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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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VW-Chef Diess verliert Rückhalt, Streiks bei Commerzbank, Fed drosselt Anleihekäufe
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: Das kann man doch essen
Handelsblatt: Misstrauensvotum gegen VW-Chef
SZ: Die Wucht der vierten Welle
Tagesspiegel: Spahn: “Die vierte Welle ist mit voller Wucht da”
Welt: Lars Klingbeil soll neuer SPD-Vorsitzender werden

NACHRICHTEN

Misstrauensvotum: VW-Chef Diess verliert Rückhalt beim Aufsichtsrat
n-tv.de, handelsblatt.com, spiegel.de

  • Der Streit zwischen VW-Chef Herbert Diess und mehreren Mitgliedern des Aufsichtsrats verschärft sich: Kurz vor einer Informationsveranstaltung für die Belegschaft am Stammsitz Wolfsburg machten Spekulationen die Runde, wonach der Manager mit dem Betriebsrat und dem Land Niedersachsen aneinandergeraten sein soll
  • Dass der Vorstandsvorsitzende womöglich in Ungnade gefallen sei, wollte in Konzernkreisen niemand offen sagen. Aber die Stimmung, so hieß es bei mehreren Personen im Umfeld der Kontrolleure, sei denkbar schlecht
  • Nach Informationen des “Handelsblatts” sollen führende Köpfe bei einer Besprechung in der vergangenen Woche Diess sogar ihr Misstrauen ausgesprochen haben
  • Vorbereitet sei inzwischen außerdem, den Vermittlungsausschuss im Aufsichtsrat mit der Vorstandsbesetzung zu befassen
  • Die Stimmung bei dem Autokonzern ist bereits seit einigen Wochen schlecht. Betriebsräte bemängeln den Kommunikationsstil von Diess und fühlen sich von ihm laufend provoziert

Verdi kündigt Streiks bei der Commerzbank an
faz.net, spiegel.de

  • Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will im Tarifkonflikt um die Privatbanken in der kommenden Woche die Commerzbank bestreiken
  • Stefan Wittmann, Ver.di-Funktionär und Aufsichtsrat bei der Commerzbank: “Wir wollen die Commerzbank von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen lahmlegen.”
  • Die Tarifverhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten der privaten Banken sind festgefahren
  • Der Arbeitgeberverband hatte Verdi ein Gehaltsangebot unterbreitet, das eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 3,2 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 36 Monaten vorsieht
  • Verdi fordert dagegen 4,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und mindestens 150 Euro monatlich. Die Beschäftigten sollen zudem individuell wählen können, ob sie statt mehr Gehalt lieber mehr Freizeit haben wollen
  • Darüber hinaus fordert Verdi eine verbindliche Regelung zur mobilen Arbeit

US-Notenbank gibt Startschuss zum Herunterfahren der Krisenhilfen
tagesspiegel.de, zeit.de

  • Die US-Notenbank leitet angesichts hoher Inflation und soliden Wirtschaftswachstums den Ausstieg aus ihren enormen Hilfsprogrammen zur Bewältigung der Corona-Krise ein
  • Die Federal Reserve (Fed) kündigte am Mittwoch eine Reduzierung ihrer konjunkturstützenden Wertpapierkäufe im derzeitigen Volumen von 120 Milliarden Dollar pro Monat um 15 Milliarden Dollar für November an
  • Zunächst soll das Volumen der Anleihekäufe um zehn und das der Hypothekenpapiere um fünf Milliarden Dollar verringert werden. Die Operation soll im Dezember in gleichem Umfang wiederholt werden
  • Das allmähliche Zudrehen des Geldhahns bedeutet eine geldpolitische Trendwende. Das Ende der Zukäufe gilt als Voraussetzung für eine Zinserhöhung
  • Die US-Börsen reagierten am Mittwoch positiv auf die Beschlüsse der US-Notenbank

Autos werden knapp – und teurer
tagesspiegel.de, n-tv.de

  • Der Chipmangel lässt die Zahl der Neuzulassungen einbrechen
  • Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden im Oktober 178.683 Pkw neu zugelassen, das waren 34,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat
  • Außerdem fiel damit die Zahl der Neuzulassungen den vierten Monat in Folge
  • Der Autobauer BMW hat im abgelaufenen Quartal trotz der Lieferengpässe bei Elektronikchips mehr verdient. Der Überschuss legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 42 Prozent zu und erreichte mit 2,58 Milliarden Euro einen Rekordwert
  • Weil die Produktion in den Fabriken durch den Halbleiter-Mangel immer wieder stockte, verkaufte der BMW-Konzern zwischen Juli und September zwar nur 593.200 Autos und damit 12 Prozent weniger als im dritten Quartal des Vorjahres. Aber die Halbleiter wurden vor allem in teurere, profitablere Modelle eingebaut, und wegen des geringeren Angebots musste BMW den Kunden weniger Rabatte geben

Dieselskandal: Musterfeststellungsklage gegen Daimler zugelassen. faz.net

Volkswagen erlaubt bis zu vier Tage Homeoffice. manager-magazin.de

Boom in der Frachtsparte gleicht Lufthansa-Minus aus
manager-magazin.de, faz.net

  • Die Lufthansa hat dank einer Erholung bei Passagierflügen und dem Boom in der Luftfracht erstmals in der Corona-Krise wieder einen operativen Gewinn erzielt
  • Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich im dritten Quartal auf 17 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden Euro Verlust im Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern am Mittwoch mit
  • Ohne die hohen Kosten für Freiwilligenprogramme zum Personalabbau erzielte der Konzern einen operativen Gewinn von 272 Millionen Euro
  • Nach Steuern und Abschreibungen machte Lufthansa allerdings einen Nettoverlust von 72 Millionen Euro
  • Im Gesamtjahr will Vorstandschef Carsten Spohr den operativen Verlust im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 jetzt mindestens halbieren, wie der im MDax gelistete Konzern weiter mitteilte

Preise für Papier steigen weiter kräftig: Auf dem Papiermarkt steigen die Preise weiterhin rasant. Vor allem Rohstoffe wie Altpapier oder Zellstoff, die zur Papierherstellung notwendig sind, verteuerten sich “überdurchschnittlich”, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach haben sich die Großhandelspreise für gemischtes Altpapier im September 2021 mit einem Plus von gut 222 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdreifacht.
spiegel.de

  • Materialmangel lässt Preise steigen zeit.de
  • Jedes siebte Innenstadtgeschäft könnte auf Dauer leer stehen spiegel.de
  • Nur rauf, nie runter – neue Formel verspricht Rentnern ein Plus von zehn Prozent welt.de
  • Als Nächstes droht die Aluminiumkrise manager-magazin.de
  • Shell baut in Deutschland E-Ladenetz aus handelsblatt.com
  • Harte Zeiten für Zalando nach der Pandemie faz.net
  • ING schafft kostenlose Girocard ebenfalls ab handelsblatt.com
  • Erleichterter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden spiegel.de

DIGITALISIERUNG

Facebook-Umbenennung könnte 20 Millionen US-Dollar kosten: Erst vor wenigen Tagen erklärte sich ein Berliner Medizin-Startup bereit, das Logo zu ändern, weil man mit dem Zuckerberg-Imperium Meta nicht in Verbindung gebracht werden will. Hier war die Ähnlichkeit der Logos ein Problem. Doch auch der recht generische Name Meta eckt an – und zwar bei einem kleinen Betrieb in Phoenix, US-Bundesstaat Arizona, der sich als Meta PC schon vor Monaten um die Markenrechte bemüht hat. Gegenüber TMZ ließen die beiden Inhaber von Meta PC verlauten, sowohl auf die Marke als auch auf rechtliche Schritte verzichten zu wollen, sofern Facebook dafür 20 Millionen US-Dollar zahlt. Was passiert, wenn Facebook darauf nicht eingeht, ist nicht bekannt.
golem.de

Britischer Datenhändler sammelt keine Standortdaten mehr in der EU: Eine britische Firma, die mit Standortdaten aus Handys handelt, sammelt ab jetzt keine Daten mehr in der EU oder in Großbritannien. Die britische Datenschutzaufsicht hat der Firma untersagt, die Daten von Briten zu sammeln und angeordnet, dass alle bisherigen Daten gelöscht werden sollen. Daraufhin hat sich Tamoco freiwillig auch aus dem Geschäft in Norwegen und der EU zurückgezogen, wie der norwegische Sender NRK berichtete.
netzpolitik.org

  • Sprach-KI von Microsoft: Geld allein macht nicht intelligent zeit.de
  • Zockend weiterbilden – ein Startup will mit Spielen digitale Nachhilfe leisten businessinsider.de
  • Solar Roof: Tesla bringt neue Solarschindeln mit höherem Wirkungsgrad golem.de
  • Netzsperren: Belarus sperrt Online-Angebot der Deutschen Welle netzpolitik.org
  • EU-Drohnen für Menschen in Seenot netzpolitik.org
  • Millionen-Beute in Bitcoin bei brutalem Wohnungsüberfall in Madrid t3n.de

AI - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Signal will für weniger Spam sorgen: Der Messengerdienst will insbesondere Nachrichtenanfragen von Nicht-Kontakten sicherer gestalten. Profilbilder von Absendern, die nicht im eigenen Telefonbuch stehen, bleiben künftig erst einmal unkenntlich, bis man aktiv darauf tippt. Damit wollen die Entwicklerinnen und Entwickler von Signal verhindern, dass Menschen im Affekt auf Fotos attraktiver Menschen oder andere irreführende Bilder, etwa von ihrer Bank, reagieren und sich dann auf Konversationen einlassen, die in Betrugsfallen führen können.
t3n.de

Zoom startet Pilotprojekt mit Werbung: Der Videokonferenzanbieter Zoom hat den Start von Werbung innerhalb seines Angebots angekündigt. Betroffen sind ausschließlich Nutzerinnen und Nutzer des kostenlosen Basic-Angebots, wenn sie Zoom im Browser nutzen, wie das Unternehmen mitteilt. Und auch das soll nur unter bestimmten Bedingungen der Fall sein.
handelsblatt.com

STRATEGIE & MANAGEMENT

Deutsche Vorstandschefs rechnen mit CO2-Neutralität in 14 Jahren: Wenn sich Manager zum Thema Nachhaltigkeit äußern, schwingt dabei oft der Verdacht mit, es handele sich vor allem um „Greenwashing“, also um grüne Schaufensterpolitik. Einer neuen Untersuchung zu Folge meint es die deutsche Wirtschaftselite aber zunehmend ernst mit ihren Bemühungen um den Schutz von Klima und Umwelt. Demnach hat die Nachhaltigkeit in der überwiegenden Mehrheit der befragten Unternehmen die Digitalisierung als Topthema mittlerweile eingeholt oder sogar abgelöst. Immer mehr Unternehmen setzen sich ein festes Ziel, wann sie die eigenen CO2-Emissionen auf Nettonull reduziert haben wollen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg: Im Durchschnitt benötigen die teilnehmenden Konzerne noch 14 Jahre, um diese Vorgabe zu erreichen. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen des Klimagipfels in Glasgow vorgestellt.
faz.net

Was macht der Marmeladenkönig Arend Oetker? Der Spross der Bielefelder Backpulverdynastie baute um die Marmeladenfabrik in Bad Schwartau einen Mischkonzern mit Milliardenumsatz. Heute regelt er sein Unternehmererbe. Die meisten Anteile an seiner Holding, zu der auch Pakete an einer Ostsee-Fährlinie, dem SDax-Konzern KWS Saat und dem Bildungskonzern Cognos gehören, hat er auf seine fünf Kinder überschrieben. Bis Jahresende soll das Erbe geregelt sein. Seine Ältesten Marie Theres Schnell (45), Johanna (42) und Leopold (38) Oetker versehen bereits Aufsichtsratsposten. Er selbst tut auch noch mit, aber aus der zweiten Reihe. Die Verwandtschaft in Bielefeld hingegen zoffte sich fast 15 Jahre lang um die Macht im Familienkonzern. Im Sommer beschlossen die acht Erben eine Realteilung.
manager-magazin.de

ZITATE

“Mit der steigenden Nachfrage bei Geschäftsreisen und einem Rekordergebnis von Lufthansa Cargo konnten wir einen weiteren Meilenstein auf unserem Weg aus der Krise meistern: die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.”

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, nun gehe es darum, “den Weg der erfolgreichen Veränderungen weiterzugehen”.
faz.net, n-tv.de

“Wir müssen die Nachhaltigkeit ins Zentrum von allem stellen, was wir tun.”

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow warb Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing für seine grüne Agenda.
handelsblatt.com

ZULETZT

Gendersternchen bei Otto sorgt für Aufregung: Wer beim Hamburger Versandhändler Otto bestellt, weiß es schon lange: Das Hamburger Unternehmen gendert. Der Kunde ist für die Hanseaten lange schon zur „Kund*in“ geworden. „Faire Sprache“ nennen die Hamburger das. Am Mittwoch hat es ihnen auf Twitter einen veritablen Shitstorm eingebracht. Ausgelöst hat die Empörung eine – wie ein Otto-Sprecher sagte – „eigentlich harmlose Antwort auf einen Tweet“. Ein Nutzer, der sich über das Gendern beklagte, hatte von Otto die Antwort erhalten: „Stimmt, so einfach ist das: Wir gendern. Und Du musst nicht bei uns bestellen.“ Der Ärger des twitternden Kunden allerdings wuchs. Er kündigte sein Otto-Kundenkonto. Der Shitstorm begann.
faz.net, spiegel.de

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