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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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USA öffnen Grenzen, Wirtschaftsweise senken Prognose, Tesla-Aktie fällt
kuratiert von Alem-Adina Weisbecker und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ: Nur Impfen ist schöner
Handelsblatt: Ampel fordert 3G im Job
SZ: Merkel dringt auf einheitliche Regeln
Tagesspiegel: Mehr als tausend Flüchtlinge an der EU-Grenze
Welt: Tausende Migranten warten an Polens Grenze

NACHRICHTEN

USA öffnen Grenzen für geimpfte EU-Bürger: Touristen und Geschäftsreisende aus der EU können nach mehr als eineinhalb Jahren wieder in die USA einreisen. Voraussetzung ist, dass sie vollständig geimpft und zusätzlich negativ auf das Coronavirus getestet sind. Nicht geimpfte ausländische Staatsangehörige dürfen nur dann einreisen, wenn sie bestimmte Kriterien für Ausnahmefälle erfüllen und sich verpflichten, sich nach ihrer Ankunft einem Corona-Test zu unterziehen, in Quarantäne zu gehen und sich impfen zu lassen. Bei der Lufthansa und Reisekonzernen wie Tui schnellten die Buchungszahlen in die Höhe. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs sei gut für die transatlantischen Beziehungen, für die Wirtschaft und für die Menschen, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
zeit.de, handelsblatt.com

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose: Im Frühjahr waren die Wirtschaftsweisen noch von einem Wachstum von 3,1 Prozent für dieses Jahr ausgegangen. Doch Lieferengpässe und Materialmangel belasten nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung. Die Wirtschaftsweisen rechnen Medienberichten zufolge für das laufende Jahr nur noch mit einem Wachstum von 2,7 Prozent. Für das kommende Jahr sagen sie einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,6 Prozent voraus. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet, dass die deutsche Wirtschaft die Folgen der Corona-Pandemie Anfang 2022 hinter sich lässt. Im ersten Quartal 2022 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder das Vorkrisenniveau aus dem vierten Quartal 2019 erreichen, heißt es im neuen Gutachten des Gremiums, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wird.
faz.net, stern.de

US-Republikaner fordern erneut Sanktionen gegen Nord Stream 2: Republikaner im US-Senat wollen die Verhängung von Sanktionen durch US-Präsident Joe Biden gegen Nord Stream 2 auch nach der Fertigstellung der Ostsee-Pipeline erzwingen. Die Republikaner im Auswärtigen Ausschuss der Kongress-Kammer stellten am Montag den Entwurf einer entsprechenden Gesetzesänderung vor, die Teil des Gesetzespakets zum Verteidigungshaushalt 2022 werden soll. Sie sieht vor, dass dem Präsidenten das Recht genommen wird, aus Gründen der nationalen Sicherheit Ausnahmen von Sanktionen zu verfügen. Die betreffende Passage in den Sanktionsgesetzen gegen Nord Stream 2 soll dem Entwurf zufolge gestrichen werden.
handelsblatt.com

Tarifkonflikt: Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst der Länder. deutschlandfunk.de

Wirtschaftsforscher vom DIW schlagen Mietensteuer in Berlin vor
welt.de

  • Nach dem Scheitern des Berliner Mietendeckels fordert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Mietensteuer als Mittel gegen Preissteigerungen
  • Eine solche Maßnahme würde besonders Immobilieneigentümer treffen, die hohe Mieten nehmen, betonte das DIW am Montag
  • Eine Mietensteuer von zehn bis 30 Prozent auf Nettokaltmieten oberhalb von 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete könnte ein Aufkommen von 205 Millionen Euro im Jahr für Berlin erzielen, rechnet das DIW vor. Damit könnten Mieten von 100.000 Wohnungen um 2,50 Euro pro Quadratmeter und Monat gesenkt oder jährlich 7.500 neue Wohnungen finanziert werden
  • In vielen deutschen Städten sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Rolf Buch, Chef von Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia, forderte im “Spiegel”-Wirtschaftstalk deshalb von der neuen Regierung Maßnahmen, um einen zu starken Anstieg der Bestandsmieten zu verhindern spiegel.de
  • Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt und auch in den anderen Städten des Rhein-Main-Gebiets erschwert es Arbeitgebern, Fachkräfte zu finden oder sie an ihr Unternehmen zu binden. Das geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfung PwC hervor faz.net

Tesla-Aktie fällt nach kurioser Musk-Abstimmung um sieben Prozent
spiegel.de, faz.net

  • Tesla-Gründer Elon Musk hat seine 63 Millionen Follower auf der Onlineplattform Twitter am Wochenende gefragt, ob er sich angesichts einer Debatte um Steuervermeidung unter Superreichen von 10 Prozent seiner Aktien am Elektroautohersteller Tesla trennen und eine damit einhergehende Steuerzahlung in Kauf nehmen sollte
  • Mehr als 3,5 Millionen Nutzer stimmten ab, und 58 Prozent waren für einen Verkauf
  • Der Tesla-Vorstandschef hat gesagt, er werde dem Twitter-Votum folgen, und die Aussicht darauf sorgte am Montag für Unruhe an der Börse
  • Der Aktienkurs von Tesla notierte zeitweise fast fünf Prozent im Minus
  • Die US-Börsenaufsicht SEC könnte spätestens nach dem Kursverlust am Montag Fragen an Tesla und Musk haben. Vor drei Jahren war mit der Behörde vereinbart worden, dass Musks Tweets, die Einfluss auf den Aktienkurs haben könnten, erst vom Unternehmen freigegeben werden müssen

Deutschland hat teuersten Strom der G20: Haushalte in Deutschland zahlen im weltweiten Vergleich weiterhin vergleichsweise viel für Strom. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox für das zweite Quartal 2021. Demnach liegen die Strompreise in Deutschland im internationalen Vergleich unter Berücksichtigung der vergleichsweise hohen Kaufkraft hierzulande auf Platz 15, berichtete Verivox. “In keinem anderen G20-Staat ist Strom teurer”, hieß es.
n-tv.de

  • Handelsverband rechnet mit besserem Weihnachtsgeschäft spiegel.de
  • Gazprom will Lieferungen hochfahren faz.net
  • Chinas Notenbank fördert “grüne Kredite” n-tv.de
  • Frauen verdienen in der EU durchschnittlich 14 Prozent weniger als Männer spiegel.de
  • „Würde nur Verlierer produzieren“: BDI-Präsident warnt vor Folgen des Konflikts zwischen USA und China handelsblatt.com
  • Hohe Rohstoff- und Transportkosten lassen Henkel vorsichtiger werden wiwo.de
  • Rolls-Royce und Cellcentric wollen Brennstoffzelle serienmäßig bauen handelsblatt.com

DIGITALISIERUNG

Hacker haben Systeme der Handelskette MediaMarktSaturn gekapert und bis auf weiteres Daten eingefroren: Die führenden Elektronikhandelsketten Deutschlands sind von einem Hacker-Angriff schwer getroffen worden. Die Läden von Media Markt und Saturn mit mehr als einem Dutzend Landesorganisationen und Hunderten Geschäften in ganz Europa waren in der Nacht auf Montag das Ziel einer Cyberattacke, bei der es den Angreifern offenbar gelungen war, bis in Kernbereiche der IT der Handelsketten vorzudringen, um dort Schaden anzurichten, indem Daten gezielt eingefroren wurden und so bis auf weiteres unbrauchbar gemacht wurden. Seit Ausbruch der Corona-Krise sind Unternehmen vermehrt Ziele solcher Angriffe.
faz.net

Cyberangriff: Populäre Investment-App Robinhood von Hackern angegriffen. handelsblatt.com

Globaler Schlag gegen Cyber-Kriminelle: Europäische Ermittler haben eine Bande von Cyber-Kriminellen ausgehoben, die für Tausende von Attacken auf Organisationen und Unternehmen verantwortlich sein soll. tagesschau.de

Digitalisierung: Deutsche halten Politik für ahnungslos: Die Deutschen stellen der Digitalpolitik ein durchwachsenes Zeugnis aus. Sieben von zehn Wahlberechtigten (72 Prozent) sind der Ansicht, dass Deutschlands Politikerinnen und Politiker zu wenig Ahnung von der Digitalisierung haben. Nicht einmal die Hälfte (43 Prozent) glaubt, dass die Politik in der Lage ist, die Digitalisierung voranzubringen und zu gestalten. Und lediglich drei von zehn (28 Prozent) attestieren der Politik eine klare Strategie bei dieser Aufgabe.
it-daily.net

  • Neuer Kryptofeudalismus: Ein gerechteres Finanzsystem ohne mächtige Akteure als großes Bitcoinversprechen zeit.de
  • Drei-Billionen-Marke geknackt: Kryptowährungen so wertvoll wie noch nie n-tv.de
  • Steigende Gewinne, billiges Geld: Wann platzt die Tech-Blase? manager-magazin.de
  • Sonderausschuss des Europäischen Parlaments KI im Digitalen Zeitalter (AIDA) debattiert heute finalen Entwurf seines Berichts table.media/europe
  • Ex-Google-Manager will eigene werbefreie Suchmaschine bauen, für die Nutzer fünf Dollar im Monat zahlen handelsblatt.com
  • Hohe Emissionen: Schlechte Klimabilanz der Digitalisierung deutschlandfunk.de

AI - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

STRATEGIE & MANAGEMENT

Berater Peter May regelt seine Nachfolge und will zum Dienstleister werden: Peter May ist einer der wichtigsten Berater für deutsche Familienunternehmen. Zum 1. Januar 2022 bekommt sein Beratungsunternehmen Peter May Family Business Consulting einen neuen Partner und geschäftsführenden Gesellschafter: Dominik von Au, derzeit noch Geschäftsführer der Intes-Akademie und Partner bei der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.
handelsblatt.com

Fed-Direktor Quarles scheidet Ende Dezember aus: Fed-Direktor Randal Quarles wird Ende Dezember seinen Platz im Führungsgremium der US-Notenbank freimachen. Das kündigte die Fed am Montag an. Bereits im Oktober war sein Mandat als Vizepräsident der Notenbank mit dem Zuständigkeitsfeld Bankenaufsicht abgelaufen. Seine Amtszeit als Chef des Internationalen Finanzstabilitätsrats FSB, der Regulierungs- und Aufsichtspolitik im Finanzsektor koordiniert, läuft am 2. Dezember ab.
handelsblatt.com

Softbank-Chef will Aktien im großen Stil zurückkaufen: Nach einem Milliardenverlust stimmt Softbank-Chef Masayoshi Son einmal mehr das Lied von der Unterbewertung seines Technologie-Konglomerats an. Der Softbank-Chef kündigte laut “Financial Times” an, das Unternehmen werde rund 9 Milliarden Dollar ausgeben, um 15 Prozent seiner Aktien zurückkaufen und dem Markt zu entziehen – Kurspflege der einfachsten Art, denn ein Gewinn verteilt sich damit auf deutlich weniger Anteilsscheine. An Kapital scheint es Son, der selbst 29 Prozent der Anteile von Softbank besitzt, nicht zu fehlen. So hatte sich der Konzern unter anderem Kapital beschafft, indem er seine Beteiligungen – zum Beispiel an dem Fahrdienst Uber ebenso wie auch an dem Lebensmittellieferanten Doordash – nach Ablauf der Sperrfristen reduzierte.
manager-magazin.de

ZITATE

“Die Aufhebung der pandemischen Lage wäre derzeit aber ein schwerer Fehler & das völlig falsche Signal. Es wäre ein Zeichen von Größe, das zu ändern.”

Der geschäftsführende Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat die von SPD, Grünen und FDP geplante Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite als schweren Fehler bezeichnet.
rnd.de

“Es reicht nicht, wenn der Kellner nur den Impfausweis anschaut.”

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth hat kritisiert, dass in der Gastronomie 2G- und 3G-Regeln nicht konsequent angewandt würden und zu lasch mit der Überprüfung umgegangen werde.
welt.de

ZULETZT

Versicherung muss für PR-Kosten von Ex-Wirecard-Chef Markus Braun zahlen: Wegen kritischer Medienberichte zur Wirecard-Insolvenz und seiner Rolle dabei hatte der Manager eine auf Presserecht spezialisierte Kanzlei sowie eine PR-Agentur beauftragt. Die dafür anfallenden Kosten wollte Braun von seiner Managerhaftpflichtversicherung ersetzt haben – nun hat er dabei einen Etappensieg erzielt. Der Ex-Chef des Zahlungsdienstleisters Wirecard hat in dem Streit über die Übernahme von Kosten erreicht, dass er “auch Anspruch auf Gewährung von vorläufigem Versicherungsschutz für PR-Kosten” habe, wie es in einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt in einem entsprechenden Eilverfahren heißt. Das OLG entschied damit als Berufungsinstanz anders als noch das Landgericht Frankfurt.
spiegel.de

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