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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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Steigende Energie-Preise: EU-Kommission rät zu schnellem Handeln, Krankenkassen brauchen Rekordzuschuss vom Bund, Bei Corona-Schließung keine Lohnfortzahlung für Minijobber
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker, Anna von Stefenelli und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: Kein Lohnanspruch im Lockdown
Handelsblatt: IWF-Chefvolkswirtin: „Deutschland steht vor großen Herausforderungen“
SZ: Veganz will groß raus (Börse)
Tagesspiegel: VW-Chef warnt vor Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen
Welt: Hohe Preise belasten Haushalte

NACHRICHTEN

Steigende Energie-Preise: EU-Kommission rät zu schnellem Handeln.
tagesschau.de, deutschlandfunk.de

    • Angesichts steigender Energiepreise hat die EU-Kommission einen Maßnahmen-Katalog vorgestellt.
    • Energiekommissarin Kadri Simson stellte eine sogenannte Toolbox mit Werkzeugen vor, die EU-Länder anwenden können, ohne gegen die europäischen Wettbewerbsregeln zu verstoßen.
    • Unter anderem schlägt die Kommission direkte Zahlungen, Steuererleichterungen und Subventionen für kleine Unternehmen vor.
    • Sie erwägt aber auch mittelfristige Reformen, um den europäischen Energiemarkt auf lange Sicht robuster zu machen.
    • Die “Toolbox” beinhaltet auch den Vorschlag, gemeinsame Gaseinkäufe und Gasreserven genauer zu prüfen – und die Konstruktion des europäischen Energiemarktes unter die Lupe zu nehmen.
    • Die mittelfristigen Maßnahmen der “Toolbox” sollen bei einem EU-Gipfel Ende kommender Woche besprochen werden.

Krankenkassen brauchen Rekordzuschuss vom Bund.
n-tv.de, aerzteblatt.de

  • Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland benötigen im kommenden Jahr einen Rekordzuschuss vom Bund.
  • Hintergrund sind stark gestiegene Ausgaben.
  • Laut Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es einen zusätzlichen Finanzbedarf von 7 Milliarden Euro.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn sagt stabile Beiträge zu.

Bei Corona-Schließung keine Lohnfortzahlung für Minijobber.
ndr.de, welt.de

  • Das Arbeitsgericht fällte kürzlich ein richtungsweisendes Urteil.
  • Unternehmer tragen demnach nicht das Risiko für den Arbeitsausfall von Minijobbern bei der Schließung des Betriebs durch Corona und seien nicht verpflichtet, ihnen in dieser Zeit eine Vergütung zu zahlen.
  • Es sei Sache des Staates, für einen Ausgleich der finanziellen Nachteile durch den hoheitlichen Eingriff zur Bekämpfung der Pandemie zu sorgen, erklärten die höchsten deutschen Arbeitsrichter.
  • Es handelte sich um den ersten Corona-Streitfall, der beim Bundesarbeitsgericht verhandelt wurde.

VW-Chef Herbert Diess forderte offenbar Abbau von 30.000 Stellen.
handelsblatt.com, faz.net, nzz.ch

  • VW-Chef Herbert Diess soll seinen Aufsichtsräten den Abbau von bis zu 30.000 Stellen nahegelegt haben, berichtet das „Handelsblatt“.
  • Grund ist unter anderem der Umbau und die Elektrifizierung des Konzerns.
  • Im Wettbewerb mit der Konkurrenz würden außerdem die Kosten des Unternehmens nicht mehr stimmen, so seine Begründung.
  • Die Aufsichtsräte sollen von der Diess-Aussage überrumpelt worden sein – und anschließend „energisch“ protestiert haben.

Chipkrise bremst Apples iPhone-Produktion.
manager-magazin.de, tagesschau.de

  • Wer derzeit ein iPhone 13 kaufen will, muss mindestens bis Mitte November warten.
  • Trotz seiner Nachfragemacht als einer der größten Chipkäufer der Welt muss der Konzern seine Produktion aufgrund der Chipkrise empfindlich zurückfahren.
  • Laut Bloomberg wird Apple seine Produktionsziele für das iPhone 13 im Jahr 2021 um gut zehn Millionen Einheiten senken müssen.

Tausende Anträge auf Wiederaufbauhilfe nach Flut.
zeit.de, sueddeutsche.de

  • Die Behörden in Nordrhein-Westfalen haben etwa 5.500 Anträge zur Aufbauhilfe nach dem Hochwasser erhalten.
  • Jeden Tag wachse die Zahl der eingereichten Anträge, teilte Bauministerin Ina Scharrenbach mit.
  • Den Angaben zufolge haben sich bisher etwa 15.800 Menschen im Onlinesystem registriert, 10.800 Anträge seien angelegt worden.
  • Die Soforthilfen der Landesregierung seien mittlerweile ausgezahlt.

Kurzmeldungen

  • IEA: Investitionen in Erneuerbare Energien müssen sich verdreifachen table.media
  • Russisches Gas: Dreht Wladimir Putin an der Preisschraube? sueddeutsche.de
  • Bundesarbeitsgericht: Kein Lohn für Minijobber nach Schließung wegen Corona deutschlandfunk.de
  • NRW: Tausende Anträge auf Wiederaufbauhilfe nach Flut zeit.de
  • Eva Welskop-Deffaa führt Caritas als neue Präsidentin an stern.de
  • RKI sieht keine eigenen Fehler bei unvollständigen Impfdaten tagesschau.de
  • Forderung nach Reformen: Pflegebranche will “mehr Pioniergeist” tagesschau.de
  • Anbieter Veganz will nun an die Börse faz.net
  • BER bleibt sich treu: Zu Beginn der Herbstferien ist der Hauptstadtflughafen überlastet zeit.de
  • Rund 200 Staaten bekennen sich in “Erklärung von Kunming” zu besserem Artenschutz table.media/china

DIGITALISIERUNG

KI und Lidar-Sensoren – Fußgängerampel sorgt für Sicherheit: Im Projekt “KI4LSA” untersuchen Fraunhofer-Forscher und Entwickler von Lichtsignalanlagen Stührenberg, wie sich der Verkehrsfluss verbessern lässt. Dazu bedienen sie sich der KI, einer aufbauenden Echtzeitprognose und der folgenden Schaltung der Ampel (Lichtsignalanlage). Die Künstliche Intelligenz kommt in Fußgängerampeln, dabei soll die Wartezeit verringert und zugleich die Sicherheit der Fußgänger optimiert werden. Ziel des Ganzen ist eine bedarfsgerechte Steuerung der Fußgängerampeln. Denn insbesondere bei Fußgängerampeln sind die Grünphasen meistens sehr kurz. Eine smarte und sich selbst verbessernde Ampelsteuerung reagiert dynamisch auf Fußgänger, verkürzt Wartezeiten und trägt zudem zur Verkehrssicherheit bei. Dazu wollen die Forscher des Fraunhofer IOSB-INA auch einen Algorithmus zur intelligenten Bilderkennung entwickeln. Das Lidar-Verfahren generiert datenschutzkonform und anonym Daten. Nicht nur Personen und Personengruppen, sondern auch Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und weitere Verkehrsteilnehmer sollen auf dieser Basis erkannt werden. Carsten Fischer, Geschäftsführer Stührenberg, freut sich auf das neue Forschungsprojekt: Auch für die Unternehmung sei die Einführung einer KI-Verkehrssteuerung ein erster und großer Schritt. Mit der KI beginne ein neues und modernes Zeitalter für die Straßenverkehrstechnik, die in der Zukunft noch viele Änderungen mit sich bringen werde.
bigdata-insider.de

KI hilft bei der Vollendung der Beethoven-Sinfonie: Fast zwei Jahrhunderte nach seinem Tod ist Beethovens 10. Sinfonie nun vollendet worden und zwar mit zusätzlicher Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Die Weltpremiere fand letzten Samstag in Bonn, der Geburtsstadt des legendären Komponisten, statt. Ein internationales Expertenteam hat zwei Jahre gebraucht, um das Werk zu vollenden. Im Jahr 2019, fast 250 Jahre nach seinem Tod, wurde ein Team aus internationalen Experten für Musik und KI zusammengestellt, um Beethovens unvollendete Sinfonie zu vollenden. Die Idee war, die KI zu nutzen, um alle Daten aus Beethovens künstlerischem Vermächtnis zu analysieren und daraus zu lernen, um zu sehen, was sie hervorbringen könnte. Der österreichische Komponist Walter Werzowa, der in Wien lebt, wo der Komponist die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, war an der Übersetzung von Beethovens Werk beteiligt. Für Werzowa war es sehr aufregend, jeden Morgen Variationen von Beethovens Werken und Themen zur Auswahl zu entdecken, die seine amerikanischen Kollegen von der Rutgers-Universität über Nacht schickten. Einige Kritiker sagen, dass die KI nie Liebeskummer hatte, nie betrunken war und sich auch keinen Eiskübel über den Kopf schüttete – Dinge, die Beethoven tat. Aber für Werzowa ändert das nichts an der Musik selbst, den Noten, die in die KI eingespeist werden. Die Emotionen haben Beethoven sicherlich beeinflusst, wie er seine Meisterwerke schrieb, aber es sind die Ergebnisse, die Partituren, die von der Maschine analysiert werden. Natürlich hat die Maschine das Ergebnis, das am Samstag in Bonn präsentiert wurde, nicht allein erzielt. Der Mensch Werzowa und das Team aus Musikwissenschaftlern und KI-Experten wählten die Themen aus und arrangierten sie.
euronews.com

  • Apple: iPhone-Produktion wird wegen Chip-Knappheit eingeschränkt golem.de
  • VanMoof V: Neues E-Bike kommt auf bis zu 50 km/h heise.de
  • Datenschutzvereine: Digitalisierung nur mit optimiertem Datenschutz it-daily.net
  • Sneaker aus dem 3D-Drucker: Design kann mit Technik noch nicht mithalten t3n.de
  • Was ist Spam und wer profitiert davon? it-daily.net

BLOCKCHAIN

Coinzo – dritte Krypto-Börse in der Türkei muss schließen: Innerhalb weniger Monate muss in der Türkei mit Coinzo die dritte Plattform für den Handel mit Kryptowährungen schließen. Das Unternehmen teilte nun mit, alle Tätigkeiten zu stoppen. Coinzo gehörte zu den fünf größten Plattformen des Landes und machte mehr als 500 Millionen Lira (umgerechnet rund 50 Millionen Euro) Umsatz pro Tag. Man habe sich entschieden, den Service für digitale Vermögenswerte einzustellen, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Alle Assets in türkischer Lira und Kryptogeld der Benutzer seien sicher. Die Website von Coinzo soll für sechs weitere Monate online bleiben. Nutzerinnen und Nutzer hätten so die Möglichkeit, ihre Gelder abzuheben. Innerhalb von sieben Tagen soll das geschehen, wenn man sich an die beschriebene Anleitung halte. Erst im April war der Gründer der türkischen Kryptoplattform Vebitcoin mit Digitalmünzen im Gegenwert von Hunderten Millionen US-Dollar geflüchtet. Viele Kleinanleger haben ihr Erspartes seither nicht wiedergesehen. Auch der Gründer von Thodex, eigenen Angaben zufolge die erste lizenzierte Kryptoplattform in der Türkei, hat sich mit bis zu zwei Milliarden US-Dollar ins Ausland abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
handelsblatt.com

MiamiCoin – Miamis eigene Kryptowährung: Miami führte vor nicht allzu langer Zeit seine eigene Kryptowährung, den MiamiCoin, ein. Jeder könne die Software herunterladen und Coins minen. Die Miner erhielten damit 70 Prozent des Gewinns, der Rest der Wallet werde der Stadt gutgeschrieben, berichtet das Unternehmen Invezz. Die Idee scheint sich auszuzahlen: Seit August seien 10 Millionen US-Dollar in die stadteigene Wallet gegangen. Miami ist damit die erste Stadt des Landes, die über eine eigene Kryptowährungswallet verfügt. Francis Suarez, Miamis Bürgermeister, wolle die Einnahmen durch die Coins nutzen, um die Stadt zu verbessern. Es solle zum Beispiel in Bildung investiert und bezahlbarer Wohnraum bereitgestellt werden. Zurzeit kann man mit dem MiamiCoin aber noch nichts kaufen. Laut Invezz würden die Coins derzeit noch in einem Treuhandkonto aufbewahrt, dort sollten sie auch die nächsten Monate bleiben. Laut Suarez nehme das Entwicklungsteam hinter dem MiamiCoin zusätzliche Prüfungen vor, bevor MIA in Umlauf gebracht werde.
finanzen.net

  • Wrapped Bitcoin: Was ist WBTC? de.beincrypto.com
  • Krypto-Welt: Ripple mit Partnerschaft für grünere Kryptobranche t3n.de
  • Ethereum: Im September massiv unter Druck geraten finanzen.net
  • Binance Smart Chain: Milliardenschwerer Wachstums-Fonds aufgesetzt btc-echo.de
  • Shiba Inu: Erholung um 40 Prozent trotz großer Verkäufe von SHIB-Walen cointelegraph.com

STRATEGIE & MANAGEMENT

Mittelstand in Sachsen erholt sich langsam von Corona-Krise: Der sächsische Mittelstand hat sich nach dem coronabedingten Einbruch weiter erholt. Befragte Mittelständler schauen im Herbst deutlich positiver in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex für den sächsischen Mittelstand stieg demnach binnen Jahresfrist von minus 5,9 Punkte auf 13,3 Punkte. Bundesweit zog das Geschäftsklima sogar noch stärker an. Es gebe eine merkliche Erholung der Wirtschaft, allerdings noch entfernt vom Vor-Corona-Niveau, sagte Andreas Aumüller von Creditreform Dresden. Laut Creditreform ist die Stimmung in Sachsen bei kleinen und mittleren Unternehmen mit Blick auf steigende Auftrags- und Umsatzzahlen insgesamt gut. Rund ein Viertel der Firmen verbuchten Umsatzsteigerungen (27,5 Prozent), viele rechnen auch für die kommenden Monate mit einem Plus. Mit aktuell 28 Prozent ist der Anteil fast doppelt so hoch wie im Herbst letzten Jahres. Der Geschäftsklimaindex von Creditreform baut auf den Antworten von rund 1200 kleinen und mittleren Unternehmen im September 2021, etwa zu Umsatz, Auftragseingängen und Investitionen auf.
zeit.de

Faires Miteinander im Handel: Durch die ARTE-Recherchen für den Dokumentarfilm „Auslaufmodell Supermarkt?“ wird deutlich, dass europäische Handelsallianzen meist nicht den Anspruch verfolgen, mit den Herstellern zu verhandeln. Preissteigerungen und Lieferengpässe werden vonseiten der Händler häufig negiert und erpresserische Methoden gegenüber den Herstellern immer häufiger angewandt. Diese treten umso schärfer bei internationalen Handels- oder Einkaufsallianzen auf. Auch in Deutschland versuchen laut ARTE-Recherchen viele Händler zu Lasten von Lieferanten und Verbrauchern ihren Profit zu maximieren, um vermeintlich im Interesse der Allgemeinheit zu handeln. Derzeit spitzt sich die Lage durch die Corona-Krise weiter zu. Der Markenverband e.V. bestätigt die in der Dokumentation dargestellten Praktiken und fordert ein Umdenken.  Durch rasant steigende Preise und Lieferengpässe stehe die Existenz  zahlreicher mittelständischer Lieferanten auf dem Spiel. Der Handel habe es in seiner Hand, auch in Zukunft Lieferketten einhalten und Regale füllen zu können. Nur durch ein faires Miteinander könnten Herausforderungen bewältigt werden, findet etwa Markenverbands-Geschäftsführer Christian Köhler. Um Organisationen mit gefährlichem Erpressungspotenzial entgegenzuwirken, sei außerdem das Handeln der Europäischen Kommission gefragt: Sie müsse eine gründliche Untersuchung der europäischen Handelsallianzen durchführen.
presseportal.de

ZITATE

“Es gibt mehrere Unsicherheitsfaktoren, die einen länger andauernden Inflationsdruck mit sich bringen könnten”

sagt EZB-Direktorin Isabel Schnabel, um Vorhersagen zum angeblich nur vorübergehenden Preisauftrieb zu relativieren.
boerse-online.de

ZULETZT

Bubble Gun: Forscher entwickeln Spritze ohne Nadel: Forscher in den Niederlanden haben die “Bubble Gun” entwickelt und sagen, sie könnte die Hemmschwelle für Impfungen senken. Anhand von Lasertechnologie soll dabei die zu injizierende Flüssigkeit in “Blasenform” mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde nach außen gedrückt und in die Haut geschossen werden. Laut Forschern völlig schmerzfrei. Die Marktreife ist jedoch erst in ein paar Jahren zu erwarten.
zeit.de

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