Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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PRESSESCHAU
FAZ: Höchste Inflation seit 1993
Handelsblatt: Inflation steigt auf 28-Jahreshoch
Tagesspiegel: Inflation in Deutschland steigt und steigt
NACHRICHTEN
Inflation auf Rekordhoch: Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober weiter beschleunigt und den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (28. 10.) anhand vorläufiger Daten mitteilte. Eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent hatte die Wiesbadener Behörde zuletzt im Oktober 1993 gemessen. Steigende Energiepreise heizen die Inflation seit geraumer Zeit an. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung inzwischen voll durch. Die EZB hält trotzdem an ihrem Kurs des billigen Geldes fest. Erst im Dezember will der Rat der EZB entscheiden, wie es mit den milliardenschweren Anleihenkäufen weitergeht.
nzz.ch, handelsblatt.com
US-Investitionsprogramm: Präsident Joe Biden stutzt Sozial- und Klimapaket auf 1,75 Billionen Dollar zeit.de
Überfischung der Weltmeere: Experten fordern Stopp von Subventionen für schädliche Fischerei zeit.de
Weltklimakonferenz: G-20-Staaten kündigen Methan-Reduzierung an deutschlandfunk.de
Ampel plant Abbau klimaschädlicher Subventionen: Das Umweltbundesamt fordert von der künftigen Bundesregierung, umwelt- und klimaschädliche Subventionen zu streichen. Dem Amt zufolge förderte der Staat im untersuchten Jahr 2018 vor allem den Auto- und Luftverkehr und die Nutzung fossiler Energiequellen mit über 65 Milliarden Euro. Das Umweltbundesamt fordert unter anderem die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs und der Mehrwertsteuerermäßigung auf Fleisch. Das frei werdende Geld könne der Staat in die Förderung klimaschonender Alternativen investieren und Bürger wie Unternehmen entlasten.
zeit.de, spiegel.de
Facebook heißt jetzt Meta: Inmitten der Whistleblower-Affäre benennt Mark Zuckerberg sein Unternehmen um faz.net
“Nicht einen Zloty”: Im Justizstreit mit Polen hat der EuGH ein Zwangsgeld von einer Million Euro pro Tag festgesetzt. Doch dem will das Land nicht nachkommen, verkündete Zbigniew Ziobro.
zeit.de
Schneller zu Nord Stream 2: Kurz nachdem die Pipeline Nord Stream 2 einer Genehmigung durch die Bundesnetzagentur ein Stück näher gekommen ist, hat Russlands Präsident Putin abermals eine Ausweitung der Gaslieferungen in Aussicht gestellt. Am Mittwoch wies Putin den staatlich kontrollierten Energiekonzern Gazprom an, bald mit der Befüllung seiner Gasspeicher in Europa zu beginnen. Die Speicher von Gazprom in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sind im Vergleich zu denen europäischer Energiekonzerne auffällig leer, was neben anderen Gründen zu dem enormen Anstieg der Gaspreise in den vergangenen Monaten beigetragen hat. In früheren Jahren hatte Gazprom seine Speicher zu diesem Zeitpunkt schon deutlich besser gefüllt. Russland wird deshalb vorgeworfen, bewusst Lieferungen zurückzuhalten, um eine schnelle Zertifizierung von Nord Stream 2 zu erzwingen und Energiewende aufzuhalten.
faz.net, taz.de
Massaker von 2015 in Charleston: Einigung auf millionenschweren Vergleich nzz.ch
EZB-Coronahilfen: Präsidentin Christin Lagarde erwartet Ende der Pandemie-Hilfen im März nzz.ch
Studie zum Mindestlohn: Millionen verdienen weniger als 12 Euro tagesschau.de
Paketflut belastet Online-Händler: Verbraucher schicken immer mehr zurück tagesschau.de
Elektroautos: Teslas Vorsprung schrumpft zeit.de
Auslieferungsprognose gesenkt: Chipmangel bremst nun auch Volkswagen aus tagesschau.de
Entscheidung des Bundesgerichtshofs: Geschiedene Väter oder Mütter mit wenig Geld, aber vermögenden Eltern haben gegenüber ihren Kindern geringere Unterhaltspflichten. Sind finanziell leistungsfähige Großeltern vorhanden, müssen diese formal einen Teil des Unterhaltes für das Enkelkind zahlen, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Dem Vater oder der Mutter bleibe dann ein höherer Selbstbehalt.
deutschlandfunk.de
Investor-Forderung: Ruf nach Spaltung des Shell-Konzerns tagesschau.de
Arbeitsmarkt im Oktober: Erwerbslosenzahl sinkt auf 2,38 Millionen tagesschau.de
Dominanz von Technologie-Riesen brechen: Große Internetplattformen müssen sich auf eine schärfere Regulierung in der EU einstellen. Die 27 EU-Mitgliedstaaten unterstützen weitgehend die Pläne der EU-Kommission für das sogenannte Gesetz über digitale Märkte, mit dem große IT-Konzerne wie Amazon, Google, Facebook oder Apple künftig schärfer kontrolliert werden sollen.
golem.de
Autosteuer, Reparaturen und CO.: Elektroautos im Unterhalt günstiger als Benziner und Diesel heise.de
Teures Transaktionen: Jede Bitcoin-Transaktion erzeugt über 350 Euro an Stromkosten – behauptet eine Studie t3n.de
DIGITALISIERUNG
Umweltminister präsentiert 10-Punkte-Plan für mehr E-Ladepunkte: Aus Sicht von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist der schnelle Ausbau der Ladeinfrastruktur das zentrale Schlüsselelement für die Akzeptanz von E-Autos. Dem Pkw-Sektor gehöre die Zukunft den Elektroautos. Ziel des Ausbaus der Ladeinfrastruktur müsse sein, dass Elektrofahrzeuge kompromisslos erstfahrzeugfähig werden, sagte Lies bei der Vorstellung eines Zehn-Punkte-Papiers mit konkreten Handlungsempfehlungen. An dem Papier hatten Experten von Kommunen, Autobauer, Wohnungswirtschaft und Energieversorgern mitgewirkt. t3n.de
Jede siebte Onlinebestellung wird laut Studie zurückgesendet: In einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben Handelsunternehmen an, dass die steigenden Retouren das Geschäft belasten würden. golem.de
Apple verpflichtet mehr Lieferanten auf Klimaneutralität: Der Konzern will sich und seine Lieferkette bis zum Jahr 2030 ohne zusätzlichen CO2-Ausstoß sehen, dazu beginnt er nun zehn neue Initiativen. heise.de
Vier Wege, wie KI die physische Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert: Nach einem Pandemiejahr steht die Sicherheit am Arbeitsplatz für viele Unternehmen ganz oben auf der Tagesordnung. Einer Umfrage zufolge haben die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter frühere Prioritäten wie die Gewinnung von Spitzenkräften als Hauptanliegen der Unternehmensleiter abgelöst. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass nur 65 Prozent der Arbeitnehmer mit ihrer physischen Sicherheit am Arbeitsplatz vollkommen zufrieden sind, der niedrigste Stand seit 2001. Wie das Weltwirtschaftsforum kurz und bündig feststellt, war die Wahrnehmung der Sicherheit am Arbeitsplatz in den USA noch nie so niedrig. Als Reaktion darauf setzen Unternehmen auf neue Technologien, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern. Dies gilt insbesondere für künstliche Intelligenz, die die Sicherheit am Arbeitsplatz erheblich verbessern kann, ohne die Sicherheitsteams mit zusätzlichen Aufgaben zu überfrachten. forbes.com
BLOCKCHAIN
Wharton akzeptiert Krypto-Zahlungen für Studiengebühren des Blockchain-Programms: Die Wharton School, eine der führenden Business Schools in den Vereinigten Staaten, wird Bitcoin (BTC) und andere Formen von Kryptowährungen für Studiengebühren akzeptieren, berichtete Bloomberg. Die Annahme ist jedoch auf das neue Online-Programm für Blockchain und digitale Vermögenswerte beschränkt, das im Januar beginnen soll. Das sechswöchige Programm mit dem Titel “Economics of Blockchain and Digital Assets” kostet 3.800 Dollar, und die Universität erwartet, dass es jedes Jahr Tausende von Studenten anzieht. Die Wharton School wird Coinbase Commerce, die E-Commerce-Plattform der in den USA ansässigen Kryptobörse, nutzen, um Kryptozahlungen zu akzeptieren. Wharton bietet derzeit zudem einen Einführungskurs zu Krypto und Blockchain über die Online-Bildungsplattform Coursera an, der Teil eines umfassenderen Kurses über Finanztechnologien oder Fintech ist. cointelegraph.com
Shiba Inu Coin Shib – 950 Prozent Kursgewinn in einem Monat: In den letzten Wochen hat sich der Kurs der Kryptowährung Shiba Inu in der Spitze mehr als verneunfacht. Auch dieses Mal war Elon Musk und Twitter im Spiel. wiwo.de
Ethereum – Hacker erbeuten über 800 Millionen Dollar: Das relevanteste Ziel der Angreifer ist die Ethereum-Blockchain und etliche darauf basierende Projekte. Diesbezüglich ist mit über 800 Millionen Dollar der größte Schaden entstanden. Zudem gab es insgesamt 20 erfolgreiche Attacken auf den Ether. de.investing.com
420 BTC – El Salvador kauft den Bitcoin-Dip: Der Präsident El Salvadors ist ein Internet-Troll. Anders ist sein Gebaren auf der Bitcoin-Plattform Número Uno, Twitter, nicht zu erklären. Bukele vermeldet nun den neuesten Coup der Regierung El Salvadors: Man habe den Dip gekauft und nenne nun weitere 420 Bitcoin sein Eigen. 420 ist ein weltweit gebräuchlicher Code unter Freundinnen und Freunden des Cannabis-Konsums. Die Zahl geht auf The Waldos zurück, eine Gruppe von Cannabis-Konsumenten, die im Herbst 1971 nach einer Gras-Plantage suchten. Man traf sich, wie könnte es anders sein, um 4:20 Uhr, seither ist der Code gebräuchlich. Das bringt den gesamten Bitcoin-Besitz nun auf 1.120 BTC. El Salvador sitzt damit auf einem digitalen Goldschatz in Höhe von 67,7 Millionen US-Dollar und ist gemessen in BTC die drittreichste Nation der Welt. Nur Bulgarien (213.519 BTC) und die Ukraine (46.351 BTC) besitzen, zumindest nach öffentlichem Kenntnisstand noch mehr. cointelegraph.com
STRATEGIE & MANAGEMENT
Rüstungskonzern Rheinmetall findet bislang keinen Käufer für sein Kolben-Geschäft: Der angekündigte Verkaufsprozess für das Geschäft mit Klein- und Großkolben habe bisher noch zu keinem Ergebnis geführt und werde fortgeführt, ließ Rheinmetall verlauten. Ein Grund dafür seien die Lieferengpässe in der Autoindustrie, die den Markt belasteten. Es bleibe aber grundsätzlich bei dem Plan, die Sparte “in die Hände neuer Eigentümer zu geben, die das Geschäft sinnvoll weiterführen können”. Anfang des Jahres hatte Vorstandschef Armin Papperger die Investmentbank Goldman Sachs damit beauftragt, “strategische Optionen” für die Kolben-Sparte auszumachen. Papperger will Rheinmetall künftig stärker auf das Rüstungsgeschäft ausrichten. Teile für Verbrennungsmotoren sollen in fünf Jahren weniger als 20 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen, zuletzt waren es fast 30 Prozent. handelsblatt.com
Shell beugt sich dem Druck mit neuen Klimazielen nach Gerichtsurteil: Bis zum Jahr 2030 will Shell die absoluten Emissionen aus seiner Geschäftstätigkeit gegenüber dem Niveau von dem Jahr 2016 halbieren, wie das Unternehmen mitteilte. Damit beugt sich Shell dem Druck von Investoren, Aktivisten und Gerichten. Ein niederländisches Gericht hatte so den Konzern im Mai zu strikteren CO2-Zielen verdonnert. Demnach soll Shell alle seine Emissionen, einschließlich, die aus der Verbrennung seiner Produkte durch Kunden, bis 2030 um 45 Prozent verringern. Druck übt auch Starinvestor Daniel Loeb auf das Management aus, der zuvor bei dem Konzern eingestiegen war. manager-magazin.de
ZITATE
Im kommenden Jahr dürften die stagflationären Tendenzen wieder abnehmen, glauben die meisten Ökonomen. So auch Thomas Gitzel, der Chefvolkswirt der VP Bank.
Bildquelle: VP Bank
ZULETZT
Dino warnt Menschen vor der Klimakatastrophe: In einem Werbefilm des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) appelliert ein Dinosaurier an die Vernunft der Menschen. Darin ermahnt er die UN wegen der Ausgaben für fossile Brennstoffe: “Entscheidet euch nicht für das Aussterben”, sagt er dabei unter anderem. Ob diese Warnung wirkt?
stern.de