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Jeden Donnerstag liefern wir mit den Wirtschaftsperspektiven einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftlichen Themen der Woche.

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kuratiert von Alem-Adina Weisbecker und Egon Huschitt

PRESSESCHAU

FAZ:
Handelsblatt:
SZ:
Tagesspiegel:
Welt:

NACHRICHTEN

Dieselpreis steigt auf Rekordhoch hierzulande.
spiegel.de, tagesschau.de, n-tv.de

  • Dieselkraftstoff war noch nie zuvor so teuer in Deutschland wie jetzt. Das liegt nur zu einem kleinen Teil an der neuen CO₂-Abgabe, doch die steht nun im Zentrum der politischen Debatte.
  • Der Preis lag am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt bei 1,555 Euro pro Liter, wie der ADAC am Montag mitteilte. Dadurch übertraf er den bisherigen Rekord von 1,554 Euro pro Liter am 26. August 2012.
  • Benzin nähert sich ebenfalls dem Höchststand. Super der Sorte E10 lag am Sonntag bei 1,667 Euro pro Liter. Damit fehlen nur noch 4,2 Cent zum Rekord von 1,709 Euro am 13. September 2012.
  • Seit Monaten steigen die Spritpreise bereits. Treiber ist insbesondere der nach dem Corona-Einbruch des letzten Jahres gestiegene Ölpreis, der am Montag mehrjährige Höchststände erreichte. Die für Europa wichtige Nordseesorte Brent war am Montag zeitweise so teuer wie seit drei Jahren nicht mehr.

Flutkatastrophe: Hannover Rück erwartet bis zu zehn Milliarden Euro Kosten für Versicherer spiegel.de

Siemens gliedert Geschäft mit großen Antrieben aus.
handelsblatt.com, manager-magazin.de

  • Der Siemens-Konzern gliedert das Geschäft mit großen Antrieben aus. Weltweit seien davon mehr als 7000 Beschäftigte betroffen, etwa 2200 davon in Deutschland.
  • Siemens bereitet damit auch eine mögliche Partnersuche oder einen Verkauf der Large Drive Applications (LDA) genannten Einheit vor.
  • Der Konzern bestätigte die Ausgliederung. Man habe beschlossen, die LDA-Aktivitäten in eigenen Gesellschaften zu bündeln, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Siemens wolle dem Geschäft “zusätzliche Eigenständigkeit und unternehmerische Freiheiten geben, damit es sich noch besser auf seine Märkte und Kunden fokussieren kann”.
  • Damit räumt der neue Siemens-Chef Roland Busch im Portfolio weiter auf. Es wurde aber in Industriekreisen betont, dass dieser nicht plane, eine reine IT-Firma aus dem Technologiekonzern zu machen.

Airbnb verliert 80 Prozent seiner Vermieter in Amsterdam wegen strengeren Gesetzen.
spiegel.de

  • In Amsterdam gilt seit dem 1. Oktober eine Registrierungspflicht. Wer seine Wohnung dann an Touristen vermieten will, muss das vorher anmelden.
  • Die Zahl der Anzeigen bei allen Online-Zimmervermittlern war danach stark zurückgegangen, beim Marktführer Airbnb, von mehr als 16.200 im Frühjahr auf nun etwa 2900.
  • Schon mehrmals hatte Amsterdam zuvor versucht, die private Zimmervermietung einzudämmen, vor allem, um der Wohnungsnot in der niederländischen Hauptstadt entgegenzutreten und den Massentourismus abzuschwächen.
  • Ab Oktober müssen Vermieter nun eine Registrierungsnummer in ihre Anzeige aufnehmen. Damit wird es für die Behörden viel einfacher, illegale Vermieter aufzuspüren. Airbnb löschte daraufhin alle Anzeigen, die diese Nummer nicht hatten.

Klimaschutz: Investor Enkraft fordert RWE zu schnellerem Kohleausstieg auf.
handelsblatt.com, finanzen.net, faz.net

  • Der Investor Enkraft Capital hat den Energiekonzern RWE vor dem Hintergrund der Sondierungsgespräche von SPD, Grünen und FDP zu mehr Tempo beim Kohleausstieg aufgefordert.
  • Hierzulande gebe es einen konkreten politischen und gesellschaftlichen Konsens, dass der Braunkohleausstieg beschleunigt werden müsse. Der Vorstand der RWE scheine der Dynamik immer noch hinterher zu hängen, sagte Enkraft-Geschäftsführer Benedikt Kormaier.
  • RWE sei nun am Zug, Vorschläge zu machen, wie man das Ziel eines möglichst schnellen Ausstiegs aus der Braunkohleverstromung realisieren könne.
  • Zur Einhaltung der Klimaschutzziele sei auch ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung nötig. Idealerweise gelinge das schon bis 2030, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Papier.

Dank Touristenansturm: Hotelkette Dorint zurück auf Vorkrisenniveau.
handelsblatt.com

  • Buchungseinbrüche, Beherbergungsverbote und herausfordernde Hygienekonzepte. Dorint-Aufsichtsratschef Dirk Iserlohe kämpfte anderthalb Jahre mit den Finanzlasten der Corona-Pandemie.
  • Der Überlebenskampf der 62 Häuser zählenden Hotelkette aus Köln, hat sich den aktuellen Geschäftszahlen zufolge gelohnt.
  • Der Umsatz im September hätte knapp über 20 Millionen Euro gelegen, sagte Iserlohe.
  • Für 2021 hätte man ursprünglich mit einem Verlust von 30 Millionen Euro gerechnet, erzählte er. Nun werde es wohl eher auf ein Minus von zehn Millionen hinauslaufen. Die Hälfte der Differenz steuerten entgegenkommende Verpächter bei.

Chinas Wirtschaftswachstum fällt auf Einjahrestief.
manager-magazin.de

  • Chinas Wirtschaft wird im dritten Quartal wegen steigenden Rohstoffpreise, Versorgungsengpässen und Stromausfällen gebremst.
  • Nach Angaben des staatlichen Statistikbüros stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vom Montag im Zeitraum Juli bis September um nur noch 4,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
  • Nach einem Rekordzuwachs von 18,3 Prozent im ersten und 7,9 Prozent im zweiten Quartal ist das der bisher schwächste Wert in diesem Jahr.
  • Die Industrieproduktion blieb ebenfalls hinter den Erwartungen der Analysten zurück: Sie stieg im September um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Experten hatten ein Plus von 4,5 Prozent erwartet.

Börse: Konjunktursorgen und Ölpreise belasten Dax manager-magazin.de

Wasserstoff-Start-up Sunfire sammelt 109 Millionen Euro ein, Gigafabrik soll 2023 anfangen handelsblatt.com

Jetzt geht der Kampf um Europas Schuldenregeln richtig los welt.de

Neo-Bank N26 sammelt mehr Geld ein als erwartet, trotz Compliance-Problemen spiegel.de

Totimpfstoff-Studie löst Kursrallye aus: Antrag auf Zulassung gestellt handelsblatt.com

DIGITALISIERUNG

Berühmte IT-Sicherheitsforscher warnen vor Wanzen in der Hosentasche: Weltweit bekannte IT-Sicherheitsforscher und Erfinder von Verschlüsselungssystemen kritisieren in einer gemeinsamen Studie mit dem Titel „Wanzen in unserer Hosentasche“ alle Pläne für Inhalte-Scanner auf den Geräten von Endnutzer. Dieses so genannte Client-Side-Scanning (CSS) sei eine Gefahr für Privatsphäre, IT-Sicherheit, Meinungsfreiheit und die Demokratie als Ganzes. Bei der Überwachungstechnologie CSS werden die Endgeräte einer Person auf bestimmte Dateien durchsucht, bevor die Dateien zum Beispiel für die Kommunikation verschlüsselt werden. Groß geworden war die Debatte um die Überwachungstechnologie nachdem Apple angekündigt hatte, die Endgeräte seiner Nutzer:innen auf Darstellungen von Kindesmissbrauch zu scannen. Nach großen Protesten hatte das Unternehmen die Pläne verschoben. Auch in der Europäischen Union gibt es Pläne in diese Richtung. Im Juni hatte die EU Anbietern von E-Maildiensten und Messengern erlaubt, nach bestimmten Dateien zu suchen.
netzpolitik.org

Arbeitszeitkontrolle in Homeoffice, Außendienst und Firmensitz: Mal eben als Arbeitgeber Aktivitätslogs aus dem Firmen-VPN auslesen, um zu kontrollieren, dass Heimarbeiter auch wirklich arbeiten? Arbeitnehmer und Arbeitgeber legen die Pflicht zur Erfassung der Arbeitszeiten teils weiter aus als erlaubt. Einige Arbeitgeber nutzen sie auch, um unrechtmäßige Leistungs- und Verhaltenskontrollen durch die Hintertür einzuführen. Eine aktuelle Studie des Wiener Instituts Cracked Labs dokumentiert rund ein Dutzend deutsche und internationale Beispiele für die illegitime und vielfach illegale Überwachung von Arbeitnehmern am regulären Arbeitsplatz, im Außendienst und im Homeoffice.
heise.de

  • Internationale Raumstation erneut ungeplant durch russische Triebwerke gedreht heise.de
  • Kommentar zum Lkw-Fahrermangel: Da hilft nur noch Digitalisierung handelsblatt.com
  • IT-Branche fordert von Ampel Superministerium für Digitales augsburger-allgemeine.de
  • Kriminalität-Studie: Firmen sehen steigende Gefahr durch Cyberattacken marbacher-zeitung.de
  • China testet nuklearfähige Hyperschallrakete heise.de
  • Künstliche Intelligenz in der Medizin: Wenn der Computer den Arzt ersetzt focus.de

IOT - INDUSTRIE 4.0

IoT wächst und wächst: Die Anzahl von IoT-Endpunkten – darunter vernetzte Autos, Maschinen der Industrie 4.0 und sonstigen cyberphysischen Systemen bis hin zu Wearables und anderer Unterhaltungselektronik der Verbraucherklasse – wächst unaufhaltsam. Bei den weltweit rund 23,9 Milliarden Geräten, die im November 2020 ans Internet angeschlossen waren, dürfte es sich laut Daten der IoT Analytics GmbH aus Hamburg bereits bei fast 13,8 Milliarden um reine IoT-Endpunkte handeln. Das Wachstum scheint sich zudem noch zu beschleunigen. Laut einer aktuellen Prognose von Mordor Intelligence soll der globale Markt für IoT-Sensoren im Zeitraum von 2021 bis 2026 eine CAGR-Wachstumsrate in Höhe von 24,05 Prozent verzeichnen. Dieses robuste Wachstum wird voraussichtlich durch den verstärkten Fokus der Branche auf die Bereitstellung eines vernetzten Ökosystems und die Standardisierung der 3GPP-Mobilfunktechnologien für das Internet der Dinge vorangetrieben, so die Analysten von Mordor Intelligence.
bigdata-insider.de

Das Problem mit der Energieversorgung bei IoT-Endgeräten: Entwickler von IoT-Anwendungen benötigen zunehmend eine unabhängige Quelle für wiederaufladbare Energie. Oft beschränkte sich die Auswahl bisher auf eine elektrochemische Batterie, die meist auf Lithium(Li)-Ionen-Chemie, oder einen elektrischen Doppelschichtkondensator, oft auch als Superkondensator bezeichnet, basieren. Das Problem ist, dass jede Technologie bestimmte Einschränkungen mit sich bringt, sodass die Entwickler die Fähigkeiten und Einschränkungen jeder Technologie gegen ihre Designziele abwägen müssen. Hybrid-Superkondensatoren dagegen vereinen das Beste aus beiden. Sie sollen zu einem einfacheren Design- und Integrationsprozess, einer kürzeren Entwicklungszeit und niedrigeren Projektkosten führen. Obwohl es durchaus möglich ist, sowohl Li-Ionen-Batterien als auch EDLCs zusammen zu verwenden, kann die Entwicklung und Optimierung für beide Ansätze ein komplexes Unterfangen sein. An einem integrierten Ansatz wird derzeit geforscht.
all-electronics.de

  • Security by default – Stärkung für das Internet der Dinge it-daily.net
  • Ergebnisse der ISG Provider Lens: Geografisch breit aufgestellte IoT-Anbieter sind gefragt bigdata-insider.de
  • IoT Security – Produktionsnetze zuverlässig schützen it-daily.net
  • PICMG ratifiziert IoT.1-Spezifikation elektroniknet.de
  • IoT- und KI-Markt: SECO übernimmt die Garz & Fricke Group all-electronics.de
  • Internet of Things: Erste Schritte mit der Arduino Cloud heise.de
  • Unerwünschte Späher: Vorsicht bei «Smart Home»-Produkten srf.ch

STRATEGIE & MANAGEMENT

Facebook schafft für virtuelle Welt “Metaversum” 10.000 Jobs in Europa:
Facebook will in den kommenden fünf Jahren in der Europäischen Union 10.000 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen, um die virtuelle Welt “Metaversum” aufzubauen. Das kündigte Facebook-Topmanager Nick Clegg an. Unter dem “Metaversum” versteht Facebook eine Welt, in der physikalische Realität mit erweiterter (augmented reality, AR) und virtueller Realität (VR) in einer Cyberwelt verschmelzen. Diese Investition sei ein Vertrauensbeweis in die Stärke der europäischen Tech-Industrie und das Potenzial europäischer Tech-Talente, schrieb der britische Ex-Vizepremier.
heise.de

Wie Unternehmen ihre Digitalisierung beschleunigen: 97 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen bereits Cloud-Umgebungen oder planen den Einsatz, so eine Umfrage von Bitkom Research und KPMG. Den Analysten zufolge wird bis 2025 rund die Hälfte aller Anwendungen aus einer Cloud bereitgestellt werden. Doch sind viele Programme nicht auf Clouds ausgelegt. Das Management, die Aktualisierung und die Absicherung der Applikationen muss deshalb oft weiter manuell erfolgen und bindet damit erhebliche Ressourcen in der IT-Abteilung. Um die Vorteile der Cloud wirklich realisieren zu können, ist eine weitgehende Automatisierung aller Vorgänge notwendig – von der Bereitstellung einer Applikation über Patch-Management, Performance-Analyse, automatische Ressourcenskalierung, und Nutzungsmessung bis hin zur Abrechnung.
heise.de, digitalbusiness-cloud.de

ZITATE

“Wir müssen uns hier, vielleicht auch bei G20 oder international jedenfalls, austauschen, wie die erwarteten Energiebedarfe bei der Transformation der Wirtschaften sind”

sagte Kanzlerin Angela Merkel in Bezug auf die Umbrüche am Energiemarkt.
spiegel.de

ZULETZT

Rehbock “Hansi” bricht in Arztpraxis ein: Einsatzkräfte haben einen außergewöhnlichen Einbrecher in Ottersbach bei Kaiserslautern in einer Arztpraxis vorgefunden. Die Polizei teilte am Montag mit, dass ein junger Rehbock am Sonntag die Eingangstür der Praxis durchbrochen und sich in hinteren Räumen versteckt habe. Ein Auto habe das Tier zuvor scheinbar aufgeschreckt. Der Rehbock sei schon bekannt im Ort. Anwohner hätten ihn mehrmals am Ortsrand gesehen und Kinder ihn “Hansi” getauft. Die Feuerwehr und die Wildtierhilfe Kaiserslautern fingen das unversehrte Tier ein und entließen es zurück in die Freiheit.
rtl.de

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