Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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PRESSESCHAU
FAZ: Galeria stolpert in die Zukunft
Handelsblatt: Brüssels neue Klima-Töne
Tagesspiegel: Maskenpflicht soll spätestens im März 2022 enden
NACHRICHTEN
Regierung ändert Prognose: Lieferengpässe und die anhaltende Corona-Pandemie erweisen sich für die deutsche Wirtschaft als immer größere Belastung. Statt der noch im April erwarteten Wachstumsrate von 3,5 Prozent, dürften es nach der nun von der Bundesregierung vorgelegten Konjunkturprognose in diesem Jahr nur 2,6 Prozent werden. Der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet aber einen Boom im nächsten Jahr. Die Voraussetzung dafür sei, dass Lieferketten international stabilisiert würden. Unter anderem müsse Deutschland dazu beitragen, dass derzeit fehlende Mikrochips “mehr und stärker produziert werden”. Dafür müsse die neue Regierung Geld ausgeben.
tagesschau.de
Galerias Kampf um den Erfolg: Die Warenhauskette will sich neu erfinden. In Frankfurt zeigt das Kaufhaus, das einmal Karstadt und Kaufhof hieß, wie es erfolgreich werden will.
zeitung.faz.net
Wettrüsten zwischen China und USA: China und die Vereinigten Staaten belauern und provozieren einander schon seit Jahren. US-Kriegsschiffe fahren nah an der chinesischen Küste vorbei, chinesische Kampfjets dringen in die Luftverteidigungszone von Taiwan ein, dessen Verbündeter die USA sind. Nun versetzt der chinesische Test mit der Hyperschallwaffe amerikanische Sicherheitskreise in Unruhe. Präsident Xi Jinping hat die Volksbefreiungsarmee aufgefordert, schnell den technischen Stand ihrer Bewaffnung zu erhöhen. KI-Drohnen, Killer-Roboter, unbemannte U-Boote, Hyperschallraketen, kompakte Atombomben – das Arsenal wird immer diverser.
zeit.de, table.media
Streit mit EU um Justizreform: Polen soll eine Million Euro zahlen – jeden Tag tagesschau.de
Corona-Pandemie: Ampel-Parteien für Ende der Notlage tagesschau.de
Statistisches Bundesamt: Importpreise steigen so stark wie seit 1981 nicht mehr zeit.de
Russische Gaslieferungen nach Europa: Der russische Präsident Wladimir Putin hat zur Entspannung in der Energiekrise in Europa für November eine weitere Öffnung der Gasventile angeordnet. Er wies den Staatskonzern Gazprom am Mittwoch an, die Lieferungen nach Deutschland und Österreich zu erhöhen, sobald die unterirdischen Speicher in Russland aufgefüllt sind, wie die Agentur Tass meldete. Gazprom-Chef Alexej Miller erklärte demnach, dass sein Unternehmen damit nach dem 8. November beginnen könne.
handelsblatt.com
Der dritte Piks: Jeder ab zwölf Jahren hat Anspruch auf die Booster-Impfung faz.net
Mobilfunkmarkt: USA verbannen China Telecom tagesschau.de
Krise auf dem Energiemarkt: Deutsche Gazprom-Speicher ungewöhnlich leer tagesschau.de
Steuerhinterziehung? Auf der Suche nach verlorenen Steuermilliarden haben Fahnder Räume einer Berliner Bank durchsucht. Mehrere Cum-Ex-Verdächtige sollen dort gearbeitet haben.
zeit.de
Mehr Zeit für neue Aufsichtsvorgaben der Banken: Die EU-Kommission will zwar strengere Eigenkapitalregeln, doch die Einführung verschiebt sie auf das Jahr 2025. Die Kommission verteidigt ihren Plan, bei der Umsetzung der internationalen Bankenregeln (Basel III) in EU-Recht die Besonderheiten der europäischen Wirtschaft und ihres Bankensektors stark zu berücksichtigen. Die EU werde den Baseler Rahmen dennoch „gewissenhaft“ erfüllen.
faz.net
Nach heftiger Kritik: VW-Chef Herbert Diess will nun doch an Betriebsversammlung teilnehmen handelsblatt.com
Vorstoß im Senat: US-Demokraten entwerfen neuartige Milliardärssteuer manager-magazin.de
Adidas’ Konkurrent im Aufschwung: Puma trotz Lieferproblemen auf Rekordkurs manager-magazin.de
Opel macht Werkzeugbau im Stammwerk dicht: Weil der Abbau von 2100 Stellen stockt, soll nun der Werkzeugbau nicht nur verkleinert, sondern geschlossen werden. Die Gewerkschaft ist empört. Der Betriebsrat spricht von „Vertragsbruch“.
handelsblatt.com
Nach Treffen mit EU-Vertreter: Iran will Wiener Atomgespräche wiederaufnehmen faz.net
GfK-Konsumklima: Kauflust steigt trotz höherer Preise zeit.de
Positive Bilanz: Google-Mutter Alphabet steigert Umsatz um 41 Prozent sueddeutsche.de
Ikeas Erfolg: Möbelhaus boomt dank Wachstum und Digitalisierung nzz.ch
Zahlen wegen verpasster EU-Klimaziele: Deutschland muss als einziges größeres EU-Land wegen verpasster Klimaziele im vergangenen Jahr nun Ausgleichs-Zahlungen leisten. Man werde 22 Millionen sogenannter Emissions-Einheiten zukaufen müssen, um die Verpflichtungen für 2020 zu erfüllen, bestätigte das Umweltministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte die EU-Kommission kurz vor dem Weltklimagipfel festgestellt, dass Deutschland seine Zusagen verfehlt habe. 21 Staaten hätten ihre Vorgaben hingegen erfüllt.
handelsblatt.com
DIGITALISIERUNG
Fintech-Größen Klarna und Stripe gehen Partnerschaft ein: Künftig können Online-Unternehmen, die Stripe benutzen, Klarna als Zahlungsmethode integrieren. Denn die US-amerikanische Payment-Plattform Stripe hat eine strategische Partnerschaft mit Zahlungsanbieter Klarna bekannt gemacht. Einzelhändler können nun durch die Partnerschaft mit Klarna in 19 europäischen Ländern und den USA, die Stripe als Zahlungsdienstleister nutzen, Klarna als Bezahlmethode nutzen. Klarna soll des Weiteren künftig auf die Infrastruktur von Stripe zurückgreifen können, um die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen von Konsumenten aus den USA und Kanada möglich zu machen. Klarna-Nutzer sollen dort in Zukunft sowohl per Kreditkarte, als auch in Raten zahlen können. t3n.de
Flugtaxi – Rom, Nizza und Venedig sollen bis 2024 Vertiports erhalten: Ein französischer Flughafen und weitere italienische Flughäfen haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das künftig Landeplätze für Flugtaxis bauen und betreiben soll. heise.de
Geheimdienstchefs im Bundestag – Nachrichtendienste wollen weiter Spionagetools zukaufen: Die deutschen Nachrichtendienste zeigen sich von der Debatte um Pegasus unbeeindruckt. Der Zukauf von Trojanern und Analysesoftware sei unverzichtbar, heißt es. golem.de
Digitalisierung bedroht traditionelle Armbanduhr: Wegen der digitalen Konkurrenz durch Apple Watch und Co. verliert die traditionelle Armbanduhr bei etlichen Verbrauchern ihren Platz am Handgelenk. Traditionelle Uhren haben demnach mit mechanischem oder quarzgesteuertem Uhrwerk in dem Jahr an Bedeutung verloren, während der Anteil der Smartwatch-Besitzer sowohl international als auch hierzulande schnell gestiegen ist. In einer Analyse für die Münchner Schmuck- und Uhrenmesse “Inhorgenta” hat das die Unternehmensberatung Deloitte ermittelt. In Deutschland trägt bereits ein knappes Viertel (24 Prozent) der Befragten eine Smartwatch, letztes Jahr waren es zudem erst 15 Prozent. it-daily.net
SAFETY & SECURITY
Anzeige gegen Trading-Plattform “Getfinancial” führt zu Festnahmen: In Bayern meldet die Zentralstelle für Cybercrime einen weltweiten Ermittlungserfolg gegen vermutliche Anlagebetrüger im Netz. Elf mutmaßliche Mitglieder einer Cyberbande in Israel und Georgien wurden vor einer Woche festgenommen. Die Täter sollen zur obersten Führungsebene einer kriminellen Organisation gehören, die mit Fake-Onlineplattformen Anleger um angebliche Investments in Millionenhöhe gebracht haben sollen. In Georgien wurden insgesamt sieben und in Israel vier Haftbefehle vollstreckt. 15 Objekte wurden zudem durchsucht. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern plant, die Auslieferung der festgenommenen Personen bei den israelischen und georgischen Behörden zu beantragen. Der verursachte Schaden dürfte nach ersten Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag ausmachen. handelsblatt.com
Iran macht Hacker für Ausfall von Benzinversorgung verantwortlich: Nach einem offenbaren Hack gab es im Iran nur noch teures Benzin. Scheinbar besteht ein Zusammenhang mit dem Jahrestag eines ähnlichen Vorfalls, der Proteste verursachte. zeit.de
Solarwinds-Hacker wieder aktiv: Die Hacker hinter dem folgenschweren Angriff auf den IT-Dienstleister Solarwinds nehmen Microsoft zufolge nun etliche Unternehmen der Tech-Branche ins Visier. golem.de
Malware-Angreifer werden immer professioneller laut Sicherheitsstudie: Der Anbieter von Privileged-Access-Management-Lösungen, BeyondTrust hat zum ersten Mal den “Malware Thread Report 2021” veröffentlicht. Dafür untersuchte das Incident-Response-Team des Herstellers zusammen mit betroffenen Kunden über den Zeitraum eines Jahres reale Angriffe und glich diese mit dem MITRE ATT&CK-Framework ab. Die Sicherheitsexperten konnten so 150 zwischen dem jeweils ersten Quartal 2020 und 2021 aufgeführte Angriffsketten ausmachen. Mehr als die Hälfte der Vorfälle ging dabei auf das Konto von Emotet und Trickbot/RYUK, ein weiteres Drittel auf das von Loki, AgentTesla und NJRat. Ein zentrales Ergebnis der Forscher ist zudem die größer werdende Professionalisierung von Malware-Angreifern. Die neueste Generation setze noch mehr auf mehrstufige Angriffe und attackiere ganze Unternehmensumgebungen, hieß es. heise.de
STRATEGIE & MANAGEMENT
Audi baut Entwicklung von Hochleistungsakkus aus: Neckarsulm, der Standort in Baden-Württemberg, solle zu einem Kompetenzzentrum für diese Technologie gemacht und Stück für Stück ausgebaut werden, teilte die Ingolstädter VW-Tochter mit. Dafür würden zudem schon Mitarbeiter qualifiziert. Der Betriebsrat benannte die Entscheidung als ersten Schritt, um den Entwicklern eine neue Perspektive für die Zeit nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben. Letzte Woche hatte Betriebsratschef Rolf Klotz kritisiert, das dortige Montagewerk habe noch keine Zusage für ein volumenstarkes E-Automodell ab Mitte des Jahrzehnts. In Neckarsulm entwickelt Audi schon Akkus für Plug-in-Hybride, die beide Techniken verbinden. Bis zum Jahr 2023 soll auch ein Prüfzentrum für neu entwickelte Hochvoltspeicher vor Ort entstehen. handelsblatt.com
ZITATE
Der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier muss die optimistischen Wachstumszahlen aus dem Frühjahr einkassieren.
rnd.de
ZULETZT
Elf Geschwister mit Vornamen aus vier gleichen Buchstaben: Eine Familie aus Belgien hat eine ganz besondere Tradition für die Namen ihrer Kinder. Die elf Kinder von Gwenny Blanckaert und ihrem Mann Marino Vaneeno tragen alle einen sehr ähnliche Namen, bestehend aus den Buchstaben A, E, L und X. Ihre elf Kinder heißen Alex (13), Axel (12), Xela (11), Lexa (10), Xael (9), Xeal (8), Exla (5), Leax (4), Xale (2) und Alxe (6 Monate), berichtet der “De Stentor”. Die Namen der beiden ältesten Söhne waren zunächst eher ein Zufall. Doch die Eltern bemerkten schnell, dass die Namen aus den gleichen Buchstaben bestanden. So entstand die Idee.
focus.de