Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.
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PRESSESCHAU
FAZ: Im Wettlauf gegen die Erderwärmung
Handelsblatt: Allzweckwaffe KfW
Tagesspiegel: Regierungsberater: Rente droht Finanzschock
NACHRICHTEN
Großauftrag von Hertz: Tesla ist jetzt eine Billion Dollar wert. Der Grund: Autovermieter Hertz beschert Tesla einen Milliardenauftrag. Für den Elektroauto-Pionier könnte das der Durchbruch im Flottengeschäft sein. Bis 2022 will die Mietwagengesellschaft insgesamt 100.000 Tesla-Fahrzeuge in die Flotte aufnehmen, vor allem in den USA und Europa. Der Autovermieter aus Florida setzt damit deutlich stärker auf elektrische Mobilität: Mit dem neuen Großauftrag soll der Anteil der Elektroautos in der Flotte auf 20 Prozent wachsen.
handelsblatt.com
Streik bei Riesa Teigwaren: Etliche Belegschaften des Ostens wollen sich mit Streik West-Löhne erkämpfen zeit.de
EU-Haushaltsregeln: ESM-Fachleute wollen 100 Prozent als neue Maastricht-Schuldengrenze faz.net
Produktpiraterie: E-Commerce fördert Handel mit gefälschten Waren faz.net
Bei Tönnis folgt möglicherweise Imagewandel: Max Tönnies, Sohn von Clemens Tönnis, steht vor dem Sprung an die Spitze von Europas größtem Fleischkonzern. Mit Veggie-Wurst und Mindestlohn will er das lädierte Image des Familienunternehmens aufpolieren.
faz.net
Humanitäre Katastrophe: Uno warnt vor Hungersnot in Afghanistan spiegel.de
Streit über Strom- und Gaspreise: Die Mitgliedstaaten der EU sehen unterschiedliche Ursachen für die Krise auf dem Strom- und Gasmarkt – und werben dementsprechend für unterschiedliche Lösungen.
sueddeutsche.de
Rentiere vor Windenergie: Die Rentierzucht geht vor, urteilt das höchste norwegische Gericht und gibt den indigenen Sami recht: Ihre Rentiere dürfen weiter auf Windenergieflächen grasen.
zeit.de
Gasversorgung: Mit scharfen Worten hat die US-Regierung ihre Kritik an der Ostseepipeline Nord Stream 2 erneuert und Russland aufgefordert, mehr Gas an Europa zu liefern. Angesichts der hohen Gaspreise in der EU warnte Amos Hochstein, Sonderbeauftragter für globale Energiesicherheit im amerikanischen Außenministerium, vor einer Versorgungskrise mit „lebensgefährlichen“ Folgen. Sollte ein besonders heftiger Winter über Europa hereinbrechen, könnte es in einigen europäischen Ländern zu tödlichen Versorgungsmängeln kommen, warnt Hochstein. Die Preise in Europa seien so hoch, wie sie sie noch nie erlebt haben.
handelsblatt.com
Ende der Ära Reitzle: Dax-Gigant Linde macht Kronprinz Sanjiv Lamba zum neuen Chef manager-magazin.de
Fachkräftemangel am Bau mit Frauen bekämpfen: Die Baubranche hat ein gewaltiges Fachkräfteproblem – auch, weil sie so wenig Frauen wie kein anderer Wirtschaftszweig beschäftigt. Um dies zu ändern, müsste sie aber noch einige Hürden aus dem Weg räumen.
dw.com
Machtkampf um Spitze bei PwC: Bei Deutschlands größter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC gibt es ein internes Duell um die Deutschland-Spitze. Petra Justenhoven wagt den Machtkampf gegen PwC-Chef Ulrich Störk.
manager-magazin.de
Negativtest zusätzlich nötig: USA-Reisen für Geimpfte ab November möglich n-tv.de
Kryptos zu Geld machen: Justiz in NRW versteigert beschlagnahmte Bitcoins zeit.de
Umstrittenes Sicherheitsgesetz: Amnesty International schließt seine Büros in Hongkong. Die Menschenrechtsorganisation begründete den Schritt mit dem von China erlassenen sogenannten “Sicherheitsgesetz”. Dieses habe die Arbeit vor Ort unmöglich gemacht.
tagesschau.de
Lieferengpässe: Der Brexit-Alltag lässt für die Briten immer mehr Produkte ausfallen focus.de
DIGITALISIERUNG
Jeder Achte fürchtet wegen Digitalisierung um seinen Job: In einer Jobstudie des Beratungsunternehmens EY äußerten zwölf Prozent der Befragten, Sorgen, dass ihr Arbeitsplatz aufgrund von neuer technologischer Entwicklungen in Zukunft in Gefahr geraten könnte. EY führt Umfragen dieser Art in regelmäßigen Abständen durch. Vor zwei Jahren, noch vor der Corona-Pandemie, lag der Anteil der wegen der Digitalisierung um den Job besorgten Arbeitnehmer mit 13 Prozent sogar noch leicht höher. Die Banken-, Immobilien- und Versicherungsbranche stechen dabei insbesondere heraus.
t3n.de
Skepsis gegenüber digitalem Euro besteht weiter: Einer Bundesbank-Umfrage zufolge gab mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten an, die Einführung eines digitalen Euro nicht zu befürworten. it-daily.net
Digitalisierung schafft neue Arbeitsstrukturen: Digitalisierung, Blended Work und automatisierte Prozesse: Die HR-Branche muss sich auf etliche Veränderungen einstellen. Klassische Arbeitsmodelle werden künftig durch innovative Abläufe ersetzt. it-daily.net
Cyberangriffe gefährden die Digitalisierung: In seinem neuen Lagebericht zur IT-Sicherheit hierzulande fordert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik der Cybersicherheit eine stärkere Bedeutung zuzuschreiben. Cyberangriffe verursachen demnach teilweise schwere wirtschaftliche Schäden und bedrohen existenzgefährdend Produktionsprozesse, Dienstleistungsangebote und Kunden. Der neue Lagebericht mache zudem deutlich, dass eine erfolgreiche Digitalisierung aufgrund der zunehmenden Vernetzung, durch eine Vielzahl drastischer Schwachstellen in IT-Produkten sowie der Weiterentwicklung und Professionalisierung von Angriffsmethoden zunehmend gefährdet sei, heißt es seitens des BSI. it-production.com
AI - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
“Augmented Eternity” – unsterblich durch KI: Forscher, wie der KI-Pionier Hossein Rahnama versprechen, dass digitale, smarte Kopien von Menschen nach deren Tod als Avatare weiterleben könnten. Für den Trauerprozess ist das jedoch problematisch. Der Traum von der Unsterblichkeit ist einer der größten Träume der Menschheit. Man spricht auch von “Augmented Eternity”, in der KI-Forschung, einer “erweiterten Ewigkeit” sozusagen. Rapper Kanye West ließ beispielsweise seinen verstorbenen Schwiegervater für den 40. Geburtstag seiner Frau Kim Kardashian als sprechendes 3D-Hologramm auferstehen. Die vierminütige Nachricht kostete ihn 300.000 Dollar. Es gibt sogar bereits künstliche Intelligenzen, sogenannte neuronale Netzwerke, also Computerprogramme, die ähnlich aufgebaut sind wie ein menschliches Gehirn. Diese lernen dann wie Menschen zu kommunizieren. Der Seelsorger Reiner Fleischmann sieht in den neuen Technologien auch Gefahren für die Angehörigen. Nämlich dann, wenn dadurch der Verlust verdrängt wird.
br.de
KI-Chips – Start-ups und Technologieriesen kämpfen um neuen Milliardenmarkt: Der Umsatz mit KI-Chips verdreifacht sich innerhalb von nur vier Jahren laut einer Prognose auf mehr als 40 Milliarden Dollar. handelsblatt.com
Künstliche Intelligenz braucht Neugier statt Skepsis: Wie lässt sich Vertrauen in Technologien wie KI herstellen? netzwoche.ch
Eine Strategie der KI für die NATO: Auf ihrer Tagung im Oktober 2021 haben die Verteidigungsminister der NATO-Staaten eine Strategie für künstliche Intelligenz für die NATO offiziell angenommen. Aufgrund ihres bereichsübergreifenden Charakters wird Künstliche Intelligenz künftig eine ganze Reihe von Herausforderungen für die internationale Sicherheit mit sich bringen, die sowohl die traditionellen militärischen Fähigkeiten als auch den Bereich der hybriden Bedrohungen betreffen, und sie wird auch neue Möglichkeiten bieten, auf diese Herausforderungen zu reagieren. KI wird sich auf alle Kernaufgaben der NATO auswirken: kollektive Verteidigung, Krisenmanagement und kooperative Sicherheit. nato.int
STRATEGIE & MANAGEMENT
Mercedes-Produktionschef soll in Daimler-Vorstand aufsteigen: Im Zuge der Abspaltung der Lastwagensparte kommt es im Vorstand der Daimler AG im Dezember zu einigen personellen Änderungen. Der langjährige Personalchef Wilfried Porth verabschiedet sich und die Mercedes-Managerin Sabine Kohleisen übernimmt. Sicher ist auch, dass Martin Daum, die zuständige Führungskraft für das in Zukunft selbstständige Truckbusiness, den Ausschuss verlassen wird. Den Platz von Daum soll Jörg Burzer erhalten. Der 51-Jährige sitzt als Produktionschef von Mercedes-Benz schon im Bereichsvorstand der Pkw-Einheit und dürfte einen neuen Fünfjahresvertrag bekommen.
handelsblatt.com
BASF gewinnt neuen chinesischen Batteriehersteller: Der deutsche Chemiekonzern hat sich auf eine Partnerschaft mit dem chinesischen Batteriehersteller SVolt geeinigt. Gemeinsam wollen die zwei Unternehmen in den Bereichen Entwicklung von Kathodenmaterialien, Rohstoffversorgung und Recycling für Batteriezellen von SVolt zusammenarbeiten. Zudem ziehen beide Firmen eine gemeinsame vorgelagerte Beschaffung in Betracht, um die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen zu optimieren. Finanzielle Details zu der Partnerschaft wurden vorerst nicht genannt. In China hat BASF kürzlich bereits eine Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller CATL geschlossen. Der Chemiekonzern hat zudem ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Anbieter Shanshan für Batteriematerialien geplant.
handelsblatt.com
ZITATE
Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, fordert eine harte Linie gegenüber Russland bei der Gaspipeline Nord Stream 2.
ZULETZT
Falscher Polizist wollte echten Zivilfahnder kontrollieren: Ein 25-Jähriger hat sich in Braunschweig als Polizist ausgegeben, mit Polizeiabzeichen, Blaulicht und Schreckschusswaffe. Der 25-Jährige fuhr zudem ein mit Blaulicht ausgestattetes Fahrzeug und kontrollierte Personen. Der Mann fiel Zeugen auf, die die Polizei informierten. Die Beamten konnten ihren vermeintlichen Kollegen vor Ort aber zunächst nicht finden. Bis ein Zivilfahnder mit den Worten “Halt! Stopp!” zum Stehenbleiben aufgefordert und mit einer Taschenlampe angeleuchtet wurde. Der falsche Polizist flog auf. Den Braunschweiger erwarten nun Strafanzeigen wegen Amtsanmaßung und Urkundenfälschung.
spiegel.de