch die Entwicklung der Handelsbeziehungen blieb hinter den Erwartungen zurück. “Die angespannte politische Lage dürfte die Situation weiter belasten”, fürchtet DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Vor allem die Iran-Politik der USA bereitet der Wirtschaft Kopfzerbrechen. Weil weiterhin Sanktionen existieren und neue Strafmaßnahmen durch die Trump-Regierung drohen, weigern sich europäische Großbanken in Iran-Geschäfte zu investieren. Auch die aktuellen Proteste bereiten der Wirtschaft Sorgen.
faz.net (USA), spiegel.de (Proteste)
Startups bleiben Männersache: Auch in der Startup-Szene tun sich Frauen schwer. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Startup Monitor 2017. Unter den Gründern liegt der Frauenanteil mittlerweile zwar bei 40 Prozent. Bei den Startups sind es aber nur knapp 15 Prozent. Auch wenn der Anteil stetig wächst, geht die Entwicklung nur langsam voran. So sind in den Vorständen und Aufsichtsräten der aufstrebenden Unternehmen ebenfalls nur wenig Frauen anzutreffen. Eine Entwicklung, die sich früh zeigt. So bewarben sich zum Beispiel beim Businessplanwettbewerb Startup Teens für Jugendliche nur ein Viertel Mädchen.
berliner-zeitung.de
Genossenschaftsbanken: Sie leben noch: Trotz Filialsterben ist das Modell der Volks- und Raiffeisenbanken nicht tot. Banken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im Jahr 2017 ihren Marktanteil bei Privatkunden um 0,2 Prozentpunkte auf 24 Prozent erhöhen. Der Bereich der geschäftlichen Kredite wuchs um 6,2 Prozent auf 243 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Marktanteil von 19,5 Prozent. Zwar wurde die Zahl genossenschaftlicher Banken in den letzten Jahren durch Fusionen reduziert, doch ein breitgefächertes Filialnetz vor allem im ländlichen Raum ist immer noch die wesentliche Stärke der Genossenschaftsbanken.
handelsblatt.com
Nordrhein-westfälischer Mittelstand fordert eine klare Antwort auf die Steuerreform in den Vereinigten Staaten pressebox.de
Praktiker aus dem Mitteltand schätzen klare Kante: FDP-Chef Christian Lindner verteidigt das Jamaika-Aus liberale.de
Münchner Journalisten und Verleger Wolfram Weimer erhält Mittelstand Media Award 2017 theeuropean.de
AUS GEZÄHLT
10.000 Firmen sind vom Wegfall der Privilegierung von Kraftwärmekopplungs-Anlagen betroffen. Seit 01. Januar muss zumindest vorübergehend die volle EEG-Umlage gezahlt werden.
deutsche-mittelstands-nachrichten.de
RAT UND TAT
Keine Nachfolger für viele Firmen: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sorgt sich um die Zukunft vieler kleiner und mittlerer Unternehmen. Der Hintergrund: Immer mehr Inhaber erreichen das Rentenalter und tun sich mit der Suche nach einem Nachfolger schwer. Die Zahl potentieller Käufer sei rückläufig so DIHK-Präsident Eric Schweitzer, überhaupt habe das Interesse am Unternehmertum abgenommen. Schuld seien überhöhte Kaufpreise der Senior-Unternehmer und Unsicherheiten bei den rechtlichen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel steuerliche Fragen bei der Übertragung des Unternehmens.
deutschlandfunk.de
Schlechte Zahlungsmoral bedroht Unternehmen: Zahlungsverzögerungen sind besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) existenzbedrohlich. In Deutschland werden jedes Jahr 9 % aller Rechnungen von KMUs im Business-to-Business-Bereich zu spät bezahlt. Damit fehlen den Unternehmen in der Summe 56 Milliarden Euro im Cashflow. 30 Prozent der in einer Umfrage von Plum Consulting befragten Unternehmen geben an solche Probleme zu haben oder demnächst zu erwarten.
mittelstandswiki.de
AUS GESPROCHEN
„Es entstehen weiter viele neue Stellen. Aber es wird immer schwieriger, eine freie Stelle mit der richtigen Arbeitskraft zu besetzen.”
Bayern-LB-Volkswirt Stefan Kipar fürchtet, dass sich der Arbeitsmarkt zum Flaschenhals für das Wachstum entwickeln könnte.
tagesspiegel.de
„Es gibt ja nicht den deutschen Mittelstand. Die mittelständischen Industrieunternehmen, die Sie und wir im Blick haben, sagen laut unserem BDI/AT Kearney-Mittelstandspanel zu 60 Prozent, dass es ihnen gut oder sogar sehr gut geht. Laut Familienunternehmer-Umfrage 2017 der Deutschen Bank und des BDI, die wir ebenfalls durchführen, sagen sogar 76 Prozent der Familienunternehmen, dass es ihnen gut bis sehr gut geht. Daraus kann man schließen: 2017 war ein gutes Jahr.”
Friederike Welter, Chefin des Instituts für Mittelstandsforschung, zieht für 2017 eine positive Bilanz.
handelsblatt.com
AU DER REIHE
Genau hingehört: Erst hörte sich etwas am Motor komisch an, dann blieb sein Auto am Wegesrand liegen. Eine Art Initialzündung, denn Pavel Konečný ließ das Erlebnis nicht mehr los und hat Jahre später mit seinem Startup Neuron Soundware eine Software entwickelt, die Geräusche von Maschinen analysiert und Störungen bereits früh erkennt. Bekannte Probleme und Anomalien dienen als Vorlage für die Analyse. Die Software weiß, wie sich Maschinen normal anhören und erkennt die Abweichung. „Schall und Vibration sind die effizienteste Art, mechanische Störungen zu erkennen“, so Konečný.
welt.de