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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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Bahn einigt sich mit EVG, Tesla verlegt Firmensitz nach Texas, Baupreise steigen so stark wie seit 50 Jahren nicht mehr
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: Laschet will personelle Neuaufstellung der CDU
Handelsblatt: Aufsicht will durchgreifen (Bafin)
SZ: Auf dem Weg zur Ampel-Koalition
Tagesspiegel: Laschet tritt den Rückzug an
Welt: Laschet kündigt Rückzug als CDU-Chef an

NACHRICHTEN

Bahn einigt sich mit Gewerkschaft EVG und will Fluggäste mit Sprinterzügen abwerben
tagesschau.de, spiegel.de, n-tv.de

  • Deutsche Bahn und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben Tarifeinigung erzielt, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten
  • Konkret einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zusätzlich zum gültigen Tarifabschluss unter anderem auf Corona-Beihilfen: In diesem Jahr gibt es 600 Euro für die Beschäftigten, im kommenden Jahr kommen noch einmal 500 Euro dazu
  • Damit sei diesjährige Tarifrunde abgeschlossen, teilte der Staatskonzern mit
  • Für die Bahn-Kunden bedeute dies, dass Streiks mindestens bis Februar 2023 ausgeschlossen seien
  • Mit zusätzlichen Sprinterverbindungen will die Bahn von Mitte Dezember an innerdeutschen Flugangeboten Konkurrenz machen
  • Zwischen Berlin und Köln etwa fahren dann Sprinter dreimal täglich in unter vier Stunden und damit bis zu eine halbe Stunde schneller als bisher

Tesla verlegt Firmensitz von Kalifornien nach Texas
welt.de

  • Tesla verlegt den Firmensitz offiziell aus dem Silicon Valley nach Texas
  • Konzernchef Elon Musk gab den Umzug in der Nacht zum Freitag bei der Hauptversammlung des Elektroauto-Herstellers bekannt.
  • Sie wurde bereits am neuen Sitz in der Stadt Austin abgehalten, wo Tesla ein großes neues Werk baut
  • Musk hatte bereits im vergangenen Jahr im Streit über Schließung des Stammwerks in Fremont bei San Francisco damit gedroht, den Firmensitz nach Texas zu verlegen
  • Er war unzufrieden damit, dass die Fabrik wegen Corona-Einschränkungen zeitweise stillstand

Baupreise steigen so stark wie seit 50 Jahren nicht mehr
zeit.de, spiegel.de

  • Immobilienboom und Materialengpässe haben Baupreise in Deutschland so stark steigen lassen wie seit fünf Jahrzehnten nicht mehr
  • Im August lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um 12,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte
  • Ein stärkerer Anstieg wurde zuletzt im November 1970 mit 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gemessen.
  • Aktuell treibt unter anderem die große Nachfrage nach Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffen auf den Weltmärkten die Preise

Irland hat geplanter globaler Steuerreform zugestimmt
handelsblatt.com

  • Das Land lockte bisher mit niedrigen Unternehmenssteuern viele große internationale Konzerne wie Facebook und Google an
  • Inzwischen haben sich jedoch viele Industrieländer auf globale Mindeststeuer von 15 Prozent verständigt
  • Irlands Finanzminister Paschal Donohoe: “Das ist die richtige Entscheidung, eine vernünftige und pragmatische Entscheidung.”
  • EU-Kommission habe Irland versichert, dass sie sich an die globale Steuerrate halten wolle, und nicht eine Erhöhung für EU-Mitgliedstaaten anstrebe

Amerika wendet Zahlungsausfall ab
faz.net, n-tv.de

  • Parteien im US-Senat haben sich darauf verständigt, den drohenden Zahlungsanfall der Regierung Mitte Oktober abzuwenden
  • US-Senat stimmte einer Anhebung der Schuldengrenze um 480 Milliarden US-Dollar bis Dezember zu
  • Damit gewähren sich die Politiker einen Aufschub, ohne das Problem gelöst zu haben
  • Republikaner im Senat weigerten sich bisher nicht nur, einer Suspendierung der Schuldengrenze zuzustimmen, sondern auch eine Abstimmung zu erlauben, die mit einfacher Mehrheit den Schuldendeckel suspendierte
  • Finanzministerin Janet Yellen hatte vor einer möglichen Finanzkrise und einer potenziellen Rezession gewarnt, sollte die US-Regierung erstmals ihre Schulden nicht bedienen können

Hat Adler seine Anleger getäuscht?
tagesschau.de, spiegel.de

  • Investor Fraser Perring beschuldigt den erst im vergangenen Jahr durch Zusammenschlüsse und Übernahmen entstandenen Immobilienkonzern Adler Group des Betrugs, der Manipulation und Täuschung seiner Geldgeber – und hat gleichzeitig auf den Fall der Aktie gewettet.
  • Viceroy wirft Adler unter anderem vor, die Bilanz künstlich aufgeblasen zu haben. Außerdem ziehe das Management Geld aus übernommenen Firmen ab
  • Die Papiere der Immobilienfirma fielen am Mittwoch um rund 26 Prozent auf 10 Euro
  • Adler wies die Anschuldigungen zurück und kündigte an, zeitnah ausführlich Stellung zu nehmen
  • Die BaFin nehme den Bericht ernst und prüfe die Vorwürfe, sagte eine Sprecherin der deutschen Finanzaufsicht
  • Haushaltsdefizit steigt auf 131 Milliarden Euro n-tv.de
  • Deutsche Produktion stark eingebrochen zeit.de
  • Erstmals seit zehn Jahren steigt die Zahl der Privatinsolvenzen wieder an tagesspiegel.de
  • Vonovia übernimmt im dritten Anlauf Deutsche Wohnen zeit.de
  • Martin Weiss wird Chef von Burda Media spiegel.de
  • Investoren prüfen Aareal-Bank-Übernahme n-tv.de
  • „Opel wird zerstückelt“ – Stellantis entmachtet seine deutsche Tochter handelsblatt.com
  • Bei Uniper steht jede zehnte Stelle auf der Kippe n-tv.de
  • Twitter verkauft Werbebörse MoPub spiegel.de
  • “Weihnachtsgeschenke sollte man dieses Jahr schon im Oktober bestellen“ tagesspiegel.de

DIGITALISIERUNG

Vorschlag für digitales Regierungsprogramm vom CCC: Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine Formulierungshilfe für ein digitales Regierungsprogramm veröffentlicht. Der Text ist lang, die darin aufgezählten Punkte sind viele. Ganz oben in der CCC-Auflistung steht ein Thema, das mit den Kernkompetenzen des Chaos Computer Clubs zu tun hat: Gefordert wird ein Ende “des digitalen Analphabetentums” in Schulen, Universitäten, Behörden, Ämtern und diversen Berufsgruppen. Außerdem aber auch IT-Souveränität, die Förderung von Open Source, der Aufbau einer digitalen Verwaltung. Die Vorschläge des CCC sind in die Bereiche Infrastruktur, Bildung, Verwaltung, Urheberrechte und Patente, Überwachung, IT-Sicherheit, Nachhaltigkeit, Außenpolitik, Tracking und Menschenrechte kategorisiert. Unter den Formulierungen finden sich handfeste Projekte, aber ebenso Grundsatzempfehlungen wie etwa das Verbot der Tötung von Menschen durch autonome Systeme. t3n.de golem.de

Krankmeldung geht jetzt online: Ursprünglich sollte die digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ab Januar 2021 eingeführt werden – sie wurde jedoch wegen Corona auf den 1. Oktober vertagt. Nun ist die eAU endlich gestartet. Dabei sei es aber erneut zu „Verzögerungen bei Technik und Tests“ gekommen, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Man habe sich daher mit den Krankenkassen auf eine Übergangsregelung geeinigt. Praxen haben damit grundsätzlich noch das gesamte vierte Quartal Zeit, von der Papier-AU auf die eAU umzustellen. Arbeitnehmer müssen mit der Änderung die AU nicht mehr selbst zur Krankenkasse schicken. Das übernehmen jetzt – nach und nach bis Ende Dezember – die Arztpraxen. Die Ärzte werden laut KBV aber weiterhin verpflichtet sein, ihren Patienten eine (vereinfachte) AU-Bescheinigung auf Papier auszudrucken. ruhr24.de wa.de

  • Ranking: Frankfurt stürzt im Smart-City-Ranking ab faz.net
  • Tesla-Chef Elon Musk über China: “Globaler Anführer im Bereich Digitalisierung” finanzen.net
  • Neue Regierungskoalition: Vorschlag für digitales Regierungsprogramm vom Chaos Computer Club golem.de
  • Aschaffenburger Ärztetag: Digitalisierung in der Praxis ist noch nicht angekommen aerztezeitung.de
  • Digitalisierungsfirma Sensorberg erhält Finanzierung über rund 6 Millionen Euro konii.de
  • Telekom-Stiftungen-Studie: Schulen verwenden zu viele verschiedene Lernprogramme tagesspiegel.de

SMARTLIFE

Smart Home ist Haupteinsatzgebiet der Sprachassistenten: Eine wachsende Anzahl an Menschen, die Smart-Home-Anwendungen in ihrem Zuhause installiert haben, steuern diese per Sprachbefehl. Schon 65 Prozent der Nutzer sprechen mit ihrem Zuhause, berichtete der Digitalverband Bitkom. Vor einem Jahr waren es noch 52 Prozent. Am beliebtesten ist insgesamt jedoch die Steuerung per Smartphone-App (87 Prozent), die Hälfte nutzt dafür auch eine App auf dem Tablet (49 Prozent) oder auf einer Smartwatch (12 Prozent). Aktuell verfügen 41 Prozent der Deutschen über vernetzte Geräte in ihrem Zuhause. 88 Prozent davon sind sich sicher, dass Smart-Home-Anwendungen in ein paar Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden. 72 Prozent betonen, ihnen hilft das smarte Zuhause dabei, energieeffizienter zu leben. baumarktmanager.de it-times.de

Hamburg auf Platz eins: Hamburg konnte im jährlichen Smart City Index erneut den ersten Platz belegen. Die Ergebnisse des diesjährigen Rankings wurden vom Branchenverband Bitkom vorgestellt. Wie Bitkom berichtete, verteidigt Hamburg den ersten Platz mit 88,1 von 100 möglichen Punkten und hat damit die Konkurrenz weit hinter sich gelassen. So folge mit großem Abstand Köln mit 79,3 Punkten auf Rang zwei, dahinter sichere sich Karlsruhe mit 73,2 Punkten den dritten Platz. Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen schneiden im Mittel besser ab als der Durchschnitt. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien die Ergebnisse schlechter. Keine Unterschiede gebe es zwischen den Städten in Ost- und Westdeutschland. mopo.de, kommune21.de

  • Studie: Digitalisierung im Schulsystem häufig noch Trauerspiel betriebsratspraxis24.de
  • 13 Verbundprojekte zur Digitalisierung der Nutztierhaltung gestartet topagrar.com
  • Unternehmen: Celonis und ServiceNow kooperieren zu Workflows logistik-heute.de
  • Umfrage: Der FDP und den Grünen trauen die Bürger am ehesten zu, die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen kommune21.de
  • Marketing- und Digitalisierungsförderung: Überbrückungshilfe III Plus bis Dezember verlängert fvw.de

STRATEGIE & MANAGEMENT

Chipkrise bremst BMW im Quartal – Mehr Elektroautos: BMW verkaufte von Juli bis September 12,2 Prozent weniger Autos. Wegen des akuten Halbleitermangels musste der Autobauer die Produktion vereinzelt anpassen. Damit fällt der Rückgang aber deutlich geringer aus als bei Mercedes-Benz, wo der Absatz um etwa ein Drittel schrumpfte. „Wenngleich der Konzern die Auswirkungen der Engpässe auf Gesamtjahressicht bislang abfedern konnte, sind Effekte auf den Absatz in den kommenden Monaten nicht auszuschließen.“ BMW geht davon aus, dass im Gesamtjahr wegen der Chipkrise 80.000 bis 100.000 Autos nicht gebaut werden können. Trotzdem hat das Unternehmen 18 Prozent mehr Autos verkauft als im von Corona-Lockdowns geprägten Vorjahr. t3n.de handelsblatt.com

Uniper baut 1000 Stellen ab: Die Gewerkschaften IGBCE und ver.di gehen gegen den Stellenabbau beim Energiekonzern Uniper auf die Barrikaden. „Betroffen sind locker 1200 Beschäftigte“, sagte Betriebsratschef Harald Seegatz am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Engineering-Geschäft, in dem etwa 1.100 Mitarbeiter vor allem in Deutschland und Großbritannien beschäftigt werden, soll “grundlegend umstrukturiert” werden, kündigte das Unternehmen an. Trotz Anpassung an die Marktbedingungen, der Erschließung neuer Geschäftsfelder und einzelner Erfolge und Verbesserungen habe der Bereich bisher keinen unabhängigen finanziellen Beitrag zum Konzernergebnis leisten können. Das Dienstleistungsgeschäft für Dritte im konventionellen Sektor werde eingestellt und auf Engineering-Dienstleistungen für Betreiber kerntechnischer Anlagen als weiteres neues strategisches Geschäftsfeld beschränkt. rp-online.de finanzen.net

ZITATE

“Es wäre voreilig zu behaupten, dass die derzeitige Preisdynamik nächstes Jahr völlig abklingen wird.“

Trotz einer erwarteten Entspannung bei der Inflation könnte EZB-Direktorin Isabel Schnabel zufolge auch kommendes Jahr der Preisdruck hoch bleiben.
handelsblatt.com

“Die jüngsten Enthüllungen um Facebook belegen, wie dringend wir in Europa eine starke und wirkungsvolle Regulierung sozialer Netzwerke brauchen.”

Justizministerin Christine Lambrecht forderte angesichts jüngster Vorwürfe zu Geschäftspraktiken bei Facebook, die sozialen Netzwerke stärker an die Kandare zu nehmen.
tagesspiegel.de

ZULETZT

Spanische Jugendliche bekommen Kulturgutscheine: Um die Härten der Coronapandemie abzufedern, erhalten Jugendliche in Spanien einen Kulturgutschein. Alle, die im nächsten Jahr 18 Jahre alt werden, sollen einen Gutschein in Höhe von 400 Euro von der Regierung erhalten. Die Gutscheine sollen der Kultur- und Veranstaltungsbranche des Landes dabei helfen, sich von den Einnahmeverlusten während der Corona-Lockdowns zu erholen. Allerdings sind die Gutscheine nicht unbegrenzt einsetzbar: Die Empfänger können damit keine Tickets für Stierkämpfe kaufen.
spiegel.de

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