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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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Rücktritt von Bundesbank-Chef Weidmann, Betrug im Corona-Testcenter, Chipkrise
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ:
Handelsblatt: Jens Weidmann tritt ab
SZ:
Tagesspiegel: Der Gas-Dealer
Welt:

NACHRICHTEN

Zehn Jahre im Amt: Bundesbank-Chef Jens Weidmann tritt Ende des Jahres aus persönlichen Gründen zurück. tagesschau.de

Betrug im Corona-Testcenter – Durchsuchungen in drei Bundesländern: Mit Corona-Tests sollen Betrüger knapp 3,2 Millionen Euro falsch abgerechnet haben. Jetzt gab es deshalb Durchsuchungen in Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es seien Geschäftsunterlagen sowie “beträchtliche Vermögenswerte”, wie Grundstücke und eine fünfstellige Summe Bargeld gesichert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit. Unter Verdacht steht der Geschäftsführer einer GmbH, die insbesondere in Berlin-Wedding Corona-Testzentren betrieben habe. Zusammen mit anderen Beschuldigten soll er für Mai und Juni 2021 Leistungen für Tests rechtswidrig abgerechnet haben. Die Tests soll es entweder gar nicht oder nicht in der abgerechneten Form gegeben haben. Dadurch habe die Kassenärztliche Vereinigung Berlin knapp 3,2 Millionen Euro zu Unrecht an die GmbH gezahlt.
spiegel.de, rbb24.de

Chipkrise: Dem Autobauer Renault fehlen mindestens 300.000 Autos. manager-magazin.de

Credit Suisse muss hohe Strafe zahlen.
tagesschau.de, spiegel.de, stern.de

  • Bei der Großbank Credit Suisse hat die Schweizer Finanzaufsicht (Finma) in zwei Fällen enorme Mängel festgestellt.
  • Die Finma wird nun gegen drei Einzelpersonen ein Enforcement-Verfahren führen, um deren individuelle Verantwortung in der Beschattungsaffäre zu ermitteln.
  • Auch wegen der sogenannten Mosambik-Affäre hatte unter anderem die Finma gegen die Credit Suisse ermittelt, demnach habe die Schweizer Bank gegen Geldwäsche-Meldepflichten verstoßen.
  • Die US-Wertpapieraufsicht SEC in Washington teilte nun mit, dass die Credit Suisse einen Vergleich in der Mosambik-Affäre akzeptiert habe und zu einer Zahlung von 475 Millionen US-Dollar bereit sei.

Erdgas fast 60 Prozent teurer: Die Erzeugerpreise verzeichnen höchsten Anstieg seit dem Jahr 1974. spiegel.de

Britische Heime müssen Pflegebedürftige wegen Personalmangel abweisen: Durch den Brexit leidet Großbritannien auch unter einem “Pflexit”. Von insgesamt 340 befragten Managern von Pflegeheimen gaben zwei Drittel in einer Umfrage des National Care Forums (NCF) an, ihre Dienstleistungen wegen der Engpässe einschränken oder gar stoppen zu müssen. Deshalb müssen oftmals auch Aufnahmeanträge abgewiesen werden. Allein in den letzten sechs Wochen könnte es Schätzungen zufolge rund 5000 solcher Fälle gegeben haben. Rund ein Fünftel der ausgeschriebenen Stellen in den Heimen sind der Befragung nach unbesetzt. Das führt auch dazu, dass Beschäftigte in der Pflege einspringen müssen, die normalerweise für andere Tätigkeiten angestellt sind.
spiegel.de, aerzteblatt.de

EnBW erwägt Klage: Die von der Bundesnetzagentur verkündete Senkung der Renditen für Strom- und Gasnetze könnte vor Gericht landen. handelsblatt.com

“National wie international herausragend vertreten”: Merkel zu Rücktritt von Bundesbank-Chef Weidmann spiegel.de
Markenranking: Apple vorn, Tesla steigt auf – die wertvollsten Marken der Welt handelsblatt.com
Vorwurf der Diskriminierung: Facebook muss Millionenstrafe wegen abgelehnter Bewerber zahlen spiegel.de
Burberry: gewinnt Versace-Chef und investiert dafür Millionen manager-magazin.de
Nestlé: steigert Umsatz massiv, auch dank Preiserhöhungen handelsblatt.com
Studie zu psychologischem Effekt: Die Angst vor Inflation droht die Preise zu treiben spiegel.de

DIGITALISIERUNG

Krisensicher dank beschleunigter Digitalisierung? Die Absicherung von effizienten Lieferketten durch Digitalisierungsinitiativen gehört nicht zuletzt wegen der Pandemie zu den wesentlichen Herausforderungen des Supply Chain Managements (SCM). Das zeigt die jüngste Studie des Aachener Optimierungsspezialisten INFORM mit 190 Fach- und Führungskräften aus SCM und Logistik. 93 Prozent der Befragten halten die Digitalisierung ihres SCM für entscheidend, um in kommenden Krisen resilienter aufgestellt zu sein. Die Unternehmen, die KI in SCM und Logistik noch nicht nutzen, geben als Gründe hierfür Zeitmangel (62 Prozent), fehlendes Know-how (52) und eine mangelhafte IT-Infrastruktur (46) an.
it-daily.net

Trendstudie: Es fehlt an Budgets für nachhaltige Digitalisierung cloudcomputing-insider.de

Firmenname: Facebook plant einem Gerücht zufolge wohl seine Umbenennung golem.de

Cyberangriff: IT-Angriff legt Stadtverwaltung Witten lahm. Ob es sich im Fall von Witten ebenfalls um einen Ransomware-Angriff handelt, ist noch nicht klar, die Verwaltung aber stark eingeschränkt. golem.de

Russische Sanktionen gegen Google: Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor will eine Strafzahlung gegen Google durchsetzen, weil das Unternehmen Löschverpflichtungen nicht nachgekommen sein und verhängte Strafen nicht bezahlt haben soll. Nun steht eine Strafe von 5 bis 20 Prozent des Jahresumsatzes von Google in Russland im Raum, berichtet Reuters am Dienstag. Demnach soll die genaue Höhe des Bußgeldes noch im Oktober festgelegt werden. Google habe Bußgelder in Höhe von rund 32,5 Millionen Rubel (etwa 393.000 Euro) nicht gezahlt.
heise.de

Verzögerung bis Ende 2022: Apples VR-Headset-Pläne offenbar erneut verschoben heise.de

BLOCKCHAIN

Digitale Zentralbankwährung: Unter der Leitung der belgischen Finanzdienstleistungsfirma Euroclear hat Frankreich eine CBDC getestet, bei der ein System des Technologieriesen IBM verwendet wurde. Über 500 Institutionen in Frankreich haben sich an einem zehnmonatigen Experiment beteiligt, bei dem eine CBDC der französischen Zentralbank bei Staatsanleihen getestet wurde, wie die Financial Times berichtete. Laut Soren Mortensen, dem globalen Finanzmarktleiter bei IBM, lief das Projekt über die vorhergehenden Blockchain-Initiativen hinaus gut. Dabei wurden die Prozesse der zentralen Wertpapieraufbewahrung und der Zentralbank erfolgreich getestet und bestehende Zwischenschritte überflüssig gemacht, wie etwa die Konten Abstimmung zwischen den Marktintermediären.
de.cointelegraph.com

Innovatives Mining: Riot Blockchain kündigt immersionsgekühlte Bitcoin-Mining-Infrastruktur an de.investing.com

Auf Plattform Laploco: H&M erkundet Blockchain-Mietservice in Deutschland kreuznacher-rundschau.de

Public Blockchain: Das Projekt Baseline soll es ermöglichen, dass in der öffentlich zugänglichen Blockchain von Ethereum Smart Contracts zu betreiben – und Transaktionen so sicherer zu machen. Das Projekt wurde von Microsoft, ConsenSys und EY gestartet und ist jetzt Teil des Ethereum-Oasis Project.

Kryptowährung Cardano: Graph Blockchains Babbage Mining macht 88 Prozent Gewinn ariva.de

Positive Prognose: Star-Investor aus den USA prognostiziert Billionen-Wachstum des Krypto-Marktes notebookcheck.com

STRATEGIE & MANAGEMENT

Jens Weidemanns Rücktritt: Nach mehr als zehn Jahren an der Spitze der Deutschen Bundesbank stellt Jens Weidmann seinen Posten zur Verfügung. Der 53-Jährige will das Institut Ende des Jahres aus persönlichen Gründen verlassen. Er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung gebeten, teilte die Bundesbank mit. Zu diesem Anlass mahnte er, künftig auf Inflationsgefahren zu achten: Es gelte, nicht einseitig auf Deflationsrisiken zu schauen, sondern auch perspektivische Inflationsgefahren nicht aus dem Blick zu verlieren.
manager-magazin.de

Girocard bald ohne Maestro-Funktion: Kunden deutscher Banken müssen sich auf Veränderungen bei ihrer Girocard einstellen. Künftig wird auf vielen Girocards, besser bekannt unter ihrem alten Namen „EC-Karte“, nicht mehr das Maestro-Logo zu sehen sein, sondern „Mastercard“. Maestro ist eine Funktion des US-Kreditkartenanbieters Mastercard. Mastercard teilte europäischen Kreditinstituten vergangene Woche mit, dass neue Bankkarten nur noch bis Sommer 2023 mit der Maestro-Funktion ausgegeben werden dürfen.
handelsblatt.com

ZITATE

“Die Deutsche Bundesbank muss weiter Anwältin einer stabilitätsorientierten Geldpolitik in Europa bleiben”

sagte FDP-Chef Christian Lindner. Dies sei auch wegen der Inflationsrisiken wichtig.
handelsblatt.com

ZULETZT

Apples neustes Produkt – ein Putztuch für 25 Euro: Das “Polishing Cloth” (Poliertuch) gibt es seit dieser Woche zum Preis von 25 Euro in Apples Online-Laden zu kaufen. Scheinbar handelt es sich dabei um die Abwandlung eines schon seit einiger Zeit erhältlichen Putztuchs für Apple-Displays mit “Nano-Glas”-Beschichtung. Dieses lag dem iMac mit 27-Zoll-Display und entsprechendem Bildschirm und dem Pro Display XDR bisher bei, war jedoch nicht einzeln zu kaufen. Apple bittet seine Kundschaft darum, nur sein “Spezialtuch” bei solchen Beschichtungen zu benutzen. Schon kurz nach Verfügbarmachung kam es zu Abverkäufen. Aktuell wartet man schlimmstenfalls bis zum 20. Dezember.
heise.de

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