KW 43: Mittelstandsverband will gegen Soli-Gesetz klagen, Wie Bürokratie Unternehmen das Leben schwermacht, Längere Öffnungszeiten für Bäckereien
Für den deutschen Mittelstand ist die Bundesregierung eine „lame duck“. Jüngstes Beispiel ist die Botschaft des Bundeswirtschaftsministers Altmaier, dass er zwar für Entlastungen sorgen möchte. Wie diese konkret aussehen sollen lässt er offen. Gleichzeitig sieht er trotz der aktuellen Wirtschaftsschwäche keine Notwendigkeit für ein Konjunkturprogramm. Die Lage der Wirtschaft sei derzeit nicht einheitlich schlecht. Auch dieser Saarländer ergeht sich in Allgemeinplätzen: „Wir brauchen mehr Ludwig Erhard. Wir müssen bereit sein, Bürokratie abzubauen. Wir müssen bereit sein, Steuern zu senken, damit das dann wieder reinvestiert werden kann in die Unternehmen.“ Konkrete Vorschläge zur Umsetzung bleibt Altmaier schuldig, der sich immer mehr zum Ankündigungsminister einer Bundesregierung auf Abruf entwickelt. AUS POLITIK UND MITTELSTAND Mittelstandsverband will gegen Soli-Gesetz klagen: Sollte Finanzminister Olaf Scholz sein Gesetz zur Teilabschaffung des Solidaritätszuschlages durch den Bundestag bringen, kann er sich schon einmal auf eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einstellen. Das hat der Mittelstandsverband BVMW angekündigt. “Die Benachteiligung ganzer Steuerzahler-Gruppen verstößt klar gegen das Grundgesetz”, erklärte Mittelstandspräsident Mario Ohoven. Die Klage liegt demnach schon in der Schublade und kann zu Jahresbeginn herausgezogen werden. Ohoven beklagt, dass von der Teilabschaffung nicht nur Millionäre betroffen wären, sondern auch Einkommen von 74.000. Damit müssten auch Facharbeiter noch weiterzahlen. Scholz hatte immer