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Mehrheit für Regierungspartei bei erstem Wahlgang im Kongo, Ausschreitungen im Sudan, Mali verhindert Ausreise deutscher Soldaten
African Edition in der Kalenderwoche 29, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

EU und Niger: Gemeinsam gegen Menschenschmuggel Die EU und der Niger haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die darauf zielt, gegen den Menschenschmuggel von Flüchtlingen und speziell gegen die Schleusergruppen vorzugehen. Die Vereinbarung zwischen EU und Niger solle dazu beitragen, „Leben zu retten, das Geschäftsmodell krimineller Netzwerke zu durchkreuzen, Migranten vor Gewalt und Ausbeutung zu bewahren und ihre Grundrechte zu schützen“, teilte die EU-Kommission mit. Nigers Innenminister Souley sieht in dem Abkommen mehrere Vorteile, man werde „Migranten besser schützen, unsere Grenzen sichern und letztlich unser übergeordnetes Ziel erreichen können, die Lebensbedingungen der Migranten und der Aufnahmegemeinschaften zu verbessern.“ Niger gilt als ein Knotenpunkt bei den Flüchtlingsströmen in den Norden und Westen Afrikas. dw.com

Kongo: Regierungspartei mit Mehrheit im ersten Wahlgang: Im Kongo wurden letzte Woche Freitag die Wahlergebnisse der Parlamentswahlen für den ersten Wahlgang veröffentlicht. Bei den Wahlen Anfang Juli gewann die Kongolesische Arbeiterpartei (PCT) von Präsident Denis Sassou Nguesso mehr als die Hälfte der 151 Sitze. In der Ende Juli stattfindenden zweiten Runde treten die PCT, die Panafrikanische Union für Sozialdemokratie und die Union der Humanistischen Demokraten gegeneinander an. Die Föderation und das Kollektiv der kongolesischen Opposition beschlossen, die Wahl zu boykottieren. africanews.com

Mali hindert acht Bundeswehrsoldaten an Ausreise: Ein Austausch der Blauhelmtruppen in Mali konnte nicht komplettiert werden. Acht Bundeswehrsoldaten wurde die Ausreise verweigert, Anlass ist ein Eklat um die Festnahme von 49 Wachleuten aus der Elfenbeinküste. Die malische Regierung bezeichnete sie als „Söldner“, die einen Putsch geplant hätten. Sie verwies aber auf fehlende Unterlagen der Soldaten, was die Bundesregierung als Schikane bezeichnete. spiegel.de

31 Menschen bei Ausschreitungen im Sudan getötet: Nachdem ein Landwirt letzte Woche in der Provinz Blauer Nil gewaltsam zu Tode gekommen war, entstanden heftige Unruhen in der Region, bei der 31 Menschen getötet wurden. Die Behörde sprach von „Stammesgewalt“, die Militär und Polizei gestoppt hätten. Die Auseinandersetzungen im Bezirk Qissan entstanden zwischen den Völkern der Berti und der Hausa. Aufgrund von 40 Verletzten riefen die Behörden zu Blutspenden auf. derstandard.de

Dschihadisten sprengen zwei wichtige Brücken in Burkina Faso: Bewaffnete Dschihadisten haben zwei wichtige Brücken gesprengt, um die Sahel-Zone zu isolieren. Nach Berichten und Bildern, die in sozialen Netzwerken gepostet wurden, ist es nun praktisch unmöglich, von der Hauptstadt nach Dori zu gelangen. africanews.com

Klimaflüchtlinge – Flucht vor der Dürre: Flüchtlingscamps in Somalia füllen sich: In den Ländern am Horn von Afrika sind mittlerweile schon vier Regenzeiten ausgefallen und haben damit eine große Dürre mit zunehmender Hungersnot ausgelöst. Die Vereinten Nationen gehen allein in Südwestsomalia von 230.000 Dürreflüchtlingen aus. Adam Abdelmoula, UN-Nothilfekoordinator für Somalia, schätzt die Zahl der allein in Somalia von Dürre betroffenen Menschen auf mehr als sieben Millionen bis zum Jahresende. Die Zahl unterernährter Kinder dürfte dann auf etwa 1,4 Millionen steigen. Laut Abdi Adam Abdirahman, dem Leiter des Camps Bulo Isaq, gibt es zwischen den ankommenden Flüchtlingen und den Einheimischen glücklicherweise keine Konflikte zu vermelden, da alle dem gleichem Clan angehören. derstandard.de

HINTERGRUND

Hohe Anzahl Kinder pro Kopf: Die tickende Zeitbombe Afrikas: Während weltweit Frauen im Durchschnitt 2,3 Kinder per Kopf gebären, sind es südlich der Sahara fünf Kinder pro Mutter. Das hat mehrere Gründe: Die Überlebenschancen für Babys durch medizinische Versorgung sind gestiegen, Impfkampagnen haben erste Erfolge und Mädchen gehen nicht lange zur Schule, heiraten jung und haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Die hohe Geburtenrate hat einerseits den Vorteil, dass viele junge Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, eine Versorgung der Menschen und die Infrastruktur sind aber andererseits mangelhaft. Mittlerweile gibt es Länder wie Niger, wo der neu gewählte Präsident gesagt hat, dass man dieses Thema angehen muss. Machen sollen länger in der Schule bleiben und später heiraten. Auch in Nigeria findet eine Diskussion statt, sagt die Journalistin Kottoor. „Der Vizepräsident hat von einer tickenden Zeitbombe gesprochen.“ srf.ch

Angebliche Milliarden für Gasleitungen in Afrika:: Auf Facebook verbreitet sich momentan eine Fehlmeldung, nach der Kanzler Scholz und EU-Kommisions-Präsidentin von der Leyen 300 Milliarden für Gasleitungen in Afrika ausgeben wollten, was zu entrüsteten Kommentaren führte wie „Die eigenen Bürger müssen hungern und frieren, damit wir den Afrikanern Gasleitungen bauen!“ Richtig ist: Die vereinbarten 300 Milliarden sollen von den EU-Mitgliedsländern insgesamt investiert werden und nur etwa die Hälfte davon ist für Afrika bestimmt. Das Geld des Programms „Global Gateway“ will die EU in die Infrastruktur von Schwellen- und Entwicklungsländern investieren. Damit steht das Programm in Konkurrenz zur sogenannten „Neuen Seidenstraße“ Chinas. Während die 150 Milliarden Gasleitungen nicht als Schwerpunkt der Investitionen in Afrika haben, soll es Ziel sein „Afrika bei einer starken, inklusiven, grünen und digitalen Erholung und Transformation zu unterstützen“ heißt es über das Projekt auf der Internetseite der Europäischen Kommission. web.de

Afrika auf der Suche nach Ersatz für Weizen: Die Lieferungen von Weizen an die afrikanischen Länder aus der Ukraine sind wegen des dortigen Krieges weitesgehend gestoppt. Nun wird nach Alternativen gesucht. So ist Nigeria der größte Maniokexporteur der Welt. Maniok lässt sich zwar roh nicht verarbeiten, weil es Blausäure enthält. Aber als Backmittel ist es gut zu gebrauchen. Es gilt nun, die Bevölkerung, die Backwaren aus Weizen gewohnt ist, an diese neuen Produkte zu gewöhnen und für höhere Akzeptanz zu sorgen. diepresse.com

Südafrika: Nur einige Stunden Energie am Tag: Südafrika ist temporäre Stromausfälle gewohnt, sie haben aber in letzter Zeit zugenommen. Das sogenannte „Loadshedding“, das geplante Abschalten des Stroms, erstreckt sich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Damit soll ein kompletter Blackout verhindert werden. Seit Andre de Ruyter das staatliche Energieunternehmen Eskom leitet, gibt es mehr „load shedding“. Der Grund: der Konzernchef hat sich der Wartung der Kraftwerke verschrieben. Jahrzehntelang war genau das versäumt worden. Die Opposition sieht das aber nicht so, sondern vermutet Korruption als Ursache. Parteichef Mangosuthu Buthelezi hierzu: „Es gibt keine Hoffnung mehr, dass nicht auch noch die höchste Stufe des ‚load sheddings‘ kommt. Selbst ein kleines Kind kann sehen, dass der ANC gescheitert ist.“ tagesschau.de

ANGEZÄHLT

Steigende Lebensmittel- und Spritpreise in Mosambik führen zu Streiks und Protesten rund um die Hauptstadt. Es sind vor allem junge Leute, die sich über Facebook- oder WhatsApp-Gruppen verabreden. Mittlerweile rechnet die Regierung mit einer Inflationsrate von 9,4 Prozent für das laufende Jahr. Die Regierung sieht darin aber nicht nur ein Problem von Masambique. dw.com

ZITAT DER WOCHE

„Ich war dort (in Eritrea), und wie Sie auf den Bildern sehen können, habe ich die Jungen gesehen. Ich bin ein Elternteil, ein Vater mit Kindern und ein Großvater, also kenne ich den Schmerz der Eltern, wenn sie nichts von ihrem Kind hören“.

Somalia’s Präsident Hassan Sheikh Mohamud will Soldaten mit ihren Familien wiedervereinen, die bei einer geheimen Ausbildungsmaßnahme verschwunden waren. Er sagte dies nach einem offiziellen Besuch in Eritrea. Während dieses Besuchs hatte er Ausbildungslager besucht, in denen somalische Truppen stationiert sind. africanews.com

WEITERE NEWSLETTER

Politbriefing: Scholz warnt vor Renaissance fossiler Energie + Ägypten und Deutschland planen Wasserstoff-Kooperation + Klimawandel kostet Deutschland jährlich 6,6 Milliarden Euro + Regierung prüft längere Akw-Laufzeiten + Rekordtemperaturen und andauernde Waldbrände in vielen Teilen Europas + EU und Aserbaidschan unterzeichnen Gas-Abkommen. politbriefing.de

Greenmag: Verkehrsminister Wissing stellt Maßnahmen für CO2-Einsparungen vor + Afrika will Meeresschutz durch private Unternehmen verstärken + Carbon-Farming + Klimaschonendere Schifffahrt + IT und Nachhaltigkeit. greenmag.de

ZULETZT

Nigerianische TikTokerin: Mit Sarkasmus gegen Vorurteile: Die TikTokerin Charity Ekezie antwortet auf vorurteilhafte Fragen mit Klischees über Afrika mit Sarkasmus. Das hat ihr mittlerweile eine Millionen Follower eingebracht. Sie will dagegen vorgehen, dass Jugendliche und Erwachsene in den USA und Europa so wenig und falsches Wissen über den Kontinent haben. „Diese Kinder hören jeden Tag, dass wir hier in Afrika nichts haben“ sagt sie. Das verursache einen respektlosen Umgang mit Afrika. So lautet etwa eine Frage: „Habt ihr Autos in Afrika?“ Ekezie antwortet darauf in einem ihrer Videos: „Nein, Autos haben wir nicht. Die ärmeren unter uns schwingen in Lianen von Baum zu Baum, die Reichen können sich Wildtiere als Fortbewegungsmittel leisten. Im Hintergrund des Videos zu sehen: ein Auto. Ein Wink mit dem Zaunpfahl – oft Bestandteil ihrer Clips. tagesschau.de

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